Frage von Partymeister, 38

Muss der Arbeitgeber die Fahrkosten mit eigenen Fahrzeug erstatten?

Hallo wer hat für mich eine konkrete plausible Antwort? Mein Enkel arbeitet auf 450,00€ Basis für einen Paketzustelle. Er muss vom Wohnort zur Arbeitsstelle zunächst (Wolfsburg-Braunschweig) einige Km zurücklegen Alles mit Privatauto Er ladet seine Pakete und muss danach wieder nach Wolfsburg die Pakete austragen. es kommen jeden Tag zwischen 45 -47 Km nur von Braunschweig nach Wolfsburg x 6 Tage in der Woche zusammen. Der Arbeitgeber zahlt keine Fahrkosten sondern will eine Fahrkostenpauschale von 300,00 € meinem Enkel pro Monat zahlen. Mein Enkel macht keine Steuererklärung weil er nur auf 450,00€ Basis arbeitet. Ist das rechtens? Meine Meinung NEIN! Er zahlt drauf. Doch Eurer Rat und Tipp ist wichtig. Wie soll er sich verhalten? Wenn er groß aufmuckt verliert er evtl. die Stelle. Wenn noch Fragen aufkommen ich werde sofort Antworten. Gruß Partymeister

Antwort
von toomuchtrouble, 17

Von Braunschweig Hauptbahnhof bis Wolfsburg Hauptbahnhof sind es laut Routenplaner mit dem Auto über die A39 ca.36km für eine Strecke. Außerdem fehlen die Km, die Dein Enkel während der Zustellung zurücklegt, oder sind die in den 45-47km enthalten? Um das Ausmaß der Zuzahlung kalkulieren zu können, müssen schon exakte Zahlen vorliegen.

Wenn er tatsächlich 6x in der Woche von BS nach WOB fährt und dann noch - vorsichtig geschätzt - 10km während der Zustellung zurücklegt, komme ich auf knapp 2000 km im Monat. Wenn ich dann noch die wahren Kosten eines Autos zugrunde lege, liegen die schon bei einem Standard-PKW (VW Golf Baujahr 2011) ohne Wiederbeschaffungsrücklage bei mindestens 40 Cent/Km.

https://www.adac.de/infotestrat/autodatenbank/autokosten/autokosten-rechner/defa...

Dass Dein Enkel massiv draufzahlt, steht außer Frage.

Wenn er groß aufmuckt verliert er evtl. die Stelle.

Sorry, aber solche Selbstausbeutungsjobs als Zusteller mit eigenem PKW gibt es ohne Ende.

Kommentar von Partymeister ,

In Braunschweig fährt mein Enkel nach Wolfsburg mit geladenen Paketen zur Auslieferung. Das sind ca, 45-47 Km x 6 Tage = ca.28 Tage = ca 1233 Km. Den Arbeitsweg von Wolfsburg nach Braunschweig habe ich nicht berücksichtigt, da mir bekannt ist, das dies nicht bezahlt wird. Wenn ich 1233 Km x 0,30€ Fahrkosten rechne, währe es 369,90 € und mein Enkel der nur 300,00€ bekommt legt zu. der Arbeitgeber will nicht mehr bezahlen und hat dies auch nicht im Vertrag fest gehalten. Typisch Hermes Versand.

Kommentar von toomuchtrouble ,

Den Arbeitsweg von Wolfsburg nach Braunschweig habe ich nicht berücksichtigt,

Dass er in eine Gesamtkalkulation hineingehört, dürfte doch wohl genauso außer Zweifel stehen wie die Tatsache, dass € 0,30/km maximal 70% der tatsächlichen Kosten widerspiegelt, zu denen Wertverlust, Wiederbeschaffungs- und Reparaturkostenrücklage und viele andere Posten gehören.

Gesamtrechnerisch dürfte Dein Enkel am Monatsende maximal 150 bis 200 Euro herausbekommen.

Antwort
von Thather, 23

Du musst hier trennen. Die Steuererklärung hat nur wenig mit dem Draufzahlen zu tun.

Maßgeblich für das, was der Arbeitgeber für die Nutzung des privaten PKW zahlt, ist der Arbeitsvertrag. Dort sollte es geregelt sein. Ist es dort nicht geregelt, dann gelten eventuelle mündliche Absprachen.

Arbeitsverträge auf 450 € (geringfügige Beschäftigung) sind pauschal versteuert. Somit müssen Sie in der Steuererklärung nicht angegeben werden. Siehe Infos der Minijobzentrale.

Bei den Kilometern kann es knapp werden. Leider ist dies bei vielen Zustellern so kalkuliert. Hört sich am Anfang nicht so schlimm an, aber dann, wenn man es mal richtig durchrechnet, ist es blöd. 

Wichtig zu wissen ist, was der private PKW pro Km wirklich kostet. Dann kann man es genau berechnen. Das ist halt nicht nur Sprit.

Also mal hinsetzen und ausrechnen (nicht schönrechnen) und dann kann er eine Entscheidung treffen.

Antwort
von berlina76, 27

Wenn Er in Braunschweig wohnt gilt die Fahrt Wolfsburg-Braunschweig, als Fahrt zur Arbeit, diese km muss er abziehen. 

Nur die Kilometer die er dann als ausführende Arbeit verbraucht zählen.

diese werden mit 33? cent abgerechnet. gehst du jetzt von sagen wir mal ca 35 km aus mal 25 Arbeitstage mal 33 cent bist du bei 288 € 

Damit ist die Pauschale von 300 € Fahrgeld gerechtfertigt. Dies ist eine Aufwandsentschädigung und zählt nicht zum Lohn, davon sind auch keine Sozialabgaben und ähnliches abzuführen.

