Frage von TheAllisons, 111

Muss ich die Kosten für einen Kreditantrag bezahlen, obwohl ich keinen bekommen habe?

Hallo! Ich wollte mir mal einen Kredit aufnehmen, habe diesen Kredit aber nie bekommen. Jetzt habe ich von dem Inkasso eine Zahlungsaufforderung bekommen und soll dafür auch noch bezahlen. Obwohl das Online war. Welche gebühren soll oder muss ich denn dann zahlen? Kann mir da jemand helfen? Was muss ich machen?

Antwort
von EXInkassoMA, 24

Selbst wenn Du unterschrieben haben solltest sind Vorkosten ohne erfolgte Kreditvermittlung nicht durchsetzungsfähig und werden mangels Erfolgsaussichten nicht expl eingeklagt

Schriftlich :

"...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise
die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie
Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen
gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der
Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."

Stell Dich trotzdem mental auf böse briefe ein


Antwort
von Katharsis036, 76

Hallo.
Wenn du einen Kredit beantragt hast, ihn aber nie erhalten, dann brauchst du auch nichts zu zahlen. Von einem Inkassounternehmen würde ich mich an dieser Stelle nicht unter Druck setzen lassen.

Antwort
von kevin1905, 29

Vermittlungsgebühren oder sonstiger Firlefanz sind nichtig und müssen nicht bezahlt werden, so lange kein Darlehensvertrag zustande gekommen ist und dir Geld überwiesen wurde.

Antwort
von LiselotteHerz, 50

Wenn Du das online gemacht hast, hast Du Dir die Geschäftsbedingungen gut durchgelesen? Es würde mich nicht wundern, wenn da irgendwo steht, dass bei der Bearbeitung eines Kreditantrages Gebühren anfallen.

Mach Dich erstmal schlau, ob ich da richtig liege.lg Lilo

Kommentar von franneck1989 ,

Völlig egal, was da irgendwo im Kleingedruckten steht. Bezahlen muss man es deshalb noch lange nicht.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Das denkst auch nur Du. Wenn man im Internet Verträge abschließt oder Anträge stellt, muss man in der Regel anklicken, dass man die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert. In dem Moment, wo man das macht, muss man zahlen, wenn das dort aufgeführt ist.

Kommentar von mepeisen ,

Solch eine Kostenpflicht nur über die AGB zu begründen ist grob überraschend und damit gegenüber Verbrauchern nichtig.

Kommentar von franneck1989 ,

Das denkst auch nur Du

Nö, die deutsche Justiz ist z.B. einheitlich meiner Meinung.

In dem Moment, wo man das macht, muss man zahlen, wenn das dort aufgeführt ist.

Wirf mal bitte einen Blick ins BGB, bevor du hier Unsinn schreibst

Antwort
von Charlybrown2802, 71

ich würde erst einmal die bank anrufen. evtl. war es auch ein spam vom inkassobüro

Kommentar von LiselotteHerz ,

Inkassounternehmen schicken keine Mails, nur Briefe. Sowie man eine derartige Mail bekommt, kann man sie getrost melden und dann in den SPAM-Ordner schieben.

Kommentar von mepeisen ,

Man telefoniert in Rechtsangelegenheiten nicht. Nur schriftlich kommunizieren, wenn man etwas zu sagen oder zu fragen hat. So hat man hinterher auch etwas "schwarz auf weiß".

Antwort
von kleinewanduhr, 42

Moin TheAllisons,

nenne doch mal Ross und Reiter. Dann kann man auf der Seite nachsehen, welche Verpflichtungen Du eingegangen bist. Also:

Wie heißt das Kreditvermittlungsunternehmen, wie die Inkassofirma?

Kommentar von mepeisen ,

Unwichtig. Im BGB steht eindeutig, dass bei Vermittlung von Darlehensverträgen irgendetwas erst dann zu zahlen ist, wenn die Vermittlung erfolgreich war und der Kredit ausbezahlt wurde. Diesen Passus kann auch kein schmieriger Vermittler aushebeln.

