Frage von Reg99, 62

Muss ein Heizkörpertausch vom Meisterbetrieb gemacht werden?

Hallo zusammen!

Bei uns müssen Heizkörper ausgetauscht werden und teilweise die Rohre der Heizkörper noch etwas bearbeitet werden, weil die Heizkörper leicht versetzt werden müssen.

Ich habe einmal gehört, dass soetwas nur der Meisterbetrieb machen darf. Ist das korrekt?

Ich will es ordentlich haben und nicht schwarz sondern mit Rechnung und Gewährleistung, aber es gibt ja auch sehr gute Allroundhandwerker, die soetwas können. Dürfen die das?

Danke,

R.

Antwort
von Rockuser, 36

Das darf auch ein Allrounder. Wie das dann allerdings mit der Qualität und der Gewährleistung aussieht, kommt auf dessen können und den Inhalt seiner AGB an.

Ich glaube nicht, das eine Fachfirma wesentlich teurer ist.

Antwort
von herakles3000, 19

Lass das einen Fachbe5rieb machen den ein Sogenannter Alroundhandewerker hat wohl keine Ahnung von Sicherheits Einrichtungen am Heizungskessel usw,. den das Wasser mus abgelassen und wieder aufgefüllt werden und wird zu viel aufgefüllt könnten die rohre unter Umstände platzen (wörtlich)Außerdem kann zb der Fachbetrieb das mit Pressfittinge erlediegen und dazu hat er auch spezielles Werkzeug.Damit gibt es auch weniger Dreck.Der Abgleich bedeutet wohl auch weiterhin nur das es auf die entsprechende bar zahl aufgefüllt wird und alle Heizkörper dann im Haus entlüftet werden das müssten das schon zwei Leute machen.

Kommentar von DietmarBakel ,

Der Abgleich bedeutet wohl auch weiterhin nur das es auf die entsprechende bar zahl aufgefüllt wird ... 

Da solltest Du vielleicht beim Meister noch einmal nachfragen.

Antwort
von harmersbachtal, 25

wegen Gewährleistung und Garantie würe ich es nicht machen für solche Arbeiten sind auch mal gleich ca 500 € weg was ist dann bei einem Wasserschaden wär zahlt dann

du kannst auch mehrere Angebote von versch.Firmen einhohlen

Antwort
von DietmarBakel, 28

Hi,

das Wort "muss" in der Frage ist sicher mit NEIN zu beantworten. Die grobe Handwerklichkeit kann und darf auch ein "Allrounder" erledigen. 

Ist es sinnvoll? (Spare ich wirklich?)

Hintergrund: Neue Heizkörper und geänderte Rohrführung bedürfen anschließend einer Überprüfung der Druckverhältnisse im Gesamtsystem. Das nennt der Heizungsbauer einen "hydraulischen Abgleich". Auch der muss honoriert werden.

Das ist zwar keine große Aktion. Ich zweifele allerdings daran, dass ein "dahergelaufener" Allrounder das überhaupt kann. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Hast Du hinterher Probleme (z.B. Geräusche, ungleiche Heizleistung, etc.) wirst Du kaum Hilfe erwarten können.

Also > Lohnt sich das?

Deine Entscheidung.

Gruß Dietmar Bakel

Kommentar von realistir ,

Jetzt kommt tatsächlich Einer mit dem Argument hydraulischer Abgleich vom Heizungsbauer ;-) Das haben die Heizungsbauer vorher nie oder selten gemacht. Nun ist es zwar vorgeschrieben, aber wieder mal nur für komplett neue Anlagen.

Eine neue Anlage wird das nicht, das wird nur eine Teiländerung und da macht kaum ein Heizungsbauer einen Agbleich.

Wie sind denn die Druckverhältnisse im Heizkreis eines Ein- oder Zweifamilienhauses? 10 Bar oder 1,5 ?

Kommentar von DietmarBakel ,

@realistir: Habe schon oft die anschließende Heulerei anhören müssen.

Du hast recht, dass der "hydraulische Abgleich" ein gewünschter Hype der Branche sein mag.

Dennoch sollte Ventilvoreinstellung bzw. Rücklaufverschraubung nicht blindlinks installiert werden.

Es ist auch von mir nicht behauptet, dass es zwingend zu Problemen kommen wird, sondern das fachlicher Verstand an der Stelle prophylaktisch nützlich ist.

Wie geschrieben - eine Entscheidung des Fragestellers.

