Frage von donym65, 52

Muss ein Künstler seine Inspirations-Quellen angeben?

Angenommen ein Künstler liest ein Buch, was ihn sehr inspiriert. Daraufhin lässt er die durch das lesen des Buches gewonnene Inspiration stark in seine Kunst (Bilder, Installationen, etc.) einfließen und zwar in solch einem Maße, dass seine Kunst ohne die Infos aus dem Buch gar nicht existieren würde, weil sie ihn maßgeblich beeinflussen.

Ist es zulässig, wenn der Künstler es nun verschweigt, wer seine Lehrväter waren und das ihn das Buch stark künstlerisch inspiriert hat? Denn es werden ja die Quellenhinweise verschwiegen.

Ein Schriftsteller muss ja im Literaturverzeichnis seine Quellen angeben aber wie sieht es mit einem Künstler aus? Gibt es da irgendwelche gesetzlichen Vorgaben oder kann der Künstler das einfach verschweigen und sich für fremde Lorbeeren feiern lassen?

Expertenantwort
von rotmarder, Community-Experte für Gemälde & Malerei, 32

Eine Quelle muss man nur angeben, wenn man etwas wörtlich zitiert. Das trifft bei einem bildenden Künstler nicht zu. Sein Ausdrucksmedium ist von anderer Beschaffenheit, er als Urheber erzeugt eine Neuschöpfung.

Relevant in diesem Zusammenhang ist auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfungsh%C3%B6he

Kommentar von Saragoza ,

meistens, ..!

Kommentar von donym65 ,

Ein Künstler ist nicht automatisch Urheber. Ich kenne z.B. einen Fall, da hat der Künstler in einem Buch gelesen dass sich der Mensch in einer Kugel befindet. Dies hat er zum Anlass genommen eine Installation zu machen, wo der Mensch in einer Kugel zu sehen ist, mit diversem Schnickschnack drumherum. In solchen Fällen ist der Künstler doch kein Urheber, sondern ein Nachmacher. Solche Typen lassen sich dann feiern und tun so als stammen diese Ideen von ihnen.

Ich würde es schon sinnvoll finden, wenn Künstler ihre Quellen angeben müssen. Aus meiner Sicht ist das eine Lücke im Gesetz und das Gesetz ist ja dazu da, Menschen vor geistigem Diebstal zu schützen. Ok ist das nicht, was hier momentan im deutschen Kulturbetrieb läuft.

Eventuell sollte man mal eine Internetseite gründen, die diese Künstler überführt bzw. entlarvt. Der Künstler Damian Hirst ist ja auch einer von denen, mit seinem schwarzen Würfel und dem goldenen Kalb, etc.

Antwort
von Saragoza, 37

Ein Künstler (dito weibl)  ist kein Bürokraten Scherge und daher muss er/ sie zuerst schon mal "nicht viel", was andere als wichtig erachten be-achten, ..!

Aber  vor allem nicht irgendwelchen TÜV-mässigen Vorschriften, Verordnungen und sonstigen Regeln hinterher eiern, die andere aufgestellt haben, die oft zu dumm und eingeschränkt (mental) sind, sich ein freieres Leben vorstellen zu können, etc.

Wie wäre es mit einer "Kunst -Duden-Vorschriften- Sammlung,", also über all das, was man /frau als Künstler tun und lassen darf, auszufüllen im Fall der Fälle, in acht Exemplaren, handschriftlich und jeden Monat bis zum 10. vor Mitternacht einzureichen, beim deutschen Kunst Amt für Ordnung und kreative Sauberkeit??


Na gut:
manche Künstler erzählen/ berichten, (Siehe gängige Talkshows, ..)  auch mal gerne und ausführlich harrkleine Details aus ihrem Leben, um bekannt zu sein und es zu bleiben, (zu werden) auch damit, etc. !?

Grundsätzlich also muss niemand seine Quellen (im künstler. Umfeld) offenbaren, zumal wenn es sich um Kunstwerke handelt, könntest du  dir 
Van Gogh vorstellen, der über die Herkunft seiner Inspirationen referiert?

oder sonst eine bekannte Grösse, (auch posthum besehen) ?

