Frage von nova2015, 75

Muss ich hinnehmen, dass die Eigentümergemeinschaft das Haus verrotten lässt, wenn ich Einzige bin, die Interesse daran zeigt den Wert zu erhalten?

Ich habe eine Eigentumswohnung finanziert. Ich war superglücklich und mag die Wohnung sehr. Die 5er Eigentümergemeinschaft besteht aus 4 Eigentümern, die sich untereinander absprechen. Ich habe dadurch keinerlei Stimmrechte auch wenn ich sie juristisch hätte. Verkaufen kann ich die Wohnung nicht, da noch eine Förderung daran hängt. Die anderen Wohnungen im Haus wurden alle vermietet und den Eigentümern ist der Wert der Immobilie egal. Aktuell wurden die Leuchten ausgetauscht, weil die Beleuchtung völlig unzureichend ist. Die neuen Leuchten sind hässlich udn aus Plastik, während die alten aus Glas waren und es sollten nur die Leuchtmittel ausgetauscht werden und 2 neue Bewegunsgmelder angebracht werden. Die neuen Leuchten sind ganz billige anfällig von jedem manipulierbare Spotstrahler, die keinen Weg ausleuchten und das Haus optisch abwerten, zumal man nach nun 25 Jahren dicke schwarze Kreise an der Hauswand sieht, sodass man streichen müsste. Die Wände werden im Flur nicht gestrichen, das Mieterklientel verschlechtert sich dramatisch und ich weiß nicht, ob es Rechtsmittel gibt, dagegen vorzugehen, da ich gegen 4 Eigentümer mich stellen muss. Die Hausverwaltung erweckt auf mich den Anschein, da mittendrin unter der Decke zu stecken. Ich würde am liebsten auch die Hausverwaltung wechseln, aber vor allem habe ich Angst um meine Immobilie, die von Außen immer hässlicher wird und dadurch tatsächlich an Wert verliert. Aktuell wüsste ich gern, was ich gegen diese Billigbeleuchtung machen kann, die nicht beschlossen wurde nach Kostenvoranschlag, sondern nur anhand der Gefahrensituation, dass es heller sein muss.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schleudermaxe, 42

... also hat der Verwalter einfach so in die Kasse gegriffen und dies könnte eine Straftat sein. Rüge also die nächste Hausgeldabrechnung und binde ein ggf.die Staatsanwaltschaft. Die Damen und Herren prüfen doch gerne und kostenfrei, ob hier vorgegangen werden muß.

Und wenn Dir Beschlüsse nicht gefallen, kann doch ein jeder diesen Vorgang durch das zuständige Gericht angreifen. Wo bitte gibt es denn da ein Problem?

Jeder einzelne Eigentümer kann die Entlassung eines Verwalters fordern, wenn das persönliche Vertrauensverhältnis nicht (mehr) vorhanden ist.

Vielleicht warten die ME nur darauf, sie wissen schon, der andere macht nichts, oder?

Zu prüfen gilt es m.E. auch, ob hier wegen der Lampen nicht eine bauliche Veränderung vorgenommen wurde.

Viel Glück.


Kommentar von nova2015 ,

Hallo Schleudermaxe, ich danke dir.

du hast das treffend ausgedrückt, aber ich habe das so noch gar nicht betrachtet:
"hat der Verwalter einfach so in die Kasse gegriffen und dies könnte eine Straftat sein"

Welche Möglichkeit habe ich denn die Entlassung des Verwalters zu fordern, wenn die andern Eigentümer ihn behalten wollen, ich möchte am liebsten die ganze Hausverwaltung rauskicken.

Die Eigentümer wollen am liebsten mich rauskicken und wären froh, ich würde verkaufen.

Bitte verzeih ich bin mit den Begriffen noch nicht so firm. Ist das Abbauen einer Außenlampe und der Ersatz durch eine neue, eine bauliche Veränderung, ich würde denken ja?

Leider kam es gar nicht zu echten Beschlüssen sondern nur bla bla, die Beleuchtung soll , da meine Anliegen zur Tagesordnung von der Hausverwalterin nicht in die beschlussfähigen Tagesordnungpunkte aufgenommen wurden. Das fand ich unglaublich.

Außerdem hat die Hausverwalterin im Protokoll der Versammlung mehrfach ausschließlich meinen Namen in Zusammenhang mit negativen Dingen erwähnt. Demnach wäre ich der absolute Nörgler.

Antwort
von Myosotis16, 51

Habt ihr keine Eigentümerversammlung. Da bespricht man in der Regel die anstehenden Renovierungen und bespricht Probleme.

Wenn ihr keine Versammlung durchgeführt, dann lade du doch die anderen Eigentümer ein.

Bist du in einer Hausbesitzer- Vereinigung? So etwas wie ein Mietervereinigung nur jetzt eben für Hausbesitzer. Eine solche Mitgliedschaft ist nicht besonderes teurer .Meine Eltern sind auch Mitglieder.


