Frage von wonderfulday279, 127

Muss das ein Einjähriger bekommen?

Liebe Community,

mein Kind - ein Jahr alt - bekommt von den Verwandten meiner Freundin alles geschenkt.
Jetzt wird er getauft und bekommt ein Auto zum Reinsetzen (in klein 😂), dass mit einer Fernbedienung bewegt werden kann. Er ist ein Jahr und ich frage mich, ob es klug ist ein Kind so zu verwöhnen. Ich liebe mein Kind und bin absolut kein Mensch, der das nur sagt um das Geld für mein Vergnügen auszugeben. Aber wie soll das weiter gehen? Bekommt er mit 10 'n Boot? o.o' Soll ich das Ganze ansprechen oder wie kann ich es den anderen am besten beibringen? Deren Kinder bekamen auch immer alles - schön und gut - aber meins soll so nicht aufwachsen. Habe geteiltes Sorgerecht und denke nicht, dass meine Freundin sich gegen ihre Familie auflehnt.

Ist meine Aufregung verständlich oder mache ich mich lächerlich?

Ganz lieben Dank für die Hilfe und ein schönes Wochenende! 🙂

Antwort
von Rockige, 21

Es ist doch "nur" ein ferngesteuertes Auto das Unmengen an Batterien verbraucht (bzw. Strom aus der Steckdose um die Akkus zu laden).

Dieses Spielzeug ist für die meisten Kinder sehr lustig und manche Erwachsenen finden es einfach niedlich. Letztlich ists ein unpraktisches Geschenk. Irgendwann wird das Ding im Keller Staub und Spinnweben ansetzen. Ich denke mal so nach spätestens 1 Jahr.

Sinnvoller wäre es, wenn man sich im Vorfeld mit den Verwandten und Freunden der Familie abspricht. Klar sagt "dies und das wird gebraucht, entspricht unserem Lebensstil/ Erziehungskonzept. Jenes ist sinnvoll, wer das aber nicht schenken kann/ will möge bitte einen Gutschein für "Spielzeugladen" oder "Möbelhaus" schenken".

Wozu machst du dir jetzt schon Gedanken über etwaige Erwartungshaltungen des Kindes in 10 Jahren? Es ist aktuell 1 Jahr alt und kapiert noch garnicht von wem welches Geschenk aus welchem Grund kommt. Das Kind hat dann einfach erst mal nur Spaß an dem Geschenk, fertig. In einigen Jahren kann es sich eh nimmer daran erinnern ob es zur Taufe Kuchen gab, welche Geschenke es gab.

Ob ein Kind seine Erwartungshaltung Materiellem gegenüber immer höher und höher schraubt, dafür sind die Eltern/ Erziehungsberechtigten verantwortlich.

Kennst du Harry Potter? Wenn ja, dann sagt dir sicher auch der Name Dudley Dursley etwas. Erinnerst du dich an die im ersten Band/ Film beschriebene Szene des Geburtstages dieses verwöhnten Jungen? SO sollte es nicht enden mit einem Kind, aber das haben eben die Eltern in der Hand.

Wir handhaben es so: Kleine Wünsche können problemlos erfüllt werden (meistens), größere ab und an "einfach so"... aber dann schonn eher zu Anlässen zu denen es Geschenke gibt (Ostern, Nikolaus, etc). Ganz große Wünsche werden von uns genau betrachtet, je nachdem was wir davon halten gibts das dann zu ganz besonderen Anlässen (beispielsweise Geburtstag/ Weihnachten). Mittlerweile ist unser Nachwuchs alt genug um das Konzept zu verstehen, nachvollziehen zu können das gearbeitet werden muss um Geld zu haben, dieses Geld eingeteilt werden muss für wichtige und auch schöne Dinge, etc. Genauso ist das Konzept "sparen um sich einen Wunsch erfüllen zu können" mittlerweile geläufig. Es kam schon diverse Male vor das das Oma-Geld/ Taschengeld gespart wurde und wir dann die Hälfte vom Preis für das anvisierte Spielzeug dazu gaben.

