Frage von dasistso, 73

Muss ich ich mich bei einem Nebenjob zum Studium gesetzlich krankenversichern, obwohl ich über meinen Vater privat versichert bin?

Hallo zusammen,

bin bis zum Ende meines Masters über meinen Vater privat krankenversichert. Mir wurde immer gesagt, bei einem Teilzeit-Job neben dem Studium muss ich trotzdem gesetzlich krankenversichert sein. Das ist doch Abzocke pur. Ich nehme die gesetzliche Versicherung natürlich NIE in Anspruch, da die private KV meines Vaters mehr Leistungen abdeckt. Bin 22 und in 1,5 Jahren mit dem Master fertig.

Danke im Voraus

Antwort
von kevin1905, 24

bei einem Teilzeit-Job neben dem Studium muss ich trotzdem gesetzlich krankenversichert sein.

Als Werkstudent bist du zwar prinzipiell versicherungspflichtig in der GKV, kannst dich aber hiervon befreien lassen. Diese Entscheidung ist aber nicht änderbar bis Studiumsende.

Ist das ein Beihilfe-Tarif?

Kommentar von dasistso ,

Nein. Ich bin vollständig mitversichert. Habe bis jetzt bei allen ärztlichen Belangen die private Versicherung in Anspruch genommen. Es geht mir darum: Ich habe schon seit 2012 jeden Monat die Abzüge zur gesetzlichen KV, nehme sie jedoch natürlich NIE in Anspruch.

Antwort
von wfwbinder, 50

Du musst Dich nur in der studenten-KV selbst versichern, wenn Du als Angestellter über 450,- Euro im Monat verdienst (Also mehr als Minijob), oder als selbständiger mehr als 405,- Euro.

Das ist auch keine Abzocke, denn damit würden ja die private KV entfallen.

Kommentar von Apolon ,

Sorry, aber deine Antwort ist falsch.

da er noch in der PKV krankenversichert ist, hat er zu seinem Studienbeginn bei der GKV einen Befreiungsantrag gestellt und somit wird er nur dann in der GKV pflichtversichert, wenn er als Student eine Tätigkeit ausübt in der er mehr als 20 Stunden die Woche arbeitet.

Kommentar von dasistso ,

Ich verdiene ca. 1500 € brutto, also Teilzeit. Kein Minijob.

Kommentar von wfwbinder ,

Das fällt dann unter die "Werkstudentenregelung."

Gib dem Arbeitgeber Deine Bestätigung über Deine Krankenversicherung und Deine Immatrikulationsbescheinigung und er wird nur Lohnsteuer und Rentenversicherung abziehen.

Antwort
von MiaMaraLara, 25

Du hast in einer Antwort geschrieben du Arbeitest mehr als 20 Stunden /Woche und verdienst ca. 1500 Euro. In dem Fall bist du Versicherungspflichtig und musst dich gesetzlich versichern. Da führt kein Weg dran vorbei, das ist auch keine Abzocke sondern schlicht und einfach das gültige Gesetz.

Sprich mit deiner privaten Krankenversicherung. Du schreibst dein Vater ist europäische Beamter und du bist "mit" ihm beitragsfrei versichert. Bei normalen privaten Krankenversicherungen gibt es das nicht. Entweder du verstehst was falsch und dein Vater zahlt sehr wohl für dich Beiträge in der privaten oder es ist irgendein europäisches Sondersysthem. (Ich schätze eher du hast was falsch verstanden, alles andere wäre extrem selten) Wie heißt den die Private Krankenversicherung oder wo arbeitet dein Vater? für die EU oder ähnliches? Dann kann man es vielleicht nachvollziehen. Wenn du bei einer normalen privaten bist soltest du dort Kontakt aufnehmen und entweder kündigen oder auf eine Anwartschaft umstellen.

Naja du hast auf jeden Fall auch geschrieben, dass diese private nur Greift solang du in der Ausbildung bist. Bei mehr als 20 Stunden bist du aber in deiner Haupttätigkeit nicht mehr Student sondern Arbeitnehmer. Weiß deine Krankenkasse davon? Die solltest du mal unterrichten

Kommentar von dasistso ,

Danke für die Antwort. Es ist so ein europäischer Sonderfall. Die Versicherung heißt Cigna (ehemals Van Breda) und er arbeitet beim europäischen Patentamt. Ich bin halt doppelt versichert darum geht es. Und nein er zahlt nichts extra für mich. Sie haben es akzeptiert. Im Arbeitsvertrag steht aber klar ersichtlich 26h/Woche und den Vertrag haben sie bekommen. Ist ein Sonderfall bei mir, ich weiß. Aber ist halt ärgerlich. Ich zahle seit Ende 2012 (Beginn duales Bachelorstudium) meine Beiträge und habe die gesetzliche Versicherung noch NIE in Anspruch genommen und werde es auch bis zum Ende des Studiums nicht.

Kommentar von MiaMaraLara ,

Ob du sie in Anspruch nimmst ist nicht ausschlaggebend. Das ist ja auch das Prinzip von Versicherungen allgemein. Wenn du einen Leistungsfall hättest, könntest du Sie in Anspruch nehmen. 

