Frage von Babyboubou, 69

Muss ich (Beamtin) die Krankenversicherung für meinen Mann (erst Student, dann nur Nebenjob) zahlen?

Ich bin Beamtin, verdiene A12 und bin privat krankenversichert. Mein Mann war bis zu seiner Prüfung am 3.3.16 als Student gesetzlich versichert, hat um die 170 Euro monatlich gezahlt und hatte einen Nebenjob. Ab April hat er mehr gearbeitet. Nun möchte die gesetzliche KV für den Monat März eine Summe von weit über 300 Euro haben, weil wir ja verheiratet sind. So genau habe ich das nicht verstanden. Kann mir jemand sagen, ob das rechtens ist bzw. was man tun kann?

Antwort
von Gerneso, 41

Klar ist das rechtens. Ihr müsst die Krankenversicherung selbst von Eurem Haushaltseinkommen bezahlen. Wenn Dein Mann nicht arbeitet ist Euer Haushaltseinkommen Dein Gehalt.

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 17

Hallo Babyboubou, 

ja, denn:

Bei dem Beitrag von 170 EUR monatlich handelt es sich nicht um den normalen Studententarif. Die Kosten dafür wären ja wesentlich geringer( ca. 80 EUR).

Demnach ist dein Ehemann (s. auch die Antwort von kevin1905) freiwilliges Mitglied in der Gesetzlichen Krankenkasse. 

Du bist als Beamtin versicherungsfrei und privat krankenversichert, dein Ehemann ist in der Gesetzlichen Krankasse freiwilliges Mitglied. Das ist die Besonderheit der Situation bzw. entscheidend für die Berechnung der Beiträge.

Da Ihr verheiratet seid, wird in dieser Kombination ( private Krankenversicherung trifft auf freiwillige Mitgliedschaft in der GKV :-) !)tatsächlich maximal die Hälfte deines Einkommens für die Berechnung der Krankenkassenbeiträge deines Ehemanns zu Grunde gelegt. 

Also die Nachzahlung der Krankenkassenbeiträge ist danach berechtigt :-(

Ich hoffe, dass auch diese Antwort ein bisschen zur Aufklärung beitragen konnte?!

viele Grüße

Bettina vom Barmenia-Team

Antwort
von kevin1905, 26

Als Ehegatten seid ihr einander zum Unterhalt verpflichtet. Da du mehr verdienst, schuldest du ihm welchen.

Er ist freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Kasse. Bei freiwilligen Mitgliedern soll die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden und das beinhaltet bei Ehegatten eben oben genannte gegenseitige Unterhaltsverpflichtungen.

Dein hälftiges Einkommen ist für ihn Beitragsgrundlage.

Antwort
von Apolon, 21

  Ab April hat er mehr gearbeitet. Nun möchte die gesetzliche KV für den Monat März eine Summe von weit über 300 Euro haben, weil wir ja verheiratet sind.

Aus deinem Text werde ich nicht ganz schlau.

Wie darf man die Arbeit deines Mannes verstehen ?

Ist er Arbeitnehmer oder freiberuflich, bzw. selbständig tätig ?

Entsprechend muss er sich dann ja auch krankenversichern.

Als Arbeitnehmer mit einem mtl. Brutto-Einkommen von über 450 € und unter 4.687,50 € gesetzlich in der GKV.

Als Arbeitnehmer mit einem mtl. Brutto-Einkommen von über 4.687,50 € entweder in der PKV oder freiwillig in der GKV.

Sollte sein Brutto-Einkommen unter 450 € liegen, kann er sich über deine Beihilfe privat versichern - alternativ in der GKV als freiwilliges Mitglied. In diesem Fall wird dein hälftiges Einkommen bei der Berechnung seines KV-Beitrages mit herangezogen.

Als Freiberufler oder Selbständiger kann er in die PKV oder GKV, unter Umständen entsprechend des Einkommens sogar zu Beihilfesätzen.

Antwort
von wilees, 24

Um dies beantworten zu können müßte man wissen, wie die KK dies begründet und ob Dein Mann ein sozialversicherungspflichtiges Einkommen hatte.

Oder hat man den Höchstbeitrag für freiwillig versicherte Personen gefordert? Welches Einkommen wurde zugrundegelegt?

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