Frage von Labbileon,

Muss ich dem Ex-freund geld zurück zahlen?

Hallo,

Ich war 2 Jahre mit einem Mann zusammen, nicht verheiratet! Dieser mann hat mir in unserer Beziehung Geld gegeben, für eine Fortbildung die ich hätte selbst bezahlen müssen, nachdem ich meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Die trennung ist jetzt fast 3 Jahre her!! Nun habe ich ein Brief von ihm bekommen, das ich doch nun sofort das geld zurück zahlen soll... Wenn nicht, würde er "andere schritte" einleiten.

Ich habe damals nichts unterschrieben, es war eine "schenkung". Ist das rechtens??

Auch wen ich ihm das geld gerne zurück geben würde, kann ich es aus finanziellen gründen überhaupt nicht! zumahl ich durch ihn schulden hatte, da er mir nach der trennung, trotz nachsende antrag, über 1,5 jahre Briefe unterschlagen hat...

was kann passieren??

Antwort von user1545,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Über wieviel Geld reden wir hier denn?

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Wie war damals die Absprache (wenn auch nicht schriftlich festgelegt)?

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Und: Eigentlich kann eine Postunterschlagung bei einem Nachsendeantrag nicht passieren, da diese Post gar nicht erst im "alten" Briefkasten landet.

Kommentar von user1545,

@Labbileon

nicht falsch verstehen: Aber du erzählst hier eine Geschichte. Dein Ex-Freund vermutlich eine andere.

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Wenn dann noch so Ungereimtheiten auftreten, wie deine Aussage, er wäre an deinen Schulden schuld, weil er Post unterschlagen hat (kann SO eigentlich gar nicht sein), dann fällt es schwer, sich auf "Deine Seite" zu stellen.

Und wenn du dann auf Nachfragen nicht mehr antwortest, erst recht...

Kommentar von Diversion,

das interessiert doch in dieser frage überhaupt nicht ....es geht darum ob sie ihren ex eine geldschenkung zurück geben muss oder nicht ...

Kommentar von user1545,

Und?? Ist hier geklärt, ob es eine Schenkung war oder nicht??

Die Fragestellerin scheint sich ja selber nicht ganz sicher zu sein.

Kommentar von Diversion,

es steht in ihrer situationsschilderung das es eine schenkung war ohne darlehensvereinbarung oder vertrag

Kommentar von user1545,

Ich halte es einfach für unverantwortlich, die Fragestellerin hier zu beruhigen, nach dem Motto "Es kann dir nichts passieren".

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Kann nämlich sehr wohl passieren, dass es eine Anklage und ein Urteil gibt, dass "nicht im Sinne der Fragestellerin" ausfällt.

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WER HIER weiß das schon und kann das beurteilen... (leider meinen aber viele, es zu können)

Kommentar von user1545,

Ja, das ist IHRE Situationsbeschreibung.

Es gibt aber scheinbarja auch keine schriftlichen Unterlagen, dass es sich um eine Schenkung gehandelt hat...

Kommentar von Diversion,

na aber doch umso besser für sie da ihr ex überhaupt nichts beweisen kann so könnte ihr anwalt denn vorwurf eines eifersuchtsdelikts einbringen .....ich möchte hier niemanden beruhigen sondern nur eigene erfahrungen einbringen natürlich stellen diese keine rechtsbelehrung dar

Kommentar von user1545,

Wer sagt, dass der Ex nichts beweisen kann?

Kann sie denn was beweisen?

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Vom moralischen Standpunkt mal ganz abgesehen...

Kommentar von user1545,

Eifersuchtsdelikt?

Was hat das bitte mit Eifersucht zu tun?

Die Beziehung ist beendet, der Ex hat der Fragestellerin weiß der Geier wieviel Geld gegeben für die Finanzierung der Fortbildung... da ist sein Anliegen, das Geld zurückzuwollen ja durchaus legitim und verständlich - es würde vor Gericht also zu klären, was vereinbart war - auch mündlich.

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Kommentar von user1545,

Es steht nicht mal geschrieben, WER die Beziehung beendet hat und es ist 3 Jahre her. Also das "Eifersuchtsargument" halt ich für lächerlich.

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Zitat Diversion:

ich möchte hier niemanden beruhigen sondern nur eigene erfahrungen einbringen natürlich stellen diese keine rechtsbelehrung dar

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Genau das ist imho das Problem:

In so einem Fall lassen "eigene Erfahrungen" wohl keine "objektive Sicht" der Dinge zu.

