Frage von ClownMonster, 64

Muss ich den Job nun machen, und muss ich den Monat viel versteuern?

Ich versuche es mal ganz verständlich zu erklären. Ich habe ein 450€ Nebenjob und bin Arbeitslos gemeldet und bekomme Alg 1. Nun habe ich die Woche ein Vollzeitjob bei einer Zeitarbeitsfirma begonnen, da man aber dort an der Maschine arbeitet, muss man die ganzen 7,5 Stunden sehr schnell arbeiten und auf Dauer kann ich das nicht, da mir schwindelig wird. Meine 1. FRAGE: Wenn ich nun aus diesem Grund den Job kündige, setzt das Amt mir dann eine Sperrzeit ein oder habe ich das Recht zu kündigen, wenn es psychisch bei mir nicht geht?

Natürlich würde ich auch weiter nach einem neuen Job suchen. Hätte auch nächste Woche wieder ein Vorstellungsgespräch. Meine 2. FRAGE: Wie sieht es steuerlich am Ende des Monats aus, wenn ich in dem Monat 3 Beschäftigungen hatte? Ich bekäme dann von meinem Nebenjob, die 1. Woche bei der Zeitarbeit und falls es nächste Woche mit dem Vorstellungsgespräch gut klappt von dem Unternehmen eine Lohnauszahlung.

Bitte nur Antworten wenn ihr auch wirklich wisst und nicht nur glaubt. Danke.

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Antwort
von marcussummer, 30

Frage 1: Grundsätzlich bekommst du eine Sperrzeit bezüglich des ALG1-Bezuges, wenn du eine Beschäftigung aus freien Stücken aufgibst und somit den Leistungsfall herbeiführst. Wenn dir die Fortführung allerdings wegen psychischer oder physiologischer Umstände objektiv(!) nicht zumutbar ist, gibts keine Sperrzeit.

Frage 2: Jedes Arbeitsverhältnis wird für sich allein ganz normal abgerechnet und Lohnsteuer wie SV-Beiträge vom Arbeitgeber abgeführt. Da bei einem Beschäftigungswechsel während des Monats der einzelne Job im Vergleich zur Beschäftigung über den gesamten Monat eine geringere Bruttolohnsumme erreicht, wird sich die Steuerprogression zu deinen Gunsten positiv bemerkbar machen. Es gibt also geringere Steuerabzüge. Eventuell zu geringe Lohnsteuerzahlungen werden im Rahmen des Jahressteuerbescheides ermittelt und können (theoretisch) zu einer Nachzahlung ans Finanzamt führen.

Antwort
von EstherNele, 2

Also nach einer Woche würde ich mir noch Zeit zur Gewöhnung geben.
Ich habe zu Studienzeiten auch öfter mal Jobs gemacht, wo du an Sortierbändern o.ä. zu tun hattest - das Gefühl verliert sich nach spätestens 3 Wochen, ging uns allen dort so.

Und auch was dir - vom Arbeitstempo her - vielleicht noch aussieht wie Hexerei, das kannst du vielleicht in einer Woche ganz gut beherrschen.

Sei nicht so ungeduldig mit dir.

Ich würde es nicht versuchen, auf die Psychoschiene zu schieben. Du willst sicher nicht, dass das Jobcenter dich zum Amtsarzt schickt und dich entweder als gesund und Simulanten abstempelt oder dir eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bescheinigt.

Beides bringt kein Punkte. Und das Attest eines Psychologen, der dich nie vorher gesehen hat und dir nun bescheinigt, dass du  - zwar organisch gesund - diese Arbeit nicht kannst und das nach einer Woche schon definitiv feststeht - das Attest dürfte erst mal zu Fragen führen.

Mein Vorschlag: versuch noch ein, zwei Wochen durchzuhalten - zumindest bis du einen neuen Hauptjob sicher hast. Dann kannst du ja immer noch die Karte mit dem Schwindel ziehen - du bist ja noch in der Probezeit, du kommst da ja schnell weg.

Antwort
von Norina78, 14

Jeder Arbeitgeber bekommt auf elektronischem Weg Deine steuerlichen Merkmale vom Finanzamt. Bei einem Wechsel innerhalb eines Monats kann es da zu Problemen kommen. Der 1. Arbeitgeber muss schnellstmöglich dort abmelden, damit Dein 2. Arbeitgeber als Hauptbeschäftigung anmelden kann. Dann ist es kein Problem.