Antwort
von Fuchsma, 14

Naja, da ihr ja sowieso getrennt seid, wirst du da Nichts ausrichten können wenn sie das anders sieht.

Ich sehe das übrigends auch anders. Ich komme ebenfalls aus so einer Familie, aber mir hat es nie geschadet und ich bin der letzte Mensch der sich nicht auch über Kleinigkeiten freut. Ich finde es sogar okay, wenn es eben kein Geschenk gibt.
Unsere nun Dreijährige bekommt die meisten Sachen auch einfach zwischendurch, trotz dass sie kein schüchternes Kind ist, hatten wir bisher nie Probleme dass sie etwas unbedingt will und im Laden auf dem Boden liegt und kreischt.
Ich finde Spielzeug gehört in dem Alter eben dazu, da muss ich, gerade so kleine Kinder, nicht ewig warten lassen, wenn ich es mir doch leisten kann. Das verstehen sie eh noch nicht.
Wenn sie sich später speziell Dinge wünscht die sehr teuer sind, kann sie ja dann etwas dazugeben. In dem jetzigen Alter, wo sie sich noch garnicht auf irgendwas festlegen sondern ich das Spielzeug aussuche, ist mir das nicht wichtig.

Meine Meinung: wenn es dir so wichtig ist, dann sprich das natürlich an, aber sie muss sich deinem Willen da nicht beugen. Gerade Verwandtschaft übertreibt da ja auch gern mal, so ist das eben.

Antwort
von hourriyah29, 17

Hallo WD,

ich kann Dich da völlig verstehen! Ich finde schon, dass meine Verwandten unsere Tochter zu sehr verwöhnen, obwohl es keine solchen Mega-Geschenke gibt (aber eben sehr viel und oft unnötiges Zeug).

Bei dem Auto würde ich mir sogar Sorgen machen, dass es dem Kind nicht gut tut - wenn er in zu lange in schlechter Haltung diesen unnatürlichen Bewegungen ausgesetzt ist.

Allerdings hast Du ja schon angedeutet, dass Deine Einflussmöglichkeiten sehr beschränkt sind ;)

Wegen des Spielzeuges einen großen Krach anzufangen lohnt sich nicht. Das belastet nur die Beziehungen.

Aber Du könntest auf freundliche und höfliche Art Deine Meinung artikulieren und einen Alternativvorschlag machen...

...z.B. ein Sparkonto bei der Porsche-Bank (oder einer anderen Autobank) von dem Euer Junge dann sein erstes Auto kaufen kann und auf dem er später sehen kann, dass die Verwandten zu seiner Taufe und anderen Gelegenheiteneingezahlt haben. Wenn er älter ist wird er so etwas zu schätzen wissen. Darüber würde er sich noch viele Jahre lang freuen.

Oder ein wirklich wertvolles Geschenk wie z.B. einen Wasserspielplatz, ein Trampolin, ein Laufrad, ein Gartenspielzeug (Schaukel, Rutsche, Häuschen, Sandkasten), eine Jahreskarte für den nächsten Zoo, Lego Duplo....

Sprich erst mit der Mutter, bevor Du Dich an ihre Verwandten wendest. Falls möglich findet eine gemeinsame Lösung.

Viel Erfolg!

LG, Hourriyah

Antwort
von eostre, 51

Die Dinger sind quatsch. Das Kind wird in keiner Weise animiert etwas zu tun und hockt nur doof in der Kiste.  Dazu sind diese Teile schlecht gefedert und außer 3 runden im eigenen Hof kommt man damit nirgendwo hin.  Das Geld ist in ein Puki ist tripp trapp besser investiert. 

Antwort
von Goodnight, 6

Du kannst das sicher ansprechen.

Meist hört die  unsinnige Schenkerei auf, wenn das Kind etwas grösser ist.

Lenken kann man es, wenn man sich wenigstens auf sinnvolle Geschenke wie ein Schaukelpferd, Lego, Holzeisenbahn etc. einigt.

Wunschlisten helfen oder auch die bitte, dass man sich für ein Geschenk wie ein Dreirad zusammen tut.

