Frage von by09521, 498

Muss ich jetzt homosexuell leben?

Hallo, ich bin ein 16 Jahre alter Schüler und anscheinend in einer schwierigen Phase der Pubertät. Ich habe mich auch leider in ein paar Jungs verliebt. Das zu verbergen, wird immer schwieriger. Kurioserweise weiß es offiziell nur der Junge in den ich am meisten verliebt bin. Er weiß, dass ich zumindest bisexuell bin. Er weiß nicht direkt von mir dass ich auf Ihn stehe, aber darum geht's ja jetzt auch nicht. Ich empfinde meine mögliche Homosexualität als ziemliche Belastung, da ich eigentlich ein Gläubiger evangelische Christ bin, ich bin Mitglied der CDU/CSU, habe eine eher konservative Weltanschauung. Warum musste es gerade mich erwischen? Manchmal will ich mich echt umbringen, ich kann doch nicht mein ganzes Leben das vor meiner Familie, meinen Freunden, meinen Mitschülern verbergen. Ich will mich aber auch nicht outen. Dann könnte ich nie wieder meinen Eltern ins Gesicht sehen, ich würde mich sowas von dafür schämen. Übrigens habe ich nichts gegen homosexuelle. Auch wenn es so klingt. Nein, ich bin der Meinung, jeder darf leben wie er will, und Sexualität geht in den privaten Bereich. Aber es stört mich richtig, dass jetzt auf einmal Ich homosexuell sein soll. Das will ich einfach nicht akzeptieren. Das macht einen großen Riss zwischen die Beziehung zu meiner Familie, zu meinem Glauben, zu meiner Partei, zu meiner Kirche, zu meinem Gott. Ich will einfach ein ganz normales Leben mit einer hübschen und klugen Frau und 3 Kindern in einem Einfamilienhaus in einem Neubaugebiet am Rande einer Großstadt führen. Ich brauche wirklich Ermutigung, ich bin so platt.

Antwort
von seguiendo, 10

Hey, das kommt mir wahnsinnig bekannt vor ;)

Ich bin ein Mädchen, bin inzwischen 18 und würde mich inzwischen als hetero oder bi (ganz sicher bin ich mir diesbezüglich nicht) einschätzen. Aber von 15 bis 17 war ich zwei Jahre lang definitiv lesbisch.

Und meine Einstellung dazu ist/war wie deine auch: Ich finde, dass jeder das tun soll, was er für richtig hält, hätte es aber für mich selber nicht für richtig gehalten, auch aus religiösen Gründen (bin katholisch) und hatte außerdem total Angst vor Schwierigkeiten in der Kirche, mir ist und war Kirche nämlich sehr wichtig, quasi wie eine zweite Heimat.

Und ich wollte auch einfach eine Familie mit Kindern haben und war total unglücklich, dass das mit den Kindern nichts ist und ich mir so sehr Kinder gewünscht habe.

Also als allererstes: Bring dich um Gottes Willen nicht um, das macht einen viel größeren Riss zwischen dich und dein Umfeld als Homosexualität es jemals könnte. Außerdem kann es auch sein, dass sich so was wieder ändert, das weiß man nie, ich hätte mit 16 nie gedacht, dass ich mich irgendwann zu Jungs hingezogen fühlen würde und vor einem halben Jahr war ich dann in einen Kumpel total verliebt.

Ansonsten ein paar Ratschläge, was mir geholfen hat und was ich heute ganz anders machen würde:

zuerst einmal: Du hast doch bestimmt irgendjemanden mit dem du über alles redest, einen besten Freund oder eine beste Freundin oder einen Bruder oder eine Schwester oder deine(n) Taufpate/in ...

Sprich mit irgendwem, dem du wirklich vertraust, denn du kannst dich nicht vor allen Leuten verstellen, das zerreißt dich. Wenn du mit irgendwem reden kannst, geht es dir wahrscheinlich schon etwas besser.

Und dann überleg dir, ob du wirklich hinter den dir durch dein Umfeld vermittelten Werten stehst oder ob es für dich vielleicht doch in Frage käme, irgendwann mit einem Mann zusammen zu leben. Du hast nämlich erst mal nur zwei Möglichkeiten: Entweder, du entscheidest dich dafür, dass du irgendwann mit einem Mann zusammenleben willst. Dann kannst du ja immer noch ein bisschen abwarten, bevor du Ernst machst, denn wie gesagt -man weiß nie, wie sich alles entwickelt. Es gibt übrigens auch evangelische Gemeinden, die Homosexualität akzeptieren und homosexuelle Paare auch segnen. (Ehe ist bisher nicht möglich) Zwischen dich und die Kirche macht das also nicht notwendigerweise einen Riss. Und was Gott angeht: Du musst -wohl oder übel- auf dein Gewissen hören. Und wenn das dir sagt, es ist ok, dann hat auch Gott nichts dagegen, der spricht schließlich durch dein Gewissen mit dir.

