Frage von Karmen2001, 45

Muss der Käufer beim Kauf einer Immobilie für die Zustimmung des Verwalters zahlen?

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von chriskmuc, 21

Die Verwalterzustimmung zum Verkauf einer Wohnung steht in einigen GO. Nur wenn im Verwaltervertrag bzw. per Beschluss dem Verwalter für diesen Zusatzaufwand eine Vergütung zusteht, darf der Verwalter diese Vergütung auch verlangen.

Da der neue Käufer kein Vertragsverhältnis mit der ETG bzw. dem Verwalter hat, zahlt dies der derzeitige ET (=Verkäufer). Egal was beschossen worden ist, eine ETG kann nicht beschliessen, dass ein dritter die Kosten eines Beschlusses zu tragen hat. Einen "Vertrag" zu Lasten dritter sieht die dt. Rechtsprechung nicht vor.

Du musst das nur dann bezahlen, wenn Du mit dem Verkäufer eine Individalvereinbarung hast oder es im Kaufvertrag auch so explizit geregelt ist.

Oftmals nimmt sich der Verwalter das Geld auch vom WEG-Konto und stellt diese Kosten dann in die Einzelabrechnung der verkauften Wohnung ein.

Kommentar von schleudermaxe ,

Da kann aber etwas nicht stimmen, denn auch wir Verwalter dürfen nicht einfach nur mal so in die Kasse greifen.

Kommentar von chriskmuc ,

Dies:

"Oftmals nimmt sich der Verwalter das Geld auch vom WEG-Konto und stellt diese Kosten dann in die Einzelabrechnung der verkauften Wohnung ein."

geht natürlich nur dann, wenn im Verwaltervertrag eine Vergütung vereinbart wurde.

Aber in der Tat hast Du Recht, wenn nicht explizit auch beschlossen worden ist, dass die Kosten der Verkäufer zu tragen hat, dürfen diese Kosten auch nicht in die Einzelabrechnung von dieser Einheit eingestellt werden und die WEG zahlt dies.

Antwort
von Allexandra0809, 26

Kostet das etwas? Bei uns ist das kostenlos.

Ist aber dann wohl Sache des Käufers.

Kommentar von Karmen2001 ,

Die Eigentümergemeinschaft hat das damals beschlossen, aber es ist unklar, wer dafür aufkommt, Die Kosten für die Zustimmung luegen zwischen 100 -150 Euro zzgl. notarieller Beglaubigung 

Kommentar von Allexandra0809 ,

Hm, ich würde mal vermuten, dass das der Käufer zu zahlen hat. Wenn das so beschlossen wurde, dann sicher auch, wer das zu zahlen hat.

Beim Kauf einer Wohnung kommen noch so einige "versteckte" Kosten dazu, mit denen man nicht rechnet, die aber alle bezahlt sein wollen.

Kommentar von schleudermaxe ,

Und in welchem Vertragsverhältnis stehen die WEG und der potenzielle Käufer?

Antwort
von schleudermaxe, 13

Nein, warum sollte er auch?

Die WEG verlangt die Zustimmung, also bezahlt dies auch die WEG.

Kommentar von schleudermaxe ,

Siehe ggf. Auszug aus der Literatur,

Im günstigsten Fall haben die Wohnungseigentümer bereits durch
Vereinbarung das Honorar für die Veräußerungszustimmung auf den
Veräußerer abgewälzt. Ferner besteht die Möglichkeit nach § 21 Abs. 7
WEG eine entsprechende Kostentragungspflicht des Veräußerers durch
Mehrheitsbeschluss herbeizuführen. Fehlt es an einer Regelung und wird
das Sonderhonorar mehrheitlich von der Gemeinschaft beschlossen, ist
dieses stets von der Gemeinschaft und nicht vom Veräußerer – geschweige
denn vom Erwerber – zu begleichen! Der Erwerber könnte sich lediglich
individualvertraglich gegenüber dem Veräußerer zur Kostenübernahme
verpflichten.

Nun war und ist es in vielen Gemeinschaften gängige
Praxis, generell dem Erwerber das Honorar für die Veräußerungszustimmung
in Rechnung zu stellen. In der Mehrzahl der Fälle zahlt der Erwerber
das Sonderhonorar. Einige Erwerber hingegen lehnen zu Recht mit Verweis
auf eine Kostentragungspflicht der Gemeinschaft eine Begleichung des
Sonderhonorars ab. Dies führt in vielen Gemeinschaften zu
Missstimmungen, da in der Vergangenheit ja alle Erwerber gezahlt hatten.

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