Kommentar von Diversion,

wenn ihr ex ihr das geld gegeben hat mit dem verlangen es auch mit fortbestand der beziehung wieder zubekommen dann ist es auch ohne schriftliche vereinbarung eine moralische handhabung ihn das geld wieder zugeben .....wenn jedoch aus einer finazielle zusammen gesetzen gemeinschaft heraus "geschenkt" wurde stehen seine chancen beim zuständigen gericht sehr schlecht

Kommentar von Diversion,

es wäre vllt auch angebracht sich als fragesteller in dieser diskussion mit einzubringen

Kommentar von Labbileon,

Doch darüber bin ich mir im klaren! Ich wollte damals ein Kredit aufnehmen, und er wollte das nicht und hat mir das geld in die hand gedrückt!

Der nachsendeantrag lief über ein halbes Jahr, die Briefe sind nachder Zeit gekommen...

Kommentar von user1545,

Sorry, dann ist das aber zunächst ein Verschulden der Post...

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Was dein Anliegen angeht:

Du wirst das in einem Forum wie diesem nicht kären können, es wird dir auch nur vordergründig helfen, beruhigende Kommentare ala "es kann dir gar nichts passieren" zu lesen.

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DENN: Letztendlich, wenn es zur Anklage kommt, wird das Gericht entscheiden - und NIEMAND, überhaupt niemand hier kann voraussehen, wie ein Richter entscheiden wird.

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Sollte dein EX einen Anwalt einschalten, kann ich dir nur raten, dies auch zu tun...

Kommentar von user1545,

@Labbileon

WENN du deine Chancen ausloten bzw. etwas zu deinen Befürchtungen hören möchtest, wäre es höchstens u.U. sinnvoll, vlt. ein paar Euro (relativ kleines Geld) zu investieren und in einem öffentlichen Rechtsforum mal einen Anwalt zu kontaktieren.

Die Qualität seiner Antwort hängt aber auch nur damit zusammen, WIEVIEL und WIE GENAUE Informationen du ihm gibst.

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Versuchs vlt. mal hier:

http://www.frag-einen-anwalt.de/

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Kommentar von DerCAM,

Das spricht dann aber schon eher fuer ein Darlehen als fuer eine Schenkung.

Ein Richter koennte hier davon ausgehen, dass in einer solchen Situation nach allgemeiner Lebenserfahrung keine Schenkung sondern ein Darlehen anzunehmen ist. Dann waere es an der vermeintlich Beschenkten, den Beweis fuer eine Schenkung zu erbringen bzw. zumindest die Darlehensvermutung zu entkraeften. Letztendlich wird ein Richter danach entscheiden, welcher Darstellung er nun Glauben schenkt. Es ist somit sehr gut moeglich, dass auf "Darlehen" entschieden wird.

Kommentar von user1545,

@DerCAM

sehe ich ganz genauso...

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btw - OT - in einen anderen "gemeinsamen" Thread wurde gerade gelöscht - willst du den link?

Kommentar von DerCAM,

Nee Mona, den Link brauche ich nicht. Es wurde dort wohl geloescht, weil es zu einer Diskussion wurde. Und sowas ist hier ja nicht gewollt. Macht aber nix. Die relevanten Aussagen stehen ja zum ueberwiegenden Teil immer noch drin.

Kommentar von user1545,

ich diskutiere oft, wurde noch nie gelöscht - dem dortigen Fragesteller haben die Nachforschungen nicht gefallen - kein Wunder...

Antwort von skyfly71,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es ist immer die Frage, wers denn tatsächlich bezahlt hat und was damals vereinbart wurde. Letztlich ist es rechtlich gesehen das Gleiche, als wenn Dir die FOrtbildung ein guter Kumpel bezahlt hätte. Sofern es keine Darlehens- oder Rückzahlungsvereinbarung gab, wird hier aber wohl von einer Schenkung auszugehen sein. Schenkungen können zwar auch rückgängig gemacht werden, aber nur in den vom BGB vorgegebenen sehr engen Grenzen.

Kommentar von DerCAM,

Nach algemeiner Lebenserfahrung duerfte hier wohl eher davon auszugehen sein, dass es sich um ein Privatdarlehen ohne Faelligkeitsbestimmung gehandelt hat.