Oder du kommst zu dem Ergebnis, dass du wirklich hinter den moralischen Prinzipien stehst, wegen denen das für dich nicht in Frage kommt und dein Gewissen sagt dir nach sorgfältiger Prüfung, das geht nicht. Dann musst du schauen, dass du dich nicht zu sehr darauf fokussierst, sonst wird das unerträglich. Konzentrier dich erstmal auf das, was du sowieso machst: Die Schule, die Partei, die Kirche, deine Hobbys, ...

Und such dir vor allem Sachen, die dir Freude machen und dich ausfüllen. Du bräuchtest dann irgendwas, was dir Kraft gibt, denn das ist echt nicht so leicht, jedenfalls am Anfang. Irgendwann gewöhnt man sich wahrscheinlich dran, vermute ich.

Und wenn du scheiterst, woran auch immer, kannst du immer daran denken, dass Gott bereit ist, dir immer wieder zu vergeben, und dich liebt, egal was du tust.

Dass du homosexuell bist, dafür kannst du auf jeden Fall gar nichts, jetzt musst du halt bloß entscheiden, wie du dich verhalten willst und was du draus machst. Und da gilt eben: Du musst das tun, was dein Gewissen dir sagt, also das, wovon du glaubst, dass es richtig ist. Aber vorher musst du gut drüber nachdenken, sonst besteht die Gefahr, dass du einfach das tust, was dein Umfeld von dir erwartet.

Wenn du willst, schreib ich dir die Pro und Contra Argumente, die ich kenne, ich hab mich lange und ausführlich damit beschäftigt ;)

Kommentiere das hier einfach, falls du die Argumente hören willst.

So oder so wünsche ich dir ganz viel Glück und Gottes Segen und dass du die für dich richtige Entscheidung triffst.

Und: Kopf hoch! Auch wenn sich das im Moment nicht so anfühlt, es gibt noch mehr Lebensbereiche außer der Sexualität und wenn in den anderen dein Leben gut läuft, ist das doch auch schon mal was.

Kommentar von seguiendo ,

Oh, jetzt hab ich vergessen dir zu sagen: Ich an deiner Stelle würde mich so wenig Menschen wie möglich gegenüber verstellen, wenn du deine Entscheidung erstmal getroffen hast. Vorher brauchst du  deine ruhe, damit dir niemand reinredet, denn das ist ganz allein deine Sache. Aber hinterher ist es wahnsinnig befreiend, sich nicht vor allen verstecken zu müssen. Also taste dann am besten vorsichtig vor, wem du vertrauen kannst. Dann musst du wenigstens nicht allen etwas vorspielen. Und sorry für die lange Antwort, ich kann mich nicht so gut kurz fassen ;)

Antwort
von randomhuman, 276

In der Pubertät entwickelt sich dein Körper und man wird herausfinden welche Sexualität man besitzt.

Das hat im übrigen nichts mit der politischen Einstellung zu tun. Homosexualität macht vor keiner Gruppe Halt. Es komm überall auf der ganzen Welt vor. 

Außerdem, wie du selbst schon sagst ist deine Sexualität für dich Privatsache also beeinflusst es ja deine politische Ansicht außerhalb des Hauses überhaupt nicht.

Wenn du dich noch nicht outen willst, dann ist das ok. Schließlich ist das kein Muss und mancher braucht eben länger oder es ist nur eine Phase, weil du dir ja noch nicht sicher bist.

Auf jeden Fall bringen Selbstmordgedanken gar nichts, da durch deine Sexualität kein schlechterer Mensch bist. Lebe dein Leben und genieße es.

Ich hoffe ich konnte etwas helfen also viel Glück und gib die Hoffnung nicht auf. Liebe Grüße. ;)

Antwort
von JimmyPea, 145

Stell dir bitte eine Frage:
Für wen lebst du dein Leben?

a) Für deine Partei
b) Für deine Eltern
c) Für deine Religion
d) Für dich selbst

Nur eine Antwort ist richtig ;)

Schau mal, deine sexuelle Orientierung ist dir angeboren und nichts was man sich aussucht oder was einen wie eine Krankheit "erwischt". Es ist eine Facette deiner Persönlichkeit und in der Pubertät entdeckt man einige seiner vielen Facetten erst. Lerne, sie anzunehmen und zu dir selbst zu stehen.

