Ab wann sollte man den Beruf bzw. Arbeitsplatz wechseln?
Was wären eure Kriterien?

Wenn Du für Dich innerlich gekündigt hast, dann solltest Du unbedingt den Arbeitsplatz wechseln.

Wenn Du Dir eine Arbeit/einen Beruf ausgesucht hast, dann muss doch wohl auch Spass an der Materie dabeigewesen sein. Ansonsten musst Du Deine Arbeit mit "sturem Blick auf die Kohle" machen - möglich ist das auch, aber dann musst Du Dir einen guten geistigen Ausgleich suchen. Im Idealfall stimmen jedoch Spass UND Geld bei den meisten Arbeiten, die Mensch ausführt.
Und andererseits ist noch ganz wichtig - das Leben besteht nicht nur aus Spass, das sollte jedem Menschen klar sein.

Betrachte Dir mal die Arbeitslosigkeitsstatistik, das sollte Deine Frage beantworten, es sei denn, das Du eine Ausbildungsqualifikation hast, die Dir eine Auswahl ermöglicht.
LG....strick
Brigitta am 1. April 2008 22:59 Gute Antwort.

Ich war 5 Jahre arbeitslos, da war die Frage nach dem Spass die wichtigste, die ich mir stellte...
Unabhängig von so einer Situation finde ich den Spass an der Arbeit ein sehr wichtiges Kriterium. Ich bin jedenfalls nicht bereit, nur für mehr Geld zu arbeiten, wenn ich wählen darf.

bevor ich verhungere, arbeite ich selbstverständlich auch nur des geldes wegen. aber ein gewisser spaß an der arbeit und dem sozialen umfeld erhöht natürlich die arbeitsmoral. aber ich denke auch, dass es keinen beruf gibt, der immer nur spaß macht.

Der Beruf sollte auf jeden Fall Spaß machen aber leben können muß man von dem Gehalt auch. Es muß also schon eine Kombination aus Beidem sein.
Brigitta am 1. April 2008 22:56 DH

Also ich hatte nach meiner Schulzeit die Wahl zwischen zwei Berufen...
nah an meinem Heimatort, wäre jeden tag zu hause gewesen geld wäre nach der ausbildung ganz ordentlich gewesen
ca. 300km entfernt, verdiene jetzt nach der ausbildung etwas weniger als ich beim anderen verdient hätte. Dieser Beruf macht mir aber wirklich spaß
Fazit: Ich habe es bisher noch nicht bereut, dass ich mich für die weitere Strecke entschieden habe und etwas weniger verdiene... Wenn du jeden Tag immer nur dran denken musst das du wieder zu der (bescheidenen) Arbeit musst ist das bestimmt nicht so prickelnd....

Noch besser ist es, wenn man morgens nach etlichen Jahren der Wunschtätigkeit immer noch mit nem Lächeln aufsteht, abends zu Bett geht und sich sagt... Jeden Tag eine gute Tat vollbracht ( meistens sogar mehrere ) Das ist Berufung !

für mich ist spass an der arbeit das wichtigste, wenn ich in einem anderen betrieb mehr verdienen könnte aber das umfeld nicht passt, dann verzichte ich darauf

Unter bestimmten Kriterien solltest du dir eine Kündigung überlegen... Mobbing, Unter-/Überforderung, im Endeffekt, ob es sich lohnt für das Gehalt noch länger in dem entsprechenden Unternehmen zu arbeiten. Wenn du psych. Probleme, aller spätestens aber psychosomatische Probleme durch deinen Job bekommst, solltest du dir eine Auszeit überlegen, viell. hast du ein Burn-Out... Kann ja mal vorkommen. Aber eine entsprechende Therapie kann dir auch wieder Spaß an der Arbeit bringen.

Dazu kommt noch das Argument der Gesundheit: sollte der Job irgendwann wirklich Niedergeschlagenheit und Langeweile auslösen, sollte man über das Geld hinweg sehen und sich nach was anderem umaschauen.

Wenn es keinen Spaß mehr macht, sehe ich mich nach einem anderen Job um. Allein schon deswegen, weil ich sonst nicht die Leistung abrufen kann, für die ich mein Geld bekomme.
Wechseln täte ich aber erst dann, wenn ich etwas anderes gefunden hätte, wo die Bezahlung mindestens genauso hoch ist.

Natürlich ist es am besten, wenn beides stimmt. Aber letztendlich würde ich mich für Geld entscheiden, denn für den Spaß an der Arbeit kann ich mir nichts kaufen!

Ich würde sagen, fang mal an zu arbeiten, dann kommst du selber drauf
Wenn man den Arbeitsvermittlern zuhört, so spielt es keine Rolle welchen Beruf jemand erlernt. Hauptsache vermittelt und aus der Statistik. Völlig falsch denke ich. Wer an seinem Beruf Freude hat, wird auch in der Lage sein sich mit ihm zu identifizieren , als sich nur des Geldes wegen täglich mit Missmut zum Arbeitsplatz zu schleppen und schon morgens daran denken, hoffentlich ist bald Feierabend. Wo soll da eine Motivation herkommen. Motivation kommt von motivieren und das gelingt ganz einfach nur dann, wenn man mit Lust und Freude sich seinen Aufgaben stellt.