Frage von niqabi, 676

Muslima im Beruf?

Ich würde gerne wiesen ob es auch stören würde wenn eine muslima mit Kopftuch im Verkauf , Psychologin oder Sozialbetreuerin arbeitet würde  

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von HansH41, 112

Die Behauptung, "ein Kopftuch schützt mich davor, von Männern angebaggert zu werden", ist ein gutes Stück beleidigend für einen normalen deutschen Mann wie mich. Du kennst wohl hauptsächlich muslimische Männer, für die Frauen ohne Kopftuch Freiwild sind.

Aber noch etwas stört mich gerade heute an deinem Kopftuch. Du drängst der Öffentlichkeit ungefragt deine religiöse Überzeugung auf, einer Öffentlichkeit, die zunehmend allergisch auf die Auswüchse des Islam reagiert. Heute wieder in Lahore, christliche Kinder abgeschlachtet, "weil Christen das Ziel sind".

Wie kannst du freundliche Gedanken erwarten, wenn ich in einem Laden, ein Kopftuch sehe?

Kommentar von niqabi ,

Um das mal klar zu stellen ich habe nicht nur mit moslemischen Männern zu tun und egal ob Moslem oder nicht ich werde von den meisten Männern respektvoll behandelt

Und um dazu zu kommen wie schlimm Moslime sein sollen , sage ich nur als Beispiel die kreuz Ritter , der kukuksklan würde es dir gefallen wenn ich sage du bist wie sie nur weil sie deine Religion haben

Ich weis das zur Zeit auf der Welt schreckliches passiert aber das ist nicht der Islam sondern Gehirngewaschebd Menschen ohne Zukunft die sich beeinflussen lassen

Kommentar von HansH41 ,

Danke für den Stern.

Warum nur hast du für dein Profil so eine "schreckliche" Frauensperson genommen?

Kommentar von HansH41 ,

Ich bin konfessionslos wie ein Drittel der Bevölkerung.

Die Kreuzritter und den KKK verachte ich mindestens so stark wie du. Die Kreuzritter haben unsere Beziehungen zur arabischen Welt bis heute vergiftet. Vor ihnen war das ganz anders. Karl der Große und Harun al Raschid waren eng befreundet. Harun hat dem deutschen Kaiser eine Wasseruhr und einen Elefanten als Geschenk nach Aachen geschickt. Dann kam die Religion und hat alles vergiftet.

Kommentar von Zicke52 ,

niqabi,  ich glaube dir gern, dass du von den meisten Männern respektvoll behandelt wirst. Wurde und werde ich auch, obwohl ich kein Kopftuch trage und in meiner Jugend sogar Miniröcke trug.

Aber deine Vergleiche islamischer Terroristen mit Kreuzrittern oder dem KKK sind, mit Verlaub, nicht gerechtfertigt.

Kreuzzüge sind ein Teil der Religionskriege, die damals von beiden Seiten geführt wurden, aber das nur nebenbei. Das Wesentliche aber ist: sie liegen fast tausend Jahre zurück, also in einer Zeit, in der der größte Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu Bildung hatte, weder lesen noch schreiben konnte, Gottesstaaten Standard waren, finsterster Aberglaube herrschte...und das vergleichst du mit heutigen Umständen? Die Zivilisation schreitet zwar leider sehr, sehr langsam voran, aber hat seither immerhin einige Fortschritte gemacht. Man muss Handlungen in einem identischem Zeitraum beurteilen.Oder dürfte man einen Staat, der heute Menschenopfer erlaubte, nicht kritisieren, weil das vor einigen tausend Jahren in allen Kulturen üblich war? Darf man nichts gegen Hexenverfolgungen sagen, die heute noch in gewissen Ländern (z.B. afrikanischem) stattfinden, weil es die vor 500 Jahren bei uns auch gab? Darf Deutschland Antisemismus nicht verurteilen, weil es vor 80 Jahren - und das ist ja wirklich noch nicht lange her - selbst dieser unsäglichen Ideologie frönte?

Und das selbsterklärte Ziel des KKK war nicht die Verbreitung des Christentums, sondern die Ideologie der Überlegenheit der weißen Rasse. Er schrieb sich Rassismus, Antisemitismus, Antikatholizismus etc. auf die Fahne. Das macht seine Verbrechen nicht akzeptabler, aber sie fallen nicht unter den Begriff religiösen, sondern rassistisch motivierten Terrorismus.

