Frage von MoltenKey, 43

Muss ich die Anwaltskosten tragen?

Hallo alle miteinander :)

Ich habe von einem Anwalt ein schreiben bekomm, dass ich einem bestimmten Unternehmen eine gewissen Betrag schulde. Da ich die Schuldensumme bereits vor dem Erhalt des Schreibens (vom Anwalt) überwiesen haben, und somit mein Konto bei der Firma ausgeglichen habe, würde ich gerne wissen ob ich die mir vom Anwalt zusätzlich in kosten gestelte Forderung bezahlen muss... 1: Ist die geforderte Summe um einiges größer als was es der offene Betrag an das Unternehmen war und 2: kommt noch dazu, dass ich leider zZt Leistung im Rahmen des ALG II beziehe... Also nochmal zur Frage!

Muss ich, trotzt das ich A: zZt ALG II beziehe und B: meine Schulden vor dem erhalt des Anwaltsschreibens bereits ausgeglichen habe, noch die vom der Anwaltschaft geforde "Anwaltsgebuhr" und "Auslagenpauschale" bezahlen? Oder kann ich dort irgendwie eine Minderung der Kosten erziehlen, oder mich sogar ganz und gar von den zusatzkosten Freisprechen?

Antwort
von Interesierter, 22

Entscheidend dürfte hier sein, ob du dich zum Zeitpunkt, zu dem der Anwalt beauftragt wurde, im Zahlungsverzug befandest oder nicht.

In Verzug kommt man durch Mahnung oder durch einen kalendermäßig bestimmbaren und verstrichenen Zahlungstermin. Ob das bei dir der Fall war, geht aus deiner Fragestellung nicht hervor.

Die Anwaltskosten können in diesem Fall als Verzugsschäden geltend gemacht werden. Natürlich stellt sich auch hier die Frage, ob sie in ihrer Höhe statthaft sind.

Kommentar von MoltenKey ,

Also im eigentlichen zieht mir das Unternehmen den geforderten betrag direkt vom Konto ab. Da sich die jeweilige Summe nicht auf dem Konto befand als ich dort einen Artikel gekauft habe, wurde daraus natürlich ein "Minus" auf mein benutzer Konto. Seitens des Unternehmens gab es aber auch keine Schriftliche Mahnung oder Zahlungsaufforderung, weder per Post noch per SMS (zumal sie über Adresse & Telefonnummer bescheid wissen). Die Kosten des Anwalts belaufen sich hierbei auf insgesamt 90.5€. Der Betrag an das unternehm stand nun 4wochen offen, da es Probleme mit dem einkommen/Lebensunterhalt auf Kommunikativer Ebene gab.

Kommentar von MoltenKey ,

Hinzukommt, das seitens des Unternehmens keinderlei schriftlicher Mahnung oder Zahlungsaufforderung einging.....

Kommentar von Interesierter ,

Mit der nicht eingelösten Lastschrift befandest du dich in jedem Fall im Verzug.

An deiner Stelle würde ich dem Anwalt ein kurzes Schreiben schicken, in dem du erklärt, dass die Forderung bereits vor Eingang seines Schreibens beglichen wurde und du daher sein Schreiben als erledigt ansiehst. 

Will der Anwalt noch was, wird er wieder auf dich zukommen. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community