Frage von JamesLuton, 159

Muss eine Knochenmarkbiopsie schmerzhaft sein?

Mein jüngerer Bruder bekam mit 16 im Frühjahr 1998 Morbus Hodgkin und bei ihm wurde auch eine Knochenmarkbiopsie vorgenommen und er hat vor Schmerzen geschrien. Ist das immer so, oder macht man es heute anders? Wer hat Erfahrungen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sunny802, 131

Heute kann man das auch in Narkose machen, dann bekommt man von all dem nichts mehr mit

Antwort
von garfield262, 114

Moin,

eine Knochenmarkbiopsie wir heutzutage meistens in Sedierung und zusätzlicher örtlicher Betäubung durchgeführt. Für die Sedierung wird oft niedrigdosiertes Propofol oder Midazolam verwendet. Meines Erachtens nach ist Propofol dabei Midazolam überlegen, da es sowohl eine schnellere Anschlagzeit als auch eine kürzere Wirkdauer hat. In den Händen eines mit dem Medikament erfahrenen Arztes und dem Vorhandensein medikamentöser und apparativer Interventionsmöglichkeiten ist die Anwendung von Propofol auch weitestgehend unbedenklich. Midazolam hingegen verursacht eine längere Sedierung und kann bei Kindern auch paradox wirken. Die Medikamentenwahl hängt aber auch stark von der Erfahrung des Arztes mit einem Medikament und dem gesundheitlichen Zustand des Patienten ab.

Diese Sedativa mindern das Bewusstsein, haben jedoch nur sehr wenig bis keine analgetische (d.h. schmerzstillende) Wirkung. Daher werden sowohl Haut als auch Periost (Knochenhaut) mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Dies nennt sich dann auch "Infiltrationsanästhesie". Die Wirkstoffe dafür können z.B. Mepivacain, Ropivacain oder Bupivacain sein.

Dadurch wird diese Untersuchung weitestgehend schmerz- und stressfrei gestaltet. Hast du sonst noch Fragen?

Lieben Gruß :)

Antwort
von Coza0310, 119

Man kann das auch in Narkose machen.

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