Frage von Hellidiedumme, 43

Muss ein Hund in die Hundeschule?

Im September letzten Jahres kaufte ich als absolute Hundeanfängerin eine 2 1/2jährige kleine Hündin aus Spanien von der Tierrettung. In der Zwischenzeit ist sie sehr zutraulich. Sie hört aufs Wort, macht "Sitz", "Platz ", bleibt alleine, lässt Radfahrer und Jogger" links liegen" und ist zutraulich zu Jedermann. All das würde mir für unser weiteres Zusammenleben ausreichen. Doch nun wurde ich schon wiederholt von "Hundekennern" angesprochen, dass ich mit meiner Kleinen unbedingt zur Hundeschule müsste, da sie sonst nicht ausgelastet sei und geistig mehr gefordert werden müsste. Dazu sagen muss ich, dass sie bei unseren Spaziergängen mit vielen anderen Hunden tobt, für sie also ein sozialer Kontakt gegeben ist. Ausserdem sind wir jeden Tag drei bis vier Stunden unterwegs, auch öfters woanders. Ich denke, damit ist sie ausgelastet genug, aber einige sehen das anders. Ich bin nun sehr verunsichert und frage euch: Wäre eine Hundeschule für meine Kleine wirklich sinnvoll, damit sie geistig mehr ausgelastet ist? Ich danke euch für eure Hilfe und Antwort.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Hellidiedumme,

Schau mal bitte hier:
Tiere Hund

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ninni381, 16

Hi! Meiner Meinung nach klingt es anhand deiner Beschreibung nicht so, als ob bei euch ein dahingehender Bedarf besteht. In Punkto Hundeschulen gibt es ganz allgemein auch solche und solche, und weiß Gott nicht jeder Trainer hat den richtigen Beruf gewählt...

Im meinem Bekanntenkreis wird mit den sportlich bzw. intellektuell eher anspruchsvollen Hunden teilweise Obedience-Training und Agility praktiziert, und zur körperlichen und geistigen Auslastung scheint dies auch ziemlich effektiv zu sein.

An einem gut sozialisierten, aufgeschlossenen und ausgeglichenen Tier jedoch durch Trainer "herumdoktern" zu lassen, würde ich persönlich eher ablehnen. Speziell in eurem Fall (Tierrettung, ggf. schlechte Erfahrungen) würde ich wahrscheinlich nicht riskieren wollen, die so immens wichtige Vertrauensbasis durch Fremdeinwirkung zu gefährden.

Um hier abschließend ein Beispiel zu nennen, hörte ich vor Jahren über die Praktiken einer Hundeschule, dass dort angeblich vermittelt werden würde, a) den angeleinten Hund zur Korrektur am Halsband in die Luft zu reißen, oder b) mit irgendetwas Hartem (Steine, Stöcke, ein Fahrradkettenschloss!) auf das freilaufende Tier zu werfen. Katastrophe!!!

Euch alles erdenklich Gute, und eine wunderschöne gemeinsame Zeit. Es ist wirklich großartig, dass du dich bewusst für einen notleidenen Hund entschieden hast und dich so fantastisch um die Kleine kümmerst!!! LG*

Kommentar von Hellidiedumme ,

Ich danke für die ausführliche und absolut einleuchtende Antwort. Das war sehr lieb und auch danke für das Lob. Meine Kleine ist genau so richtig wie sie ist und ich werde keine Experimente mit irgendeiner evtl.  diffusen Hundeschule machen. Dir auch alles Gute. 

Kommentar von Ninni381 ,

Wirklich sehr gern geschehen, und genau so würde ich mich auch entscheiden. LG*

Antwort
von Nordseefan, 27

Lass dich nicht kirre machen. So wie du das beschreibst ist es doch gut.

Antwort
von NinatorHD, 24

Hundeschlitten ist kein muss. So mal es da vor allem um soziale Kontakte und Gehorsam geht und da scheint ihr ja versorgt zu sein. Für geistige Auslastung würde ich eventuell mal über ein paar Aufgaben nachdenken (bei Bedarf nähere Erklärung) und sonst vielleicht Agility wobei es da auf die Rasse ankommt

Kommentar von NinatorHD ,

*Hundeschule

Antwort
von ninamann1, 15

Nicht zwingend , Dein Hund ist doch gut , so wie Du schreibst .  Mit meinem war ich auch nicht in der Hundeschule , wir fahren aber regelmäßig zum Hundespielplatz, damit er im Rudel toben kann.

Antwort
von Steffile, 26

Nein, das waere Quatsch. Hundeschulen sind manchmal sinnvoll aber allgemein einfach ein neuer Konsumtrend.

Kommentar von Elizabeth2 ,

Nicht wirklich. Wenn ich manche Hunde so sehe und dann erst recht die Herrchen dazu, kriege ich die Krise. Von Rücksichtnahme keine Spur - aber zum Glück nicht bei allen. Aber die paar machen den anderen das Hundehalten schwer. Aber man merkt schon, wessen Hund hört und wessen nicht.

Kommentar von Steffile ,

Das sind Leute die allgemein Probleme haben, nicht zu reden von ihren Kindern, und sind sowieso keine potentiellen Hundeschulegeher.

Was mich nervt ist diese Konsumindustrie die erst den Markt der Eltern und jetzt der Hundebesitzer ergreift. Als ob man seinen Hund nicht (normalerweise) selbst erziehen koennte.

Antwort
von Elizabeth2, 24

natürlich Hundeschule, da geht es auch um den Hundehalter, der viel lernen kann dabei. Es geht auch in Zukunft um das Zusammenspiel mit anderen Menschen und viele können es z.B. nicht leiden, wenn der Hund zu zutraulich wird und dann die Leute anschlabbert. Ein Hund muss gehorchen und muss spielen und toben dürfen. Diese Balance - das lernen Hund und Herrchen in der Hundeschule.


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