Frage von Pemar, 61

Muss ich der Mahnung eines Inkassobüros widersprechen?

Im September 2015 habe ich bei snapfish ein paar Fotos zum Drucken in Auftrag gegeben, deren Qualität miserabel war. Dies habe ich mitgeteilt. Ich habe keine Rechnung erhalten.

Am 29.4.2016 bekam ich eine mail, dass 8,99 vom15.10.2015 nicht bezahlt seien - ich überwies sofort, da ich annahm, die Rechnung übersehen zu haben. Am 3.6.2016 kam nochmals eine mail: letzte Mahnung, da wir keinerlei Zahlungseingang feststellen konnten, fordern wir Sie auf, den Betrag von 8,66 sofort zu zahlen - unter einer anderen Rechnungsnr. - Ich mailte zurück, dass ich 8,99 bezahlt hätte - keine Antwort.

Jetzt kam von der diagonal inkasso gmbh eine Mahnung über diese 8,66, mit Zinsen, Auslagepauschale und Inkassokosten soll ich 79,12 zahlen.

Ich bat um Zusendung der Rechnung, sowohl bei snapfish, als auch bei dem Inkassobüro - keine Antwort.

Muss ich jetzt bei dem Inkassobüro Widerspruch einlegen? Da ist doch absolut was faul!

Antwort
von PolluxHH, 51

Du solltest unbedingt widersprechen und zwar so genau wie möglich, also inklusive Reklamation etc.. Dabei solltest Du eine Kopie des Kontoauszuges beilegen und auch von der Mail, die Du an Snapfish geschrieben hast.

Damit aber habest Du bei Erhalt der ersten Rechnung trotz Reklamation aus Kulanz gezahlt, damit sei kein Verzug eingetreten, die Mahnung vom 03.06.2016 unberechtigt und widersprochen, womit die Übertragung der Forderung auf das Inkassounternehmen damit im Wissen darum erfolgt sein dürfte, daß die Einrede einer erfolgten Zahlung als Begründung eines eingelegten Widerspruchs bestand.

Auch weitergehende Kosten wie Zinsen, Auslagenpauschale und Inkassokosten könnten Dir damit nicht zulässig in Rechnung gestellt werden und der Gesamtforderung werde widersprochen.

Dies sollte aber ggf. als Einschreiben versendet werden.

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