Kommentar von Thather ,

Er holt Pakete in Wolfsburg ab, die er in Braunschweig ausfährt. Das ist in meinen Augen keine Fahrt Wohnung Arbeitsstätte. Aber genau das ist auch so gewollt, das es nicht genau zu definieren ist. Das ist ein Argument bei den Zustellerfirmen, die es den Zustellern schwierig macht, es genau auszurechnen. 

Aber jeder normale Mensch sollte die Kosten für die Fahrten zur Arbeit mit im Kalkül haben. An dieser Stelle, weil nicht Steuerpflichtig, kann er die Kosten nicht einmal bei der Steuer geltend machen und sie gehen voll zu seinen Lasten.

Kommentar von berlina76 ,

33 cent je Kilometer ist mal ausgerechnet worden. Es ist genau der Durchschnitt der entsteht, wenn man alle Kosten fürs Auto zusammenrechnet Steuer,Versicherung Sprit und auch Reparaturen.

Natürlich könnte man diesen Betrag für jedes Auto einzeln berechnen was aber sehr aufwendig ist.

bekommt er also seine 300 € im Monat so sind diese auch nur fürs Auto zu verwenden Sprit,Versicherung, Reparaturen. Nur der Sprit wahren ja ca 35km x25Tage x (ca7L/100km) x 1,25€ ca 80 € Spritgeld. Der Rest ist sozusagen die Abnutzungspauschale für das Auto.

 Und eine Fahrt von zuhause zum ersten Einsatzort(Paketstützpunkt) zahlt kein Arbeitgeber. Auch zählt die Arbeitszeit ja erst mit eintreffen am Einsatzort.

Antwort
von MuttiSagt, 24

Du musst das genauer berechnen. Ihn stehen 33 Cent pro Kilometer zu. Aber nicht den Hinweg und den Rückweg zur Arbeit. Nur was innerhalb der Dienstzeit an Kilometer zusammenkommt. Wenn das extrem von der Paudchale abweicht( rechne mal genau nach) solltest du das dem Arbeitgeber detailliert vorlegen ( Belege/ Fahrtenbuch) und neu verhandeln

Kommentar von Partymeister ,

Der Arbeitgeber hat eine genaue Auflistung erhalten, mehr kann er nicht zahlen als 300,00€

Kommentar von MuttiSagt ,

Weicht das denn sehr ab?

Antwort
von snatchington, 33

Der Arbeitgeber muss den Weg zur Arbeit nicht zahlen. Wenn der Arbeitgeber ihm die 300Euro anbietet, kann er sie entweder annehmen und froh sein dass er etwas bekommt, oder er nimmt sie nicht an und zahlt weiterhin seine Fahrtkosten komplett selbst.

Antwort
von turnmami, 38

Was ist denn im Arbeitsvertrag geregelt?

Wenn er nur drauf zahlt, ist es doch eigentlich besser, wenn er nicht arbeitet!

Antwort
von kim294, 38

Der Arbeitgeber ist nicht dazu verpflichtet, die Fahrtkosten zu zahlen.

Aber die Frage ist ja, was als Arbeitsort in seinem Vertrag steht. Wenn das Braunschweig  ist, hat er schlechte Karten.

Kommentar von Partymeister ,

Der Arbeitsort ist Braunschweig, doch er muss von Braunschweig nach Wolfsburg den Kunden die Pakete liefern die er zuvor in Braunschweig vom Arbeitgeber erhält.

Antwort
von TheAllisons, 38

Wenn dein Enkel sein Auto für die Arbeit nutzt, kann er Kilometergeld geltend machen. Wenn er nur zur Arbeit und wieder nachhause fährt, dann geht das auf seine Rechnung, das braucht der Arbeitgeber nicht zu bezahlen

Antwort
von schleudermaxe, 25

... und seine Autoversicherung hat solche Fahrten wirklich abgesichert?

Das glaube ich nun nicht. Hammerhart, was einige Kunden so machen, oder?

Kommentar von Partymeister ,

Die Autoversicherung ist darüber informiert. Mein Enkel hat den Jahresverbrauch in Km bei der Versicherung gemeldet und dementsprechend zahlt er auch. Wollten Sie meinen Enkel einen evtl. Versicherungsbetrug unterstellen?

Kommentar von schleudermaxe ,

Ja, denn nicht die Kilometer sind relevant, die Tätigkeit ist es.

Und bei Nutzung des PKW wurde bestimmt privat und nicht gewerblich (Kurierdienst) vereinbart, wetten?

Es gibt ja genau deshalb auch nur sehr wenige Versicherungen, die so ein Risiko überhaupt übernehmen.

Antwort
von Barolo88, 32

er kommt so auf ca 1000 km im Monat,  wenn er Kilometergeld bekommen würde, wären das 30 Cent pro km also auch wieder 300 Euro,  das macht keinen großen Unterschied. Die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gilt als Privatfahrt und muss nicht vergütet werden

Antwort
von Wagota, 28

Wenn Es ein Firmen Auto ist muss der Chef alles am Tank zahlen.

und wenn er Packetzusteller ist muss der Chef ein Auto bereit stellen, der Mtarbeiter ist nicht pflicht mit seinem PKW die Ware auszuliefern.

Informiere dich mal beim Anwalt oder anderen Mitarbeitern.

Kommentar von Partymeister ,

Wenn mein Enkel über 100 Sendungen zu verteilen hat bekommt er einen Firmenwagen. Wenn jedoch in den Verteiler Bereich weniger anfällt muss er auf das Privatauto umsteigen.

Kommentar von Wagota ,

Wiso das denn. Es bringt nur nachteile Mit seinem Auto zufahren und der Chef profetiert.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten