Frage von xxDEDUSTxx, 365

Muss ich als Vermieter Wasserzähler und Heizungszähler Einbauen?

Moin!Ich habe da mal eine frage.Wir Vermieten 12 Wohnungen wovon keine der Wohnungen einen Wasserzähler hat.Alles wird am ende durch 12 Geteilt und gut.Und das wird nun seit 6 Jahren so gemacht.Ist das Schlimm?oder bin ich Verpflichtet jeden Mieter seinen Verbrauch Nachzuweisen?Gruß

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von OlliMoto, 365

Jedem Mieter muss sein genauer Verbrauch nachgewiesen werden können. 

Kommentar von bwhoch2 ,

Warum hilfreichste Antwort? Sie ist schlicht und einfach falsch oder geht es um Wohnungen in Hamburg?

Antwort
von anitari, 333

Kaltwasserzähler, außer die Wohnungen befinden sich in Hamburg, nicht.

Warmwasserzähler und Heizkostenverteiler dagegen schon.

Denn diese Kosten müssen gemäß Heizkostenverordnung abgerechnet werden.

Rechnest Du nicht danach ab dürfen die Mieter die Abrechnung der Heizkosten um 15 % kürzen.

Ist die Umlage nach Wohneinheiten explizit im Mietvertrag vereinbart?

Antwort
von bwhoch2, 275

Du brauchst keine Kaltwasserzähler zu installieren. (Ausnahme Hamburg?)

Warmwasserzähler nur dann, wenn das Warmwasser zentral bereitet wird.

Sind die 12 Wohnungen alle in einem Haus und gibt es eine zentrale Heizung und eine zentrale Warmwassererwärmung, ist die Heizkostenverordnung zwingend anzuwenden. Also Heizenergieverbrauch je Wohnung ermitteln, Kosten für Warmwasserbereitung ermitteln und über den Warmwasserverbrauch auf die Mietparteien umlegen.

Lies dazu die Heizkostenverordnung. Diese entält allerdings auch eine Ausnahme: Ist der Aufwand, nachträglich Geräte zur genauen Ermittlung der Verbräuche je Wohnung einzubauen unverhältnismäßig hoch, brauchst Du keine Zähler. Solche Ausnahmesituationen gibt es.

Kommentar von xxDEDUSTxx ,

bwhoch2 Danke für die Antwort.Seit zig Jahren gibt es keine Abrechnung für Wasser und Heizung.Zähler sind dann vor 2 Jahren ganz Ausgebaut worden.Jeder bekommt verschiedene Abrechnungen.der eine muss 600 Euro Nachzahlen der andere wieder 1600 Euro.Ich habe die Frage nur Umgedreht gehabt.es gibt in einer Wohnung bis zu 12 schwarze auf 35 Qm wovon nur 1 vom Amt die Wohnung Bezahlt bekommen tut.Also Bezahlen wir für die Leute mit.Wo muss ich das Einklagen mit dem Wasserzähler?Kennst du dich damit aus?Gruß Andi

Kommentar von bwhoch2 ,

Ich denke, da musst Du zum Ordnungs- oder Wohnungsamt. In München gab es einen Fall, wo das Amt aber erst tätig wurde, als die Sache über die Presse in die Öffentlichkeit getragen wurde. Da war dann Feuer am Dach. Vielleicht hilft auch dieser Weg. Die verschiedenen Blätter sehnen sich doch immer nach Skandalen, über die sie dann tagelang berichten können.

Antwort
von chvoyage, 218

man kann sich fragen ob man sich im sauberen Bereich des Rechtes aufhalten will oder man kann sich fragen, ob man eine faire und saubere Lösung für alle Beteiligten anstrebt. Ich ziehe letztere vor und habe unter anderem deshalb jede Wohnung mit einer Gasetagenheizung ausgestattet und seperate Wasserzähler installiert. So ist die verbrauchsgerechte Abrechnung kein Problem. Ich würde Dir deshalb empfehlen diese Investition zu tätigen. Die Investition kannst Du sofort steuerlich gelten machen und die Mieter freuen sich auch und der Vermieter hat es wesentlich einfacher bei der Nebenkostenabrechnung.

