Frage von Thomenickel, 67

muss ich für die höhere Miete meines Ex nach Scheidung mittragen?

muss ich jetzt für die höhere Miete meines Ex 3 Jahre Trennung, 1 Jahr nach Scheidung mittragen, ich stehe nicht mit im Mietvertrag, da mein Ex schon viele Jahre vorher dort gewohnt hat? Bei der Festsetzung des nachehelichen Unterhalt soll ich auch auf einmal die höhere Miete meines Ex mittragen und das auch nachträglich. Er wohnt in einer 3 1/2 Zimmerwohnung und da er schon seit 1951 dort wohnt und bald 80 wird kann nicht von ihm verlangt werden,(was ich verstehe), aber das er auszieht und somit muss ich die höhere Miete mittragen. Ist das denn normal und auch überhaupt zulässig? Mein lieber Rechtsanwalt hat wie immer was die Richterin sagt, zugestimmt. Muss ich wirklich dazu bezahlen? zumal es keinen gemeinsamen Mietvertrag gibt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von heurekaforyou, 34

Dem Vermieter gegenueber hast du keine vertraglichen Verpflichtungen.

Aber deinem Ex gegenueber bist du anscheinend unterhaltspflichtig.

Da man deine Frage so pauschal nicht beantworten kann, muessten vielleicht erst einmal folgende Fragen beantwortet werden.

Mit 80 Jahren ist dein Ex sicher Rentner. Wenn du sagst er wohnte da schon vor dir, frage ich mich wie er da die Miete beyahlt hat. Denn Rentner war er ja vor drei Jahren sicher auch schon.

Wie hoch ist der nacheheliche Unterhalt den du ohne die Mietzahlung leisten musst. Verfuegst du ueber die finanyiellen Mittel, sodass du troty der Belastung auch deinen eigenen Lebensunterhalt problemlos stemmen kannst.

War dein Ex denn mal beim Wohnungsamt und einen Antrag auf Wohngeld gestellt. Einen Anspruch auf Wohngeld hat jeder, wenn die Voraussetyungen erf[llt sind. Hat also nicht mit Arbeitslosengeld oder Soyialhilfebezug yu tun.

Im Internet gibts auch kostenlose Wohngeldrechner. Sobald du alle Daten wie Miete, Einkommen usw. eingegeben hast, siehst du ob ein Anspruch besteht und wie hoch er ist.

Vielleicht solltest du auch den Anwalt wechseln, wenn du dich da nicht gut beraten fuehlst.

Auf jeden Fall muss der Anwalt dir mal sagen, warum er der Richterin zugestimmt hat.

Der Anwalt kennt die Fakten und wusste vielleicht, dass du keine guten Chancen hast. Aber wenn er es dir mal erklaert, so das du es auch verstehst, siehst du die Sache wohl nicht mehr so unverst'ndlich.

Auf jeden Fall ist dein Ex zur Mithilfe verpflichtet. Er muss also den Antrag auf Wohngeld stellen und kann sich nicht einfach nur bequem auf deine Unterstuetzung verlassen.

Am besten du laesst dir alles mal wirklich in Ruhe vom Anwalt erkl'ren.

Kommentar von Thomenickel ,

Dankeschön, nein er muss mir nachehelichen Unterhalt bezahlen, aber durch den Selbsterhalt ist seine Rente weitaus viel höher als meine und z.Z. beziehe ich Grundsicherung bis das der nacheheliche Unterhalt geklärt ist.,  3 Jahre Trennungszeit und jetzt 1 Jahr nach der Scheidung. Also bis zur Scheidung waren wir 30 Jahre verheiratet. 

Wohngeld bekommt mein Ex wegen seiner hohen Rente nicht.

Anwalt wechseln geht leider nicht, da ich nicht das Geld dazu habe und ich Prozesskostenhilfe sowie Beratungshilfe bekommen habe. Die gibt es nur einmalig pro Prozess.

Ich habe meinen Anwalt nur telefonisch erreicht und habe ihn über einige Dinge über den Prozess angesprochen, auch das ich voll dagegen bin und warum er alles abnickt, seine Antwort war schwammig wie stets wenn ich konkrete Fragen gestellt habe. Die Richterin hat uns 3 Wochen Bedenkzeit eingeräumt und die sind nächsten Montag vorbei ohne das wir ein persönliches Wort gewechselt haben. Ich habe mehrmals darum gebeten, aber ich habe einfach keinen Termin erhalten. Ich habe ihm auch 2x angeschrieben und darauf gibt es auch keine Reaktion. :-( Er weiß, das diese Angelegenheit sehr wichtig für mich ist, aber so wie es aussieht für ihn nicht. 

