Frage von bettina12345678, 83

Muss ich das Geld, das ich monatlich von meiner Oma bekommen habe für die Heimkosten zurückzahlen?

Meine Oma soll demnächst ins Altersheim kommen. Meine Mutter hat soeben in der BH angefragt was dafür nötig ist, dass sie für die Kosten aufkommen. Nun wurde ihr gesagt, dass sie die Kontoauszüge der letzten 6 Monate benötigen und sie beweisen muss, dass sie kein Vermögen besitzt. Tut sie auch nicht, nur ist es aber leider bei der Bank so blöd geregelt gewesen, dass ich den Betrag der Familienbeihilfe (ich bin 22 und Studentin), also die 250 Euro vom Konto meiner Oma überwiesen bekommen habe (meine Mutter verwaltet auch ihr Konto). Jetzt scheint auf ihrem Kontoauszug der letzten 6 Monate der Dauerauftrag an mich auf. Die von der Sozialhilfe meinte, dass die 250 Euro monatlich - also 9000 euro der letzten 3 Jahre - von mir für die Heimkosten gezahlt werden müssten, da die Oma Vermögen an mich verschenkt hat. Ist das wirklich möglich?? Ich meine ich hab doch selber kein Einkommen und ich besitze das Geld auch nicht mehr. Im Prinzip wäre es dasselbe gewesen, wenn ich die Familienbehilfe direkt oder vom Konto meiner Mutter bekommen hätte.. Wenn wir den Dauerauftrag einstellen und in einem halben Jahr anfragen, haben wir dann vielleicht noch eine Chance?

Antwort
von GanMar, 51

Aus den anderen Buchungen geht doch hervor, daß die Familienbeihilfe, die zuerst bei Deiner Oma auf dem Konto gelandet sind, eigentlich Geld für Dich war? Sicher gibt es einen amtlichen Bescheid, wo draufsteht, für wen die Beihilfe ist und auf welches Konto sie überwiesen wird? Dann gehörten diese Zahlungen auch nicht zum Vermögen Deiner Großmutter und somit gibt es auch kein Geldgeschenk, welches man von Dir zurückfordern kann.

Obwohl es natürlich besser gewesen wäre, Du hättest Deine Beihilfe direkt vom Amt auf Dein Konto überweisen lassen. Jetzt mußt Du diesen "Umweg" erst einmal erklären und beweisen können.


Kommentar von bettina12345678 ,

Nein das scheint nicht auf dem Konto meiner Oma auf... Die Beihilfe hat meine Mutter auf ihr Konto bekommen, da sie aber ihr eigenes und zusätzlich das meiner Oma verwaltet (leben unter einem Dach), war es schließlich egal war von welchem Konto der Betrag nun überwiesen wurde.. so haben sie es einfach, ohne über diesen Fall der nun eingetroffen ist nachzudenken, von Omas konto überwiesen. Beim Verwendungszweck steht auch nur "von oma" und leider nichts von Familienbeihilfe :S

Kommentar von bettina12345678 ,

Ja wir hätten es mir sicher besser direkt überweisen lassen sollen, aber mit diesem Umstand haben wir bis jetzt leider nie gerechnet und ich kann es leider nun auch nicht mehr ändern :S
Die Frage ist nur, wie ich das nun beweisen soll....?

Kommentar von bettina12345678 ,

Vielleicht indem sie das Konto meiner Mutter anschauen, und sie sehen, dass ich niemals Geld von ihr bekommen habe? Aber sie könnte es ja genauso gut abgehoben haben und mir in bar gegeben haben :(

Kommentar von GanMar ,

Das sieht dann allerdings ziemlich schlecht aus. Dann hat Deine Mutter einen schweren Fehler gemacht, der Euch nun vermutlich eine Menge Geld kosten wird.

Kommentar von bettina12345678 ,

verdammt :/ die familienbeihilfe wird nächstes Monat eingestellt, da ich nun mein Studium abschließe. wenn wir nun 6 Monate warten und dann einen Antrag stellen? (Der Antrag ist noch nicht gestellt worden)

Kommentar von GanMar ,

Das kann ich wirklich nicht sagen und halte mich lieber zurück, um keine falsche Idee zu äußern. Aber Geldgeschenke können auch über einen noch längeren Zeitraum als nur 6 Monate zurückverlangt werden, wenn der Schenkende plötzlich bedürftig wird:

http://www.fachanwalt-familienrecht-essen.de/303/elternunterhalt-pflegekosten-un...

Eventuell solltet Ihr einen Anwalt befragen.

Kommentar von bettina12345678 ,

danke für den rat aber ich weiß nicht obs einen Unterschied macht aber wir sind aus österreich, den pflegeregress gibt es bei uns nicht mehr...
und wie sollen sie es von mir zurück verlagen, wenn ich es nicht habe und nichts verdiene?

Kommentar von GanMar ,

Oh. Okay, ich habe natürlich deutsches Recht im Kopf gehabt. Da kann es dann schon erhebliche Unterschiede geben. Dann vergiß mal alles, was ich geschrieben habe und versuche eine entsprechende Beratung in der Heimat zu bekommen. Eventuell gibt es ja so etwas wie Selbsthilfegruppen oder ähnliches, daß zumindest für eine erste Orientierung nicht gleich eine Kostennote vom Anwalt kommt.

Antwort
von BalTab, 29

Das ist ein Fall, der hier nicht wirklich zu beantworten ist. Du solltest eine Rechtsanwalt für Sozialrecht befragen. Meiner Meinung nahc ist die Forderung unzulässig, aber letzendlich kann dir da nur ein Anwlat beanworten.

Wenn du kein Einkommen hast, kannst du Beratungs- und Prozeßkostenhiilfe beantragen. Die gibt es bei deinem Amtsgericht, normalerweise kannst du das Formular online runterladen und zu Hause ausfüllen. Damit gehst du zum Amtsgericht, nimmst einen Einkommensnachweis mit (Oder halt eine Nachweis, dass du KEIN Einkommen hast), und bekommst nach Anerkennung eine Beratungsschein

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