Antwort
von xxDEDUSTxx, 154

Moin!

Es gibt da keine Abmachungen,erst recht nicht im Mietvertrag.Seit 6 Jahren und mehr geht es so.An der Heizung gab es vor 10 Jahren den letzten Zähler.Es kommt auch keiner vorbei seit eben diesen 10 Jahren zum Ablesen.man zahlt sogar 75 Euro Strom für eine 30 Qm Wohnung.Hier wird nichts Geeicht was Zähler angehen tut.Auch wird seit Jahren kein neues schloss in der Eingangstür Eingebaut.Die Türe ist Schweine teuer gewesen,aber für ein Schloss hat es wohl nicht gereicht.Hauptsache die miete wird jedes Jahr Angehoben.jetzt zahlt man für 32 Qm knappe 600 Euro+ Strom also knapp 700 Euro.und nun im Februar 2016 wird sie noch einmal Angehoben.Ich habe zwar eine frage als Vermieter gestellt,bin aber selber Mieter.Somit sind hier einige die einen menschen ja gut einschätzen können.Man hat einen Mietvertrag wo 32 Qm Eingetragen sind.Aber der Vermieter gibt beim Gericht usw an sie sei 37 Qm groß.unser Vermieter macht was er will.das hat zu folge das ich 6 Monate die miete einbehalten habe.Ich habe seit 2010 immer wieder die Probleme Geschildert,Schimmel und zig Sachen mehr.Und das ich die Miete kürze wenn sie sich nicht Melden.2015 im Juni habe ich denen eine 2 Wochen Frist gesetzt.nichts passiert.Ab und an kamen nur Mails das man von meinen Problemen weis und mich gerne in eine andere Wohnung gegenüber stecken möchte.Ich sollte mir die Wohnung Anschauen aber keiner kam vorbei.wie auch?Denn diese Wohnung war ja auch Schrott.seit dem kam nichts mehr vom Vermieter.Auch hat er die Wohnungen nicht so saniert wie er Angegeben hat.Nur 3 Partein des Hauses wurden fairerweise fertig gestellt.und die anderen können sie nicht fertig machen weil kein Geld da ist.Hauptsache die Miete kommt aufs Konto.jetzt haben sie sich endlich Gemeldet mit einer Fristlosen Kündigung.Da ich Videos und Bilder usw gemacht habe warte ich schon auf das Gespräch mit dem Richter.Klar werde ich auch Umziehen,trotzdem.

Antwort
von xxDEDUSTxx, 132

Moin Moin!Und was ist wenn der Vermieter mit Absicht keine Einbauen tut?es gibt da nun eine Unterschriften Sammlung.Denn bei den Abrechnungen steht nur was man zu Zahlen hat und nicht mehr.Auf Deutsch,alle Mieter kommen in einen Topf.In einer 35 Qm Wohnung Leben bis zu 12 Schwarzafrikaner obwohl nur 1 im Vertag stehen tut.Also zahlen alle seit über 10 Jahren für die mit.Gruß Andi

Antwort
von kenibora, 166

Um programmiertem Ärger aus dem Wege zu gehen, ja! In so einem Haus gibt es normalerweise einen Hauptwasserzähler (Kaltwasser) und pro Wohnung einen Kaltwasserzähler (geeicht und alle 6Jahre auszutauschen) Heizungszähler, d.h. an jedem Heizkörper ein Wärmemesser ist doch selbstverständlich. Diese Abrechnung, einschl. Warmwasser macht dann die Gerätefirma welche diese Geräte installiert hat. Jeder Vermieter ist verpflichtet, jedem Mieter den tatsächlichen Verbrauch und die Verbrauchskosten/Nebenkosten nachzuweisen

Kommentar von bwhoch2 ,

Es gibt aber Ausnahmen.

Antwort
von WosIsLos, 164

Warmwasserzähler + Heizungszähler sind Pflicht.

Kommentar von anitari ,

Das ist so generell nicht richtig.

In 2FHn in denen Mieter und Vermieter gemeinsam wohnen, besteht diese Pflicht nicht.

