Frage von Sil3nt86, 496

Muss ich die Inkassogebühren zahlen?

Hallo,
ich habe etwas über Klarna Rechnung bestellt.
Bedauerlicherweise ist ein Zahlungsverzug entstanden und Klarna hat die Forderung an Coeo Inkasso übergeben. Muss ich die extrem hohen Inkasso Gebühren zahlen?

Antwort
von mepeisen, 412

Berechtigt sind neben der Hauptforderung die Zinsen, die Kosten für einen Brief (bis maximal 2,50€ für Briefpost) und das war es. Einfach zweckgebunden an den Gläubiger zahlen und das Inkasso ignorieren. Da passiert außer einigen Bettelbriefen normalerweise nichts mehr.

Es gibt zu viele Gründe gegen die Inkassogebühren bei großen Konzernen. Der aller wichtigste: COEO arbeitet für den Gläubiger kostenlos. Das heißt: Die stellen Klarna nie eine Rechnung aus. Bedeutet auch: Es entsteht nie einen Schaden, den der Schuldner wie auch immer bezahlen müsste.

Zweites wichtiges Argument ist der §254 BGB.

Kommentar von fettschwanzmaus ,

Kann man irgendwo nachweisen, dass COEO für Klarna kostenlos arbeitet? Ich habe sogar zwei Forderungen von COEO (beide von Klarna, 2 Spotify-Monate...), und sehe es gar nicht ein, 110 € für zwei Briefchen zu überweisen...

Kommentar von mepeisen ,

Glücklicherweise muss der Gläubiger vor Gericht beweisen, wie der Vertrag zwischen ihm und dem Inkasso aussieht. Nicht umgekehrt.

Antwort
von EXInkassoMA, 343

"Erlaubt" aber Nicht durchsetzungsfähig da Klarna selbst ein Online bezahldienst ist , ERGO : Wird mangels Erfolgsaussichten nicht expl eingeklagt

(Brauchst Du dazu einen Link dann sag bescheid )

Überweise die Hauptforderung direkt an Klarna plus 2,50 pro Mahnschreiben

Zweckgebunden : (Nur HF plus 2,50 Mahngebühr)

Stell Dich mental auf weitere Post von COEO ein

ICH würde die Forderung schriftlich zurückweisen und die Kontaktaufnahme per Telefon untersagen

Antwort
von kevin1905, 293

Nope.

Du hast das Inkassobüro nicht beauftragt, also schuldest du ihm auch kein Geld.

Du schuldest Klarna die 18,90 € und 0,04 € Zinsen.

Antwort
von Nordseefan, 296

Du hast jetzt 10 Wochen nicht gezahlt. Und somit vorher bestimmt schon Zahlungserinnerungen und Mahnungen bekommen. Von daher geht das völlig in Ordnung. Kann ja sein, das dir das wirklich, warum auch immer "passiert" ist. Es gibt aber genug Leute, die Versuchen das bewusst, in der HOffunung das ihre Rechnung in dem großen Unternehmen"verschwindet"

Kommentar von mepeisen ,

Das alles ist kein Grund für mutwillige Kostentreiberei durch den Gläubiger.

Kommentar von Nordseefan ,

Was soll er denn sonst machen? Ihm Schläger auf den Hals hetzen das er endlich zahlt? Die "Geldeintreiber" machen ihren Job ja auch nicht umsonst. Es muss ja keiner so weit kommen lassen. Üblich sind ja oft eine Mahnung und dann noch ein oder 2 Zahleungsaufforderungen. Mehr als genug um zu reagieren.

Kommentar von Georg63 ,

Der Gläubiger kann einfach einen Mahnbescheid beantragen. Dafür braucht er weder Inkassofirma noch Anwalt - das kann ein normaler dafür bevollmächtigter Sachbearbeiter in wenigen Minuten erledigen.

Danach einen Vollstreckungsbescheid und mit dem wird kein Schläger, sondern ein Gerichtsvollzieher losgeschickt.

Das ist für alle Beteiligten die günstigste Variante.

Wenn beim Schuldner nichts zu holen ist, hilft auch keine Inkassofirma.

Wenn der Schuldner nur zahlungsunwillig ist und dem Mahnbescheid widerspricht, hilft ein Anwalt. Der darf dann auch seine Gebühren beim Schuldner eintrebein.

Kommentar von mepeisen ,

Was soll er denn sonst machen?

Den rechtlich vorgesehenen Weg einschlagen: gerichtlicher Mahnbescheid und dann den Gerichtsvollzieher. Dieser Weg ist grundsätzlich billiger als das Einschalten eines Inkassobüros und die Kosten müssen dann auch, da es die kostengünstigste Möglichkeit ist, vom Gläubiger erstattet werden. Sogar wenn der Gläubiger ein Inkasso mit dem Mahnbescheid beauftragt (selbiges bekommt dann 25€). Alles, was den gerichtlichen Weg beschreitet, ist zielführend...

Die "Geldeintreiber" machen ihren Job ja auch nicht umsonst.

Völlig unwichtig. mit deinem Argument dürfte er Dieter Bohlen einschalten und der Schuldner muss dessen tagespauschale bezahlen. Wie du an der Überspitzung siehst, ist dieses Argument Blödsinn.

Üblich sind ja oft eine Mahnung und dann noch ein oder 2 Zahleungsaufforderungen. Mehr als genug um zu reagieren.

Richtig. Und deswegen ist jede weitere Mahnung aus rechtlicher Sicht zu 100% überflüssig. Ob da nun Inkassobüro über der Mahnung steht oder nicht ändert nichts dran, dass es zu 100% überflüssig ist.

Kommentar von franneck1989 ,

Was er sonst machen kann? Hast du schon mal von einem "Mahnbescheid" gehört?

Antwort
von FeX95, 308

Ein Inkassounternehmen wird erst beauftragt, wen vorherige Mahnungen bereits von dir ignoriert wurde. Dementsprechend wirst du genug Zeit gehabt haben, die Rechnung zu begleichen.

Somit wurde das Unternehmen zu Recht beauftragt und du musst entsprechende Gebühren begleichen.

Kommentar von mepeisen ,

Somit wurde das Unternehmen zu Recht beauftragt und du musst entsprechende Gebühren begleichen.

Nö. Im Masseninkasso wird nichts anderes gemacht, als voll automatisiert Mahnungen zu schreiben. Das kann der Gläubiger aber selbst. Mit exakt diesem Argument (und dem Verweis auf §254 BGB) lehnen viele Gerichte Inkassogebühren mittlerweile grundsätzlich ab.

Kommentar von FeX95 ,

Dann bin ich noch auf einem alten Stand. Danke fürs verbessern !

Kommentar von EXInkassoMA ,

Klingt kurios ,aber die Abgabe ans Inkasso ist logischerweise rechtens das Verlangen der Inkassogebühren ist ebenfalls erlaubt allerdings werden diese Gebühren trotzdem mangels Erfolgsaussichten nicht eingeklagt

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