Wenn du dein persönliches Glück von den Ansichten anderer abhängig machst, dann kann das nur schief gehen! Die Amis haben da so einen Spruch, der irgendwo einen wahren Kern hat: When life gives you lemons, make lemonade. Es heißt im übertragenen Sinne, dass man aus einer (subjektiv befundenen) besch***enen Situation einfach immer das Beste machen soll.
Das heißt konkret: Wenn du schwul bist, dann sag es deinen Eltern. Wenn deine Eltern dich nur lieben können, solange du ihrer Vorstellung eines perfekten heteronormativierten Sohnes bist, dann stimmt da was nicht. Du wirst damit nicht glücklich werden!
Bauch rein, Brust raus - werde der 1. schwule Kreistagdabgeordnete, falls es nicht schon sowas bei euch gibt. Und außerdem: Es geht in deiner Partei niemanden etwas an, wen du liebst!
Die Evangelen sind mit Homosexuellen sehr umgänglich. Ein Haus am Stadtrand kannst du auch mit einem Partner zusammen kaufen. Gut, Kinder werden schwierig, aber selbst Heteros haben nicht selten ihre liebe Not mit der Fortpflanzung. Das Leben läuft nicht immer nach Plan und es gibt kein Drehbuch.

Dein größtes Problem ist also nicht deine Umgebung, sondern eigentlich du selbst. Du hast Angst vor einem Leben abseits der Norm, bzw. dessen, was du aufgrund deiner Erziehung und deines sozialen Umfeldes als Norm empfindest. Das ist normal! Menschen bleiben lieber in ihrer Komfortzone... Aber irgendwann wirst du merken,dass der Gedanke normal zu sein eine Illusion ist und es den Standard-Menschen nicht gibt.

Sei lieber du selbst! Viel Erfolg dabei! :)

Antwort
von TomMike001, 154

Eigentlich ist man in der Pubertät in der Regel in der sexuellen Findungsphase. Wenn es sich bei Dir scheinbar zur Homosexualität entwickelt, da solltest Du Dich langfristig damit abfinden. Willst Du Dir eine Alibi-Familie zulegen oder wie stellst Du Dir das vor. Man muß doch nicht immer der geforderten Norm entsprechen, denn jeder ist anders, auch in seinen sexuellen Neigungen. Und bist Homosexuellen gegenüber ja selbst auch sehr aufgeschlossen.

Es gab und gibt doch auch homosexuelle Politiker, wie z.B. Westerwelle oder Wowereit, da hat sich auch niemand daran gestört. Ganz im Gegenteil, sie waren beliebt. Nehme sie als Vorbilder, auch wenn sie anderen Parteien angehör(t)en.

Deine Familie und deine Freunde sollten auch für deine Situation Verständnis aufweisen. Am besten suchst Du das (er)klärende Gespräch.

Was die Kirche betrifft, die Nächstenliebe sollte auch für Homosexuelle gelten. Wenn es nicht so ist, dann brauchst Du auch keine Kirche und keinen Gott.

Glaube an Dich selbst, dann schaffst Du das auch.

Kommentar von Projektplaner13 ,

hi TomMike991, auch du hast gute, hilfreiche Worte m.E. in deiner Antwort eingebracht...nochmal, s.a. oben : die evangelische Kirche bei uns in D ist für meine Begriffe die beste für uns Homosexuelle, in der EKD können gleichgeschlechtliche Partner ein Pfarrbüro leiten, es gibt Bischöfinnen und Bischöfe, die lesbisch bzw. schwul sind. Habe dazu auch schon an anderer Stelle was geschrieben...liebe Grüße

Antwort
von Meatwad, 72

Tja, Pech gehabt kann man da nur sagen. Da man seine sexuelle Orientierung nicht ändern kann, musst du wohl dein Weltbild ändern, oder eine Lüge leben. Es ist deine Entscheidung, welches Leben du für lebenswerter hältst. Von dem Quatsch mit Selbstmord komm mal weg. Dein Leben ist einmalig. Und ob danach noch was kommt? Ich sags mal diplomatisch: ungewiss! Und es ist niemals alles so aussichtslos, wie es in manchen Momenten aussieht.

Verstehe meine leichte Angriffslust nicht falsch. Es ist meine Absicht,
dir zu helfen. Aber man muss sich auch helfen lassen wollen. Also du
stehst auf Männer? Na und? Ist doch wunderbar. Laufen doch haufenweise
Männer rum.

Was empfindest du denn, wenn du dich in einen Jungen verliebst? In erster Linie sind es doch wohl Gefühle des Glücks. Alle negativen Gefühle werden dir von außen auferlegt. DU liebst Männer. Wieso wünscht du dir also etwas, was du dir eigentlich gar nicht wünscht? Dein Umfeld hat dir da echt hohe Mauern gebaut. Aber DU kannst sie einreißen. Und dann wirst auch du dein Glück finden können. Und irgendwann wirst du froh sein, auf dich selbst gehört zu haben. Und dann hast du halt einen hübschen und klugen Mann und 3 Kindern in einem Einfamilienhaus in einem Neubaugebiet am Rande einer Großstadt. Und wenn du dich von all dem faslchen Fleich um dich herum getrennt hast, hast du dazu vielleicht noch echte Freunde.

