Frage von eddyhientz, 63

Muss ich eine falsch berechnete Sonderumlage die 6 Jahre zurückliegt zahlen?

GuteTag, ich habe vor genau einem Jahr eine Eigentumswohnung gekauft. Mir wurde vom Vorbesitzer gesagt das die Tiefgarage vor 6 Jahren neu gemacht wurde und alles fertig bezahlt ist.
Gestern hab ich völlig unerwartet einen Brief von der Verwaltung bekommen, in dem steht das eine Besitzerin den Verteilerschlüssel von damals angefochten hat und recht erhalten hat. Nun wurde alles neu berechnet und ich muss 1.500 € nachzahlen, für eine Maßnahme die 6 Jahre zurückliegt. Hätte die Verwaltung damals alles richtig kalkuliert wäre die Tiefgarage doch schon längst vom Vorbesitzer abgezahlt.
Muss ich tatsächlich die 1500 € zahlen obwohl ich niemals für diese Sanierungsmaßnahmen zugestimmt habe da ich damals kein Besitzer war, oder kann ich die Kosten, so leid es mir tut, an den Vorbesitzer abgeben ?

Antwort
von marcussummer, 36

Ich vermute mal, dass die Miteigentümerin eine Anfechtungsklage gegen den seinerzeitigen Umlagebeschluss gewonnen hat. Dann ist eigentlich zunächst von der Eigentümerversammlung einer neuer Beschluss über die Sonderumlage zu fassen - und der betrifft die aktuellen Eigentümer. Mit einfachem Brief der Hausverwaltung kann keine Zahlungspflicht statuiert werden.

Eine Weitergabe der Kosten im Wege des Regresses ist aus meiner Sicht nur im Ausnahmefall denkbar, wenn im Kaufvertrag für diesen Fall eine Erstattungspflicht des Verkäufers festgelegt ist.

Antwort
von schelm1, 28

Sie können den Vorbesitzer in Anspruch nehmen.

Der hat wohl versäumt, Sie auf den Anfrechtungstatbestand und die damit einhergehende mögliche Nachbelastung in Kenntnis zu setzen.

Näheres zu solchen Kosten dürfte Ihr Kaufvertrag regeln.


Antwort
von schleudermaxe, 11

Ja, wenn es im Kaufvetrag so geordnet wurde. Bei uns stehen laufende Verfahren immer zur Debatte und werden entsprechend geordnet. Viel Glück.

Antwort
von SadistenZA, 30

ja, musst du und du kannst es auch nicht vom vorbesitzer holen

du kaufst so etwas mit

hättest dich darüber informieren müssen und in den kaufpreis einfließen lassen müssen

Kommentar von schelm1 ,

Das ist eine grob falsche Auskunft! Selbstverständlich ist er Verkäufer gehalten, den Erwerber über solche finanziellen Eventualitäten im Kaufvertrag in Kenntnis zu setzen!

Kommentar von schleudermaxe ,

Wo steht das? Bei uns fragt uns der Käufer, der schaut auch in das Beschlußbuch, und wenn es etwas zu ordnen gibt, kann er das machen. Aber der Verkäufer, warum sollte der müssen?

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