Muss die Auszahlung der nichtgenommenen Urlaubstage aufgrund Krankschreibung nach Ablauf des befristeten Arbeitsvertrages schriftlich beantragt werden?

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2 Antworten

Grundsätzlich bleibt der Anspruch 3 Jahre erhalten.

Aber i. d. R. gibt es tarifvertragliche/arbeitsvertragliche Ausschlußfrist.

Das müsste recherchiert werden - nach Ablauf der Ausschlußfrist kann der Anspruch grundsätzlich nicht mehr geltend gemacht werden.

Eine Urlaubsabgeltung ist nicht Surrogat des Urlaubsanspruchs, sondern eine reine Geldforderung und unterliegt damit wie andere Ansprüche
aus dem Arbeitsverhältnis einzel- und tarifvertraglichen Ausschlussfristen.

Das gilt auch für die Abgeltung des nach § 13 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 3 Abs. 1 BUrlG unabdingbaren gesetzlichen Mindesturlaubs.

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Kommentar von Ankekauli
16.02.2016, 23:53

In meinem Vertrag beträgt die Ausschlußfrist 6 Monate - also bin ich ja noch im grünen Bereich, nicht wahr?

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Hallo Ankekauli

Der Arbeitgeber hat dir die Urlaubstage zugewiesen also brauchst Du keinen Antrag dem Arbeitgeber zuweisen dir den Rest aus zu bezahlen.

Das wäre ja so das ein Patient einem Arzt sagen muss was der Arzt zu tun hat.

Gruß Ralf

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Kommentar von Ankekauli
16.02.2016, 22:47

Ja, nicht wahr - rein logisch sehe ich das auch so. Ich beantrage ja auch nicht jeden Monat die Auszahlung meines Gehaltes. Was mich wundert, dass die Fa. das behauptet. Habe mit Arbeitsgericht gedroht - interessiert die nicht. Habe über das Arbeitsgericht jetzt einen Mahnbescheid erlassen. Aber die geben einem dort ja keine Rechtsauskunft. Es ist keine kleine Firma, deswegen wundert es mich, dass sie es darauf ankommen lassen....

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