Frage von DingDong07, 81

Muss ich Betreuungsunterhalt auch nach dem dritten Lebensjahr zahlen (bei Zweitausbildung der Mutter)?

Hallo an alle

Wie es in der Überschrift steht, geht es mir darum, rauszufinden, ob ich in meinem Fall den Betreuungsunterhalt an die Kindesmutter auch nach dem dtritten Lebensjahr zahlen muss. Grundsätzlich kann es ja von mir gemäß § 1615l des BGB verlangt werden den Betreeungsunterhalt auch nach dem dritten Lebensjahr zu zahlen, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Unsere gemeinsame Tochter wird im Juli dieses Jahres 3 und meine Ex beginnt zu dieser Zeit ihre Zweitausbildung zur Hebamme, da sie ihrem bisherigen Job scheibar nicht weiter nachgehen will (PKA). Zur Zeit bezieht sie Leistungen aus ALG2 und wird auch während ihrer Ausbildung wohl auch noch hilfebdürftig bleiben (soweit ich das überschaut habe).

Nun habe ich mich im Netz mal eingelesen und herausgefunden, dass es bei einer Erstausbildung oder Studium der Kindesmutter durchaus sein kann, dass ich auch nach dem dritten Lebensjahr auch weiterhin den Betreuungsunterhalt zahlen muss, wenn die Mutter einen erhöhten Betreuungsauffwand nachweisen kann. Aber wie siehts es in meinem Fall aus. Ich meine, sie hat eine fertige Ausbildung hinter sich und kann ihrem bisherigen Job auch weiterhin nachgehen. Wenn sie diesen nicht weiter ausüben will und sich neuorientieren will, dann ist es ihr gutes Recht, aber ich bin nicht bereit ihr das zu finanzieren.

Womit kann ich in so einer Angelegenheit rechnen?

PS: Sie hat das alleinige Sorgerecht, falls dies von Relevanz sein sollte.

Antwort
von DFgen, 58

Da die Kindsmutter nach dem dritten Geburtstag des Kindes in der Lage ist, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, indem sie ihrem erlernten Beruf nachgeht, sollte ihr Anspruch auf "Betreuungsunterhalt" dann erlöschen.

Wenn sie einen anderen Beruf erlernen möchte o.ä..., so ist das ihr "Privatvergnügen"... 

PS: Sie hat das alleinige Sorgerecht, falls dies von Relevanz sein sollte.

Das ist nicht zwar relevant..., aber weshalb beanspruchst du nicht das gemeinsame Sorgerecht, um die relevanten Entscheidungen deines Kindes mit zu treffen? (Das darf dir seit 2012 nicht mehr verwehrt werden - auch nicht gegen den Willen der Kindsmutter...)

Kommentar von DingDong07 ,

Das alleinige Sorgerecht haben wir beide einstimmig für Sie beantragt, da ich aus beruflichen Gründen bei wichtigen Kindesangelegenheiten nur selten vor Ort sein kann. Da ich außerdem vor habe in eine andere Staddt umzuziehen, haben wir uns dafür entschieden. Diesbezüglich herrscht "Harmonie"

Bezüglich des Betreuungsunterhaltes hoffe ich, dass du Recht hast. Ich habe im Netz gelesen, dass die Verlängerung des Betreuungsunterhaltes scheinbar eine einfache Sache ist, wobei ich mich dann frage, wozu diese 3-Jahre-Regelung dann überhaupt existiert, wenn sowieso "jeder" diesen mit den einfachsten Begründungen verlängern kann. Vor allem finde ich die Höhe des Betreuungsunterhaltes mit der 3/7 Metode auch über die drei Jahre hinaus einfach beängstigend. Bei einem Verdienst meinerseits von 2000 € Netto und einem Gehalt ihrerseits von 1000 €, wären durch mich 297 € Betreuungsunterhalt (mehr als der Kindesunterhalt von 257 € !!!) monatlich an sie zu zahlen. Da liegt sie weit über dem Existenzminimum und ich verstehe nicht, warum ich sie durchs Leben finanzieren darf.

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