Frage von Simufan, 58

Muss ich diese Tätigkeit anmelden und muss ich das in Steueren etc. erwähnen?

Hallo,

bevor sich jetzt irgendwelche Personen Sorgen machen, dass es sich hier um Schwarzarbeit handelt, denen sei gesagt (bzw. geschrieben) dass ich mich nur im Vorhinein erkundogen möchte^^

So nun zur Frage: Ich habe vor, da ich in einer Art Dorf in der Stadt wohne, in welchem das Durchschnittsalter bei gefühlt 60+ liegt, den älteren Personen z.B. beim Wohnung / Treppenhaus putzen, Rasen mähen, etc. gegen kleines Geld zu unterstützen. Ich habe mal gehört, dass ich jegliche Art von einnahmen versteuern muss. Auch weiß ich nicht, ob ich diese Tätigkeiten irgendwo anmelden muss.

Wenn sich damit jemand auskennt (!!!) würde ich mich freuen, wenn mir jemand sagen kann, wie ich das angehe.

MFG Simufan

EDIT: Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich noch 15 Jahre jung bin und den dementsprechenden Gesetzten unterliege

Antwort
von Keksvogel, 11

Das wird definitiv mit Aufwand verbunden sein.

Im Prinzip müsstest du einfach zum Anmelden zum Gewerbe oder Ordnungsamt deiner Stadt/Dorf. Bist du dort, bittest du um eine Gewerbeanmeldung.

Da du aber unter 18 bist, musst du vorher natürlich rechtsmäßig vom Vormundschaftsgericht die Bestätigung einholen, dass du überhaupt die Gewerbeanmeldung vollführen darfst. Deine Eltern müssen dabei sein. Sie müssen ihre Unterschrift geben.

Hast du das Dokument, geht es damit zum Gewerbeamt und beantragst das Formular. Deine Eltern müssen dabei sein. Du sagst der Person, was du genau machen willst und trägst dich als Einzelunternehmer ein. Somit kannst du ca 17.000 Euro Brutto verdienen, ohne Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Du darfst deine Rechnung jedoch nicht als Brutto, sondern als Netto ausstellen. Effektiv darfst du also im Jahr nicht mehr als ca. 14.000 Euro netto verdienen. Für das Finanzamt ist jedes Jahr eine vereinfachte Gewibn/Verlust-Rechnung nötig.

Wrnn du weiter Fragen hast kannst du sie ruhig stellen.

Antwort
von Eulenhasser, 21

Um die Irrtümer zu beseitigen:

Wenn eine Tätigkeit nachhaltig mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeübt wird, ist es eine gewerbliche Tätigkeit, § 15 Abs. 2 EStG. Auf die Höhe der Einkünfte kommt es dabei gar nicht an, es kann auch ein Verlust erzielt werden. Es ist dabei auch egal wie du etwas nennst, ob Nachbarschaftshilfe oder privat oder sonst wie. Und es ist auch egal, ob du es nur "nebenher" oder haupterwerblich ausübst.


Kommentar von Simufan ,

und wo müsste ich sowas (außer beim Finanzamt) anmelden?

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Möglicherweise beim Gewerbeamt - schau mal in die Gewerbeverordnung.

Antwort
von Spuky7, 43

Sag einfach , es sei Nachbarschaftshilfe. 

Kommentar von Simufan ,

Dumm gefragt, aber ist das dann so eig noch legal?

Bei meinem Praktikum im Finanzamt habe ich nämlich o.g. gerlent (dass man sämtliche Einnahmen bzw. Transaktionen versteuern muss)...


Kommentar von Spuky7 ,

Wenn es im Rahmen bleibt, könnte man es als Nachbarschaftshilfe bezeichen. Einkaufen für alte Nachbarn, Rasen mähen usw.. Da bekommt man etwas Bargeld und gut ist. Willst du das hauptberuflich machen, musst du wohl ein Gewerbe anmelden, rate ich mal. 

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