Muß ein Verkäufer ein Auto zurücknehmen wenn nach 4 Wochen der Motor kaputt geht?

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6 Antworten

Der Händler hat Gewährleistungspflicht. Wenn ihm nachgewiesen werden kann, daß er wahrscheinlich zum Zeitpunkt des Verkaufs von Motormängeln wußte, muß er das Auto zurücknehmen. Da er ein Profi ist, kann ihm das evtl. unterstellt werden . Die Gerichte urteilen erfahrungsgemäß pro Käufer in einem solchen Fall. Normalerweise müßtest du den Wagen in eine Werkstatt schleppen lassen und die müßten die Ursache des Motorschadens feststellen. Dann ist raus ob es sich um einen Schaden handelt, der für einen Professionellen vorhersehbar war.

Aber das kostet Geld ( das du vielleicht nicht hast ). - Wende dich zunächst an den Händler, sage ihm das du einen Motorschaden hattest und wie er sich den weiteren Verlauf der Sache jetzt vorstellt ( es kann auch sein das er sich selbst um den Einbau eines neuen ( gebrauchten ) Motors kümmert.

Wiegelt er ab setze ihm schriftlich eine Frist zur " Nachbesserung ". Reagiert er nicht nach deinen Wünschen gehe zu einem Fachanwalt für Verkehrsrecht ( drohe dem Händler das vorher an). Der Anwalt soll sich daran darum kümmern das du zu deinem Recht kommst.

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Kommentar von Biggi411
03.03.2016, 07:53

Ich hab ihn direkt abends angerufen.Er hat das Auto im Auftrag eines Kunden verkauft....muss der dafür gerade stehn?Und wie kann ein Wagen Tüv bekommen wenn der Motor wohl kaputt ist?Die Mängelliste einer Werkstadt wurde angeblich abgearbeitet und alles behoben.......Auto kaputt-Geld weg-und wenn es keine Lösung gibt auch bald Arbeit weg-im Moment hat mir ein Freund sein Auto geliehen 

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Enn du es ofiziell bei einem Händler gekauft hast, sieht es aus, dss er wegen der Sachmängelhaftung ein Jahr für Mängel gerade stehen muss, die seit der Übergabe bestehen. Er hat dann auch die Möglichkeit nachzubessern. Erst wenn das nicht gelingt, ist ein Rücktritt vom Kaufvertrag möglich.
Ein"gekauft wie gesehen" gibt es in Deutschland für Privatleute nicht und falls sowas in deinem Kaufvertrag steht, wäre das nichtig.

https://www.adac.de/infotestrat/fahrzeugkauf-und-verkauf/gebrauchtfahrzeuge/gebrauchtwagenkauf/unterschied-sachmaengelhaftung/default.aspx?prevPageNFB=1

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Eine Werkstatt hat sich den Schaden gestern angesehen....der Motor hat Totalschaden....nix mehr zu machen.....es war aber nicht unser Verschulden....sagt die Werkstatt...und der Händler meinte ich bräuchte aber nicht vor Gericht zu gehen....da hätte ich eh keine Chance.....bleib ich nun auf den Kosten von ca.1000 Euro sitzen?...(Auto,Neue Winterreifen,Anmeldung).....Geld für ein Neues hab ich jetzt nicht mehr....bringt es was einen Anwalt zu nehmen??

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Wenn man ein Auto bei einem Händler kauft sollte man schon auf eine Garantie bestehen. Aber du musst wissen ob der Händler von diesem Schaden wusste und es absichtlich verkauft hat und dies muss dann ein sachbearbeiter? kp ob die so heißen kontrollieren ob der schaden halt schon vorher bestand wenn ja glaube ich das man schadensersatz fordern kann.

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War der Autohändler tatsächlich der Verkaüfer oder hat er das Fahrzeug lediglich "im Kundenauftrag verkauft"?

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Kommentar von Biggi411
03.03.2016, 07:55

Im Kundenauftrag...

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Nein, das muss er nicht.

Probier halt mal Dein Glück. Da Du keine Garantie hast, bist Du auf das Entgegenkommen des Autohändlers angewiesen.

Bei Gebrauchtwagenkäufe ohne Garantie gilt in der Regel "Wie gesehen, so akzeptiert". Viel Glück. lg Lilo

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Kommentar von Genesis82
03.03.2016, 09:04

Bitte nicht Garantie und Gewährleistung verwechseln! Die Garantie deckt Mängel ab, die nach Verkauf aufgetreten sind, die Gewährleistung deckt Mängel ab, die bei Kauf bereits vorhanden waren.

Ohne Garantie: Dann würde zunächst die gesetzliche Gewährleistungspflicht (Sachmangelhaftung) greifen, die bei Verkauf von Privat und Gewerbe grundsätzlich 24 Monate gilt. Bei gebrauchten Waren kann sie von gewerblichen Verkäufern auf 12 Monate verkürzt werden (bei Verkauf an einen anderen Gewerbetreibenden auch vollständig), private Verkäufer können sie immer vollständig ausschließen. In den ersten 6 Monaten wird dabei zu Gunsten des Käufers in der Regel davon ausgegangen, dass der Mangel bereits bei der Übergabe vorhanden war.

"Gekauft wie gesehen" stimmt also nur bedingt und gilt nur insofern, dass Mängel, die auf Grund von Alter und Laufleistung zu erwarten sein könnten nicht abgedeckt sind. Ein Motorschaden nach 140.000km (ohne das Alter des Autos zu kennen) ist erstmal nicht normal und nicht zu erwarten und somit kein vertragsgemäßer Zustand. Nur wenn die Gewährleistung wirksam ausgeschlossen wurde müsste der Verkäufer nicht haften. Anders wäre es bei 300.000km - da würde auch jeder Richter bei einem Opel Corsa der Meinung sein, dass einfach das Ende der Lebensdauer erreicht ist.

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