Eine Familie, die dich nicht so akzeptiert, wie du bist, hat den Namen "Familie" nicht verdient. Und ein göttliches Wesen hat sich ohnehin nie zu Fragen der Sexualität geäußert. Das waren IMMER Menschen.

Ich kann dir nur dringend raten, dich an einen Therapeuten zu wenden. An einen, der dir die Homosexualität nicht ausreden will, versteht sich. Da kannst du in Ruhe reden, ohne Angst, daß es jemand erfährt. Du wirst es nicht bereuen. Manchmal ist allerdings nicht gleich der erste der beste. Da heißt es dann: Nicht gleich wieder die Flinte ins Korn werfen.


Antwort
von Blockbuster2003, 120

Hi!

Also wenn ich das mit der Partei so lese, dass überkommt mich eine gewisse Übelkeit! Das bestätigt mir nämlich gerade alle Vorurteile die ich über genau diese Parteien leider habe. Immer etwas rückwärtsgewand und im Grunde stock konservativ (zumindest im ein oder anderen Flügel - nicht überall!)

Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich finde sie beide nicht grundsätzlich falsch oder verkehrt und stimme mit einigen Positionen auch manchmal überein.

Aber wenn ein junger Mensch meint, dass er sich nicht zu seiner Sexualität bekennen darf, nur weil er Mitglied in der CDU / CSU ist, dann stimmt doch was nicht, oder sehe ich das ganz falsch? Abgesehen davon: In beiden Partien gibt es bekennend homosexuelle.

Vielleicht solltest Du Dir mal eine andere Partei suchen die Dich so sein lässt wie Du bist... ;-) Kleiner Tipp: Die AfD ist es schon mal nicht... xD

Aber genug des Spottes - Dein Problem ist Dir sicherlich ernst!

Wegen der Kirche würde ich mir am wenigsten Sorgen machen ehrlich
gesagt! Du bist ja evangelisch und nicht katholisch! Die evangelische
Kirche hat sicherlich kein Problem mit Homosexualität!

Sagen musst Du es erst mal niemandem - grundsätzlich nicht. Aber Du solltest Dich mit dem Gedanken anfreunden, dass es halt einfach so ist. Du wirst das nicht ändern können - man kann sich seine Sexualität eben nicht aussuchen.

Suche Dir vielleicht beste Freunde mit denen Du darüber reden kannst. Leute denen Du 100% vertrauen kannst und die es erst mal für sich behalten können. Und dann konzentriere Dich auf das was Dir Spaß macht und nicht auf das, was andere vielleicht von Dir erwarten! Es ist DEIN Leben und niemand hat Dir reinzupfuschen!

Genieße es und lebe es aus  - was anderes bleibt Dir nicht!

Ich wünsche Dir viel Glück und baldige Erkenntnis! Wird schon werden - Kopf hoch!

Kommentar von Projektplaner13 ,

hi Blockbuster2003, eigentlich ist deinen Worten nicht allzuviel hinzuzufügen, du hast es mit eigenen Worten sehr gut beschrieben, für den : by09521...aber, die evangelische Kirche ist doch bei uns In D die beste Kirche für Homosexuelle...ich habe darüber schon an anderer Stelle mehr geschrieben über : Homosexuelle Liebe

..Hinweis auch für dich, lieber by09521 : am 10.05.16 ca. 20:00 Uhr  wars die Frage von HeikoWeber : Welche Erfahrungen habt ihr mit  deutschen Baptisten-Gemeinden der evang.Freikirche  ?...dazu dann meine Antwort...liebe Grüße...bei evtl. Fragen vlt. auch in meinem Profil als Freund antworten...und dann die Frage hier stellen...

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 78

 ... da ich eigentlich ein Gläubiger evangelische Christ bin ... 

Die Sexualität ist nichts, was du dir aussuchst. Das ist ein "Geschenk Gottes".

Und wenn Gott dich homo- oder bisexuell gemacht hat, dann freue dich, verdammt noch mal, darüber. Du findest deine Liebe an beiden Ufern und bist in der Auswahl nicht auf eines beschränkt. Was glaubst du, wie viele Leute dich darum im Grunde ihres Herzens beneiden?

Manchmal will ich mich echt umbringen, ich kann doch nicht mein ganzes Leben das vor meiner Familie, meinen Freunden, meinen Mitschülern verbergen.

Hallo?! Geht's noch?! Du bist 16 Jahre alt. Da hat dein Leben NOCH NICHT EINMAL ANGEFANGEN. Du hast noch so runde 60, 70, und wenn Gott will, sogar 80 Jahre vor dir.