Und der Gesetzgeber hat nunmal entschieden, dass Arbeitnehmer diese Absicherung haben müssen und zwar in Form einer gesetzlichen Versicherung (für dich mag das nicht fair klingen, aber es ist ein Gesetz für Arbeitnehmer und nicht gegen sie). Eine Ausnahmereglung die bei dir zutreffen könne fällt mir nicht ein.

Du könntest deine Arbeitszeit auf 20 Stunden oder weniger senken, dann bist du in deiner Haupttätigkeit kein Arbeitnehmer mehr, sondern Student. Und als Student bist du wahrscheinlich schon von der Versicherungspflicht befreit (muss so sein). und du musst dich nicht mehr gesetzlich versichern. In den Semesterferien/ Vorlesungsfreie Zeit kannst du auch mehr arbeiten als diese 20 Stunden. Vielleicht kannst du da eine Einigung mit deinem Arbeitgeber treffen? Für deinen Arbeitgeber wird das auch günstiger, da seine Lohnnebenkosten sinken. Vielleicht hilft das ja bei der Argumentation mit dem Arbeitgeber, wenn eine Senkung der Arbeitszeit für dich infrage kommt.

Kommentar von Apolon ,

@dasistso,

wie bereits geschrieben, fehlen uns noch einige Informationen über eure Krankenversicherung.

In welchem Land ist dein Vater mit Hauptwohnsitz gemeldet?

Welches Beihilferecht trifft für deinen Vater zu, bzw. Beamter welches Landes ist er?

Jeder der in Deutschland mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, der muss entweder in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein, oder in einer privaten Krankenversicherung die auch bei der BAFIN gemeldet.

Nach meinen Recherchen handelt es sich bei der Cigna um eine Auslandskrankenversicherung die den Richtlinien der Bafin nicht entspricht und somit nicht ersatzweise für eine GKV oder PKV gewählt werden kann.

Kommentar von MiaMaraLara ,

Apolo: für jeden mir Hauptwohnsitz in Deutschland muss eine Absicherung im Krankheitsfall bestehen, i.d.R. ist das eine GKV oder PKV, aber nicht immer. Es gibt definitiv Sondersystheme für ganz bestimmte und sehr eingeschränkte Personengruppen. Diese Sondersystheme gelten dann als anderweitige Absicherung im Krankheitsfall, sprich es muss weder eine PKV noch GKV im herkömmlichen Sinn bestehen. Für welche Personengruppen das genau gilt und wie diese Sondersystheme aussehen kann ich auch nicht genau sagen, da kenn ich mich auch zu wenig aus. Das hat aber bei diesen Personen nichts mit der Beihilfe wie bei normalen Beamten in Deutschland zu tun. Kann mir gut vorstellen, dass so ein Sonderfall bei Leuten die im europäischen Parlament arbeiten zutreffen kann.

Naja aber unabhänig davon, er ist Arbietnehmer > 20 Stunden, in Deutschland bei 1300 Euro. Hier besteht versicherungspflicht. Unabhänig davon, was der Vater macht und wie er versichert ist, 

Kommentar von Apolon ,

Für welche Personengruppen das genau gilt und wie diese Sondersystheme aussehen kann ich auch nicht genau sagen, da kenn ich mich auch zu wenig aus.

So sehe ich dies auch.

Diese Personengruppen die du meinst sind z.B. solche die nur mit Nebenwohnsitz gemeldet sind (US-Bedienstete).

Kommentar von MiaMaraLara ,

Nein ich meine schon Leute mit festen und Hauptwohnsitz in Deutschland. Einfaches Beispiel für Personengruppen ohne PKV oder GKV sind z.B. Soldaten. Die sind im Krankheitsfall über die freie Heilfürsorge abgesichert, also auch eine Art Sondersystem. Ein nachgehender Leistungsanspruch nach 19 SGB V ist z.B. auch keine Versicherung oder Mitgliedschaft bei einer GKV,sondern "nur" eine Absicherung im Krankheitsfall. Das gehört jetzt nicht zu der Frage hier, halt  Beispiele dass es zwar grd. gilt; Wer in Deutschland mit Hauptwohnsitz lebt ist auch bei einer GKV oder PKV krankenversichert, aber es bestehen doch Ausnahmen.

Antwort
von Apolon, 26

@dasistso,

nachdem du noch PKV versichert bist, hast du dich doch zu Beginn deines Studiums einen Befreiungsantrag bei der GKV gestellt.

Studenten die max. 20 Stunden die Woche arbeiten bleiben weiterhin in der PKV krankenversichert. Die Höhe des Einkommens spielt dabei keine Rolle.

Beim Arbeitgeber musst du lediglich angeben, dass er dich als Werksstudent anmelden muss.

Nur wenn du mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest, wirst du in der GKV als Arbeitnehmer pflichtversichert.

Gruß N.U.

Kommentar von dasistso ,

Ich arbeite mehr als 20 Stunden die Woche.