Kommentar von kleinewanduhr ,

Völlig richtig - es gibt einschlägige Paragrafen. Ich hatte bei meinem Text leider das Smiley vergessen, hier die Berichtigung:

... welche Verpflichtungen Du eingegangen bist ;.-))

Wäre trotzdem schön gewesen zu erfahren, welches "Unternehmen" immer noch abzocken will und wie die HP getaltet ist, um auf Betrug reinzufallen. Ist aber auch nur zweitrangig. Grüße

Antwort
von alarm67, 56

Wende Dich am besten schnellstens an die Verbraucherzentrale und lasse das prüfen.

Antwort
von pilot350, 47

Sollte in Deinem schriftlichen Kreditantragsvertrag ein Hinweis sein, dass Kosten entstehen können in Unabhängigkeit von der Gewährung des Kredits, handelt es sich um einen Vertrag. Der Kreditgeber hat mit Dir also einen Vermittlungsvertrag geschlossen wobei Du als Kreditnehmer die Kosten trägst ob der Kredit gewährt wurde oder nicht. Sollte dieser Hinweis nicht vorhanden sein, hast Du auch keine Kosten.

Kommentar von franneck1989 ,

Der Kreditgeber hat mit Dir also einen Vermittlungsvertrag geschlossen
wobei Du als Kreditnehmer die Kosten trägst ob der Kredit gewährt wurde
oder nicht.

So eine Regelung verstößt gegen den §655c BGB und wäre wegen unangemessener Benachteiligung des Verbrauchers nichtig (§§ 307, 309 BGB)

Zudem: Wenn die Zahlungspflicht nicht eindeutig bei der Auftragserteilung ersichtlich ist, kommt gar kein Vertrag zustande (§§305c BGB, §1 PangV)

Kommentar von pilot350 ,

Da stimme ich Dir völlig zu. Jedoch sollte sie den Kreditantragsvertrag genau durchlesen um zu sehen was dort geschrieben steht bevor sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nimmt und noch mehr Kosten auf sie zukommen könnten.

Kommentar von franneck1989 ,

Das ist nicht nötig, da die Rechtslage eindeutig ist. Solange es nicht zur Auszahlung kommt, sind auch keine Gebühren fällig.

Antwort
von weisskopfadler, 45

Etwa Lugano-Finanz? Dieser und ähnliche Anbieter lassen sich alle möglichen Verträge unterschreiben in denen sich der Kreditsuchende verpflichten muß, Gebühren unabhängig von erfolgreicher Vermittlung zu zahlen. Rechtens ist das fast nie. Laß Dich fachkundig beraten.

Antwort
von franneck1989, 30

Bezahlen musst du überhaupt nichts. Siehe §655c BGB

Kommentar von franneck1989 ,
Antwort
von Wuestenamazone, 28

Hast du das online gemacht? Vielleicht hast du das Kleingedruckte nicht gelesen. Denn wenn du den Kredit nicht bekommen hast mußt du auch nicht zahlen und ein Inkassobüro hat mit einem Kredit nichts zu tun

Kommentar von mepeisen ,

Nur über AGB (sofern du das mit Kleingedrucktem meinst) die Gebühren zu begründen, funktioniert nicht.

Antwort
von corsa678, 39

Bist du Rechtschutz-versichert?

Normalerweise muss man NICHTS zahlen!!!

Es sei denn die Bearbeitungsgebühren (Liquiditätsprüfung, Zeitaufwendung etc. - also den ganzen Bürokram.)


Du solltest mal bei einer Verbraucherzentrale (gratis!) oder einem Anwalt (kostenpflichtig) nachfragen!

Und die Bank anrufen, woraus sich die Gebühren zusammensetzen, obwohl abgelehnt wurde!


Vielleicht wissen die ja gar nichts von einem Inkasso-Büro...!


Kommentar von franneck1989 ,

Es sei denn die Bearbeitungsgebühren (Liquiditätsprüfung, Zeitaufwendung etc. - also den ganzen Bürokram.)

Nee, auch das muss man nicht zahlen.

Und die Bank anrufen, woraus sich die Gebühren zusammensetzen, obwohl abgelehnt wurde!

Das kann man sich sparen. In Rechtsangelegenheiten sollte man nicht telefonieren - erst Recht nicht mit Betrügern, die einem Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Der Fall ist klar, und wenn man sich bei eventueller Gerichtspost nicht tot stellt passiert hier überhaupt nichts

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