Das selbsterklärte Ziel der islamischen Terroristen ist aber die Tötung Ungläubiger und die gewalttätige Ausbreitung des Islam. Nur deshalb wird diese Religion im Zusammenhang mit diesen Verbrechen erwähnt - weil sich die Verbrecher selbst darauf berufen. Ich kenne den Koran nicht gut genug, um zu beurteilen, ob sie dies zu Recht tun. Aber wäre ich Christ und würden Barbaren unter Berufung auf das Christentum - ob zu recht oder unrecht - wöchentlich irgendwo gezielt Touristen, Konzertbesucher, Journalisten und vor allem KINDER töten, würde ich irgendwann das Kruzifix nicht mehr sichtbar tragen. Um bloss ja nicht in den Verdacht zu kommen, auch nur eine Spur von Gemeinsamkeit mit diesen Monstern zu haben. Und um ihnen zu zeigen, dass sie meinen Rückhalt nicht haben: "Solange ihr meine Religion beschmutzt, werde ich, aus Rücksicht auf die Opfer, nicht öffentlich zu ihr stehen". - Ich will natürlich nicht behaupten, dass dies die einzig richtige Reaktion ist und jeder so handeln muss. Ich wollte nur erklären, was HansH41 mit seiner Anspielung auf das öffentliche Zeigen seiner religiösen Überzeugung im Zusammenhang mit Lahore gemeint haben könnte.

Kommentar von niqabi ,

Ich wollte ihn dir eigentlich nicht geben es war ein Versehen

Das ist ein khimar oder auch jilbab gennant und ich habe es deswegen genommen weil ich eben diese Kleidung trägt

Kommentar von niqabi ,

Ich denke es ist wohl meine Sache welche Kleidung ich in meiner Freizeit trage ich gehe auch nicht zu Mädchen mit Mini Röcken hin und sage sie sehen aus wie Nuten

Kommentar von HansH41 ,

Und es ist meine Sache, darüber zu denken, was ich will.

Antwort
von Zicke52, 114

Erst einmal möchte ich unterstreichen, dass ein Kopftuch an sich, und ein islamisches Kopftuch, nicht gleichzusetzen ist. Ersteres ist ein modisches Accessoire - wie ein Hut oder ein Schal - das man trägt, weil es einem gefällt, und damit habe ich in keiner Situation ein Problem. Zweiteres trägt man aus religiösen Gründen,  und man erkennt es an der Art, wie es gebunden wird. Um dieses islamische Kopftuch geht es in meinem Beitrag.

Ich wurde schon von Verkaufspersonal mit Kopftuch bedient, und das stört mich in keiner Weise. Es handelt sich um einen kurzen Kontakt, und um einen Bereich, für den die Kopftuchfrage völlig irrelevant ist.

Wenn es sich aber um eine längere professionelle "Beziehung" handelt - Therapie, soziale Begleitung, Unterricht - würde ich mich hingegen nicht an eine Kopftuchträgerin wenden.

Warum? Weil - egal ob von fiktiven oder reellen Personen - ferngesteuerte Menschen Unbehagen in mir auslösen. Ich tu mir schwer, ihnen zu vertrauen, weil ich sie für leicht manipulierbar halte: alles, was das von ihnen verehrte Wesen tut oder verlangt, ist offenbar "gut" und bedarf keiner Hinterfragung. Es gibt durchaus reelle Personen ( keine fiktiven) die ich bewundere, aber trotzdem würde ich ihnen niemals blind in allem folgen, ganz egal, wie gross meine Bewunderung ist. Es ist mir immer wichtig, selbst einen Sinn in einer Sache zu finden.

Ich möchte nicht mal sagen, dass zur Zeit Mohammeds das Kopftuch sinnlos war. Damals ging es unter anderem z.B. darum, freie Frauen von Sklavinnen zu unterscheiden.Und natürlich darum, um den Männern zu zeigen, welche Frauen sie sich "nehmen" durften und welche nicht. Aber heute? Es gibt keine Sklavinnen mehr, und Mann darf sich keine Frau ohne ihr Einverständnis nehmen. Also fallen die praktischen Gründe weg.

Du sagst, du trägst es, um dich zu schützen. Weisst du, dass du damit jeden anständigen Mann beleidigst? Wie sollen sich solche Männer als deine Patienten oder von dir Betreute wohlfühlen?

Auch für Allah trägst du es nicht, denn sonst müsstest du es 24 Std am Tag tragen, auch im Badezimmer und im Bett, denn er sieht dich ja immer. Und wenn du es trägst, um mit Allah verbunden zu dein, wie du sagst: wenn du das Kopftuch zuhause abnimmst, verlierst du dann die Verbindung zu Allah?

All dies ist aber nur MEINE Meinung und soll dich keineswegs davon abhalten, deinen Traumberuf zu wählen. Es gibt nämlich auch genau das Gegenteil (von mir): konservative Muslimas, die sich z.B. in Gegenwart einer allzu 'westlichen' Therapeutin oder Beraterin nicht wohlfühlen oder ihr nicht vertrauen würden. Vielleicht würden sie sich gar nicht an die wenden, aus Angst, verurteilt oder 'von oben herab' behandelt zu werden. Und für DIESE Frauen wärst du ein Segen! 

