Eine Bekannte von mir bezieht nach der Trennung von ihrem Mann Hartz 4, nun hat das Amt zu ihr gesagt sie müsse ihren 4 Jährigen Sohn in einen Ganztageskindergarten geben und wieder voll arbeiten... Wie ist das rechtlich kann sie dazu gezwungen werden???

sollte sie im eigenen interesse tun ( auch in meinem interesse )

Mindestens zu einer Halbtagesstelle, was in meinen Augen vollkommen ok ist. Muli

Warum nicht? Hartz IV ist eine "Nothilfe" für Leute, bei denen nichts anderes geht. Wenn es andere Möglichkeiten gibt, dann kann sie nicht weiterhin auf Kosten der Allgemeinheit leben. Da gibt es andere, die es nötiger haben.

Die wird zu gar nichts gezwungen, aber dann gibt es eben kein Geld mehr vom Amt. Dann zwingt sie sich vielleicht selbst. Für einen 4 jährigen ist es toll in den Kiga zu gehn, also wo ist das Problem?
ich glaube, nach drei Jahren muss man wieder. Und für's Kind wird's dann auch langsam langweilig.
Hartz IV deckt vom Grundgedanken einen Bedarf, den jemand sich aus eigener Kraft nicht erwirtschaften kann. Diese Fragen danach, ob oder wie viel man also arbeiten muss, sind von diesem Grundsatz aus falsch. Es müsste heißen: wie viel kann ich aus eigenem Vermögen dazu beitragen, mein Leben zu finanzieren. Das, was dann nicht zum "Bedarf" reichen sollte, eben weil ich z.B noch ein kleines Kind versorge, das stellt die Mehrzahl derer zur Verfügung, die stark genug sind, die "Schwächeren" mitzufinanzieren. Spätestens hier wird die schwachstelle unserer Solidargemeinschaft deutlich. Wenn alle fragen, wie wenig ich muss anstatt wie viel ich kann, dann hinkt das System halt gewaltig. Und natürlich: ich bin umgeben von jungen Kolleginnen, die nach einem Jahr Elternzeit wieder halbtags an der Arbeit sind. Das ist ja gesellschaftliche Realität, für alle, die ein bißchen Anspruch ans Leben haben
Ab dem dritten Geburtstag des Kindes ist der Mutter auf jeden Fall eine Halbtagsstelle zuzumuten. Gegen Vollzeit kann sie sich wehren. Für die erste Zeit, wenn das Kind in die KiTa kommt, ist es sicher für das Kind nicht förderlich von null auf hundert schalten zu müssen, also wenn er immer nur bei seiner Mutter war jetzt von morgens bis Abends von ihr getrennt zu sein - das ginge zu plötzlich. Aber über eine gewisse Eingewöhnungszeit hinweg, die von dem Kind abhängig ist, ist dann auch eine Vollzeitbetreuung kein Problem mehr.
Aber arbeiten MUSS sie wenn der Kleine schon über 3 ist. Bzw. sich darum bemühen.
Ganz abgesehen davon, dass wir ihr ihren Lebensunterhalt finanzieren, was ich schon nicht ganz so prima finde, will sie doch sicherlich ein gutes Beispiel für ihren Sohn sein, oder?

Ich hoffe, dass sie dazu gezwungen wird, sich intensiv um Arbeit zu bemühen. Das Kind erleidet im KIGA sicherlich keinen Schaden - dann eher dadurch, dass es ein Hartz IV Kind ist, was ich bedeutend schlimmer finde für seine Seele. Es gibt sooo viele Frauen, die Kinder, Haushalt und Beruf unter eine Mütze bringen müssen - sogar Verheiratete. Die fragt auch niemand.
"Natürlich nicht". Sie hat ja ein Kind bekommen, das muss als Lebensleistung genügen. Wie kann man nur so fragen. Solltest du jemals Steuern zahlen würde es Dich auch nicht glücklich machen, mit Deinem Steuergeld einen anderen zu subventionieren. Ich frage mich manchmal was für Vorstellungen manche haben, ein Vierjähriger kann sehr wohl in einen Ganztagskindergarten, dort bekommt er vielleicht eine andere Sicht der Dinge denn er hat Kameraden, bei denen beide Eltern arbeiten, das ist oft besser, als immer mit einem Elternteil zusammen, der halt gar nichts tut, oh Entschuldigung, der sich mit einem 1,5 Personen-Haushalt rund um die Uhr die Haut von den Fingern abarbeitet. Ich habe meine drei Kinder großgezogen, der Älteste ist mehrfach behindert, als die Kinder ein bestimmtes Alter hatten habe ich Ganztags gearbeitet, den Haushalt 5 Personen versorgt, gekocht und was halt alles dazu gehört. Und jetzt kommt der Hammer ich lebe noch. Arbeiten ist nicht immer tödlich. LG
jeder, der arbeitsfähig ist, sollte dies auch tun und seinen lebensunterhalt sicherstellen - traurig genug, wer es nicht kann und damit auf hartz IV angewiesen ist

Ja logisch soll wieder gearbeitet werden.
Ich verstehe nicht, dass ihr die Vorteile nicht selbst als logisch erscheinen:
Wiedereinstig in den Beruf
Optimierung des Sozialverhaltens des Kindes
Abwechslung im eigenen Leben
Stolz sein auf seine Arbeit und auf das selbst verdiente Geld
Unabhängigkeit
Das Kind findet mehr Freunde
Eingewöhnung des Kindes in ein zusätzliches Sozialsystem ohne Eltern und damit in Vorbereitung auf die Schule
Bessere und regelmäßige Kontakte mit anderen Eltern
uvm.
Natürlich ist "auf der faulen Haut liegen" und sich das Geld von anderen (arbeitenden) zuschieben zu lassen zunächst mal angenehmer. Das Kind beschäftigt sich schon irgendwie und die Wohnung ist auch in ner halben Stunde fertig, ist allerdings keine Lebensweisheit und führt langfristig zu Frustration und Unzufriedenheit.
Wir haben 3 Kinder (und in den Ferien bis zu 6 Kinder) zu Hause und sind beide voll berufstätig. Alles ist möglich, wenn man nur will.
Gruß justii
Du hast dich von deinem Mann getrennt- hast ein Kind- und warum soll jetzt der Steuerzahler- wir alle die arbeiten- für DEINEN LEBENSUNTERHALT aufkommen. Mir kommt die Galle hoch
jupp, so isses...DH...und was heißt überhaupt "zur Arbeit gezwungen werden...."