Oder ein grosses Sparschwein aufstellen das man füttern darf, für Dinge die man wirklich braucht. 

Antwort
von Realisti, 48

Ich würde mich schön heraus halten. In Erziehungsfragen läßt sich keiner ungefragt reinreden. Da gehen die Emotionen hoch. Sie werden dir Neid unterstellen.

Sorge dafür, dass es deinem Kind gut geht und du bei ihm alles, so gut es möglich ist, richtig machst.

Ich habe es immer tunlichst vermieden andere zu bevormunden. Jede (normale) Mutter gibt sich so viel Mühe, so gut sie kann. Mal klappt es bei dem einen besser mal bei dem anderen.

Das Blatt kann sich jederzeit wenden. Dann werden dir die guten Sprüche, die mal gefallen sind, um die Ohren gehauen. Kinder stecken voller Überraschungen. Was heute gut läuft kann morgen plötzlich vorbei sein. Daher immer schön die Augen aufhalten und von den Fehlern der anderen lernen und schön den Mund halten. Genieße einen guten Lauf solange er anhält.

(eine 2fache Teenie-Mutter)

Kommentar von Realisti ,

Oh, ich sehe ich habe es falsch verstanden.

Es geht um dein Kind? Dann nimm die Geschenke dankend an und packe sie so lange auf den Dachboden, bis es das richtige Alter dafür hat.

Das nächste mal gebt eine Wunschliste raus oder verteilt die Konto-Nr. des Kindes. Im Moment hätte es ja alles.

Bei Taufe oder Kommunion spinnen die Verwandten schon mal. Da wollen sie immer war Tolles schenken und übertreiben. Im Normalfall läßt die Geschenkewut nach, wenn sie älter werden.

Antwort
von Hardware02, 46

Ich finde, ein Auto, das mit Fernbedienung gesteuert wird, ist für ein kleines Kind schädlich! Er soll erst einmal richtig laufen lernen! Es geht gar nicht ums Verwöhnen - aber mit einem Auto, in das man sich nur reinsetzen muss, schaden diese Leute deinem Kind.

Aus diesem Grund solltest du dieses "Geschenk" nicht annehmen.

Kommentar von wonderfulday279 ,

Hi. Vielen Dank für deine Antwort. Er hat zwar auch ein BobbyCar, dennoch muss so ein Auto nicht sein...

Kommentar von Menuett ,

Das Kind wird sich nicht am Laufen lernen hindern lassen, die sitzen da ja nicht den ganzen Tag drin.

Für kleine Kinder wird so ein Spielzeug meist recht schnell langweilig.

Antwort
von Menuett, 30

Mein Mann und seine Geschwister haben als Kind alles bekommen, was sie wollten. Für jedes Alter war ( und ist!) jede Art von Spielzeug vorhanden.
Sie hatten auch die ersten Computerspiele und ach, eigentlich alles was ein Kind so haben kann.

Das sind alles sehr führsorgliche liebenswerte Menschen geworden.

Meine Großen hatten auch so ziemlich alles was das Herz begehrt - und sie sind sozial sehr engagiert.

Das mit dem materiellen Verwöhnen ist völlig in Ordnung.

Antwort
von beangato, 48

Du solltest das auf alle Fälle ansprechen.

Es ist nicht gut, wenn Kinder alles auf dem Silbertablet präsentiert bekommen.

In seinem Alter wären Bilderbücher, Puzzels, Bausteine und Ähnliches angebracht. So wird die Motorik und Sprache gefördert.

Antwort
von UserDortmund, 48

Als Mutter solltest du das steuern können. Sag offen was du willst oder nicht.

Wenn du keinen vor den Kopf stoßen möchtest dann drehe den Spieß doch um und erstelle einen Wunschzettel

Antwort
von LolliPoP1905, 17

Der merkt mit 1 nicht sicherlich das es Verwöhnung für ihn ist. Dafür ist er nicht reif genug :). Wenn er langsam vor der Einschulung ist, können sie mit der ,,Verwöhnung" aufhören :).

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