Als Konklusion würde ich sagen: lerne einfach deinen Traumberuf und versuche dann,  in einer Einrichtung zu arbeiten, wo genau Frauen mit Kopftuch gebraucht werden.  Solltest du solch eine Arbeit nicht finden, musst du dich eben mit dem Gedanken vertraut machen, während der Arbeit auf das Kopftuch zu verzichten. Ich glaube,  du schaffst das, denn du scheinst nicht extrem fundamentalistisch zu sein,  da du kein Problem im Umgang mit Professoren und männlichen Kollegen hast. 

Kommentar von niqabi ,

Danke für deine ehrliche Antwort !

Kommentar von Marbuel ,

1A Antwort!

Antwort
von HirnvomHimmel, 147

Mit Kopftuch wird sie von Kunden als eine Person wahrgenommen, die dem Wertesystem des Islam eine große Bedeutung beimißt und ihr Verhalten danach ausrichtet.
Vergleichbar mit einem Christen, der ein großes Kruzifix an prominenter Stelle in seinen Geschäftsräumen hängen hat.

Es kommt nun darauf an, ob sie die nötige professionelle Neutralität glaubhaft ausstrahlt und beispielsweise als Sexualpsyschologin eine nicht religiös voreingenommene Antwort geben kann. Könnte sie z.B. auch einem homosexuellen, muslimisch erzogenen Mann dabei helfen, seine anerzogenen Schuldgefühle abzulegen, die ihn daran hindern, eine Beziehung mit einem anderen Mann zu führen.

Wenn ja, würde es nicht stören.

Kommentar von niqabi ,

Vielen Dank für deine Antwort sie ist eine von den besten die ich erhalten habe , ich denke es wäre kein Problem für mich mit homosexuellen zu arbeiten , ich bin ein offener Mensch und ich möchte diesen Beruf ausüben um Menschen zu helfen und nicht um ihnen noch mehr Probleme einzureden

Kommentar von HirnvomHimmel ,

Na dann mal ran ans Studium :-)

Natürlich wirst Du in Studium und Beruf Menschen mit pauschalen Vorurteilen begegnen. Siehst Du ja schon hier auf GF.

Auf der anderen Seite werden dich Muslime als eine Person wahrnehmen, die sich mit ihren religösen Werten und Motivationen gut auskennt und dir ggfs. einen Vertrauensvorschuss geben.

Kommentar von earnest ,

Tja, "gegebenenfalls". 

Oder eben einen "Misstrauensvorschuss" ... Und zwar nicht unbedingt im Sinne eines Vor-Urteils.

Kein Wunder übrigens, dass der Fragestellerin diese Antwort so gut gefällt: Ist es doch wohl die Antwort, die sie hören wollte.

Antwort
von Marbuel, 129

Mich schon. Religion gehört in das private Umfeld. In der Öffentlichkeit hat das meiner Meinung nach nichts verloren. Zur eigentlichen Frage: es kann durchaus sein, dass dein Bedürfnis nach öffentlicher Zurschaustellung deiner Religion beim Arbeitgeber auf wenig Gegenliebe stößt. Es hängt halt vom Arbeitgeber ab und nicht zuletzt auch von der Arbeit. Im Krankenhaus hätte ein Kopftuch beispielsweise schon allein aus hygienischen Gründen nichts zu suchen.

Kommentar von Patchouli ,

Bei uns im Krankenhaus arbeiten manche Musliminnen mit Kopftuch. Wie kommst du darauf dass es unhygienisch ist???  Warum trägt man wohl im OP Kopfbedeckungen.

Kommentar von Marbuel ,

Die sind steril, du Held. Meine Freundin ist Krankenschwester und da ist nichts mit Kopftuch. Du kannst sterile OP-Kleidung doch nicht mit einem Kopftuch vergleichen, dass ich von zuhause anschleppe.

Antwort
von silentwater79, 200

Ehrliche Meinung? Stören direkt würde es mich nicht und ich würde das auch akzeptieren.

Allerdings bin ich der Meinung das Religion privatsache ist und Religiöse Symbole (das Kopftuch ist nun mal in gewisser Weise ein Symbol für den Islam) egal welcher Art im Beruf (das gilt genau so für Christliche oder sonstige Symbole (Jesus Kreuz in Schulen,...)) nichts verloren haben. Seiner Religion / seinem Glauben kann man in seiner Freizeit nachgehen wie man will. Ich brauche nicht jeden direkt in der Öffentlichkeit mit meinem Glauben konfrontieren.

Was mich dagegen stören würde, währe eine Vollverschleierung, da ich meinem Gegenüber mit dem ich Rede ins Gesicht sehen möchte.

