Frage von Maddin441, 90

Muss ich den Warmwasserboiler immer an haben?

Hallo, wir haben zuhause einen riesengroßen Warmwasserboiler fürs Bad. Die Firma ist glaube ich "concept", weil das das Einzige ist was neben dem TÜV Siegel drauf steht. Er ist auch schon ziemlich alt. Bestimmt 20 Jahre und er erwärmt das Wasser mithilfe von Strom.

Nun ist es bei uns so, dass wir Strom spaaren wollen, dazu haben wir den Boiler einfach mal ausgeschaltet. Das war vor 3 Tagen. Heute war ich duschen und wir haben immer noch warmes Wasser. Jedoch nur dann, wenn ich die Amatur auf ganz heiß stelle, wenn vorher schon die Mitte warm genug war.

Nun meine Frage: Reicht es, wenn wir den Boiler alle paar Tage auf Stufe 1 schalten für ein paar Stunden oder nur einen Tag laufen haben, damit er das Wasser drinne warm macht oder macht das eher keinen Sinn, weil der irgendwie dann volle Pulle läuft um das Wasser warm zu machen, weil es schon kälter ist. Oder halt irgendein anderer Grund, ich kenne mich leider nicht mit den Systemen aus, wie der das Wasser warm macht.

Vielleicht gibt es ja einen, der sich damit auskennt und mir nen Rat geben kann.

LG

Antwort
von quantthomas, 34

Mit einer Temeratureinstellung unter 60 Grad und ohne Ausschalterei spart man am meisten Energie. Zeitweises Abschalten bring nix. 

Kommentar von dompfeifer ,

Quatsch! Jedes Abschalten bringt Kostenersparnis! Stromkosten entstehen nur durch den Betrieb von Elektrogeräten.

Kommentar von quantthomas ,

Ja klar! Den kalten Boiler wieder auf Betriebstemperatur zu bringen kostet natürlich keine Energie^^ 

Antwort
von fjf100, 18

MERKE : Von nix kommt nix !!

Eure kosten für Strom hängen hauptsächlich vom Warmwasserverbrauch ab.je mehr ihr verbraucht,um so teurer wird´s.

Um 1 Kg (kilogramm) = 1 l Wasser um 1° Celsius zu erwärmen braucht man eine Energie von 4,19 KJ/Kg *K (Kilojoule pro Kilogramm und kelvin)

Hier kann man anstatt Kelvin (Temperaturskala Kelvin) auch Celsius einsetzen,weil das hier das Selbe ist.

Energieverbrauch bein Duschen :

Q= m * 4,19 Kj/(Kg *K) * (t2 - t1)

m Wasser in Kg das verbraucht wurde

t2= 40° Duschtemperatur des Wassers

t1=10° Temperatur des kalten Wassers.

Q= Ist die notwendige Energie in KJ (Kilojoule)

Q= 10 Kg * 4,19 Kj/(Kg*K) * (40 -10)=1257 Kj 

Um 10 l Wasser von 10° auf 40° zu erwärmen braucht man eine Energie von 1257 KJ (Kilojoule)

Strom : 1 KWh (kilowattstunde) kostet 28 Cent und 1 KWh = 3600 KJ

Duschkosten somit  1257 KJ/ 3600 KJ * 28 Cent=9,77 Cent.

Wie lange braucht ein Durchlauferhitzer mit 1000 W=1KW Leistung 

dafür ?

P= Q/t ergibt t=Q/P = 1257000 J /1000 W=1257 Sekunden 

1257 S /60=20,9 Minuten 

Ein Durchlauferhitzer mit 2000 W würde nur die halbe Zeit brauchen also

10,5 Minuten.

TIPP : Kauft euch einen Durchlauferhitzer,den man an eine 230 V Steckdose anschließen kann ,das ist auf die Dauer billiger

Elektrische Leistung  ist P= U * I Da eine 230 V Leitung mit minsestens 10 A abgesichert ist,ergibt sich eine Leistung von

P= 230 V * 10 A=2300 W (Watt)

Also,wenn die Leitung nur mit den Durchlauferhitzer belastet wird, reichen die 10 A für eine Leistung des Durchlauferhitzers von 

2000 W=2 Kw aus.

Antwort
von dompfeifer, 58

Entscheidend ist hier, ob es sich um einen einfachen "Boiler" (ohne Wärme-Isolierung) handelt oder um einen "Warmwasserspeicher" (mit Wärme-Isolierung). Wahrscheinlich trifft letzteres zu bei einem großen Gerät. Aber auch hier geht Wärme durch die Behälterwand verloren. Und allein auf die Wärmeverluste am Warmwasserbehälter und an den Warmwasserleitungen kommt es hier an! Zumindest unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Zunächst gibt es hier noch ein hygienisches Problem: Bei Wasser, dass lange Zeit unter 70°C gelagert ist, besteht die Gefahr der Salmonellenbildung. Deshalb sollte das Wasser gelegentlich aufgeheizt werden für einige Minuten. Dazu kennen sich andere User hoffentlich genauer aus als ich. Ich befasse mich im Weiteren nur mit dem wirtschaftlichen Aspekt.