Na also, Gruss BY

Kommentar von donym65 ,

Ich würde es nicht schlecht finden, wenn ein Künstler erklärt was ihn inspiriert hat. Eventuell würde das seine Kunst sogar aufwerten, das halte ich sogar für wahrscheinlich. Ein Problem damit haben doch nur Künstler die nicht originell genug sind und sich gerne mit fremden Federn schmücken möchten.

Ich finde es jedenfalls nicht gut, dass sich bildende Künstler offensichtlich nicht an die Urheberrechte halten müssen. Zumal Schriftsteller ja auch Künstler sind, ihre Quellen aber alle angeben müssen.

Eventuell sollte man das Kulturministerium mal anregen hier tätig zu werden. Irgendwie ist das ein Misstand der hier momentan in der Kunst herrscht.

Kommentar von Saragoza ,

Hallo!

Sicher: was du gut und schlecht findest, ist  deine Sache, aber zu wem soll dieser "ominöse" Künstler denn so „Artig“ sprechen dürfen, ...?
zu Laien, als Vermittler, zu anderen Künstlern, zum Fachpublikum, zu Kritikern, zu den Medien,.?

Frage:
Unterstellst du hier nicht etwas leichtfertig, das die Rezipienten der Kunst alle
auf ähnlichem Niveau angetroffen werden / können?

Zudem.
wer hat etwa Kunstgeschichte gehört/ studiert und ist sich gewisser Zusammenhänge Lebensweisen etc. überhaupt bewusst, ? - was künstlerische Arbeit angeht,.?

Und wem gegenüber würde das seine/ ihre Kunst  etwa "aufwerten"??
Auf was für einem Kunst-Rezeptions Niveau argumentierst denn du hier,
schon das ist mir etwas unklar, und gelinde gesagt „unverständlich“, ..?

Wie alt bist Du?
(ernsthaft, denn das würde gewisse Ansätze hier im Kontext zumindest einsichtiger machen, .?)

Was für Urheberrechte gibt es denn für bildende Künstler, die beachtenswert wären,
An was denn?
Scherst du dich darum,  wer die Urheberrechte für diese "Erde" (als Planet) hat, wenn du ihr Eindrücke, Impressionen / Stimmungen "entnimmst", ?
Weisst du nicht, das die meisten Urheberrechte nicht etwa die einzelnen Künstler schützen, sondern zumeist die Verwertungsindustrie dahinter (siehe GEMA, was Musikleistungen angeht, ) die nur nicht gezeigt / werden dürfen, weil das die Verkaufszahlen beeinflusst, also krasses Wirtschaftsdenken, .!?

Schriftsteller müssen ebenso wenig ihre Quellen  angeben, (wiohast du den das her aus welcher Amtsschublade, III Reich?)
wo kämen  wir denn da hin (abgeshen davon, das selbst mit ernsthaften Quellenangaben (siehe Rezeptions-Hintergrund) die meisten aus dem Publikum auch nichts anfangen könnten, da ein Kunstschaffender auch Phantasie hat und sie ausführlich (oft) benützt, um seine Quellen zu modifizieren und „künstlerisch“ auf sich einwirken zu lassen!?

ich halte so besehen, deinen angesprochenen Denkansatz für sehr statisch, fast bieder und recht eindimensional „konformistisch“ gedacht, und an eine „Gesellschaftsform /Norm“ angepasst, deren ziele und $Geschäftsideale$ du anscheinend nur mal wiedergibst, ohne sie im Kern verstanden zu haben; oder?

Und schliesslich noch:
Das „Kulturministerium“ (unter welcher Ägide, also Leitung und Führung, politisch gesehen?)
Also als Wachhund über Inhalte und Quellen der Kunstschaffen, nun das erinnert mich wiederum stark an eine "schlimme" deutsche „Kunstepoche“, in der auch derjenige, wer sich nicht erklären konnte, und im Kunstverständnis an „Vorgaben" halten wollte/ konnte, etwa als "entARTet" klassifiziert  worden ist, .!

(Was die entsprechenden Machthaber und Diktatoren-Schergen  kaum daran gehindert hat, etwa / Goebbels / Goering etc., diese „verachtenswerte Kunst“ hinterrücks zu sammeln und bei sich zur Schau zu stellen, also?