Kommentar von niqabi ,

Ich kann deine Meinung über Religion in der Öffentlichkeit  vollkommen verstehen , ich würde meine Religion auch nicht in die Arbeit einfließen lassen aber das Kopftuch gehört für mich einfach dazu

Kommentar von silentwater79 ,

An sich kann man das Kopftuch auch als eine Art Mode Accessoir betrachten (auch wenn es für meinen Geschmack nicht wirklich hübsch ist ;) ). Auch ältere Frauen in Deutschland tragen schon mal ab und an ein Kopftuch.

Allerdings betrachten viele nun mal das Kopftuch als eine Art Religiöses Symbol und stören sich daher daran. Von daher könnte man es auch so sehen, das man z.B. in der Öffentlichkeit auch aus Respekt anderen gegenüber und da man sie nicht direkt mit seiner Religion konfrontieren will, das Kopftuch einfach abnehmen oder sich um den Hals hängen kann so das es niemanden stört.

Ist jetzt ein Dummer vergleich (und hat auch nicht mit Religion zu tun), aber wenn jemand z.B. mit roten Haaren und einer Punk Frisur in einer Bank arbeiten würde oder als Psychologe oder einem anderen Beruf in dem man mit Menschen Arbeitet, würden sich auch viele daran stören auch wenn die Person dadurch nicht automatisch eine schlechte Person ist.

Oder noch ein extremeres / dümmeres Beispiel um jetzt mal das Verhüllen ins Gegenteil zu überspitzen... Wen jemand von seiner überzeugung her Nudist ist und immer Nackt herumläuft, währe das wohl im Arbeitsaltag auch nicht akzeptabel auch wenn sich diese Person so wohler fühlt.

Ich laufe auch nur ungern mit Anzug und Strick um den hals in der Arbeit rum, so sind aber nun mal die Gepflogenheiten in meinem Arbeitsumfeld. 

In gewisser weise muss man sich immer etwas seinem Umfeld anpassen. Das hat auch etwas damit zu tun das man anderen Repekt entgegen bringt auch wenn man sich selbst dabei an die gepflogenheiten anpassen muss.

Meinem eigenen glauben oder meinem eigenen Kleidungsstiel kann ich dann in meiner Freizeit nachgehen.

Antwort
von AbuAziz, 203

Als Muslim würde mich das nirgends stören.

Aber die Gesellschaft hat mit einer Verkäuferin(Kassiererin) bei Lidl sicher kein Problem, mit einer bedeckten Verkäuferin, die Sommerdamenmode verkauft vielleicht schon.

Als Psychologin oder als Sozialbetreuerin sehe ich je nach Patienten/Klienten kein Problem, aber ich denke es kommt auch stark auf den Arbeitgeber an.

Ich an deiner Stelle würde Psychologin/Sozialarbeiterin werden. Damit kannst du vielen Muslimen helfen.

Kommentar von niqabi ,

Masallah Bruder Danke für deine Antwort 😊 ! Inschallah will ich es auch studieren nur mache ich grade meinen Schul Abschluss fertig und habe vor dan als Verkäuferin neben der uni zu arbeiten

Kommentar von suesstweet ,

Schwester. Da wo Alkohol und Schweinefleisch verkauft wird, darfst du nicht arbeiten. 

Kommentar von AbuAziz ,

Ja das stimmt, das habe ich vergessen zu erwähnen!

Kommentar von niqabi ,

Ja ich weis aber ich würde nur im Obst und Gemüse Bereich arbeiten denkt ihr das ist ok ?

Kommentar von AbuAziz ,

Ja, das wäre ok. Wenn es ein normaler Suppermarkt, wie Aldi, Lidl, Netto usw. ist, wird das mit der Obst- und Gemüseabteilung nicht gehen. Fragen kann man ja mal.

Du könntest aber auch in einem Blumenmarkt arbeiten oder bei Kick. Es gibt viele Möglichkeiten! Frage einfach nach!

Antwort
von MaggieSimpson91, 90

Mich stört es überhaupt nicht, egal in welchem Bereich und ich komme recht oft mit Frauen mit Kopftuch in Kontakt. Ich störe mich ja auch nicht an einem Kreuz oder einer Kippa. Was ich persönlich nicht mag, ist ein verschleiertes Gesicht, dann fühle ich mich unwohl.

Antwort
von Ostsee1982, 141

Die Frage ist nicht ob es Laien stört sondern ob das die jeweilige Universität zulässt und der Arbeitgeber und  da kann es durchaus problematisch werden.

aber das Kopftuch gehört für mich einfach dazu 

So wie für andere Tattoos und Piercings "einfach dazu gehören" und dennoch muss man sich nach der Decke des Geldgebers strecken.

Antwort
von Panderos, 219

Das musst du bestenfalls dort fragen, wo du dich ggf. bewirbst. Vielleicht auch mit einem Berufsberater sprechen.

Burka auf keinen Fall, ein normales, das Gesicht freilassende Kopftuch - vielleicht, aber ist mit Sicherheit auch schon relativ kritisch.

