Frage von FolwerGirl, 125

Muss der Arzt einem 9 jährigen Kind sagen, dass es bei der op sterben KANN?

Hey, meine kleine schwester hat einen Leistenbruch, der operiert werden muss. Nun war sie gestern beim Facharzt, der sich die ganze Sache nochmals angeschaut hat. Im Laufe des Termins hat meine Schwester den Arzt gefragt, ob sie bei der op sterben könne. Der Arzt sagte: Das kann sein ist aber eher unwahrscheinlich.

Jetzt zu meiner Frage: Hätte er ihr auch nicht einfach sagen können ,,das ist sehr unwahrscheinlich“ oder ,,das kann man so nicht sagen“ ... und dann die Erziehungsberechtigten über die Risiken aufklären können? Denn nun ist sie sehr verängstigt und fürchtet sich vor der op.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LiselotteHerz, 74

Das war eine ehrliche Antwort, aber dieser Arzt war wohl sehr unsensibel, so etwas sagt man keinem Kind. Selbst so mancher Erwachsener überlegt es sich dann noch dreimal, ob er sich wirklich operieren lassen soll.

Jede Vollnarkose birgt ein Risiko, und das wird er wohl gemeint haben. An der OP selbst stirbt man nicht, dauert nicht mal lange.

Ich habe meine Leistenbruch-OP unter Spinalanästhesie machen lassen, ich war also wach. Soweit ich mich erinnere, hat das grade mal 15 Minuten gedauert. Das wäre eine Alternative, allerdings weiß ich nicht, ob das für eine 9jährige sinnvoll ist.

Man bekommt dann die Betäubung in das Rückenmark, tut auch weh, und lediglich nabelabwärts ist man dann gefühllos.

http://www.netdoktor.de/therapien/narkose/spinalanaesthesie/

Sag Deiner Schwester, dass sie sich nicht aufregen soll. Eine Leistenbruch-OP wird ständig gemacht und die Narkose wird so durchgeführt, dass sie nicht lange anhält.

lg Lilo

Antwort
von Dahika, 30

Nein, das sagt man den Eltern. Außerdem ist es keine sehr schwere OP. Sterben kann man bei jeder OP, es kann einem auch ein DAchziegel auf den Kopf fallen.

Nur kann ein Kind diese Informationen noch nicht einordnen. Als höchst  unwahrscheinlich. Es ist doch klar, dass es jetzt Angst hat.

Dieser Arzt sollte wirklich mal an seinen sozialen Fähigkeiten arbeiten.

Kommentar von peace1287 ,

Der Arzt hat genau richtig gehandelt! Kinder sind nicht dumm! Und sie können sehr wohl solche Informationen einordnen.

Kommentar von FolwerGirl ,

@peace1387 Ja, aber verängstigt in eine Op zu gehen ist nicht sinnvoll. Der Arzt hätte sensibler vorgehen müssen. Denn psychologisch gesehen ist das keine gute Vorgehensweise.

Antwort
von kiniro, 6

Die Ehrlichkeit des Arztes in allen Ehren.

Aber das hätte er auch bestimmt anders formulieren können.

Nun gut - Ärzte werden halt in den seltensten Fälle darin ausgebildet, wie sie mit ihren Patienten - und vor allem Kindern - in solchen Situationen umzugehen haben.

Der Arzt hätte kurz Rücksprache mit den Eltern halten können, statt mit der Feinfühligkeit eines Amboss zu reagieren.

Antwort
von Manja1707, 54

Ich denke bei einem Kind muss der Arzt viel mehr Fingerspitzengefühl haben. Es reicht, wenn er die Eltern zu 100 % aufklärt. Ein kleines Kind kann mit soetwas nicht umgehen. Leider verhalten sich manche Ärzte oft total gefühllos.

Antwort
von CptMarshall, 24

Das ist das große Problem in unserer Gesellschaft. Der Arzt hat eine fachlich richtige Antwort gegeben, aber war sehr unsensibel, was Ärzte eigentlich sein müssten.
Jeder mit einem 1,1 Abi kann Medizin studieren aber auf die charakterliche Leistung/Vorraussetzung wird leider nicht geschaut.

Antwort
von blackforestlady, 50

Es gibt vierjährige Kinder, die an Krebs erkranken. Die werden auch darauf vorbereitet, dass sie sterben könnten. Warum sollte man einem neunjähriges Kind die Wahrheit verschweigen. Es kann immer passieren und das der Arzt die Wahrheit gesagt hat ist doch in Ordnung.

Kommentar von FolwerGirl ,

weil die wahrscheinlich gerade mal bei 0,01% liegt. und sie dadurch nur verängstigt wurde.

Kommentar von PoisonArrow ,

Diagnose "Krebs" und Leistenbruch sind für Dich was Vergleichbares?

Gegenfrage: Warum muss man ein 9-jähriges Mädchen einschüchtern bei der geringen Wahrscheinlichkeit eines Unglücks?

Kommentar von rachtzehn ,

Es ist verantwortungslos ein Kind dermaßen zu verängstigen. Das hat auch nix mit Ehrlichkeit zu tun. Es reicht aus wenn man das mit den Eltern bespricht!

Kommentar von peace1287 ,

@racht

Es ist nicht verantwortungslos offen und ehrlich mit einem Kind über den Tod und das sterben zu sprechen. Wenn ein Kind eime solche Frage stellt, sollte man ehrlich antworten! Den das sterben und der Tod sind genauso natürlich wie das Leben und die Geburt. 

Wenn du Kindern eine rosarote Scheinwelt schaffst, in der der Tod nicht existiert, dann werden sie im späteren Leben massive Probleme bekommen, wenn sie das erste mal wirklich mit dem Tod konfrontiert werden.

Kommentar von peace1287 ,

Gute Antwort! 

Kinder sind nicht dumm! Man muss auch mit Kindern offen und ehrlich über den Tod sprechen, wenn sie dannach fragen. 

Antwort
von TheAllisons, 51

Es hätte gereicht, wenn er es den Eltern gesagt hat, ich finde dieses Verhalten des Arztes etwas komisch.

Antwort
von nini97, 23

Einfühlungsvermögen hatte der wohl nicht viel. Es kann täglich etwas passieren, vom Auto erfasst, wie auch immer, deswegen traut man sich trotzdem auf die Straße. Sag Ihr einfach, er musste ihr das sagen, passieren wird aber nichts, sie wird einfach schlafen und hinterher ist alles gut. Alle Schutzengel der Welt werden auf sie aufpassen. Alles Liebe

Antwort
von peace1287, 19

Man stirbt in der Regel nicht bei einer OP wegen einem Leistenbruch. Ich hatte das als 1 Jähriger. 

Aber die Antwort des Arztes ist nur ehrlich. Auch wenn es nicht die Regel ist. Aber bei jeder OP kann es zu Komplikationen kommen. 

Als Pädagoge finde ich es aber richtig, Kindern nichts vorzumachen. Sowohl bei solchen Dingen als auch bei Geschehnissen, die in der Welt passieren. Sterben und auch Gewalt sind Teil dieser Welt. Das kann bzw sollte man sogar, auch Kindern so vermitteln.

Antwort
von KBB0815, 45

nein, aber den eltern bzw personensorgeberechtigten

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