§ 11 Wohneigentumsgesetz

Unauflöslichkeit der Gemeinschaft

Kein Wohnungseigentümer kann die Aufhebung der Gemeinschaft verlangen. Dies gilt auch für eine Aufhebung aus wichtigem Grund. Eine abweichende Vereinbarung ist nur für den Fall zulässig, daß das Gebäude ganz oder teilweise zerstört wird und eine Verpflichtung zum Wiederaufbau nicht besteht.

Kommentar von nova2015 ,

Hallo Mysotis, danke für deine Antwort, das mit der Hausbesitzer-Vereinigung ist eine Idee!

Die anderen Eigentümer sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Das konnte ich vorher nicht wissen. Sie sprechen sich untereinander ab und bei der Eigentümerversammlung stimmen sie über das ingesheim Abgemachte ab. Da ist egal, wieviel Stimmrecht ich habe, ich werde schon aus diesem Grund überstimmt und weil sie mich nicht mögen. Ich wohne als einzige Eigentümerin im Haus und bekomme alles mit, was schief läuft, das fängt beim Billighausmeister an, unsere Büsche wachsen bald über's Dach, aber es interessiert auch die Mieter nicht, dass sie zahlen für Dinge, die gar nicht gemacht werden.

Wir sind bei einer Hausverwaltung die keinen guten Ruf unter den Anwälten hat und dafür bekannt ist, dass sie vielleicht sogar korrupt sind. Eine große Immobilienverwaltung mit eigener Rechtsabteilung.

Und die Hausverwalter sind immer auf der Seite der Gemeinschaft, da sie ja von dort hofiert werden.

Ich weiß nicht, ob man rechtlich gegen so eine Art Mobbing auch vorgehen kann, denn ich bin definitiv ausgenoggt. Danke für eine Antwort.

Antwort
von christl10, 40

Im Grunde genommen ist die Hausverwaltung Dein Ansprechpartner. Du kannst Vorschläge machen die dann unter den Eigentümer angestimmt werden. Mehr kannst Du nicht machen. Das ist das Problem, wenn die Eigentümer nicht bereit sind für Sanierungs- und Erhaltungsmaßmahmen aufzukommen. Die Erfahrung habe ich auch machen müssen. Zum Glück ist meine Wohnung nicht betroffen, aber ein anderer hat Probleme seine Interessen durchzusetzen, wenn sonst alle anderen die Erhaltungsmaßnahme verweigern. Es bleibt nur noch übrig sich dem zu beugen oder die Wohnung so schnell wie möglich wieder zu verkaufen. 

Kommentar von nova2015 ,

Hallo Christl, danke auch für deine Antwort. Wie oben schon geschrieben steckt die Hausverwaltung mit dem Eigentümergeklüngel scheinbar unter einer Decke. Ich habe von einer Mieterin erfahren, dass bei der Begehung vor der Versammlung, eine Eigentümerin über mich gesprochen hatte, als ich nicht dabei war und sagte: "Die hat sowieso nichts zu melden, die wird immer überstimmt." und dann gelacht...

Aber es muss doch irgendwelche rechtlichen Sicherheiten geben, dass die Immobilie gepflegt werden muss, auch aus Haftungsgründen oder?

Antwort
von FeeGoToCof, 37

Hast Du Dir denn die Protokolle der Eigentümerversammlung nicht VORHER zeigen lassen?!

Wie sah es mit der Instandhaltungsansparung VOR dem Kauf aus?

Wie sieht es mit Deinem Hausgeld aus?

"Wenig Hausgeld" deutet IMMER auf wenig Investition in die Immobilie hin!

Kann es sein, dass Du Dich um nichts gekümmert hast, als es um die Kaufverhandlung ging?

Kommentar von nova2015 ,

Hallo Fee, dank dir auch,

doch ich habe ein paar Protokolle gelesen und ich hatte sogar Jahre früher schon in dieser Wohnung gewohnt, da war dann auch viel Sentimentales dabei und das Glück diese Wohnung kaufen zu können und früher gab es das Problem auch nicht.

Die Protokolle gaben leider nichts Dergleichen her. Ich wusste zwar von meinem Ex-Vermieter, dass er schon immer die Hausverwaltung rauskicken wollte, aber die anderen dagegen war. Von ihm wusste ich allerdings auch, dass er sehr akribisch war und da hab ich gedacht, ach komm, das kriegste schon hin.

Das Hausgeld beträgt ca. 50 Euro pro Monat und es sind ca 20.000 in der Rücklage. Ihr müsst euch mal vorstellen, die Hausverwalterin hat beschlussfähigen Vorschläge nicht auf die Tagesordnung genommen.Einfach unter den Tisch fallen lassen, obwohl ich extra ein Fax geschickt habe.

Ich weiß nicht genau, was du meinst, dass ich mich um nichts gekümmert habe bei den Kaufverhandlungen? Was habe ich da evtl. versäumt?

In der Wohnung selbst habe ich mich um viele Dinge gekümmert, aber die Allgemeinheit betreffend gab es damals das Problem nicht so wie heute.

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