Kommentar von niqabi ,

Wie kommt du den auf Burka ? 😅

Kommentar von niqabi ,

Und es wären eben Berufe wo man mit Menschen Arbeiter deswegen wollte ich die Meinung der Leute wiesen

Kommentar von Andretta ,

Die Burka ist lediglich die konsequente Umsetzung dessen, wofür das Kopftuch letztlich auch steht, Niqabi.

Antwort
von Sanja2, 108

Ich bin Sozialpädagogin und habe eine Kollegin die mit Kopftuch arbeitet. Mich stört es überhaupt nicht und unsere Klienten auch nicht. Im Gegenteil, es ist interssant und sie ist ein guter Ansprechpartner für Fragen zum Islam. Ich schätze die Kollegin sehr, vor allem, weil sie ihren Glauben lebt und nicht versucht andere Menschen zu verändern. Wenn jemand nachfragt bekommt er eine gute und fundierte Antwort, wenn niemand fragt ist es auch kein Thema. Allerdings ist es in sozialen Bereich echt schwer einen Job zu finden. Die meisten Träger sind einfach aus dem kirchlichen Bereich und da ist die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche leider Einstellungsvoraussetzung. Die deutlich weniger nicht christlichen Träger haben aber leider auch oft Vorgesetzte die Vorurteile haben.

Kommentar von earnest ,

Nur Vor-Urteile? 

Ich denke, du machst es dir zu einfach, Sanja. 

Nehmen wir mal an, ich bräuchte eine Therapie wegen bestimmter sexueller Aberrationen. Für wie kompetent würde ich da wohl eine Frau mit Kopftuch halten, die ihre Haare als Reize betrachtet, die sie verhüllen muß, um sich vor Männern zu schützen?

Kommentar von Sanja2 ,

ich sehe es anders, ich glaube du machst es dir zu schwer ;-)

Wenn jemand zu einem Psychologen geht, dann sucht er sich den ja gezielt aus. Es wird also niemand bei einem Psychologen landen mit dem er kein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Das scheitert übrigens auch an ganz anderen Sachen als einem einfachen Kopftuch. Und ich bin mir sicher, das es durchaus einige Menschen gibt, die gerade zu einer Psychologin mit Kopftuch besonderes Vertrauen aufbauen können.

Kommentar von earnest ,

Wie du nachlesen kannst, habe ich ja auch von mir  geschrieben, Sanja und meine persönliche Sicht skizziert. 

Ich bezweifle einerseits nicht, daß eine Muslima vielleicht automatisch zu einer Therapeutin mit Kopftuch Vertrauen fassen könnte, ich bezweifle aber auch nicht, daß es Nicht-Muslime geben könnte, bei denen das Kopftuch ein sofortiges "Nein" auslöst, da es aus der Sicht des Betroffenen eben NICHT für die innerere Freiheit steht, die von einer Therapeutin erwartet wird.

Kommentar von niqabi ,

Earnest du hast wohl nicht den sin dieses Berufes verstanden , in diesem Beruf ist der Betreuer neutral egal ob Kopftuch oder nicht

Kommentar von earnest ,

Ich vermute, ich weiß über diesen Beruf mehr als du, niqabi.

Kommentar von niqabi ,

Und Sonja Danke für deine Antwort das hat mir nach dem ganzen negativen Kommentaren gut getan ich dachte schon ich habe gar keine schon's einem jop zu bekommen

Dürfte ich fragen in welchem Fachbereich sie arbeitet ?

Kommentar von Sanja2 ,

Wir arbeiten in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Antwort
von Andretta, 199

Abgesehen davon, dass ich das Kopftuch als Symbol der Unterdrückung der Frau und ihrer Reduzierung auf ein Sexualobjekt ansehe, sind sie für mich gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. 

Konservative Muslime als Psychologen oder Sozialbetreuer zu akzeptieren, würde mir allerdings Schwierigkeiten bereiten. Das wäre für mich bei konservativen Christen jedoch nicht anders. 

Kommentar von hellosydney69 ,

seit wann ist n kopftuch ein symbol für Unterdrückung? ich kenne tausende frauen, dies freiwillig machen

Kommentar von Andretta ,

Viele tragen es freiwillig. Viele werden dazu gezwungen. 

Ob es aber nun freiwillig getragen wird oder nicht, am Ende ist es ein Symbol eines patriarchalen Systems, das nicht auf Gleichberechtigung der Geschlechter beruht. 


Kommentar von Andretta ,

Sehr lesenswert zum Thema:

Neçla Kelek

Hamed Abdel Samad

Ayaan Hirsi Ali 

Seyran Ateş

Kommentar von yoloswa ,

Oh Gott..