Antwort von ramona3429,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schlag ihm doch vor das Geld abzustottern,alleine schon weil du dich dann vielleicht besser fühlst.Ist natürlich blöd das er jetzt damit kommt,nach so langer Zeit,aber vielleicht braucht er jetzt selber mal dringend Geld.Er hat dir ja auch mal geholfen in einer misslichen Lage,dann war er vielleicht nicht ganz so ein Scheisstyp wie du das heute siehst. Rechtlichen Anspruch hat er glaube ich nicht,aber aus moralischer Sicht würde ich versuchen ihm was zu zahlen. Wie konnte er trotz Nachsendeantrag deine Post unterschlagen???

Antwort von Quickfinger,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde die "anderen Schritte" entspannt abwarten. Die Sache mit deinen Schulden wegen seinen Aktionen kommt darin bestimmt nicht vor - die solltest du aber nachweisen können.

Antwort von schlummermutter,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

soweit mir bekannt ist, kann ein mensch einen geliehenen betrag zurück verlangen innerhalb von 2 jahren von dem tage an, wo er es gegeben hat.

oder z.b. eine mutter unterschlägt der studierenden tochter den unterhalt vom vater, da sie keinen kontakt hat, weiß sie nicht, das der vater zahlt. und muß arbeiten oder kredit aufnehmen um ihr studium zu finanzieren.

wenn sie das 3 jahre nach dem studium erfährt, das sie geld bekommen hat als unterhalt und die mutter hats behalten, kann die tochter noch 2 jahre ab dem tag, wo sie es erfahren hat, das geld einfordern.

das ist tatächlich passiert., daher weiß ich das.

nun ist es schwieirg in dieser situation, da wir nicht wissen, ob es geliehenes geld war oder ob er es geschenkt hat. man kann eine schenkung nach 3 jahren nicht einfach widerrufen, sowas gibts nur bei alten leuten, die pflegebedürftig werden, kein geld mehr haben und ihr haus vorher verschenkt haben, das kann noch 10 jahre eingefordert werden, wenn der verschenker danach zum sozialfall wird.

prinzipiell kann man nichts machen, da man nichts schriftlich hat und auch die frist meines erachtens überschritten ist.
er hätte sie schriftlich aufforden müssen per einschreiben mit rückschein, da das auch unterblieben ist, ist das geld futsch.

außerdem ist es schoflig, erst jemand geld zu geben, der damit eine schule bezahlt hat und weil man sich getrennt hat, jahre später das geld zurück zu verlangen.

hat es allerdings eine mündliche absprache gegeben, das der betrag zurück gezahlt wird, dann würde ich das auch zahlen ohne ein schriftliches schuldanerkenntnis, denn sicher würdest du deinen ratenkredit noch abzahlen, wenn du überhaupt zahlen würdest....das problem liegt sicher am umgang mit geld, da du ja auch schulden hast.

zu deinen schulden, die angeblich wegen der posteinbehaltung enstanden sind:

man kann jede forderung beanstanden, die einen nicht erreicht hat auf grund von mängeln bei der post ( die den brief zustellen, obwohl der name nicht mehr am briefkasten steht und den nicht zurück schicken - empfänger nicht zu ermitteln )

wenn einem das bekannt wird durch erneutes schreiben an die richtige adresse, kann man die rückversetzung in den alten stand verlangen und muß etwaige verzugszinsen, aufschläge oder gerade die hohen säumniszuschläge beim finanzamt nicht bezahlen, an der schuld wird sich wohl nichts ändern, aber bei versäumten fristen muss man wohl tätig werden und nicht nur den kopf hängen lassen.

sich wehren bringt ehren !

ich rate dir, deinem exfreund auch gar nicht schreiben, das du nicht zahlen kannst oder sowas, sowie du das geschrieben hat, hat er ein schuldankenntnis von dir und kann nunmehr 2 jahre das geld einfordern - auch übers gericht !!!!

ALSO NICHT REAGIEREN !!!!

ich hoffe, ich konnte helfen...........

und zum schluss:

recht haben und recht bekommen hängt auch von der tagesform des richters ab - zumindest ist es aber zweierlei schuh ! leider. und man muß um den kleinsten betrag kämpfen durch alle instanzen, die kassieren dabei ein heidengeld und man selbst wird immer ärmer dabei, sowas ist oft recht bekommen einfach nicht wert.