Der Nebenjob läuft weiter wie gehabt.

Antwort
von Nordseefan, 27

Entweder du musst dir vom Amtsartz bestätigen lassen, das du das wirlich nicht schaffst. Dann bekommst du weiterhin ALG1 bis es ausläuft, dann ALG2.

Kannst du das nicht nachweisen, das das wirklich zu viel für dich ist gibt es kein Geld.

Kommentar von ClownMonster ,

Muss ich also zum Arzt von der Agentur für Arbeit? Mach ich dann einen Arzttermin bei der Agentur für Arbeit oder wo mache ich das?

Kommentar von Kleckerfrau ,

Du musst schon vorher ein Schreiben von einem Arzt bringen.

Wenn die Agentur für Arbeit dir nicht glaubt, schicken sie dich zu ihrem Amtsarzt.

Kommentar von ClownMonster ,

Okay danke.

Antwort
von Kleckerfrau, 22

Du bist bei der ZAF angestellt. Also müssen sie dir auch einen anderen Einsatz suchen, wenn dir diese Arbeit nicht liegt. Wenn du selbst kündigst bekommst du eine Sperre.

Außerdem vergeht der Schwindel bald, wenn man sich dran gewöhnt hat. Versuch doch einfach mal durchzuhalten.

Wenn du auf die Psychoschiene gehen willst, musst du ein psychiatrisches Gutachten vom Psychiater bringen, damit du keine Sperre bekommst.

Bei Minijobs fallen für dich keine Steuern an und wenn du eine Vollzeitstelle annimmst, wird sie auch versteuert.

Kommentar von ClownMonster ,

Also muss ich dann zu einem Psychiater oder einem Arzt?

Kommentar von Kleckerfrau ,

Psychiater

Antwort
von CBA123ABC321, 29

Wenn man selber kündigt, bekommt man Probleme. Wenn man gekündigt wird, dürfte man keine Probleme bekommen. Ich wurde z. B. viel gemobbt bei so einer Tätigkeit über eine Zeitarbeitsfirma und wurde gekündigt, daher bekam ich damals keine Probleme.

Das mit den gesundheitlichen Gründen ist auch immer so eine Sache. Wenn man es bescheinigen kann und ob die es anerkennen weiß ich nicht. Ich selber habe noch nie davon gehört, dass einen schwindelig werden kann von so einer Arbeit. 

Kommentar von Kleckerfrau ,

Habe auch mal am Sortierband gearbeitet. Da wird einem schon schwindelig, wenn man es nicht gewohnt ist. Aber das geht bald vorbei.

Kommentar von CBA123ABC321 ,

okay. Ich weiß nur das ich jeden Tag mit Rückenschmerzen kämpfen musste und sogar in der Nacht, aber wollte unbedingt da bleiben, aber das mit den Mobbing war einfach unter aller Sau, weil  man wirklich mich als sehr fleißig sieht und weil ich vorher schon mal eine Tätigkeit machen musste, in der es um Schnelligkeit ging - also an mir lag es damals absolut nicht.

Für mich wäre es perfekt gewesen, aber dieses Mobbing war kaum zu ertragen. Sonst hätte ich eine unbefristete Stelle gehabt und müsste mich jetzt nicht mit einer Knie-OP herumschlagen. 

Naja aufjedenfall, wenn es wieder vorbeigeht, würde ich einfach abwarten und nicht gleich aufgeben.

Kommentar von ClownMonster ,

Naja glaube nicht, dass die einen hier einfach so kündigen.

Kommentar von CBA123ABC321 ,

einfach so natürlich nicht. Ich habe mit den Vorgesetzten geredet und wir haben es so vereinbart, dass die mich kündigen, damit ich keine Probleme bekomme. Ich habe mit den Mobbing alles erzählt. 

Einfach so werden die sicher niemanden kündigen.

Antwort
von Orothred23, 26

Zu fein fürs arbeiten und nur an die Kohle denken...solche wie dich hab ich besonders gern....

Kommentar von ClownMonster ,

Das hat nichts damit zu tun. Ich kann nur nicht unter Dauerstress arbeiten.

Kommentar von marcussummer ,

Können wir uns darauf einigen, Sachfragen auch sachlich zu beantworten?

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