Kommentar von Marbuel ,

Der ganze Islam basiert doch auf Unterdrückung der Frau. Lies dir den Quatsch im Koran doch mal durch und schau, was in den muslimischen Ländern bezüglich Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau vorgelebt wird. Von generellen Menschenrechten ganz zu schweigen. Es lebe die Religion. Sie war schon immer der Segen unserer Menschheit und Grund für unser allseits friedliches Miteinander.

Kommentar von Andretta ,

Ich selbst habe mit Religionen nicht viel am Hut, Marbuel.

Und ich finde auch, dass man die Dinge diskutieren können sollte. 

Aber eins finde ich ganz wichtig: Dass man ein Mindestmaß an Respekt gelten lässt und schlicht achtet, dass andere Menschen andere Dinge fühlen und glauben, als man selbst. 


Kommentar von Marbuel ,

Du meinst diese Art von Respekt, wie er einem der Islam in den muslimischen Ländern entgegengebracht wird, wenn man an etwas anderes glaubt und es zum Ausdruck bringt? Die Art von Respekt vor dem Leben, wie er in Ländern gelebt wird, wo 13 Jährige Jungen wegen Gotteslästerung hingerichtet werden und Mädchen schon mit 9 Jahren? Und das alles, weil man nach einem Buch lebt, dass dich lehrt, dass alles, was nicht gläubig ist, keine Existenzberechtigung hat? Ein Buch, dass einem lehrt, dass die Frau des Mannes Untertan ist? Die muslimische Glaubensrichtungen zollen sich doch nicht einmal untereinander Respekt. Siehe Sunniten und Schiiten. Wie viele muslimische Flüchtlinge wurden den von den Saudis aufgenommen in dieser schwierigen Zeit? Tut mir leid, aber ich muss gar nichts achten, was mir missfällt.

Kommentar von Andretta ,

Nein,  d e n  Islam meine ich nachgerade nicht. Es ist aber so, dass es jenseits der konservativen Muslime auch Muslime gibt, die sich zum Koran anders positionieren und ein fortschrittliches, zeitgemäßes Verhältnis zu ihrem Glauben finden, der auch eine zeitgemäße Gleichberechtigung der Geschlechter selbstverständlich mit einbezieht. 

In Anbetracht dessen, dass ich den Glauben an sich ohnehin nicht aus dem Lebenskonzept vieler Menschen verbannen kann, finde ich eine solche Entwicklung höchst erfreulich, ebenso, wie ich es immer erfreulich finde, in einen wirklichen und offenen Dialog mit anderen Menschen treten zu können. 

Das erreiche ich aber sicher nicht durch pauschalisierendes Pöbeln und das Verletzen der (religiösen) Gefühle von Menschen, die einer anderen Lebenshaltung anhängen als ich. 

Mich zumindest nervt dieser Schlagabtauschs- und Abrechnugston in höchstem Maße, wenn ich im Rahmen von Diskussionen, die meine eigene Lebenshaltung betreffen, derart aggressiv angegangen werde. 

Für eine offene Haltung der (Selbst)reflexion ist ein solcher Ton, der nur polarisiert, nur Gift.  Er verhärtet lediglich die Fronten. Und damit ist nun wirklich niemandem gedient. 

Kommentar von veritas55 ,

DH !

Antwort
von Marbuel, 119

Wenn du Psychologin werden solltest, dann kannst du ja mal tief in dir gehen und ergründen, warum ein 40-Jähriger, welcher an den Osterhasen glaubt, als verrückt angesehen wird, jemand, der mit 40 Jahren Allah anbetet, einfach nur als gläubig gilt.

Kommentar von niqabi ,

Soll ich das als Beleidigung sehen ?

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Du KANNST das als Beleidigung sehen, liebe niqabi, so wie es wohl viele Muslime tun würden - Du kannst es aber so sehen, wie Marbuel es gesschrieben/erklärt hat - Dann tust Du Dir selbst und Deinen Glaubensbrüdern/-schwestern den größeren Gefallen...

Kommentar von Marbuel ,

Nein, diese Frage ist ernst gemeint und entspricht der Realität. Beides fiktive Wesen, für deren Existenz es nicht den geringsten Beweis gibt. An eines darf ich glauben, ohne als völlig durchgeknallt zu gelten, beim anderen ist davon abzuraten, wenn man noch ernst genommen werden will. Ich will nicht beleidigen, sondern zum Denken anregen.

Kommentar von Schnaps123 ,

Coole Antwort

Expertenantwort
von DottorePsycho, Community-Experte für Psychologie, 174

Ganz sachlich betrachtet disqualifiziert Dich weder Deine Religion noch ein Stück Stoff am Kopf.

Trotzdem würden sich einige Leute daran stören. Weil die sich immer daran stören.

Was mich als Psychologen hinsichtlich Deiner Eignung zur Psychologin interessiert: Warum - gaaaaanz genau - trägst Du, Schwester, ein Kopftuch als Muslima, obwohl das nicht vorgeschrieben ist laut Quran?


