Frage von micholee, 76

Muss ein Anbieter bei Adresswechsel den Kunden informieren?

Hallo zusammen,

muss ein Anbieter (Bsp. Pay-TV-Sender, Telekommunikationsanbieter, Energieversorger, Versicherungen,...) dem Kunden mitteilen, wenn sich die Adresse ändert?

Es geht speziell um Kündigungsschreiben, wenn ein Anbieter jahrelang die gleiche Adresse hatte und daher das Kündigungsschreiben immer gleich aussah.

Antwort
von schleudermaxe, 10

Nein, da hätte jede Tankstelle große Probleme mit.

Ich nehme auch an, daß es nicht um Kunden geht, sondern um Vertragspartner, und die bekommen die Info. bei Anfall spätestens mit den Rechnungen.

Antwort
von kevin1905, 24

Die ladungsfähige Anschrift ist zwingender Bestandteil eines Impressums. Da wirst du fündig.

Wenn eine größere Firma ihre Geschäftszentrale woanders hin verlegt, bekommt man das i.d.R. aber auch so mit.

Antwort
von Apolon, 25

Der Kunde wird bei jedem Schriftwechsel - mindestens ein mal im Jahr über die Beitragsrechnung informiert.

Gruß N.U.

Antwort
von Bernerbaer, 39

Ich glaube nicht dass jeder Kunde einzeln informiert werden muss.

Der Eintrag im Handelsregister muss geändert werden und der wird dann veröffentlicht.

Ich denke jedem Kunden ist zuzumuten dass er sich über die aktuelle Adresse selbst informiert.

Antwort
von MonikaDodo, 1

Das muss er... Ganz sicher!

Antwort
von ladyell, 49

Ja muss er.

Kommentar von Falkenpost ,

Sollte er. Ein MUSS ist mir nicht bekannt. Denn schließlich kann der Anbieter auch auf anderem Weg dafür sorgen, dass die Kündigungsschreiben von der alten an die neue Adresse kommt.

Kommentar von ladyell ,

Naja wenn ein gülltiger Vertrag besteht muss er. Alles andere ist nicht seriös, der Kunde muss die Möglichkeit haben den Anbieter in schriftlicher Form zu kontaktieren.

Genauso ist der Kunde dem Dienslteister gegenüber verpflichtet eine Adressänderung mittzuteilen.

Wenn der Anbieter ein Nachsendeauftrag hat muss er natürlich nicht, aber ein Nachsendeauftrag kostet und gillt auch nicht für die Ewigkeit.

Kommentar von Falkenpost ,

Hallo!

Wo ist dies rechtlich geregelt?

Auf der Homepage wird die neue Adresse zu finden sein. Im Handelsregister ebenso. Auf den regelmäßigen Kontaktmitteln (Rechnungen, Newslettern, etc.) ebenso. Damit sind die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Ein klassischer "Nachsendeauftrag" der Post für den kleinen Bürger ist auch nicht notwendig. Mal davon abgesehen, können Unternehmen diesen auch open End verlängern. Es gibt aber andere Wege, dass die Post trotzdem ankommt. Schließlich liegt es im primären Interesse eines Unternehmens, dass es gefunden wird.

Des Weiteren gehört es zur Pflicht eines Leistungsempfängers, sich hier zu informieren. Ein Blick auf die letzte Rechnung langt aus, um die aktuelle Anschrift zu haben.

Kommentar von ladyell ,

Schließlich liegt es im primären Interesse eines Unternehmens, dass es gefunden wird.

Des Weiteren gehört es zur Pflicht eines Leistungsempfängers, sich hier zu informieren

das ist wiedersprüchlich.

Nicht jeder erhält Rechungen und Newsletter per Post, in der heutigen Zeit ist alles auf den elektronischen Weg umgestellt. Davon mal abgesehen , ein seriöses Unternehmen teilt auch im Newsletter oder in der Rechnung seine Adressänderung genauso wie die Bankverbindung mit.

Ich habe jetzt auch nirgends gefunden das es gesetzlich Geregelt ist dass der Leistungsempfänger sich über die aktualität der Kontaktdaten vom Anbieter informieren muss.

Kommentar von Falkenpost ,

Ob per Post oder auf elektronischem Weg: die aktuelle Anschrift steht in beiden Medien drin. Also gibt es keine Ausrede, diese nicht zu kennen. Und diese Medien werden sicherlich genützt, um eine Adress-Mitteilung kund zu tun. Es ist aber keine rechtliche Verpflichtung, jeden Endkunden über jegliche Änderung zu informieren. Oder wie oft hast du schon Post von z.B. der Telekom bekommen, dass wieder einmal der Unternehmenssitz geändert wurde? Wohl noch nie.

Das der Absender sich über die Adresse informieren muss resultiert aus der Situation, dass dieser belegen muss, die Kündigung rechtzeitig an den richtigen Empfänger versendet hat. Ich denke, das Argument "Ich habe die Kündigung an den "Reichstelefondienst Berlin, Adolf-Hitler-Str. 15, 1002 Berlin" versendet. Das war 1939 auch die Adresse" nicht gut ankommt.

Die Beweislast liegt bei demjenigen, der aus dem Zugang der Kündigung etwas für seine Rechtsposition herleiten möchte. In diesem Fall also der Kündende. Daher ist es in seinem Interesse, die richtige und aktuelle Anschrift zu verwenden.

Kommentar von micholee ,

Sehr interessante Unterhaltung von euch beiden. Dann sieht es wohl eher schlecht aus, wenn die Kündigung an die alte Unternehmensadresse ging. (Rechnungen usw. gab es bisher nicht. Ist ein Pay-TV-Sender der nur (Wenn man nicht gekündigt hat eine Rechnung bei Verlängerung schickt). Darauf war eine neue Adresse. Über das Internet finde ich aber nicht direkt eine bindende Adresse für "Digiturk Europe Gmbh"

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community