Frage von Bossplayer95, 57

Muss ein Psychologe wenn er weiß das jemand nicht fahrtauglich ist das melden oder steht das irgendwo sodass das Amt die Krankenakte einsieht?

Ich habe im fernsehen was gesehen das auch psychische Erkrankungen fahruntauglich machen können was mich wundert da sehr viele Leute psychische Erkrankungen haben

Antwort
von Negreira, 34

Depressionen können ganz schön quälend sein und einen Dinge machen lassen, die man an guten Tagen gar nicht tun würde.

Stell Dir mal vor, Dein Kumpel kriegt mittten auf der Autobahn bei Tempo 120 einen Weinkrampf, möchtest Du dann neben ihm im Auto sitzen? Oder er nimmt Antidepressiva und wird, weil nicht richtig dosiert, agressiv oder müde?

Ein Arzt, egal welcher, hat zwar Schweigepflicht, aber wenn er seinem Patienten gesagt hat, daß er möglichst bitte nicht autofahren soll, dann wird das auch meistens im Befund niedergelegt. Damit sichert er sich gegen eventuelle Gefahren ab, die mit der Krankheit einhergehen. Wenn Du eine Gefahr für Dich und andere bedeutest, egal aus welchem Grund, wirst Du behandelt, ob Dir das paßt oder nicht.

Jeder vernünftige Mensch, der weiß, daß ihm ärztlicherseits von irgendetwas abgeraten wird, sollte sich danach richten, wenn er neben sich selbst auch noch andere in Gefahr bringt. Z. B. werden Leute mit Epilepsie, Krampfanfällen o. ä. auch darauf aufmerksam gemacht, daß sie nicht fahren sollten. Der Arzt kann es Dir nicht verbieten, baust Du aber einen Unfall und kann man Dir nachweisen, daß das aufgrund der Erkrankung ist, ist die Versicherung in der Lage, von Dir den entstandenen Schaden zurückzufordern.

In fast allen Fällen wird nur eine begrenzte Zeit für das Fahrverbot verhängt, wenn man nicht von vorneherein feststellen kann, daß die Erkrankung so schwer und endgültig ist, daß keine Besserung in Aussicht ist.

Antwort
von Schokolinda, 24

fahruntauglichkeit darf nur unter bestimmten voraussetzungen an die zuständige behörde gemeldet werden.

weil dafür die schweigepflicht gebrochen werden muss und man als psychologe oder arzt anschliessend dafür verklagt werden kann, kommt es normalerweise nicht vor, dass die behörde informiert wird - man muss sich schon sehr, sehr sicher sein, vor gericht zu diesem schritt recht zu bekommen; sonst ist man anschliessend nicht nur den job, sondern den beruf los und brät anschliessend pommes für die miete.

allerdings besteht eine verpflichtung des psychologen und des arztes, den patienten über seine fahruntauglichkeit aufzuklären. sonst macht man sich schadensersatzpflichtig.

um später auch nachweisen zu können, dass man seiner aufklärungspflicht nachgekommen ist, dokumentiert man die aufklärung - in therapieprotokollen und/oder im bericht.

im schadensfall ist es möglich, dass der versicherer auf diesen bericht stößt - in meinem versicherungsvertrag steht z.b. drin, dass der versicherer meine erlaubnis hat, überall daten einzusehen.

dann hat der versicherer ein argument, sich vom versicherten seinen aufwand erstatten zu lassen. meines wissens ist das gedeckelt auf 5000 euro, aber die müßte man auch erst mal haben.

noch wichtiger als das geld ist in dem moment aber, dass dadurch eine fahrlässigkeit des fahrers zu tage tritt - er ist gefahren, obwohl er nicht dazu in der lage war und er wusste davon. dadurch macht man sich strafbar.

Antwort
von Wuestenamazone, 25

Nein der Arzt untersteht der Schweigepflicht. Nur wenn du für dich selbst und andere eine Gefahr darstellst dann muß er das melden. Aber meist kann man das mit Tabletten einstellen

Antwort
von crash000, 35

Nur weil man eine psychische Erkrankung hat ist man nicht gleich fahruntauglich.
Jedoch gibt es psychische Erkrankungen, beispielsweise wenn man ein Trauma hat und das bei Dingen ausgelöst wird die im Verkehr vorkommen wie zum Beispiel Hunde bei denen man dann fahruntauglich ist.

Antwort
von donaldyrico, 34

Nein, denn ärtzte, in diesem Fall ein Psychologe untersteht meines Wissens der Schweigepflicht. Solltest du jedoch nicht fahrtauglich sein, lass es lieber und bring dich und andere nicht in Gefahr! Hoffe konnte dir Helfen!

Kommentar von Bossplayer95 ,

Ich rede nicht von mir mir geht es top, ein bekannter leidet unter Depressionen und fährt deshalb hat es mich gewundert.

Kommentar von donaldyrico ,

Depressionen sind so ne sache...ich habe mal darüber gehört das es sehr viel hilft wenn der betroffende mit so vielen mitmenschen über seine probleme spricht wie er kann! sag ihm das mal, das hilft glaub mir!

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