Kommentar von donym65 ,

"Schriftsteller müssen ebenso wenig ihre Quellen  angeben"

Das stimmt nicht. Jeder Schriftsteller ist verpflichtet anzugeben, wenn er andere Bücher für sein eigenes verwendet hat. Sei es als Inspiration oder sonst wie. Dafür gibt es schließlich ein Literaturverzeichnis in fast jedem Buch. Des weiteren gibt es ettliche Vorschriften was das Zitieren aus anderen Büchern angeht. Der Schriftsteller muss es deutlich kenntlich machen, wenn er wortwörtliche Passagen aus anderen Büchern in sein eigenes übernimmt. Du kannst Dich gerne darüber im Deutschen Schriftstellerforum informieren, hier der Link: http://www.dsfo.de

Des weiteren gibt es sehr viele Designelemente welche gesetzlich geschützt sind. Mach mal ein Bild mit Logos von BMW oder Mercedes, es kann da durchaus sein, dass Du Dich anschließend vor Gericht wiederfindest. All diese Dinge sind gesetzlich beim Patentamt als Design geschützt, hier der Link zur Info: http://www.dpma.de/design/index.html

Mindestens 50% der "Künstler" sind Betrüger und stehlen wie die Raben.

Kommentar von Saragoza ,

Ja "BESTENS" du scheinst sichtlich k nicht bessnders grosse Ahnung zum Thema zu haben, angesichts dessen, was du hier "fabulierst" (Fremdwörterbuch?)
aber das ist ja schliesslich "GF" hier  und nett, das man (ich) es dir zu erklären versuchen kann:

1.Du scheinst den Unterschied  zwischen freiem Schriftsteller, (auch Autor) und "Schriftsteller" - Sachbuchautor, nicht zu kennen, denn sonst würdest  du nicht so "wilde Dinge" von dir geben,.!

Kein Schriftsteller, der Prosa, Novellen, Romane,  Kurzgeschichten, Satire (siehe hier) etc. schreibt, muss irgendwelche, besonderen „Quellen“ be-nennen, das ist schon mal "Sonnen"-klar.!

(Humor scheinst du  ja ebenso wenig zu kennen weder als Genre noch in der Praxis, oder?)

2. "Eigene Bücher" als Quelle für eigene Buch verwenden,?
sag mal, geht es noch: "vager" vom Ausdruck und der Aussage her? So ist das kaum möglich,.!? Meinst du damit etwa Autoren wie "Karl May", der nur in einem Genre geblieben ist, aber auch nicht "von sich abgeschrieben" hat, oder was willst du damit "aussagen" und wie  wäre es mal mit fundierten, stichhaltigen Belegen für deine Hypothesen, ?

Du Mister, (?) wir  redeten hier von Autoren = Schriftstellern, (bin selber „auch“ noch Designer) und was Marken- und Gebrauchsmusterschutz etc. angeht, ist das eine völlig andere Kategorie/ Schiene, von was willst du ablenken?
Ich bin übrigens ebenso Mitglied in der "VG Wort", falls das dir etwas sagt, .!

3. Aber dann der Schluss -satz, strotzend vor arroganter „ironie (?) und Selbsterhebung, "50% der Künstler" (welche , etwas genauer bitte!?)  siene „Betrüger“ und was umfasst dieser Begriff  in deinem Denken?

Naja, das wäre ja mal ein erbauliche Diskussion „geworden“, aber zum Schluss hin hast du leider sachlich wie sonstwo, radikal abgebaut,

herzlliche Gruesse, .!

Kommentar von donym65 ,

"aber zum Schluss hin hast du leider sachlich wie sonstwo, radikal abgebaut"

Also, ich würde sagen Du redest hier nicht über mich, sondern von Dir selbst. Denn Du hast doch plötzlich von meinem Alter geredet ("Wie alt bist Du?"). Sachlichkeit kann man da nicht erkennen, eher Diffamierung. Daher mein Tip: Versuch einfach beim Thema zu bleiben. Der unbeteiligte Leser wird es Dir danken! Soviel dazu.

Auch ein Schriftsteller, der Prosa, Novellen, Romane,  Kurzgeschichten, Satire etc. schreibt, muss selbstverständlich seine „Quellen“ benennen und zwar dann, wenn er andere Bücher als Vorlage benutzt hat. Tut er dies nicht und man kann ihm das nachweisen, wird er ohne Zweifel vor Gericht zum Schadensersatz verpflichtet werden. Es gab da schon ettliche Prozesse, häufig ist es aber so, dass man es nicht zweifelsfrei nachweisen kann.

