Frage von Schnappi1976, 213

Muss ich inkasso zahlen?

Hallo liebe Leute, heute muss ich mal was fragen, Es geht eher um meinen Sohnemann. Er hatte sich vor einiger zeit was bestellt. hat natürlich versäumt die Rechnung zu bezahlen , prompt kam die erste Mahnung. gleich mal mit gebühren Da die Rechnung an mich geschickt wurde und nicht an Ihn lag sie natürlich eine weile bei mir. Ich habe Sie geöffnet und Ihm gesagt hier ist eine Rechnung bezahle sie bitte , diese machte er auch sofort. In der zeit hat er aber eine Mail von Inkasso bekommen das ein Schreiben zu ihm unterwegs ist. Diese schreiben kahm dann 2 Tage nach der Mail bei mir an. Er hat sich sofort an Klarna gewendet und mitgeteilt das der Betrag überwiesen wurde. Diese sagten es ist an Inkasso abgegeben worden. Inkasso hat er dann den Nachweis geschickt mit Kontoauszug das es bezahlt worden ist jetzt soll er trotzdem über 75€ Gebühren zahlen , muss er das den? Oder kann man diese abwenden. Bitte um Hilfe.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Xipolis, 60

Es geht eher um meinen Sohnemann.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Sohn zum Zeitpunkt der Bestellung mindestens 18 Jahre alt gewesen ist. Andernfalls sähe die Beantwortung Ihrer Frage anders aus, da Minderjährige zwischen sieben und 17 Jahren nur beschränkt geschäftsfähig sind (§ 106 BGB).

prompt kam die erste Mahnung. gleich mal mit gebühren 

Damit Mahngebühren für die erste Mahnung sind gegenüber Verbrauchern zumeist nicht zulässig, denn Ihr Sohn müsste somit bereits vor der Mahnung in den Verzug geraten sein (§ 286 BGB).

Inkasso abgegeben worden. Inkasso hat er dann den Nachweis geschickt mit Kontoauszug das es bezahlt worden ist jetzt soll er trotzdem über 75€ Gebühren zahlen

Die Forderungshöhe orientiert sich hier an dem was ein mandatierter Rechtsanwalt in einer Inkasso-Beratung bei einem Streitwert niedrigster Stufe maximal ansetzen darf.

Abgesehen davon, dass diese Forderung für ein einfachstes Schreiben schon viel zu hoch angesetzt ist, ist sie in dem Fall komplett unzulässig, den Klarna als Zahlungsdienstleister hat seine eigene Inkassoabteilung im Haus.

Was hier versucht wird, ist eine zusätzliche Gewinn-Generierung auf Kosten Ihres Sohnes. Da die Hauptforderung durch Ihren Sohn beglichen worden ist, macht es Sinn dem Inkassounternehmen zu widersprechen.

Hier ein Entwurf für den Widerspruch:

Absender

Empfänger (Inkassounternehmen)

Ort, Datum

Aktenzeichen

Klarna ./. Sohn von Schnappi1976

Ihr/e Schreiben/Mahnung vom Datum

Widerspruch gegen Ihre Forderung 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr oben genanntes Schreiben habe ich am Datum erhalten. Ich widerspreche Ihrer Forderung in vollem Umfang und werden nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist.

Ich begründe meine Widerspruch wie folgt: Die Hauptforderung Ihrer Auftraggeberin wurde am Datum durch Überweisung gezahlt. Zum Zeitpunkt meiner Zahlung war ich nicht im Verzug.

Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei gemeldet werden darf (§ 28a BDSG).

Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung Ihre Auftraggeberin unberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Kommentar von Schnappi1976 ,

vielen lieben dank

Kommentar von Xipolis ,

Alle weiteren Schreiben die dann noch kommen ignorieren.

Sollte in den nächsten Monaten doch ein Mahnbescheid kommen, unbedingt fristgerecht gegenüber dem Mahngericht widersprechen.

Kommentar von Schnappi1976 ,

omg ich dachte dann ist ruhe, die haben sich nicht mal gemeldet bei ihm, weil die das mit Klarna klären wollten....

Kommentar von Xipolis ,

Das Ruhe ist, kann Ihnen keiner hier garantieren.

