Frage von SabiaM, 87

Muss der Arbeitgeber Bescheid geben?

Hallo!

Ich arbeite in einem Kundenservice. Da kommen auch viele Anrufe rein. Ich sehe nun, dass die Gespräche aufgezeichnet werden und ich somit überwacht werde. Ist das rechtens? Also ohne das jemand Bescheid gesagt hat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SiViHa72, 25

Ob der Ag bescheidn wissen mjuss? Ähmm.. DER weiss das ganz sicherlich.

Die Frage ist wohl eher, ob der ArbeuitNEHMER informiert werden muss. Und Ja, das ist gesetzlich so vorgeschrieben.

Hier gehts eigentlich um eine Änderung, aber da ist der jetzoge Stzand auch genannt:

http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/ueberwachung-von-mitarbeitern...

Darf der Arbeitgeber meine Telefonate nachverfolgen?

Heikel

wird es in der Regel, wenn es sich um private Telefonate handelt. Ob

der Arbeitnehmer Konsequenzen befürchten muss, hängt davon ab, ob die

private Nutzung der Telefonanlage erlaubt ist oder nicht. Das darf der

Arbeitgeber selbst bestimmen. „Hat er die private Nutzung erlaubt, hat

er keinerlei Handhabe, die Telefonate seines Mitarbeiters zu

überwachen“, so Timm.

Auch, wenn private Telefonate ausdrücklich

verboten sind, müssen Arbeitnehmer in der Regel keinen Lauschangriff des

Chefs befürchten. Nur in einzelnen Branchen – wie etwa bei

Callcenter-Mitarbeitern – kann es sein, dass der Vorgesetzte zur

Qualitätskontrolle Gespräche mitschneiden lässt. Dies muss der

Mitarbeiter dann aber auch vorher wissen. Und auch hier darf es nicht

zum Dauerzustand werden

Antwort
von GanMar, 27

Die Tonaufzeichnung von Telefongesprächen ist aus rechtlichen Gründen nur erlaubt, wenn beide Gesprächspartner der Aufzeichnung zustimmen. Gegebenenfalls werden Deine Gesprächspartner durch eine Bandansage informiert, bevor sie zu Dir durchgestellt werden. Deine Zustimmung könnte unter Umständen durch die Existenz einer entsprechenden Betriebsvereinbarung obsolet sein. Ist beides nicht gegeben, ist das ein Fall für den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten und kann eine empfindliche Ordnungsstrafe für Deinen Betrieb nach sich ziehen.

Antwort
von Matahleo, 45

Hallo, 

ohne Ankündigung geht gar nichts an Aufzeichnung, zumindest nicht rechtliche. Aber, wenn es bei euch eine Betriebsvereinbarung gibt, dann geht das. 

Solange eure Kunden darauf hingewiesen werden geht das auch. 

Erkundige dich doch beim Betriebsrat oder bei deinen Kollegen/innen

LG Mata

Antwort
von qugart, 26

Nö. Da muss eine Einwilligung der Mitarbeiter vorliegen. Die muss meines Wissens auch losgelöst vom Arbeitsvertrag sein, zumindest explizit genannt werden. Einfach zu sagen, weil das branchenüblich ist oder so zählt nicht.

Google sagt: https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ueberwachung-am-arbeitsplatz-abhoere...

Antwort
von Rewardischeese, 44

Also rechtlich müsst ihr erst einmal die Anrufer darauf hinweisen, dass die Gespräche aufgezeichnet werden... solltest du von deinem Arbeitgeber nicht einmal bescheid bekommen haben würde ich da schon mal nachforschen.

Kommentar von SiViHa72 ,

Es geht hier nicht um Rechte des Anrufers, sondern die des Agenten.  Und da hast Du absolut recht,w enn der AG da n icht drauf hinwies,dann verstößt er gegen geltendes Recht (nicht umsonst lässt jeder ordentliche AG das auch schriftlich geben).

Antwort
von Haertl77, 28

Sobald eine Aufzeichnung eines Gesprächs durchgeführt wird, muss es dem Anrufer am Anfang mitgeteilt werden, Sei es mündlich durch dich oder direkt am Anfang durch eine Bandansage! Das was bei Euch passiert ist nicht rechtens und wenn es ein Kunde herausfindet, muss eure Firma sich mal auf was großes gefasst machen! Datenschutz, Aufzeichnungen ect. damit ist nicht zu spaßen! Ich glaube, sogar du mußt schriftlich bestätigen, daß du abgehört wirst. Für den Kunden ist es noch schlimmer! Er weiß nicht das er abgehlrt wird und evtl. gibt er private Infos von sich preis.

Das kann sogar zu einer Haftstrafe führen! quality assurance ok, aber wo ist die Grenze?

Kommentar von qugart ,

Es geht doch um die Mitarbeiter. Bei Kunden ist eine Bandansage üblich und meistens völlig ausreichend wenns da ein Opt-In oder Opt-Out gibt. Die bekommen die Mitarbeiter ja gar nicht mit.

Kommentar von SiViHa72 ,

In guten CC unterschreibt man immer nach einer ausführlichen Information, dass man weiss, man kann/ wird abgehört.

Alles andere ist nicht gestattet.

Ich red jetzt vom Agenten, beim Kunden muss die Bandansage vorher kommen.

Kommentar von Haertl77 ,

solange du nicht unterschrieben hast, ist es nicht rechtens! Hab ich doch gesagt!

Antwort
von xXNikolasXx, 41

Also ich kenne es so z.b beim Amazon Support das Gespräche zu Lern-Zwecken aufgezeichtnet werden wenn man die 1 drückt ich schätze nur dann werden auch bei dir so ähnlich die Gespräche aufgezeichnet.

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