Kommentar von kevin1905 ,

Dann bist du kein Student sondern Arbeitnehmer und als Arbeitnehmer mit Einkommen über 450,- € im Monat aber unter 4.687,50 € MUSST du dich gesetzlich versichern.

Antwort
von Menuett, 37

Erst ab einem bestimmten Verdienst kannst du Dich privat versichern und mußt nicht in die gesetzliche Krankenversicherung.

Dass Dein Vater Dir noch extra eine private Versicherung zahlt, dass ist sein Ding.

Da Du aber selbst verdienst, wäre es sinnvoll, wenn der Vater nur Tarife zusätzlich zur Gesetzlichen zahlt und nicht den vollen Betrag einer Krankenversicherung.

Kommentar von Apolon ,

Erst ab einem bestimmten Verdienst kannst du Dich privat versichern und mußt nicht in die gesetzliche Krankenversicherung.

Bitte beachten:  Studenten können sich von der gesetzlichen Pflichtversicherung befreien lassen, wenn sie eine private Krankenversicherung haben.

Was hier der Fall ist.

Außerdem können Studenten während eines Studiums bis zu 20 Stunden die Woche arbeiten (als Werksstudenten) und werden dadurch nicht in der GKV versicherungspflichtig.

Die Höhe des Einkommens spielt auch keine Rolle.

Kommentar von dasistso ,

Ich arbeite mehr als 20 Stunden die Woche. 

Kommentar von Apolon ,

Wenn du mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest, dann wirst du in der GKV pflichtversichert.

Die PKV sollte dann in Anwartschaftsversicherung gestellt werden.

Bin bei meinem Vater in der Familienversicherung

In der PKV gibt es keine Familienversicherung, da haben alle mitversicherte Personen eigene Tarife die entsprechende Beiträge kosten.

Kommentar von dasistso ,

Bin bei meinem Vater in der Familienversicherung privat vollständig mitversichert, wenn ich mich in Ausbildung befinde. Er zahlt nichts dazu.

Kommentar von kevin1905 ,

Es gibt keine Familienversicherung in der PKV.

Antwort
von schleudermaxe, 41

.... da kann aber etwas nicht stimmen. Über Vati versichert sein geht nicht bei privat, da bin ich mir sicher. Er bekommt vielleicht die Rechnung, das mag sein. Und Dein Einkommen aus Nebentätgikeiten ist denen völlig egal, so jedenfalls in meinen Fällen.

Kommentar von Apolon ,

@Schleudermaxe,

der Vater ist der Versicherungsnehmer und somit ist der Sohnemann über ihn versichert!

Dass er einen eigenen Tarif hat - wurde nie bestritten.

Kommentar von dasistso ,

Bin bei meinem Vater in der Familienversicherung privat vollständig mitversichert, wenn ich mich in Ausbildung befinde. Er zahlt nichts dazu. Ist europäischer Beamter.

Kommentar von kevin1905 ,

In der PKV gibt es keine Familienversicherung.

Kommentar von Apolon ,

Ist europäischer Beamter.

Soll man daraus entnehmen, dass er gar kein deutscher Beamter ist?

Und vielleicht bist du dann auch nicht in Deutschland in einer PKV versichert, sondern in einem anderen Land?

Sinnvoll wäre es, wenn du hier erst mal deinen Vater fragst wie er und auch du versichert ist. Danach kannst du uns ja weitere Informationen mitteilen.

Antwort
von eulig, 29

was ist das für ein Teilzeitjob?

wieviel Stunden pro Woche?

Verdiensthöhe?

bist du in der Firma um dort deine Masterarbeit zu schreiben?

Kommentar von dasistso ,

Bin nicht Werkstudent. Arbeite da, um mir meinen Master zu finanzieren. Arbeite 26h/Woche und habe ca. 1500 € brutto.

Kommentar von eulig ,

da du die Grenze der 20 Stunden pro Woche überschreitest, bist du vorrangig nicht mehr als Student anzusehen, sondern als Arbeitnehmer. und durch den Verdienst von 1500 Euro brutto unterliegst du damit der Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung. der Arbeitgeber ist verpflichtet dich bei der Krankenkasse anzumelden.

die private Krankenversicherung wird durch die gesetzliche Krankenversicherung abgelöst und kann nebenher nicht bestehen bleiben. die gesetzliche Krankenversicherung hat aktuell Vorrang vor der PKV. damit wird eine Doppelbezahlung ausgeschlossen.

wenn dein Vater aber weiter Beiträge der PKV für dich zahlt, dann ist das euer Problem. deine Vollkrankenversicherung besteht so in der GKV. da gibt es auch keine Ausnahmen oder Schlupflöcher.

mit 20 Stunden oder weniger, wärest du versicherungsfrei und alles bliebe mit der PKV wie es bisher war.

Antwort
von LiselotteHerz, 30

Das macht für mich keinen Sinn, Du bist krankenversichert. Wer eine private Krankenversicherung hat, ist abgesichert.

lg Lilo

Kommentar von kevin1905 ,

§ 5 Abs. 1, Nr. 1 SGB V.

Dann macht es vielleicht Sinn.

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