Frage von Joey73, 18

Muss ich die Krankenkassenbeiträge für meine Kinder komplett nachzahlen?

Liebes Experten-Team, wie jedes Jahr, musste ich kürzlich ein Formular meiner gesetzlichen Krankenversicherung ausfüllen, in dem meine Einkommensverhältnisse und die meines (als Beamter privat versicherten) Ehemannes dargelegt werden. Meine drei Kinder waren bislang kostenlos über mich gesetzlich mitversichert. Nun stellte meine Krankenkasse fest, dass unsere Einkünfte keine kostenlose gesetzliche Familienversicherung mehr zulassen. Nach der Feststellung der Einkünfte meiner Kinder (die noch in Kindergarten und Schule gehen, also nichts verdienen) erhielt ich nun, datiert zum 31.8., einen Krankenkassenbescheid, wo für meine Kinder rückwirkend zum 1. September 2015 nun monatliche Beiträge von ca. 165,- € pro Kind anfallen, sprich eine satte Nachzahlung pro Kind von knapp 2.000 € für ein ganzes Jahr (1.9.2015-31.8.2016), also 6.000 € gesamt. Kann ich hiergegen Einspruch erheben? Bin ich verpflichtet diese Nachzahlung zu begleichen oder bis wann kann eine Krankenkasse rückwirkend maximal Nachzahlungen einfordern? Kann ich die Krankenversicherung meiner Kinder sofort oder sogar rückwirkend kündigen und diese privat versichern lassen? Über eine rasche Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank!

Antwort
von Joergi666, 16

überprüfe genau die zugrunde gelegte Berechnung der Krankenkasse im Hinblick auf die Gesetzgebung. Bei uns ist diese Konstellation ganz ähnlich, wir liegen aber noch knapp unter den Grenzen. Hat die Krankenkasse konkret gerechnet, kommt man um die Bezahlung nicht herum. Kündigung müsste meines Erachtens sofort möglich sein, da ja kein explizieter Vertrag geschlossen wurde (hier wäre ich mir aber nur zu 90 % sicher). Rückwirkind geht dies aufgrund der Versicherungspflicht natürlich nicht. Als gute Nachricht sei noch erwähnt, dass die Krankenversicherungsbeiträge für Kinder aber als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden können.

Antwort
von eulig, 17

ja die Kasse darf die Beiträge rückwirkend erheben - sogar 4 Jahre rückwirkend.

ein Einspruch bringt dir nichts, da die Kasse im Recht ist. du kannst allerdings die Kinder privat versichern bei deinem Mann. du hast die Wahl.

wenn du dich gegen die private Krankenversicherung entscheidest, sind die Beiträge auf jeden Fall rückwirkend zu zahlen, ggf. in Raten. Ratenzahlung muss aber extra beantragt werden.

Antwort
von ckammerer1, 12

Also ich habe das hier gefunden: http://www.lohn-info.de/krankenversicherung\_familienversicherung.html

Ich verstehe dass so, dass die Kinder nicht mitversichert sind, wenn dein Mann mehr als 4.687,50 € im Monat verdient ( Gesamteinkommen). Falls das der Fall ist, kannst du da wohl nicht aus. Wie weit zurück die das verlangen können weiß ich nicht...

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