Frage von GittiHerz, 65

Muss derjenige, der die Scheidung beantragt das gemeinsame Haus verlassen?

Guten Morgen!

Nachdem ich jetzt den ersten Schock über den Scheidungswunsch meines Mannes überstanden habe, möchte ich nun versuchen nach vorne zu blicken und mir mein neues Leben aufbauen… Jetzt hätte ich noch ein paar offene Fragen bei denen ihr mir eventuell weiterhelfen könntet?!

Muss derjenige, der die Scheidung beantragt das gemeinsame Haus verlassen? Im Falle, dass nur ein Ehegatte auf die Scheidung drängt (was bei uns derzeit der Fall ist), verwirkt er dann das Recht auf das gemeinsame Haus? Wird das dadurch beeinflusst, ob einer der Ehegatten einen Treuebruch begangen hat?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Antwort
von Flopfe, 23

Hi GittiHerz!

Mein Mitbewohner hat sich letztes Jahr von seiner Frau scheiden lassen und musste daraufhin aus der gemeinsamen Eigentumswohnung ausziehen. Während des Trennungsjahres haben sich die beiden die Wohnung noch
geteilt, allerdings in verschiedenen Zimmern gewohnt. Sie haben sich dann
untereinander ausgemacht das sie in der Wohnung bleiben kann und sie hat ihn daraufhin auszahlt.
Er hat dann also seine Sachen gepackt und ist bei mir gelandet :-)

Soweit ich informiert bin gibt es keine gesetzliche Pflicht, dass derjenige auszieht der den Treuebruch begangen hat.

Mein WG-Kumpel hat sich über Scheidung.de Tipps geholt und
sich schließlich auch mit deren Hilfe scheiden lassen, klick dich mal durch,
vielleicht findest du hier weitere Antworten…

http://www.scheidung.de/wohnrecht-bei-trennung-und-scheidung.html

Antwort
von Deepdiver, 32

Nein, das gemeinsame Haus, wird dann gemeinsam aufgeteilt.

Entweder wird es Verkauft oder der eine Partner zahlt den anderen aus.

Wer von euch den Treuebruch begangen hat ist in diesem Falle völlig egal. Das Haus muss nur geteilt werden, denn ich denke mal, das im Grundbuch beide zu gleichen Teilen eingetragen sind.

Sollte widererwartend nur einer eingetragen sein, dann gehört demjenigen das Haus und der andere muss gehen.

Antwort
von wiki01, 31

verwirkt er dann das Recht auf das gemeinsame Haus?

Ganz sicher nicht. Das Recht auf das gemeinsame Haus ist im Grundbuch vermerkt. Eine laufende Scheidung greift in dieses Recht nicht ein. Nach neuester Rechtsprechung kann sogar das Trennungsjahr auch im gemeinsamen Haus stattfinden.

Wird das dadurch beeinflusst, ob einer der Ehegatten einen Treuebruch begangen hat?

Das ist völlig unerheblich.


Antwort
von konzato1, 37

Nein, das wäre mir nicht bekannt.

Derjenige, der die Scheidung einreicht, wird nicht schlechter gestellt, als der andere Partner.

Antwort
von DFgen, 17

Wer die Scheidung einreicht, hat keinen Einfluss auf Wohnrecht, Eigentumsrechte, Unterhaltsforderungen usw...

Einen "Schuldigen" gibt es bei einer Scheidung heutzutage nicht mehr, ein Treubruch ist also diesbezüglich nicht mehr relevant.

Eine Scheidung muss immer durch einen Anwalt beantragt werden und ihr muss immer eine "Trennungsjahr" vorausgehen.

Willigt einer der beiden Ehepartner nicht in die Scheidung ein, kann diese erst nach frühestens drei Jahren gegen seinen Willen ausgesprochen werden.

Antwort
von Frangge, 32

Da müsst ihr euch schon selbst einig werden. Die "Schuldfrage" ist schon seit über 40 Jahren abgeschafft.

Antwort
von M0dj0, 34

Was steht denn im Grundbuch? 50/50?

Kommentar von GittiHerz ,

ja genau.

Kommentar von M0dj0 ,

Schwierige Sache. Wenn er geht, wird er das Haus verkaufen wollen, bzw. von dir den Ankauf der 50% verlangen, was man sicher nicht so auf der hohen Kante hat. Demnach werdet ihr das Haus wohl verkaufen.

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