Kommentar von herakles3000 ,

In einem Zweifamilien Haus  sind es 1- 1.5 bar aber es kommt auch auf die Höhe des haues an. 10 bar sind nur in Rieseige Firmenanlagen überhaupt möglich.

Kommentar von DietmarBakel ,

@herakles3000: Vielen Dank für Deine immer wieder lesbaren und leuchtenden Ergänzungen.

Zur Klarstellung: Die "statischen" Druckverhältnisse in einem Heizsystem gleich welcher Gebäudegröße und Gebäudehöhe haben nichts und aber auch gar nichts mit der Hydraulik zu tun. Es sind die "dynamischen" Druckverhältnisse.

Wer das nicht weiß oder vermengt sollte sich mit Gießkannen oder Teekannen beschäftigen. Da ist es relevant.

@realistir: Falls auch Du das meintest, dann gilt das auch für Dich.

Grüße

Antwort
von realistir, 19

Komische Frage, denn macht die Arbeiten dann ein Meister, oder delegiert Der es an einen Lehrling im 3ten Lehrjahr oder einen Gesellen? Berechnet aber einen Meisterlohn und einen Gesellenlohn.

Der einzige Unterschied besteht nur darin, einer der das Handwerk gelernt hat oder am lernen ist, weiß was wie zu machen ist.
Wenn du das auch weißt, kannst und darfst du das auch machen.

Das einzig wichtige ist, man hat sich an gewisse technische Regeln zu halten. Hält man sich daran, kann kaum was schief gehen. Lehrlinge lernen diese Regeln. Lernen ist allgemein nicht verboten.

Kommentar von DG2ACD ,

Es gibt hier eine kleine Ausnahme, die es jedoch nicht in jeder Region gibt.

Hat eine Region ein Kraftwerk in der Nähe, liefern solche oft die Abwärme als Wärmeträger in die Haushalte. Wenn diese Fernwärme direkt in die Heizkörper geliefert wird, es sich also um ein Hochdrucksystem handelt, dann dürfen Arbeiten daran ausschließlich von dem Wärmeversorger oder dessen beauftragte Firmen durchgeführt werden.

Aber selbst in solchen Regionen mit Hochdruck-Fernwärmesystem, ist es sehr oft so, dass der Hochdruckkreis an einer Übergabestelle mit Wärmetauscher endet und nach dem Wärmetauscher das Niederdrucksystem des Hauseigentümers das Haus versorgt. Ab hier darf jeder selber dran. Man sollte allerdings schon wissen was man tut. UND, wenn man Mieter ist, sollte man auch wissen was der Vermieter dazu sagt. Denn meist sind ja auch mehrere Mieter von der (vorübergehenden) Stilllegung betroffen.

Kommentar von realistir ,

Du bist gut informiert und mir sympatisch ;-)

Okay, du hast selbst deine kleine Ausnahme korrigiert, sonst hätte ich dir antworten müssen. In der Regel gibt es keine Hochdrucksysteme in privaten Häusern. Auch nicht, wenn diese ans Fernwärmenetz angebunden sind, denn dann werden immer Wärmetauscher verwendet um Hausintern mit Niederdruck arbeiten zu können.

Bist du Amateurfunker auch als Universalgenie in einem großen Industriegebiet tätig, oder woher hast du so viele Kenntnisse?

Ich drückte deinen Aspekt, man sollte allerdings schon wissen was man tut, mit meinen Worten aus. Die lauteten, das einzig wichtige ist, sich an gewisse technische Regeln zu halten und diese zu kennen.

Man kann also viele Dinge lernen, nicht nur Regeln. ;-)
Ferner gibt es nicht nur Laien und Facharbeiter, es gibt auch technisch unterwiesene Personen, die dann keine echten Laien mehr sind. ;-)

Antwort
von rudelmoinmoin, 31

nein, wenn derjenige das richtige Werkzeug hat, und weiß wie/wo man das Wasser abstellt ist es einfach, sind nur 2 Verschraubungen 

Kommentar von Reg99 ,

Na ja, nicht ganz, denn ,wie gesagt, die Heizkörper müssen teilweise auch versetzt werden, d. h. es müssen auch Rohre verlängert werden ...

Kommentar von rudelmoinmoin ,

um es zu versetzen die Verlängerungsrohre ausmessen, vom Schlosser anfertigen lassen (mit Zeichnung) wegen Überwurfmuttern 

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