Ruhe können Sie sich leider nur erkaufen. Entweder mit Zahlung des Betrages oder mit Beauftragung eines Rechtsanwaltes und negativer Feststellungsklage.

Kommentar von Xipolis ,

Nachtrag: Der Hinweis von Nutzer franneck1989 war sogar sehr wertvoll als Grund für eine Zurückweisung, wenn Ihnen das Inkassounternehmen keine Vollmacht im Original von Klarna vorgelegt hat (§ 174 BGB). Im dem Fall sollten Sie damit Ihren Widerspruch begründen im Zurückweisungsschreiben.

Antwort
von kevin1905, 60

Nein, muss er nicht.

Er hat das Inkassobüro nicht beauftragt, also muss er es auch nicht bezahlen.

Klarna - ein Zahlungsanbieter - bedarf nicht der Hilfe eines Inkassobüros zur Abwicklung von Forderungen, daher gibt es keine Rechtsgrundlage für die Erstattbarkeit.

Ferner ist davon auszugehen, dass das Inkassobüro flat arbeitet oder auf Erfolgsbasis. Klarna ist durch die Beauftragung also kein Schaden entstanden, der zu ersetzen wäre.

Kommentar von Schnappi1976 ,

Danke für die Antwort. Mein Sohn hat bei inkasse angerufen und da wurde ihm gesagt er muss es bezahlen, die haben sich auch auf nichts eingelassen. Ich mache jetzt ein schreiben fertig ...

Kommentar von kevin1905 ,

Man telefoniert nicht mit der Gegenseite in Rechtsangelegenheiten. Ich telefoniere mit meinen Freunden, nicht wenn es um Geld geht.

Kommentar von Schnappi1976 ,

na ja er ist in der sache immer sehr schnell am telefon..... und war ja zu erwarten das die ihm nichts anderes sagen...

Kommentar von Xipolis ,

Das kann er von den Sachbearbeitern der Gegenseite auch nicht anders erwarten, denn das Inkassounternehmen verdient nur Geld, wenn Ihr Sohn zahlt. Also liegt auf der Hand, dass diese auf Zahlung bestehen werden.

Antwort
von franneck1989, 78

Inkasso hat er dann den Nachweis geschickt mit Kontoauszug das es
bezahlt worden ist jetzt soll er trotzdem über 75€ Gebühren zahlen ,
muss er das den?

Nein, muss er nicht bezahlen.

Ruhig bleiben und nicht von der Inkasso-Rhetorik verwirren lassen. Eingeklagt werden diese Gebühren nicht!

Kommentar von Schnappi1976 ,

sollte ich mich nicht bei Inkasso melden? Ein Schreiben hatte ich schon geschickt mit Nachweis kontoauszug das es bezahlt worden ist mit Mahngebüren.

Kommentar von franneck1989 ,

Du musst nicht. Es bietet sich aber an, die Forderung noch mal konkret zurückzuweisen (E-Mail reicht fürs erste)

Kommentar von franneck1989 ,

Textvorschlag: "Werte Damen und Herren, ich weise ihre Forderung mangels Vorlage einer Vollmacht zurück. Die Hauptforderung ist zzlg. Mahngebühren beim Gläubiger beglichen, weitere Gebühren erkenne ich nicht an. Ich untersage zudem die Speicherung und Weitergabe meiner personenbezogenen Daten."

Kommentar von Schnappi1976 ,

lieben dank für die Hilfe

Antwort
von peterobm, 46

Da die Rechnung an mich geschickt wurde

genau das irritiert mich; warum nicht an den Besteller?

du hast damit gar nix zu tun! 

Betrag wurde überwiesen; damit ist das Inkasso raus. Das ist ne Sache zwischen dem Auftraggeber und Inkasso. Versuchen werden die es natürlich, kannst aber ignorieren.

Antwort
von EXInkassoMA, 31

Inkassogebuehren sind im Zusammenhang mit einem Bezahldienst wie klarna nicht zu zahlen und werden mangels Erfolgsaussichten nicht explizit eingeklagt 

Dabei spielt es keine Rolle ob segoria. Ident. oder coeo beauftragt wurde 

Brauchst du Infos zur Rechtsprechung dann noch mal Bescheid sagen 

Antwort
von Norina78, 86

Ich würde denen schreiben, dass sich Zahlung und deren Schreiben überschnitten hat und ich davon ausgehe, dass ich keine Zahlung mehr leisten muss. Antwort abwarten. Dann auf die Regelung hinweisen, dass Mahnbebühren laut HGB nur 4 % betragen dürfen. Das macht denen immer Sorge....