Abgesehen davon bist du noch nicht einmal wirklich festgelegt. Du probierst dich gerade aus. Und irgendwann wirst du das eine oder andere bevorzugen.

Das macht einen großen Riss zwischen die Beziehung zu meiner Familie, zu meinem Glauben, zu meiner Partei, zu meiner Kirche, zu meinem Gott.

Zu deiner Familie, der Kirche und der Partei? Vielleicht, wenn sie wirklich so menschen- und Gott-verachtend sind. 

Zu deinem Gott jedoch wohl kaum. Schließlich hat ER dich so gemacht, wie du bist. Das hast nicht du dir selbst ausgesucht. Warum sollte er dich also für etwas, das er dir selbst in die Wiege gelegt hat, verabscheuen oder sich von dir abwenden?

Und was deinen Glauben betrifft: Glaubst du wirklich ein Schwuler oder Bisexueller könnte nicht an Gott glauben und ihn verehren? (Ich kenne einige Schwule, die weitaus bessere Christen als ihre heterosexuellen Glaubensgenossen sind. "Freie", genauso, wie evangelikale.)

Ich will einfach ein ganz normales Leben mit einer hübschen und klugen Frau und 3 Kindern in einem Einfamilienhaus in einem Neubaugebiet am Rande einer Großstadt führen. 

Warte es doch einfach ab! Du bist jetzt 16 Jahre alt. Da fließt noch viel Wasser den Berg herunter. Beende erst mal die Schule. Mache dann eine Lehre oder ein Studium. 

All das musst du so oder so machen; ganz egal, wie dein Lebensweg aussehen soll.

Dann bist du so runde 22 - 27 Jahre alt. Und DANN entscheide dich.

Du hast also noch MINDESTENS 6 - 11 Jahre "Wartezeit" vor dir, bevor du dich ernsthaft mit solch trübsinnigen Gedanken befassen musst. 

Und vielleicht hast du bis dahin längst einen hübschen, klugen Mann, mit dem du zusammen im Einfamilienhaus wohnst und darüber nachdenkst, 3 Kinder zu adoptieren...

(Auch das ist gar nicht so weit hergeholt, wie du vielleicht glaubst. Zwei meiner schwulen Freunde machen genau das: Sie leben verheiratet in einem Reihenhäuschen im Speckgürtel der Stadt und träumen davon, dass die menschenverachtende CDU endlich ihre Hartnäckigkeit aufgibt und es ihnen ermöglicht, 1, 2 oder sogar 3 Kinder aus dem Kinderheim adoptieren zu können; damit IHR LEBENSTRAUM sich endlich erfüllen kann...)

Kommentar von by09521 ,

Ersteinmal Danke für alle ermutigenden Antworten von euch. Es ist halt einfach so: Natürlich würden mich meine Eltern, meine Kirche usw. Ja nicht deswegen verstoßen. Aber ich will ein Leben mit Gott, mit der Kirche, mit der Familie, mit der Partei führen. Und ich glaube auch, dass das möglich ist. Nur wenn ich geoutet wäre, wäre mir das ehrlichgesagt unangenehm. Ich wollte nie ein auffälliges Wesen in der Weltgeschichte sein. Ich wollte eigentlich immer mein Leben unkompliziert und still führen. Und ich glaube dass ist mit Homosexualität nicht so ganz möglich. Ich stelle es mir einfacher vor, eine Familie zu gründen, als mit einem Partner zusammenzuleben. Ich weiß nicht, dass wäre einfach nicht meine Art. Gut, dass mit dem umbringen habe ich jetzt auch nicht wirklich wortwörtlich gemeint. Es ist nur so ein bedrückendes Gefühl. Ich stelle mir jetzt mal vor, ich würde mich jetzt nach und nach bei meinen Klassenkameraden, über WhatsApp outen, persönlich könnte ich das garnicht. Ich stelle mir die Reaktionen ziemlich unterschiedlich vor. Aber ich habe Angst, dann als unzüchtig zu gelten. Bisher hatte ich in meiner Klasse das Bild von einem frommen, konservativen, verschlossenen aber lebensfreudigem Menschen abgegebenen. Das jetzt wegzuwerfen würde mir schwerfallen. Das wäre doch auch irgendwo inkonsequent. Es ist vielleicht so, ich sollte es lieber verbergen, ich meine es frisst mich ja jetzt nicht von innen heraus auf, es ist nur etwas schwierig. Aber ich werd es schon überleben. Danke

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ich stelle mir jetzt mal vor, ich würde mich jetzt nach und nach bei meinen Klassenkameraden, über WhatsApp outen, persönlich könnte ich das garnicht.

Was die Schwuppen immer so einen Terz mit dem "Outen" und die Veganer mit ihrem "Vegan-Sein" veranstalten, werde ich wohl nie verstehen. Ich renne doch auch nicht rum und erzähle allen, dass ich heterosexueller Fleischgenießer bin...