Kommentar von bwhoch2 ,

Ob das Pflicht ist, kommt doch sehr darauf an, denn selbst wenn es ein MFH ist, kann es Umstände geben, die den Aufwand der nachträglichen Ausstattung nicht rechtfertigen und dann greift die Ausnahmeregel.

Antwort
von realistir, 118

Du darfst mit deinen "Parteien" Verträge machen die frei ausgehandelt werden können. Solcherlei darf nur nicht gegen geltende Gesetze verstoßen bzw allzu unsozial sein. (Sittenwidrig)

Du hast doch schon einen Vorteil, 6 Jahre waren die Parteien mit deiner Abrechnungsmethode einverstanden. Wenn sowas nun in Form einer Hausordnung bzw Abrechnungsvertrag gebracht wird und keine Partei widerspricht, seid ihr frei raus.

Solange man davon ausgehen kann, alle Parteien benehmen sich akzeptabel was die jeweiligen Verbräuche betrifft, gibt es kaum Grund sich aufzuregen.

Die Differenzen aller Beteiligten werden sich im Rahmen halten, somit wird es kaum Streit geben.

Mal angenommen du wolltest dir ein reines Gewissen verschaffen und lässt Zähler einbauen. Dann stellt sich jedes Jahr beim Auswerten heraus, die Ablesewerte unterscheiden sich von den vorher geschätzten und verrechneten Werten jeweils unter 10 Prozent.

Hättest du dann ein gutes Gewissen und würdest dich doch ärgern über die quasi unnötigen Anschaffungskosten und den Auswerteaufwand?

Kommentar von bwhoch2 ,

Hier geht es nicht um ein reines Gewissen. Nicht nach der Heizkostenverordnung abzurechnen, wäre eine Ordnungswidrigkeit, die eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen kann. Das ist unabhängig davon, ob alle Mieter mit der bisherigen Abrechnung einverstanden sind oder nicht.

Es könnte theoretisch auch ein Dritter, z. B. ein bereits ausgezogener Mieter, die zuständige Behörde aufmerksam machen.

Kommentar von realistir ,

Du bist scheinbar so ein super Gesetzestreuer und einer, der Andere für sich denken lässt. ;-)

Wir dürfen in Deutschland nicht nur frei unsere Meinung äußern. Wir dürfen auch untereinander und miteinander eigene Verträge schließen!

Solcherlei wird anerkannt, zugelassen sofern solches nicht gegen gewisse höhere Gesetze verstößt. (Strafrecht etc)
Desweiteren, wenn alle einverstanden sind mit dieser Regelung gilt, wo kein Kläger da kein Richter.

Deine Version beinhaltet einen Fehler. Wer vorher einverstanden war und nun klagt kann abgewiesen werden, und hat keine Garantie als Gewinner aus der Sache zu gehen. Es gibt bekanntlich nicht nur Ankläger, sondern auch Verteidiger.

Kommentar von anitari ,

Wer vorher einverstanden war und nun klagt kann abgewiesen werden

Klagen in Sachen Mietrecht gehen in Deutschland fast immer zu Gunsten des Mieters aus.

Wir dürfen auch untereinander und miteinander eigene Verträge schließen!

Solcherlei wird anerkannt, zugelassen sofern solches nicht gegen gewisse höhere Gesetze verstößt. (Strafrecht etc)

 Bestimmungen und Verordnungen zum Mietrecht. Bei Verstößen, vor allem seitens des Vermieters, dagegen kennen deutsche Gerichte kaum ein Pardon.

Sprich die Vertragsfreiheit ist bei Wohnraummietverträgen schon arg eingeschränkt.

Und Du kannst sicher sein das es immer Mieter gibt die Jahre lang mit etwas einverstanden waren und ganz plötzlich wissen das es gegen geltendes Recht verstößt.

Antwort
von nordseekrabbe46, 107

jedem Mieter steht ein eigenes Zählwerk zu sonst kann die Abrechnung abgelehnt werden

Kommentar von anitari ,

Abgelehnt werden kann die Abrechnung wegen fehlender Zähler nicht. Lediglich die entsprechende Kostenart gekürzt.

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