Kommentar von kevin1905 ,

HGB spielt keine Rolle bei Geschäften zwischen Unternehmern und Verbrauchern i.S.v. § 13 BGB.

Kommentar von Xipolis ,

Dann auf die Regelung hinweisen, dass Mahnbebühren laut HGB nur 4 % betragen dürfen.

HGB in einem Verbauchergeschäft??? Hier wird rein das Schuldrecht aus dem BGB angewendet.

Kommentar von Norina78 ,

Da habt ihr Recht, das wollte ich auch schreiben: BGB

Antwort
von Schnappi1976, 82

es geht hier nicht um die Mahngebüren sondern um Inkasso , Ich störe mich nicht an den Mahngebüren

Kommentar von AntwortMarkus ,

Sie haben Alles Recht der Welt, auch diese Inkasso Gebühren zu verlangen. Mit dem Kauf bei dem Händler hast du den AGB  zugestimmt, in denen steht genau drin, wenn sie beauftragen bei säumigen Zahlung. Somit hat man vertraglich zugestimmt. 

Kommentar von franneck1989 ,

Mit dem Kauf bei dem Händler hast du den AGB  zugestimmt, in denen steht genau drin, wenn sie beauftragen bei säumigen Zahlung.

Das interessiert aber niemanden. Inkassogebühren kann man nicht per AGB "vereinbaren"...

Kommentar von AntwortMarkus ,

Ab dem Zeitpunkt, zu dem sich der Schuldner im Zahlungsverzug befindet, können die Ausgaben, die für die Eintreibung von Forderungen anfallen, als Verzugsschaden gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden. 

Erstattungsfähig sind entsprechende Kosten jedoch nur, wenn sie dem Verzug des Schuldners direkt zugerechnet werden können. Dementsprechend können Kosten für die Tätigkeit von unternehmenseigenen Mitarbeitern für die Eintreibung von Forderungen nicht als Verzugsschaden geltend gemacht werden, die Beauftragung eines Rechtsanwaltes dagegen schon.

Typische Kosten im Sinne von Verzugsschäden sind:

PortokostenVerzugszinsenKosten für einen beauftragten RechtsanwaltGerichtskosten für MahnbescheidKosten für Mahnschreiben nach Eintritt des Verzuges (gerichtlich anerkannt sind hier 2,50 €/ Mahnung)

Darüber hinaus können insbesondere Kosten für Auskünfte (z.B. zur Ermittlung des Wohnortes des Schuldners) und Kosten für Bankrücklasten neben der Hauptforderung gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden.



Kommentar von kevin1905 ,

Ab dem Zeitpunkt, zu dem sich der Schuldner im Zahlungsverzug befindet, können die Ausgaben, die für die Eintreibung von Forderungen anfallen, als Verzugsschaden gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden. 

Das ist dem Grunde nach natürlich komplett richtig, findet jedoch seine Grenzen in den §§ 254 Abs. 2 BGB und § 4 Abs. 5 RDGEG.

Der Gläubiger hat nur dann einen Anspruch auf Erstattung gegen den Schuldner, wenn er sich der für den Schuldner (nicht für ihn selber) zweckdienlichsten und effektivsten Methode bedient und dies ist meistenfalls nunmal das gerichtliche Mahnverfahren.

Auch Verzugsschaden ist Schadenersatz. Schadenersatz bedingt in Deutschland dass dieser bezifferbar ist und tatschächlich eintrat.

Da jedoch im Masseninkasso entweder auf Erfolgsbasis oder Flat gearbeitet wird, entsteht Klarna durch diesen einen Fall abgesehen von Verzugszinsen und ggf. Mahngebühren, auf die ein Anspruch besteht, kein Schaden durch die Beauftragung des Inkassobüros.

Der Rest deines Beitrags ist durchaus richtig, Anwälte dürfen nicht auf Erfolgsbasis arbeiten und sind auch vertretungsberechtigt im streitigen Verfahren. Das ist eine ganz andere Geschichte als ein Inkassobüro.