Lebe doch einfach dein Leben! Erzähle es den Leuten, die es unbedingt wissen müssen (also etwa deinem angehimmelten "Vielleicht-Partner") und verschweige es den anderen.

Aber nicht, weil du es verheimlichen musst, sondern, weil es eine stinklangweilige und völlig uninteressante Information ist.

Auch, wenn es dich vielleicht enttäuscht: Du bist (vielleicht) schwul. Das ist nichts, was es wert wäre, in der Zeitung oder am schwarzen Brett zu stehen. Es ist vielmehr eine genauso langweilige Information, wie die Dia-Abende von Opa, wenn er von vergangenen Zeiten träumt, Vielleicht sogar noch ein ganzes Stück belangloser, denn dass du "(vielleicht) schwul bist", bedeutet für ALLE Menschen in deinem Umfeld erst einmal gar nix. Weder wirst du sie "von hinten anfallen und vergewaltigen", noch sollen sie dir die Kerze halten, wenn du deine Triebe und Neigungen mit deinem Freund auslebst...

Es geht sie schlicht nichts - wirklich GAR NICHTS - an.

------------------

Und wenn du eines Tages zu der endgültigen Überzeugung kommst, dass du mit stolzgeschwellter Brust verkünden willst, dass du "schwuler/bisexueller Christ und CDU-Mitglied" bist, dann bist du (hoffentlich) bereits so weit gefestigt, dass du das Götz-Zitat verinnerlicht hast:

"Ihr könnt mich mal am Arsche lecken!"


Aber ich will ein Leben mit Gott, mit der Kirche, mit der Familie, mit der Partei führen. Und ich glaube auch, dass das möglich ist. Nur wenn ich geoutet wäre, wäre mir das ehrlichgesagt unangenehm. 

Schon mal daran gedacht, dass Gott eventuell anderer Ansicht ist, wenn er einen "frommen Christdemokraten" schwul/bisexuell macht?

Möglicherweise will er ja gar nicht, dass du "unscheinbar in der Ecke sitzt". Vielleicht hat er anderes mit dir vor? Vielleicht will er der CDU und der Kirche "Verstand einhauchen", wenn er so ein "frommes Schaf seiner Gemeinde" schwul/bisexuell macht und damit zeigt, dass BEIDES GLEICHZEITIG wunderbar funktionieren kann?

Dennoch: Ich würde darum keinen Aufriss machen. Lebe einfach dein Leben. Punkt. Und wenn es sich ergibt oder als notwendig bzw. sinnvoll erweist, zu erwähnen, dass du nun mal maskuline Typen im Bett bevorzugst, ... tja, dann, und erst dann, ist es erwähnenswert.

Ansonsten langweile die Leute nicht mit Trivialitäten, wie der Tatsache, dass es Schwule/Bisexuelle gibt, sie sich das nicht freiwillig ausgesucht sondern von Gott "geschenkt" bekommen haben; und dass du ganz offensichtlich einer davon bist...

Antwort
von Holger1002, 50

Du hast es richtig ausgedrückt: in seiner Entwicklung, und besonders auch der Pubertät, durchläuft der Mensch einige Phasen. Diese homosexuellen Gefühle sind eine davon.

Das bedeutet nicht, daß Du homosexuell bist, sondern dass Du im Moment eine homosexuelle Phase durchläufst -  und glaube mir, das ist normal.

Nun musst Du zusehen, dass Du nicht in dieser verhaftet bleibst. Je mehr man sich das einredet, desto mehr manifestiert sich das.

Sieh überhaupt einmal von Deiner Sexualität ab.

Das ist schwer, ich weiß das. Aber wir haben einen Gott, der uns hilft. Er hat unsere Schwachheiten und Krankheiten getragen, und ER weiß genau, wie Du Dich jetzt fühlst. Schließlich hat er das alles am Kreuz getragen und möchte nun, dass Du ihm dieses auch bringst.

Mach es wie Petrus. Schau nicht auf die Wellen, die Dich umtosen, sondern schau auf Jesus. ER wird Dich durchtragen!

Beschäftige Dich mit anderen Dingen. Hast Du ein Hobby? Auf jeden Fall hast Du genug zu tun in Schule und Ausbildung, evtl. kannst Du noch nebenher etwas dazulernen.

Dann wartet die ganze Welt um uns herum auf ehrenamtliches Engagement. Besonders in den Altenheimen freuen sie sich über junge starke Männer, die die Insassen bei gutem Wetter im Rollstuhl spazierenfahren können. Evtl. kannst Du dort in Deiner Freizeit für Geld in der Pflege mithelfen. Frage doch einfach nach!

Vielleicht gibt es auch Bibelgruppen in Deiner Gemeinde, Hauskreise, wo man dabeisein kann und mitarbeiten, oder doch jedenfalls lernen.

