Frage von hdsdgfghl, 146

Muss ich die Schulden meiner Eltern zahlen?

(Bitte zum Verständnis den Text lesen)
Also liebe Community,
meine Mutter ist seit einiger Zeit arbeitsunfähig & erhält Sozialleistungen vom Amt.
Mit 14 (2012) durfte ich bei ihr ausziehen und weiß, dass es damals schon "Probleme" mit dem Geld gab, d.h. Zeitweise erhielt sie Geld für mich, das ihr nicht zustand, da ich durch meinen Auszug ja raus aus der Bedarfsgemeinschaft war.
Statt dem Amt den Fehler zu melden, behielt sie das Geld...

Nun weiß ich auch, dass sie auch meinen Unterhalt behielt.
Mein Vater überwies ihr das Geld, obwohl er es dem Jugendamt (oder Staat, weiß ich jetzt nicht) hätte zahlen sollen. (Da ich einer Wohngruppe lebte)
Es wurde (ich glaube vom Staat) entschieden, dass meine Mutter ja ohnehin kein Geld habe, deshalb wollte der Staat das Geld (den Unterhalt) rückläufig von meinem Vater.
Das heißt er musste also doppelt zahlen.

Nun erhielt ich Ende letzten Jahres eine Rechnung vom Jobcenter.
Die Kosten sind wie folgt aufgestellt:
Forderung: Alg2
01.07.2014 - 30.11.2014
Bescheid: Aufhebungs- & Erstattungsbescheid 03.11.14
Fälligkeit: 21.11.14
Ursprungsbezeichnung:920€
Restbetrag: 736€
+Mahngebühren

- Allerdings bin ich im Mai 2014 zurück zu meiner Mutter gezogen und erst 2015 in eine eigene Wohnung, daher verstehe ich auch das vom Jobcenter angegebene Datum nicht. -

Ich schrieb eine lange Mail an das Jobcenter, in der ich erklärte, dass ICH noch nie einen Cent vom Jobcenter erhalten habe, somit auch nie einen Vertrag unterzeichnet habe, als Schülerin weder Zeit noch Geld habe, um mir einen Anwalt zu suchen, auf der Rechnung auch nicht steht, wie die Kosten entstanden sein sollen usw.

Ich erhielt die Antwort, das würde an das Jobcenter in meinem Ort weitergeleitet werden. Dort fragte ich auch nach, ob man mich denn tatsächlich für die Schulden meiner Mutter zur Verantwortung ziehen könne. Die Antwort war ein ekliges Grinsen und: "Jaa. Tja, dann starten Sie halt mit Schulden in Ihr Leben. Da haben Sie Pech." Das war's.
Mein Vater rief auch für mich beim Jobcenter an, was dabei raus kam weiß ich nicht.

Und jetzt hatte ich ein paar Wochen nach meinem 18. Geburtstag die gleiche Rechnung erhalten.

Weiß jemand, ob das wirklich rechtskräftig ist? -Schließlich musste mein Vater ja auch für die Schulden meiner Mutter aufkommen (sie sind nicht verheiratet)-
Habe ich nun tatsächlich "Pech gehabt"?
Und was sollte ich als nächstes tun, wenn nicht?

Antwort
von isomatte, 99

Gib im Internet mal ein ,, Beschränkung der Minderjährigenhaftung im SGB - ll,"da kannst du es dir in Ruhe mal durchlesen evtl.hilft dir das dann weiter !

Kommentar von hdsdgfghl ,

Vielen vielen Dank!!! Das kann ich wirklich gebrauchen! Das ganze Gerede von den Angestellten beim Amt, hatte mich nämlich total verunsichert.

Kommentar von isomatte ,

Bitte !

Kommentar von mepeisen ,

Das ist deren Methode, da auch teilweise Unsinn zu erzählen. Ich würde, da du Schülerin bist, beim lokalen Amtsgericht vorbei schauen. Dann dort einen Beratungsschein abholen und am selben Tag zu einem Anwalt, der sich in Sozialrecht auskennt. Besprich das mit ihm und lass den Anwalt einen deutlichen Brief ans Jobcenter schicken (ist im Beratungsschein meist inklusive). Meist ist danach sofort Ruhe. Wichtig ist, dass dir kein Bescheid durchrutscht. Daraus können nämlich Vollstreckungstitel erwachsen. Näheres erläutert dir der Anwalt dann.

Antwort
von konzato1, 101

Rechtlich kann ich leider nichts dazu sagen, allerdings solttest du jeder Forderung seitens des Jobcenters widersprechen. Teile denen mit, dass du nie Leistungen von denen bekommen hast und die Forderungen damit unzutreffend sind.

Kommentar von hdsdgfghl ,

Vielen Dank, das habe ich nun getan!

Kommentar von isomatte ,

Der FS - hat ja im Mai 2014 wieder bei der Mutter gewohnt,dementsprechend wird die Mutter dann auch Leistungen für das Kind bezogen haben !

Nur war der FS - da noch minderjährig und wenn die Mutter dann zu unrecht Leistungen für das Kind bezogen hat,weil sie z.B. nicht angegeben hat das es einer Erwerbstätigkeit nachgeht dann versucht das Jobcenter in laufe der Zeit,meist ab dem 18 Lebensjahr diese zu unrecht bezogen Leistungen beim Kind einzutreiben.

Das Kind ist aber in diesem Fall nur beschränkt haftbar zu machen,dass Kind müsste dann nur mit max. dem Vermögen haften was es am 18 Geburtstag hat.

Wenn da also nichts auf dem Konto / Sparbuch war und das Kind dies dem Jobcenter nachweisen kann geht das Jobcenter leer aus.

Antwort
von Stadtreinigung, 83

Nein,du nicht,deine Mutter ja,geh im Widerspruch Gleichzeitig eine Klage auf einstweiligem Rechstschutz beim Sozialgericht beantragen ( ist Kostenlos)

Widerspruchsfrist verpasst,dann Antrag auf Überprüfung stellen

Kommentar von hdsdgfghl ,

Vielen Dank! Das mache ich.

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