Kommentar von niqabi ,

Du hast recht es ist kein muss ein Kopftuch zu tragen ! Aber der islam sagt man solle seine Reize verhüllen und für mich heißt das auch das Haar

Kommentar von DottorePsycho ,

Die Antwort ist mir immer noch zu kurz. :-)))

  • Warum soll eine Muslima ihre Reize verhüllen?
  • Warum ziehst Du die Grenze genau da?
  • Was, Glaubst Du, ist die unbewusste Botschaft, die ein Kopftuch an eine Patientin aussenden könnte?

Selbstverständlich erwarte ich nicht, dass Du MIR diese Antworten gibst. Es genügt, wenn Du sie Dir - auf ganz ehrliche Art und Weise  - selbst gibst. Wenn Du sie jedoch hier publizierst, könnte sich womöglich ein interessanter Dialog entwickeln. :-) Bitte sei ausführlich!

Ich habe in meiner Praxis über 90% Deutsche Christen als Patienten, weshalb ich annehme, dass Du nicht satt wirst, wenn Du Dich auf Muslime beschränken würdest.

Kommentar von niqabi ,

Wie ich gelesen habe bist du selbst Muslim ist das richtig ? Wie ist deine Meinung zu Kopftuch den  

Warum sollte eine muslima ihre Reize verhüllen ?

Ich denke eine muslima sollte ihre Reize bedecken um sich selbst zu schützen ( vor Männern die sie anmachen usw ) das Kopftuch hällt einen ach davon ab Sünden zu begehen mir hilft es weil es mich einfach immer wider daran erinnere was für mich wichtig im Leben ist so zu sagen ein Wegweiser im Leben außerdem zeigt es welche Menschen dich wirklich mögen oder nur dein äußeres ,

Warum ziehst du die Grenze genau da ?

Für mich wer eigentlich die Ideale Bedeckung ein niqab auf Grund das man so einfach nur den Intellekt diese Person bewerten kann

Zur 3 frage

Ich denke das diese meinigen sehr unterschiedlich sein können , manche werden mich sicher als inkompetente Person sehen oder denken das ich Ihnen meine Überzeugungen aufzwingen will , manchen wird es egal sein , andere wirrt es vlt sogar freuen

Kommentar von silentwater79 ,

Das Argument mit sich schützen wollen, mag vielleich auf einige Arabische und andere Länder zutreffen, in Deutschland erreichst Du damit aber eher das Gegenteil und wirst gerade deswegen angemacht / angepöbelt.

Das Dich andere dadurch nur nach Deinem Intellekt bewerten erreichst Du damit in Deutschland auch nicht. In Deutschland wird man dadurch eher vielfach als böse gesagt "Intelektuell minderbemittelt" angesehen weil man nicht seinem eigenen Verstand folgt sondern dem was einem die Religion vorgibt.

Diese Argumente mögen eventuell in anderen Ländern passen und dort auch funktionierten, hier in Deutschland jedoch nicht. Hier wird das tragen eines Kopftuches eher als Respektlosigkeit der Deutschen Kultur und der Werte in Deutschland und der Mesnchen hier betrachtet. Genau so wie man in Moslimisch geprägten Ländern nicht in eine Moschee mit Schuhen und in kurzer Bekleidung hineinläuft. Jede Kulture hat Ihre eigenen Werte / Regeln / Gesetze und die stehen nun mal über der Religion.

Von daher erreichst Du damit in Deutschland bei sehr vielen genau das Gegenteil von dem was Du damit eigentlich bezwecken zu versuchst.

Kommentar von DottorePsycho ,

Ja, ich bin Muslim. Meine Meinung zum Kopftuch ist hier ja nicht wirklich relevant, sie ist jedoch ziemlich kritisch. Anders gesagt: Ich halte nichts davon - schon gar nicht in Deutschland (oder vergleichbaren Ländern). Meine Frau und meine Töchter tragen kein Kopftuch - und ich wäre nicht dafür, wenn sie es täten (und sie dürfen).

1a) Eine Muslima sollte ihre Reize bedecken.

Dagegen gibt es nichts zu sagen. Man könnte die Frage stellen, warum sie ihre Reize bedecken soll. Auch stellt sich die Frage, ob Integration so funktioniert, wenn unterschwellig die Botschaft gesendet wird, dass Frauen ohne Kopftuch weniger wert oder weniger gottgefällig wären.