Vor allem Gruppen mit älteren Menschen, denn von diesen können wir am meisten lernen. Vielleicht gibt es auch einen Besuchsdienst, wo man alte Menschen besuchen geht? Das könntest du auch selbst tun.

Wie froh sind die Alten, wenn einmal jemand vorbeikommt! Man kann zuhören (die "lebenden Geschichtsbücher" sterben bald aus!), mit ihnen alte Lieder singen (Volkslieder, Choräle), gute Bücher oer alte Predigten vorlesen ... es gibt genug zu tun, zum Jammern bleibt keine Zeit!

Ich wünsche Dir alles Gute!

Nun aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt! Wir gehn an unsers Meisters Hand, und unser Herr geht mit.

Darauf dürfen wir uns verlassen.



Antwort
von xXWhitePandaXx, 31

Jetzt man ganz ehrlich du meinst du musst dich schämen dafür.Du musst ja nichtgleich offen zeigen das du Bisexuell bist.Aber du kannst zumindestens mit den Leuten reden den du vertraust.

Antwort
von gutefragepunkt, 49

Nein du musst nicht homosexuell leben! Absolut nicht. Das ist dir doch total freigestellt. Du kannst dich auch dagegen entscheiden so zu leben.

Dir scheint es sehr wichtig zu sein was dein Umfeld, über das du dich ausschließlich zu definieren scheinst (deine Kirche, deine Partei, Familie, Freunde, Mitschüler), über dich denkt. Ich denke es nicht ganz normal das man in jungen Jahren so oberflächlich denkt. 

Aber irgendwann kommt dieser unbändige Wille in dir auf, und du wirst spätestens 15 Jahren an einen Punkt kommen an dem du dich fragst ob das Umfeld wichtiger ist als dein persönliches Glück. Und dann wirst du dich diesen Schwierigkeiten stellen. Aber erst wenn du dazu bereit bist, das wird sicher noch eine ganze Weile dauern. Und wenn du so weit bist dann wird es dir völlig absurd vorkommen das du Außenelementen so viel Wert zusprichst. Dieses Selbstbewusstsein, das scheint dir zu fehlen. Dir drücke ich ganz doll die Daumen!

Antwort
von rolbrawu, 91

Eine gleichgeschlechtliche Phase macht jeder Mensch im Laufe der Pupertät durch, ist also nichts ungewöhnliches. Bei den meisten wird sie unterdrückt, bei manch einem aber eben nicht. Und - vielleicht bist Du Homo. vielleicht bi, das ist alles nichts unnatürliches, auch wenn es manche immer noch so sehen. Aber um heraus zu finden, was du nun wirklich bist, hilft nur eines: es auszuleben.  Lass Nähe zu und beobachte, wie Du Dich dabei fühlst. Es muss ja nicht bis zum Letzten kommen. Nur Du selbst kannst entscheiden, was gut und richtig für Dich ist.

Antwort
von hunos, 72

Liebe und Zuneigung sind nicht steuerbar. Ich denke du musst lernen dass zu akzeptieren. Es ist weder schlimm, noch abnormal noch sonstwas. Wichtig ist es einen Menschen zu finden oder auch mehrere mit denen man zusammen sein will und die das auch wollen. Alles ist gut!

Antwort
von stargirl007, 68

Du kannst nichts gegen deine Sexualität tun also musst du es irgendwann akzeptieren und damit glücklich werden :) klingt jetzt schwer, aber es ist der einzige Weg.

Antwort
von dirgis501, 31

Bleib mal ganz locker, Du bist noch zu jung und gerade, um zu sterben.......

Hast Du keine Eltern, mit denen Du reden kannst oder Freunde? Es ist ganz normal, dass Dich in deinem Alter die Pubertät überfällt.

Die Hormone spielen verrückt. Mädchen küssen Mädchen und mehr und umgekehrt. Ist in diesem ALter oftmals so. Und total normal!!! Danach leben viele wieder ganz " normal" weiter!

Aber selbst, wenn Du HOMOsexuell bist...Na und? Ist keine Krankheit!

Ist vererbt und in Deinen Genen verankert.

Also warum machst Du Dir Vorwürfe und hast Angst?

Genieße deine Jugend in vollen, aber bedachten Zügen.

Lebe dein Leben, egal was daraus wird. Homosexuell oder Mann mit Familie! Ist doch heute zum Glück alles akzeptiert!

Solltes Du weiter Probleme haben, suche Dir fachlichen Rat.

Liebe Grüße von mir.....