Antwort von Akka2323,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du mußt ihm nichts zurückzahlen. Warte ruhig ab. Du kannst ihm aber eine Gegenrechnung aufstellen. Drei Jahre Haushaltsführung, Putzen, Kochen, Wäschewaschen, falls er das nicht gemacht hat. In einer Lebensgemeinschaft ist man auch gegenseitig unterhaltspflichtig.

Antwort von DerCAM,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn er das Geld von dir zurueck will, muss er beweisen, dass er es dir geliehen hat. Waere beispielsweise mit Kontoauszuegen oder durch Zeugenaussagen moeglich.

Wenn die Gelduebergabe selbst unstrittig ist, du aber behauptest, es sei eine Schenkung gewesen, musst du beweisen, dass es er es dir eben nicht geliehen sondern geschenkt hat. Auch hier koennten Zeugenaussagen hiflfreich sein. Wenn du die Schenkung in deiner Steuererklaerung pflichtgemaess angegeben hast, wuerde natuerlich auch dies fuer eine Schenkung sprechen (zumindest dafuer, dass du von Anfang an von einer solchen ausgegangen bist).

Antwort von foin16,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn ihr nicht schriftlich ausgemacht habt und er dir das geld so gegeben, also geschenkt hat ist es deins, er kann nichts zurückverlangen...

Kommentar von Diversion,

richtig

Kommentar von DerCAM,

Falsch! "Gegeben" heisst noch lange nicht "geschenkt"!

Antwort von Stadtreinigung,

Nein, der muss ja Beweisen wenn und was er haben will, und das klappt nicht wenn nichts schriftliches vorhanden ist

Antwort von Erdianer,

Geh zu einem Anwalt und lass Dich beraten, zumal Du ja scheinbar auch noch Gegenforderungen an ihn hast. Du könntest also die "Aufrechnung " erklären.

Antwort von Dackelmann888,

Es wird Aussage gegen Aussage stehen,Geschenkt ,oder Geliehen.Er braucht wohl Geld.Schreib ihm doch einen Brief,Du könntest dich nicht erinnern ,das Er Dir Geld geliehen hätte.

Antwort von Labbileon,

Ja, aus rein Moralischer sicht, würde ich ihm das Geld gern zurück zahlen! Uch ich kann die aussagen, ich wäre ja so gemein, auch verstehen... allerdings kennt ihr den hintergrund der trennung nicht!!!

Ich habe mich nicht mal eben so, von ihm getrennt, sondern es hatte heftige gründe, die ich hier nicht erleutern will..

Der nachsende antrag lief nur über ein halbes Jahr! und die briefe, die ich erwähnt habe, kamen danach. Ausserdem frage ich mich auch, wie er meine adresse raus bekommen hat, denn ich habe nach der trennung, das bundesland gewechselt!

und nein, wir haben keinerlei vertrag abgeschlossen, und er hat mir das geld auf mein Konto überwiesen...

Antwort von jimpo,

Ich glaube schon,wenn nichts vertragliches unterschrieben wurde.Aus meiner Sicht, wäre es aus moralischen Gründen fair, das Geld zurück zu zahlen damit Dir keiner was schlechtes nachsagen kann.

Antwort von Diversion,
  1. ich finde es schrecklich wie manche frauen untergehen würden wenn sie kein spendablen partner hätten. 2. solange du nicht unterschrieben hast kann er rein rechtlich gesehen nicht dagegen unternehmen denn wenn du es abstreitest steht aussage gegen aussage und im zweifel wird immer für denn beklagten endschieden welcher du in dieser situation wärst
Kommentar von user1545,

im zweifel wird immer für denn beklagten endschieden welcher du in dieser situation wärst

.

so ein Unsinn, hast du ne Glaskugel, dass du voraussehen kannst, wie ein Richter im Einzelfall entscheidet.

Außerdem wissen wir noch gar nichts über die Hintergründe, wir kennen nur diese paar Zeilen der Fragestellering, m.E. zu wenig, um ein Urteil bilden zu können...

Kommentar von Diversion,

wie will denn ihr ex die geldleihe nachweisen ???

Antwort von Regenbogen1958,

Klar mußt du ihm das Geld zurückzahlen.

Kommentar von Diversion,

nicht aus rechtlicher sicht sonder nur aus moralischer

Kommentar von foin16,

warum, ohne schriftlichen vertrag nicht...

Antwort von Memphisqueen,

Mein Gewissen würde mich nachts nicht schlafen lassen und ich würde zahlen.

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