Ich selbst kenne mich ein wenig im Kunstgewerbe aus und kenne einige Künstler die selbst schon bestohlen worden sind. Die haben dann plötzlich Bestandteile ihrer Ideen in Werken anderer Künstler wiedergefunden, mit denen sie zu tun hatten. Der Schutz des geistigen Eigentums im Kunstbereich muss sicher noch bedeutend verbessert werden.

Kommentar von Saragoza ,

Hallo?

es ist schon etwas her, das ich letztlich so einen unbedarften Zeitgenossen wie dich hier angetroffen habe, wie alt bist du nochmal?
Aber immer gut, um dir  einige Dinge/ Sachverhalte  zu erklären, und näher zu bringen, offensichtlich, .!

Du leugnest also in deinem jugendlichen Übermut (oder Alters- Starrsinn, .?) das du völligen Unsinn (zum Schluss deines letzten podtings, ...) "erwähnt" hast?

Zitat daraus:

"Mindestens 50% der "Künstler" sind Betrüger und stehlen wie die Raben."

Das sind doch Aussagen, (imho) die wenig reflektierte, Vorurteils-belastete Gedanken spiegeln, und die reihen dich (leider) in die Gruppe der recht bieder stumpfen (Klein-)Bürger ein, die von Kunst, Kunstschaffenden und Umfeld sehr wenig bis kaum echte vAhnung haben und aus ihrem, etwa lapidaren Lohnarbeiterstatus oder sonstigen Lebens-Verhältnissen heraus, von dessen Warte sie die Welt betrachten (müssen), völlig übereilige, und (leider) recht verkürzte Schlussfolgerungen ziehen, etc.!?
Und zu schnell kommerzielle Interessenlage (wie es üblich ist, leider) auf die Kunstwelt übertragen und meinen, damit tiefere Einsichten gewonnen zu haben, ?

Dein weiteren Tipps und Ansichten sind leider etwas untauglich, wie deine leidvolle Prosa, die du fabrizierst, hier!
Ich deutete das „Alter“ an, um Handhabe und darin Gründe zu finden, dich ein bisschen „sanfter“ anzugehen, in der (vage gefassten) Hoffnung, hier einen jungen Menschen anzutreffen, der noch von Unkenntnis und vagen Vermutungen geplagt, (aber zu Besserem und gereifter Einsicht durchaus tauglich) eventuell noch in der Lage sein könnte, sich konsistente Argumente zu Gemüte zu führen, um daran (innerlich) zu wachsen und zu lernen, ?
Was nun tatsächlich bei dir leider nicht der Fall zu sein scheint, in kaum einer „ART“ und Weise, .? (was ich nun zutiefst bedauere)

Da du davon berichtest „Künstler“ zu kennen, bist du also keiner, .!

Immerhin lässt du dich auf das Thema grundsätzlich ein, jedoch ohne selber im Grunde davon (gesitiges Eigentum und Diebstahl) betroffen zu sein, was dir sicherlich hoch anzurechnen ist, trotzdem, ..!

Aber lass dir gesagt sein, das viele Kleinkünstler (oder kennst du solche mit überregionalem Rang und Namen, .?) oft nur „meinen“, ihnen wären Ideen und Ansätze „gestohlen“ worden und leider nicht verstehen, in ihrem Kleinmut, das auch andere Kunstschaffende, bisweilen ähnliche, gleiche oder abgeleitete Ideen zu entwickeln fähig sind, und der Mensch generell, als soziales Wesen, dazu neigt in der Breite/ Tiefe (zum Glück) noch ähnliche Gedanken und Ansätz zu entwickeln, schon mal daran gedacht, ?

Also ich wäre mit Diebsstahls- und Plagiatsvorwürfen, besonders auf niedere Ebene, etwas vorsichtig und damit drücke ich nicht etwa eine geringere Wertschätzunge gegenüber „unbekannteren“ Künstlern aus, sondern stelle nur deren Haltung und Ansichten, (die ich derart auch schon bemerkt habe, bisweilen, ) etwas bis erheblich in Frage, also?

Gruss

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