Antwort
von Halloweenmonster, 121

Du bist noch Jung genug, um nur in einer Phase zu stecken. Außerdem, deine Eltern lieben dich. Und sein wir mal erlich... Wenn Gott dich geschaffen hat, dann hat er dich so geschaffen wie er es wollte. Und dann würd er dich Lieben, auch mit einer möglichen Homosexualität. Und wer sagt, dass du nicht einfach Menschen liebst? So wie sie sind, unabhängig von ihrem Geschlecht? Es ist keine Schande das zu tun. Ich selbst bin Pansexuell, war als 13 Jährige zuerst in ein Mädchen verliebt (bin selbst eines) und dabei total in Panik verfallen. Klar, es heißt Gott duldet nur solche Beziehungen aus denen auch Kinder hervor gehen können. Aber wie viele Heteropaare bekommen nie Kinder? Außerdem, wenn du BI bist kannst du immer noch eine Frau und Kinder haben. Und vor allem zählt, dass du glücklich wirst. Und das kannst du nur, wenn du einmal den Kopf ausmachst, und auf dein Herz hörst.

Ich wünsche dir alles Gute :)

Antwort
von mychrissie, 59

Das hat das Schicksal Dir geschenkt, damit Du mal auf die Idee kommst, Deine verzopfte Weltanschaung zu überdenken.

Du wünschst Dir doch eine kluge Frau, in meinem Bekanntenkreis gibt es keine kluge Frau, die Christin ist, CSU wählt und sich die Welt von gestern wieder herbeiwünscht.

Kommentar von haubco ,

Ich kenn diese Frauen hundertfach.
zB. Eine Frau ist
Ärztin
CDU Wählerin
Liebevoll
Kinderlieb
Aus ganzem Herzen Christ

Ich weiß ja nicht was du für Christen kennst aber du kennst nicht viele.

Antwort
von Nightrider16, 37

Es macht eben keinen Riss zu deinem Glauben. Ich empfehle dir die Seite www.zwischenraum.net die Seite hat mir persönlich sehr geholfen. Von deiner Partei wird es dich auch nicht entfernen, da sich immer mehr Politiker zu ihrer Homosexualität bekennen.

Antwort
von Selo381, 118

Versuch es mit einer Physiotherapie. Dein Ansprechpartner wird alles für sich selbst behalten und dir versuchen zu helfen.

Kommentar von Fragant1995 ,

Physio? Wohl eher Psycho!

Kommentar von Ryuuk ,

Naja, Physiotherapie mit einem knackigen Sporttherapeuten könnte wahrscheinlich auch etwas bewirken
^^

Kommentar von Projektplaner13 ,

hehe...da is einer wach geworden...:-)) lg

Kommentar von Projektplaner13 ,

ich meine : Fragant1995

Antwort
von leunam99, 89

Das geht zu 99pozent nicht mehr weg. Und das ist auch gut so. Jeder Mensch hat nur ein Leben und Menschen die homosexuell sind bringen eben Abwechslung rein. Die CDU akzeptiert homosexualität, abgesehen davon würd' ich die eh verlassen. Deine Familie wird es auch akzeptieren. Und die Kirche ist ein Verein der Nächstenliebe vorgaukelt aber selbst Hnterlistig und Falsch ist. Jeder hat nur ein Leben, du auch. Also lebe es. Du bist gläubiger Christ? Dann ist dir hoffentlich klar, dass Gott den Menschen geschaffen hat. Wieso sollte er jemanden erschaffen, nur um ihn dann zu Hassen? Die einzigen, die dir im Weg stehen sind oberflächliche und scheinheilige Mitglieder unserer Gesellschaft. Deren Stimmen sind egal. Viel Glück im Leben dir, ich hoffe, du wirst es schaffen, den richtigen Weg einzuschlagen.

Antwort
von rolbrawu, 69

Ach ja, was ich vergass, auch Politiker sind schwul, auch in der CDU - es hat ihnen nicht geschadet. Denn Sexualität hat etwas mit Natur zu tun... und die macht weder vor Politik noch vor der Kirche Halt. 

Antwort
von Tina4495, 114

Hey vielleicht ist das eine Phase.. Du bist in der Pubertät da spielt einiges verrückt .
Mach dich erstmal nicht fertig, und warte ab!
Ich hoffe das es wieder wird

Antwort
von Ruppi1, 39

Hier ein kleiner Typ, wie du davon loskommst. Immer wenn du den Jungen siehst, der dir so gut gefällt, dann danke dem lieben Gott, dass er so schöne Menschen geschaffen hat, und wünsche diesem Menschen ein gutes Leben mit Gottes Hilfe.

Das bringt dich dann sofort auf andere Gedanken. Es wird dann nicht gar zu lange dauern, bis du in die Richtung einschwenkst, mit der du zufrieden bist. Und das machst du immer, sobald dir ein Junge wieder gefällt. Immer sofort dem lieben Gott danken.

Antwort
von Jako557, 27

Und schon wieder zerstört Religion ein leben...

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