Kommentar von Xipolis ,

Und nicht zu vergessen, dass die Summe für ein einfachstes Standardschreiben viel zu hoch ist...

Antwort
von jcreich, 78

Ich weiß ja nicht was daran selbstverständlich ist, eine Rechnung bzw. Mahnung einfach mal liegen zu lassen... Ihr hättet dort anrufen können und mit dem eigentlichen Rechnungssteller sprechen. Da die Forderung offensichtlich mehrere Wochen ignoriert wurde, beauftragte der Gläubiger das Inkasso Unternehmen um die Forderung einzutreiben und somit entstanden Kosten, die dein Sohn zu tragen hat.

Kommentar von Schnappi1976 ,

Wer sagt das es elbstverständlich ist die Rechnung liegen zu lasse. Angerufen wurde und es wurde schon weiter gegeben.....

Kommentar von jcreich ,

DU sagst/schreibst das... 2 mal sogar...

"Er hatte sich vor einiger zeit was bestellt. hat natürlich versäumt die Rechnung zu bezahlen"

" ...lag sie natürlich eine weile bei mir "

Kommentar von franneck1989 ,

und somit entstanden Kosten

Träum weiter...

Inkassos arbeiten im Massengeschäft kostenlos für den Gläubiger.

Kommentar von jcreich ,

Sobald ein Inkasso Unternehmen hinzugezogen wird, wollen die (für ihre Leistungen) Geld. Man hat eine Rechnung oder Mahnung nicht zu ignorieren! PUNKT! Wenn eine Forderung schon beim Inkasso landet, muss ja einige Zeit vergangen sein in der man hätte handeln können. Somit sind die Kosten absolut gerechtfertigt. Sonst würde ja jeder einfach Zeug bestellen und nicht zahlen... Wo kämen wir denn da hin?!

Kommentar von franneck1989 ,

Sobald ein Inkasso Unternehmen hinzugezogen wird, wollen die (für ihre Leistungen) Geld.

Können sie gerne wollen. Bekommen sie aber nicht. 

Somit sind die Kosten absolut gerechtfertigt

Das ist deine persönliche Meinung, welche überhaupt nicht zur Rechtslage passt.

Sonst würde ja jeder einfach Zeug bestellen und nicht zahlen

Es gibt andere, deutlich zielführendere Möglichkeiten Forderungsmanagement zu betreiben

Kommentar von jcreich ,

Ja, das ist meine persönliche Meinung. Jemand der was bestellt und nicht bezahlt, sollte dafür gerade stehen! Punkt!

Kommentar von Xipolis ,

jcreich,

das kommt drauf an.

Für einen Schaden müsste nämlich dass Inkassounternehmen von Klarna beauftragt und bezahlt werden. Das geschieht hier aber nicht, denn Klarna ist ein großer Zahlungsdienstleister mit konzerneigenem Inkasso im Haus.

Dazu kommt, dass hier für ein einfachstes Mahnschreiben der Höchstsatz verlangt wird, den ein Rechtsanwalt mit zwei Staatsexamen nach einer Fachberatung verlangen darf. Das ist ein Gap von fast 60 € zwischen dem was eventuell zulässig wäre (je nach Auslegung) und was verlangt wird.

Und außerdem steht die überwiegende Anzahl der Amtsgerichte in Deutschland der Abrechnungspraxis von Inkassounternehmen eher negativ gegenüber.

Kommentar von kevin1905 ,

und somit entstanden Kosten

Nein, die entstanden nicht.

Bin selber Unternehmer und Inkassobüros werben immer dafür, dass sie für mich kostenlos arbeiten oder gegen einen kleinen Festbetrag unabhängig davon wie viele Forderungen sie bearbeiten.

Das ist der einzige Grund warum sich Unternehmen überhaupt der Hilfe von Inkassobüros bedienen, sonst könnten sie gleich zum Anwalt oder das gerichtliche Mahnverfahren einleiten.

In beiden Fällen müsste man aber tatschächlich Geld investieren.

Kommentar von jcreich ,

...die Kosten entstehen nicht für den Auftraggeber. Aber das Inkasso Unternehmen arbeitet ja nicht Kostenlos. Die Gebühren werden eben dem Schuldner zulasten gelegt, was absolut gerechtfertigt ist!

