Muss ich bei grundloser Kündigung die Freistellung akzeptieren oder kann ich zum Arbeitsgericht?

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3 Antworten

Du kannst nicht nur zum Arbeitsgericht, Du musst unbedingt dorthin.

Wie groß ist denn der Betrieb? Wann hast Du die Kündigung bekommen? Wird die Kündigungsfrist eingehalten? Gibt es einen Betriebsrat?

In einer Kündigung muss der AG keinen Grund angeben. Nur bei einer fristlosen Kündigung muss auf Nachfrage des AN der Grund genannt werden.

Wenn Du nicht innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung zum Arbeitsgericht gehst, ist die Kündigung wirksam auch wenn sie nicht rechtens ist. 

Die Freistellung wirst Du wohl akzeptieren müssen, bis die Rechtmäßigkeit der Kündigung geklärt ist. War das eine widerrufliche oder eine unwiderrufliche Freistellung?

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Kommentar von Mandrinio
14.03.2016, 23:12

Kündigungsschutzklage einreichen

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Was definierst Du mit "grundloser Kündigung" ? Warst Du noch in der Probezeit ? Wenn ja, so muss der Arbeitgeber eine ( ordentliche / fristgemässe ) Kündigung in der Tat nicht begründen. Auch kann er Dich von der Arbeit freistellen, wenn er Deine Mitwirkung ab Aussprache der Kündigung im Betrieb nicht mehr benötigt oder erwünscht.

In solch einem Fall ergibt sich dann auch kein Grund für einen Gang zum Arbeitsgericht.

Solltest Du allerdings nicht mehr in der Probezeit gewesen sein, so hast Du durchaus das Recht zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage wegen unbegründeter Kündigung. Diese muss dann binnen 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erfolgen.

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Kommentar von Familiengerd
20.02.2016, 12:18

Auch kann er Dich von der Arbeit freistellen, wenn er Deine Mitwirkung ab Aussprache der Kündigung im Betrieb nicht mehr benötigt oder erwünscht.

Das ist - streng rechtlich betrachtet, auch wenn die Realität meist anders aussieht - falsch!

Eine Freistellung ist grundsätzlich nur einvernehmlich oder über eine arbeitsvertragliche Bestimmung möglich.

Die einseitige Freistellung ist dem Arbeitgeber nur erlaubt, wenn er ein dringendes, überwiegendes Interesse an der Freistellung hat gegenüber dem Recht des Arbeitnehmers auf Erbringung seiner Arbeitsleistung!

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Es muss ja angegeben werden warum Du gekündigt und freigestellt worden bist. Wenigstens eine Erklärung. Der Arbeitgeber kann auch behaupten Du hast keine Perspektive mehr.

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Kommentar von randazzo9
20.02.2016, 09:30

Ohne  Gründe .. bin  28 Jahren  bei der  Firma mein alter 58  und  nichts  zu  Schulden kommen  lassen 

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