Muss ich als Zeuge bei einem Rechtsstreit Aussagen?

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10 Antworten

Also Zeuge bist du vor Gericht grundsätzlich verpflichtet auszusagen. Eine entsprechende Belehrung müßte in dem Schreiben eigentlich enthalten sein. Ich weiß jetzt auch nicht, wo dein Problem drin liegt. Du schreibst einfach wahrheitsgemäß rein, was der Sachverhalt ist, also wann du das Paket aufgegeben hast, was es beinhaltet und wie es adressiert ist und fertig. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ich verstehe jetzt auch nicht, was du für ein Problem damit hast. Solltest du dich bei einer wahrheitsgemäßen Aussage, also z.B. weil du das doch nicht verschickt hast, selbst belasten, darfst du die Aussage verweigern. Aber dann mußt du denen auch mitteilen, daß du die Aussage verweigerst und dich auf §55 StPO berufst. Und wie gesagt, nur wenn du dich oder einen angehörigen einer Straftat bezichtigst, darfst du das tun. Ansonsten bist du zur Aussage verpflichtet und die muß wahrheitsgemäß und vollständig sein. Und Bedenken mußt du da eigentlich keine haben. Das ist nicht so, daß dir das Gericht dann regelmäßig Werbebriefe schickt, nur weil du denen mal etwas geschickt hast. Es geht nur um die Beweiswürdigung.

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Kommentar von DerTroll
02.08.2016, 14:32

P.S. kommt das bei dir eigentlich öfters vor? Vor ein paar Tagen hattest du schon einen anderen Fall geschildert, wo du die Aussage verweigern wolltest. Da ging es darum, daß du deine Schwester nicht belasten wolltest. Und jetzt willst du nicht aussagen, obwohl es nur eine normale Zeugenaussage ist? Irgendwie kommt mir das da schon komisch vor. Bist du sicher, daß du das Produkt wirklich verschickt hast?

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Du musst aussagen oder begründen warum, Du die Aussage verweigerst (selbst in dem Fall musst Du Angaben zu Deiner Person machen).

Verweigern darfst Du nur, wenn Du mit dem Beschuldigten verwandt bist oder aus beruflichen Gründen nicht aussagen darfst oder weil Du Dich selbst einer Straftat bezichtigen müsstest.

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Hallo esereser,

natürlich musst du aussagen. Dir passiert ja nichts. Dass du mit der Sache nichts zu tun haben willst, geht nicht. Du hast damit zu tun, da du der Verkäufer bist.

Wenn ich der Käufer wäre, und du würdest dich weigern auszusagen, was du verschickt hast, dann würde ich dich persönlich haftbar machen mit der Begründung, dass du nicht aussagen willst, dass du die Ware verschickt hast. Du hast eben nur ein (leeres) Paket verschickt.

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Kommentar von esereser
02.08.2016, 13:54

Ich habe ja das Paket versendet 

Beweise Sendungsnummer liegen vor und würden mitgeteilt.

Den die Post das Paket verliert ist es ja nicht meine Schuld. Und wäre das Paket leer würde es beim Käufer angekommen sein hätte ich ja sowieso Ärger gehabt ergibt doch kein Sinn. 

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Stell dir einfach mal vor, das du der andere wärest und das Paket von dir wäre nicht angekommen. Würdest du dann nicht wollen, das der andere antwortet ? Würdest du es gut finden, das er einfach keinen Bock hat ?

Du sollst ja nur angeben, das der besagte Artikel in dem Paket war. Was ist daran schlimm ? Du musst ja nicht mal vor Gericht, du sollst nur bestätigen, das er was auch immer bei dir gekauft hat und du es verschickt hast.

Zwingen kann dich erstmal keiner, wobei du dann vom Gericht auch vorgeladen wirst, also wäre es wohl einfacher es so zu machen !

Und fairer wäre es zudem noch !

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Es soll ja auch Leute geben, die Pakete mit alten Telefonbüchern versenden.

Um einen Schadensersatz festzustellen, muss das Gericht selbstverständlich wissen, was in dem Paket drin war.

Da bist du nicht nur zur Aussage sondern auch zur Wahrheit verpflichtet.

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Kommentar von esereser
02.08.2016, 13:51

Und die will das Gericht feststellen ob da bin ein Artikel oder telfon Bücher drinne waren das würde mich mal interessieren .Aussagen ist ja kein Problem da ich den arikel ja Versand habe und wäre er auch angekommen und da wären telofonbücher drinne hätte ich ja ziemlichen Ärger 

Daher ist das ausgeschlossen

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Ja, du musst aussagen und das auch wahrheitsgemäß - bei Falschaussagen machst du dich strafbar. Auf dich selbst wird nichts zukommen, das Risiko für die Sendung geht auf den Käufer über, sobald du das Zeug an die Spedition, Post o.ä. übergeben hast:

https://dejure.org/gesetze/BGB/447.html

Für die schriftliche Aussage steht dir meines Wissens nach auch ein Zeugengeld zu (3,5€/Stunde sofern keine Arbeit ausfällt, sowie Ausgaben für Porto, Kopien usw.), also auch das beiliegende Formular ausfüllen.

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Möchtest Du nicht aussagen, weil Du insgesamt Schwierigkeiten hast? z.B. Amazon-Konto gesperrt, Privatinsolvenz

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Ja, du musst auf jeden Fall schriftlich aussagen. An deiner Rechtschreibung wird sich niemand stören. Also kann dir nichts Schlimmes passieren, es sei denn du würdest dich weigern auszusagen.

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ich habe mir mal erlaubt, den Großteil deiner Rechtschreib- und Grammatikfehler zu beseitigen.

Und ja, du bist verpflichtet wahrheitsgemäß aus zu sagen. Dass das hier schriftlich geht anstatt in einer Hauptverhandlung spielt keine Rolle. Man muss nur nicht aussagen, wenn man sich (oder einen Angehörigen) bei wahrheitsgemäßer Aussage einer Straftat bezichtigen würde.

Gruß

Henzy

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Kommentar von Xipolis
03.08.2016, 16:36

Selbst im letzteren Fall, muss man dennoch gegenüber dem Gericht, die Angaben zur eigenen Person machen und erklären, dass man genau deswegen die Aussage verweigert.

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erstmal bist du verantwortlich für den Versand und nur du kannst Ersatz bekommen, ein Paket ist ja bis  500 Euro versichert und nur der Absender kann den Verlust melden und Ersatzleistung geltend machen.

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Kommentar von Xipolis
03.08.2016, 16:37

Der Absender kann seine Ansprüche an den Käufer abtreten.

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