Kommentar von franneck1989 ,

Die Gebühren werden eben dem Schuldner zulasten gelegt, was absolut gerechtfertigt ist!

Falsch. Hier geht es um Verzugsschaden, d.h. es muss dem Gläubiger bereits ein bezifferbarer Schaden entstanden sein.

Bitte erstmal schlau machen, bevor man hier Blödsinn verbreitet.

Kommentar von Xipolis ,

Wenn du Geschädigt wirst, hast Du ein Recht auf Schadenersatz. Was nicht zulässig ist, ist eine Übervorteilung des Schädigers - sprich Du kannst nicht zusätzlich einen Gewinn on-Top erzielen.

Antwort
von Kandahar, 55

Wenn du die Rechnung rumliegen lässt, statt sie sofort weiter zu geben, dann fände ich es anständig, wenn du dich an den Inkassogebühren beteiligen oder sie sogar komplett übernehmen würdest. Denn im Grunde bist du Schuld an den Gebühren, die im übrigen völlig zu Recht erhoben werden.

Kommentar von Schnappi1976 ,

Es ist nicht meine Rechnung und Post von anderen macht man nicht auf. Es ist auch nicht die Frage ob Schuld oder nicht Schuld.

Kommentar von franneck1989 ,

Denn im Grunde bist du Schuld an den Gebühren

Unsinn. Schuld ist erstmal derjenige, der das Inkasso beauftragt. Siehe §254 BGB

die im übrigen völlig zu Recht erhoben werden.

Da bist du völlig auf dem Holzweg. Ich verweise auf §254 BGB oder darauf, dass klarna ein Bezahldienst ist und Inkassogebühren daher völlig illusorisch und nicht durchsetzbar sind

Kommentar von Itchi0108 ,

Diesen Paragrafen einfach lesen, verstehen und an Klarna senden.

Antwort
von AntwortMarkus, 70

Wenn das Geld zu spät beim Gläubiger ankam, ist bereits Verzug eingetreten. 

Denn Verzug tritt automatisch ohne Mahnung ein, wenn der Zahlungseingang zu spät erfolgte.  Der Schuldner  hat immer die Bringschuld. 

Es ist zwar meistens so, dass auf Kulanz nicht sofort  einen Tag nach Fälligkeit eine Mahnung samt Verzugszinsen und Inkasso Gebühren  rausgeht, aber im Recht sind sie leider.

Wenn ihr nicht zahlt, kommt bald die nächste Mahnstufe  und es wird jedes mal teurer. 

Kommentar von franneck1989 ,

Denn Verzug tritt automatisch ohne Mahnung ein, wenn der Zahlungseingang zu spät erfolgte. 

Das ist völlig falsch, auch wenn es in diesem Fall nicht weiter von Bedeutung ist.

Wenn ihr nicht zahlt, kommt bald die nächste Mahnstufe  und es wird jedes mal teurer. 

Das BGB kennt aber keine "Mahnstufen". So etwas ist schlicht Unfug. Der Gläubiger hat nur Anspruch auf Ersatz des Schadens, welcher unausweichlich war. Stichwort: Schadensminderungspflicht.

Kommentar von AntwortMarkus ,

§ 286 BGB
Verzug des Schuldners

(2) Der Mahnung bedarf es nicht, wenn

1.für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist, 
2.der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt,
3.der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert,
4.aus besonderen Gründen unter Abwägung der beiderseitigen Interessen der sofortige Eintritt des Verzugs gerechtfertigt ist.


Kommentar von franneck1989 ,

Und welcher der Punkte trifft deiner Meinung nach zu?

Kommentar von AntwortMarkus ,

In der Rechnung wird stehen, wann die Rechnung zu zahlen ist.  In etwa so: Zahlbar innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware. 

Kommentar von franneck1989 ,

Das ist aber unbedeutend, da nur vertraglich vereinbarte Fälligkeiten automatisch Verzug auslösen können.

Eine Rechnung gehört nicht zum Vertrag!

Kommentar von Schnappi1976 ,

keiner der Punkte

Kommentar von AntwortMarkus ,

Viel Vergnügen wünsche ich noch.  Würde nicht freuen  wenn man hier den Ausgang der Sache kurz reinschreibt. ☺

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