Gerade bei Markenprodukten (Textilien) ärgert es mich immer besonders, wenn ich lesen muss, dass das teure Stück "Made in China" ist. Davon mache ich oft auch meine Kaufentscheidung abhängig. Es ist natürlich auf seine Art hochinteressant, aber zeigt einem doch immer wieder, wie man finanziell "reingelegt" wird. Gibt's dazu eine Rechtslage?
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Jedes Produkt muss einen Herkunftsnachweis tragen. Leider ist dieser wenig aussagekräftig. So können große Teile aus anderen Ländern zugeliefert werden und nur die Endmontage im angegebenen Land stattfinden. Beliebt ist z.B. "swiss made" bei Uhren: "Eine Uhr gilt als Schweizer Uhr, wenn das Uhrwerk schweizerisch ist, die Uhr in der Schweiz eingeschalt wird und wenn die Endkontrolle vom Hersteller in der Schweiz vorgenommen wird."
Sorry, meine Änderung in der Headline wurde nicht berücksichtigt: Soll natürlich heißen "...oder ist das eine freiwillige Angabe?" Engel07

Das ganze Thema kam nach dem ersten Weltkrieg auf, als England durchsetzte, dass deutsche Produkte durch "Made in Germany" gekennzeichnet werden mussten, damit alle Welt vermeiden konnte, den bösen Kriegstreiber zu unterstützen.
Da die Produkte offensichtlich sehr gut waren, wurde diese Herkunftsangabe entgegen der Intention zu einem besonderen Qualitätsmerkmal.
In den 60er Jahren hatte man in Japan extra ein Dorf in "Solingen" umbenannt, um die dort hergestellten Messer mit der Bezeichnung "Made in Solingen" auszeichnen zu können.
Heute kann jeder sein Herkunftsland nennen oder es auch bleiben lassen.