Habe über einen Frauenverein kostenlose Rechtsanwalt- Beratung gehabt und dieser meinte, das wenn das Urteil gefallen ist, ich ihn dann erneut kontaktieren soll, zu den laufenden Verfahren hat er sich nicht groß geäußert, aber er versteht meinen Rechtsanwalt auch nicht. Außer, das ich normalerweise nicht für eine 3 1/2 Zimmerwohnung mit aufkommen muss und er in den letzten 4 Jahren  genug Zeit gehabt hat einen Untermieter zu suchen. Aber was nützt es mir wenn er mir das sagt, wenn mein Rechtsanwalt offensichtlich ein Traumtänzer ist. Als ich bei der Gerichtsverhandlung mich selber dazu äußern wollte, wurde ich sofort unterbrochen und ich sollte das mit meinen Rechtsanwalt alleine und in ruhe klären. Ja wie denn wenn ich ihn nie erreiche? Mein Rechtsanwalt macht mich noch völlig verrückt und ich bin schwer, unheilbar krank und sitze auf 3 Zeitbomben und mich belastet dies alles so sehr. 

Antwort
von passaufdichauf, 46

Zur Zahlung von Miete wirst du ja nicht herangezogen (geht auch gar nicht, da keine Grundlage [Mietvertrag auf deinen Namen] vorliegt), sondern die hohe Miete deines Exmannes führt zu einem höheren Selbstbehalt für ihn und somit zu weniger nachehelichen Unterhalt für dich. 

Oder wirst du zu Unterhaltszahlungen für deinen Exmann heran gezogen? 

Kommentar von Thomenickel ,

Dankeschön, mein Exmann hat eine weit höhere Rente als ich da er nie wollte, das ich arbeiten gehe und wir waren 30 Jahre verheiratet. Er muss an mich nachehelichen Unterhalt bezahlen, aber ich soll dann davon einen Teil seiner Miete mit tragen, obwohl er schon durch den Selbsterhalt viel mehr hat als ich.

Antwort
von rasperling1, 47

Natürlich musst Du Dich nicht an der Miete für Deinen Mann beteiligen. Falls er Dir Unterhalt schuldet, kann eine hohe Miete bei ihm aber dazu führen, dass Dein Unterhaltsanspruch geringer ausfällt. 

Kommentar von Thomenickel ,

Dankeschön, er hat schon weitaus viel mehr Rente (waren 30 Jahre verheiratet) durch den Selbsterhalt und trotzdem soll ich mich an der höheren Miete beteiligen, was dann von meinen nachehelichen Unterhalt wieder abgezogen wird, das ist das was ich nicht verstehe.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Miete & Mietrecht, 37

Mein lieber Rechtsanwalt hat wie immer was die Richterin sagt, zugestimmt. Muss ich wirklich dazu bezahlen? 

Wenn Du mit Deinem Anwalt nicht zufrieden bist, kannst Du ihm das Mandat entziehen und Dir einen anderen Anwalt suchen.

Zu Deiner eigentlichen Frage kann ich nichts sagen, weil ich mich mit Scheidung usw. nicht auskenne.

Kommentar von Thomenickel ,

Dankeschön, tja, das mit einen Rechtsanwalt wechsel ist gar nicht so einfach, da ich einen habe, der über Prozesskostenhilfe mit Beratung läuft und ich kein Geld für einen neuen habe, denn den muss ich dann selber bezahlen-leider Beziehe zZ. Grundsicherung bis das mit den nachehelichen Unterhalt geklärt ist. 

Kommentar von johnnymcmuff ,

Es müsste doch möglich sein, das man trotzdem den Anwalt wechseln kann.

Zumindest lassen sich manche Anwälte auf Ratenzahlung ein.

Kommentar von Thomenickel ,

ich hatte schon eine kostenlose Rechtsberatung und er verstand nicht, was mein Anwalt da mit mir veranstaltet. Aber auch er meinte, das es mit einen anderen Anwalt nicht so einfach ist, wenn überhaupt. :-(

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