Muss ich die Geldstrafe zahlen oder werde ich abgezockt?

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6 Antworten

Da bin ich aber nicht hingegangen, weil man das aus Selbstschutz nicht tun soll, nur zur Staatsanwaltschaft muss man hingehen.

Wird mhier bei GF immer wieder geraten. Ob das Nichthingehen klug war, kannst du nun selbst beurteilen.

Mal abgesehen davon, dass ich arg knapp bei Kasse bin, das ist doch ein
unverhältnismäßiges und unverschämtes Verhalten von offenbar der
Kumpanei des beledigten Komissars und Staasanwalt?

Was sollen denn Polizei und StA machen? Er hat lediglich die Aussagen des Geschädigten, du gehst "clevererweise" nicht zur Vernehmung, rührst dich nicht, so dass keinerlei Entlastendes vorliegt. Klar dass es dann einen Strafbefehl gibt.

Von Kumpanei zu schreiben ist eine Frechheit. Du solltest besser von deiner Dummheit schreiben. Polizei und StA ist es herzlich egal, ob du was aussagst oder nicht, beleidigt sind sie nicht, sie orientieren sich an der Beweislage, die - aus deinem Verschulden heraus - gegen dich spricht. 

Nun kannst du Einspruch einlegen, es wird dann zu einer Verhandlung mit noch mehr Kosten kommen, bei der du m.E. verurteilst wirst.

Sorry, dass ich nichts anderes schreiben kann, aber du hast dich selbst da reingeritten.

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Du hast einen Strafbefehl erhalten. Dieser wird von der Staatsanwaltschaft ausgestellt, nicht vom Richter. Mit Kumpanei oder Ähnlichem hat das nichts zu tun.

Den Strafbefehl kannst Du akzeptieren und rechtskräftig werden lassen. Das ist in der Regel die günstigste Lösung.

Alternativ kannst du gegen den Strafbefehl gem. § 410 Abs. 1 StPO innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen, entweder gegen den gesamten Strafbefehl oder nur gegen die Höhe der Strafe.

Solltest du Einspruch einlegen kommt es zur Gerichtsverhandlung, was mit weiteren Kosten für Dich verbunden ist, soweit Du verurteilt wirst.

Auch vor Gericht musst Du allerdings nicht auf ein milderes Urteil hoffen. Der Richter orientiert sich meist an dem Antrag der Staatsanwaltschaft aus dem Strafbefehl.

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Kommentar von AnitaAn
08.11.2016, 16:27

Gute Antwort - nur, dass der Strafbefehl sehr wohl vom Richter erlassen wird. Die Staatsanwaltschaft beantragt ihn, aber der Richter entscheidet, ob er ihn so erlassen will. Muss auch so sein, da der rechtskräftige Strafbefehl praktisch einem Urteil gleichsteht.

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Glaubst du die machen bei jeder kleinen Schlägerei Absprachen, dass du wenn einer nicht kommt er unrechlich dafür bestraft wird? Davon hätten die nur mehr Arbeit und in die eigene Tasche fließt das nicht.
Ich bin nur ein Laie. Aber ich kann mir kaum vorstellen das in einem Staat wie Deutschland Vorladungrn als Beschuldigter einfach ignoriert werden dürfen. Damit machst du es im übrigen auch nur noch schlimmer. Denn dann wissen die das du was zu verbergen hast.
Nimm dir einen Anwalt. Da musst du jetzt durch.

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Kommentar von furbo
06.11.2016, 12:28

Aber ich kann mir kaum vorstellen das in einem Staat wie Deutschland Vorladungen als Beschuldigter einfach ignoriert werden dürfen.

Ja, das darf man. Da man als Beschuldigter sowieso nicht aussagen muss, wäre eine Vorladung auch sinnlos. Die andere Frage ist aber, ob es auch klug ist, nicht zur Vernehmung zu gehen. Eine zwingenden Verfahrenvoraussetzung ist das rechtliche Gehör. Das MUSS dem Beschuldigten gewährt werden; ob der Beschuldigte hingeht, ist seine eigene Sache. Man könnte auch so sagen: der Beschuldigte bekam ein Gesprächsangebot und ist nicht hingegangen. Nun wird die Sache ohne sein Zutun geklärt.

Selber schuld kann ich nur sagen.

Hier bei GF wird zwar immer wieder geraten, nicht zur Vernehmung zu gehen, was in meinen Augen ziemlich dumm ist und nur von einem rudimentären Wissen um ein Strafverfahren zeugt. 

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Du hast das Recht innerhalb 14 Tagen Einspruch einzulegen. Das müsste auch auf der Rückseite des Bescheides stehen. Dann kommt es aber zu einer Gerichtsverhandlung in der der Richter neu entscheidet. Wenn du da aber ohne Rechtsanwalt kommst, hast du schlechte Karten. Billiger wird es kaum.

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Dein Anwalt wird dir in dieser Sache zur Seite stehen.

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Ich finde die Strafe angemessen. 

Gewalt darf nicht akzeptiert werde, aber für dich scheint es eine Bagatelle zu sein. 

Das war dann wohl unausweichlich. Ich hoffe du hast daraus für die Zukunft gelernt.

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