Kostentreibende Wärmeverluste lassen sich hier vermeiden, wenn man dafür Sorge trägt, dass der Behälter nicht unnötig mit warmem oder (noch schlimmer) mit heißem Wasser gefüllt ist und somit nur nutzlos die Umgebung aufheizt. So kann man z.B. das Gerät abends abschalten und früh wieder rechtzeitig einschalten bei Bedarf. Die Wassertemperatur sollte auch nicht über dem Bedarf liegen. Sinnvoll ist es auch, möglichst viel warmes Wasser auf einmal zu zapfen statt oft kleine Wassermengen, weil mit jedem Zapfvorgang die Warmwasserleitung erneut nutzlos aufgeheizt wird. Das gilt zumindest bei langen Warmwasserleitungen. 

Weitere Einsparmöglichkeiten gibt es (bei gegebenem Stromtarif) nicht! Zu dem Thema wird auch sehr viel esoterisches Geschwätz verbreitet!

Kommentar von wollyuno ,

du meinst sicher legionellen

Kommentar von dompfeifer ,

Ja danke, da habe ich mich vertippt!

Kommentar von dompfeifer ,

Genau da liegt der Denkfehler:

"Meistens verbrauchen die Boiler weniger Strom, wenn sie ab und zu mal kurz aufheizen, als wenn sie dann eine Stunde das kalte Wasser erhitzen muessen."

Hallo HorstBayerV!

Das ist genau der gravierende Irrtum, auf den ich oben hindeutete in meiner Antwort ("Es gibt keine andere Einsparmöglichkeit"). Dein Vorschlag ist ausgesprochen kontraproduktiv, der führt genau zu einer weit verbreiteten Verschwendung!:

Während das Wasser von der unteren Temperatur (Tu) bis zur oberen Temperatur (To) aufgeheizt wird, liegt die durchschnittliche Temperatur genau dazwischen, nämlich bei (To-Tu)/2, bei der mittleren Temperatur (Mi). Im Ergebnis haben wir am Ende die gewünschte obere Temperatur To.

Wenn dagegen über den gleichen Zeitraum das Wasser ständig auf der oberen Temperatur gehalten wird, dann gibt der Behälter genau die doppelte Wärmemenge nutzlos an die Umgebungsluft ab, weil die Temperaturdifferenz zwischen Wasser und Umgebung durchschnittlich doppelt so groß ist. Und das ist eine sinnlose Verschwendung!

Antwort
von HorstBayerV, 48

Da muesste man mal beobachten, wie oft der Boiler wirklich aufheizt, wenn er immer auf Stufe 1 steht. Wenn da nach 3 Tagen noch warmes Wasser drin ist, schaltet er sich wahrscheinlich garnicht so oft ein, und wenn, dann nur fuer kurze Zeit. So dass ich zu dem Schluss komme, dass der Boiler mehr Strom verbraucht, wenn man ihn ausschaltet.

Kommentar von dompfeifer ,
dass der Boiler mehr Strom verbraucht, wenn man ihn ausschaltet.

Das ergibt absolut keinen Sinn. Ein abgeschaltetes Gerät verbraucht keinen Strom!

Kommentar von HorstBayerV ,

Ein eingeschaltetes Geraet braucht auch nicht immer Strom. Meistens verbrauchen die Boiler weniger Strom, wenn sie ab und zu mal kurz aufheizen, als wenn sie dann eine Stunde das kalte Wasser erhitzen muessen.

Kommentar von HorstBayerV ,

So dass ich zu dem Schluss komme, dass der Boiler mehr Strom verbraucht, wenn man ihn ausschaltet.

Achsoo .... ich meinte natuerlich, wenn man den Boiler zeitweise abschaltet!

Kommentar von dompfeifer ,

Das ist genau der gravierende Irrtum, der zur puren Energieverschwendung führt. Siehe meinen Kommentar dazu unter meiner Antwort.

Antwort
von DietmarBakel, 42

Ausschalten spart Strom.

Bei Bedarf das Wasser wärmen ist effektiv sparsamer, als 24/7 durchgehend zu bollern.

Gruß Dietmar Bakel

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community