1b) um sich selbst zu schützen

Ist das wirklich so? Sonne und Sandstürme kannst Du nicht meinen. Bleiben die Männer. Deutsche Frauen können prima mit offenem Haar rumlaufen, ohne unangenehme Begegnungen zu haben. Warum Du nicht? Und wenn ich unangemessene Aufdringlichkeiten beobachte, dann sind das zu unserer Schande fast immer unsere muslimischen Brüder, die es sich erlauben, einen kurzen Rock als Einladung zu interpretieren - obwohl sie GANZ GENAU wissen, dass das so nicht gemeint ist.
1c) das Kopftuch erinnert Dich, was für Dich im Leben wichtig ist

Was ist es denn, was für Dich im Leben wichtig ist? Lebst Du, um Allah zu dienen oder dienst Du Allah, um ein gutes Leben haben zu können? Oder lebst Du einerseits und dienst Allah andererseits? Und wie wäre Deine Einstellung mit Deiner Arbeit als Psychotherapeut zu vereinbaren? Und wieso braucht es ein Kopftuch als Erinnerung?

1d) es zeigt mir, wer mich wirklich mag oder nur mein Äusseres

Da habe ich erhebliche Zweifel. Eine schöne Frau ist auch mit Kopftuch schön. Mit Kopftuch wirst Du allenfalls abgelehnt, weil man Deine mutmaßliche Einstellung zum Frau-Sein ablehnt.

2) einfach nur den Intellekt diese Person bewerten kann

Anstatt von Deiner persönlichen Schönheit abgelenkt zu sein, ist der Betrachter jetzt mit seinem individuellen Selbst-Gespräch über Dein Kopftuch beschäftigt. Eine Vorverurteilung von Frauen mit Kopftuch ist häufig; selten beurteilt man sie als besonders intelligent - eher als unterdrückt und/oder unaufgeklärt/unmodern.

3) die unbewussten Botschaften

Diese werden sicherlich sehr unterschiedlich sein, da hast Du ganz Recht. Besonders interessant sind jedoch die, die sich negativ auf die Beziehung zwischen Patient und Therapeutin bzww. den Erfolg Deiner Arbeit auswirken können.

  • Eine Muslima ohne Kopftuch könnte sich schlecht fühlen, wenn Du eines trägst, selbst wenn Du nichts dazu sagst. Würdest Du sie als Therapeutin dazu bewegen, ein Kopftuch zu tragen, wäre das ein absolutes no go.
  • Ein(e) PatientIn könnte gedanklich sehr stark mit Deinem Kopftuch und Deinen Gründen dafür beschäftigt sein. Egal ob er/sie es anspricht oder nicht, würde das die Arbeit stören. Du bist als Therapeut gehalten, möglichst neutral zu wirken.
  • Stell Dir mal vor, jemand wie ICH wäre Dein Patient. Alles, was ich hier hingeschrieben habe, würde mich beschäftigen ...
  • Ein Patient könnte damit beschäftigt sein, sich über die Reduzierung der Muslima auf ihre Sexualität aufzuregen. Mit dem Kopftuch unterstreichst Du das nämlich. Wieso müssen sich Frauen verhüllen, weil ein paar Männer ihre Grenzen nicht kennen? Wenn es doch haram ist, dass sich muslimische Männer den Frauen unangemessen nähern, wieso muss sich die Muslima zusätzlich noch verstecken? In Deutschland hat kein Mann das Recht Dich anzufassen, selbst wenn Du nackt über die Straße läufst. 
  • etc.

Zu guter letzt fallen mir noch die folgenden Fragen ein:

  • Wie gehst Du mit Deinem Professor um?
  • Mit Deinen Kommilitonen?
  • Mit Deinem Prüfer?
  • Wirst Du männliche Patienten haben?
  • Wirst Du Nicht-Muslime als Patienten haben?

Streng nach Sunnah müsstest Du da sehr auf Abstand bedacht sein, den Blick senken etc. Übungen zwischen Mann und Frau wären schwierig bis unmöglich, ein vertrautes Gespräch zwischen Prof und Studentin ansich nicht denkbar.

Kommentar von Zicke52 ,

@niqabi: "Für mich wäre eigentlich die ideale Bedeckung ein Niqab, da man so einfach nur den Intellekt einer Person bewerten kann"

Das verstehe ich nicht ganz.  Mit einem Niqab schottet man sich komplett von seiner Umwelt ab und kommt mit seinen Mitmenschen gar nicht ins Gespräch, wie sollen die da deinen Intellekt bewerten? Oder irre ich mich? Dann kläre mich bitte auf. 

"...welche Menschen dich wirklich mögen oder nur dein Äusseres" 

Weisst du, Äusseres, Intellekt und Charakter bilden eine Einheit, die die Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Ja, auch die Mimik, Gestik, sein Lächeln sind Teil der Persönlichkeit eines Menschen und haben einen Einfluss darauf, ob er uns sympathisch oder unsympathisch ist. Dabei geht es nicht um äussere Schönheit im Sinne von körperlicher Perfektion. Es gibt schöne Menschen, die sich keine Sympathien einhandeln, und andere, äusserlich Nicht-so-perfekte, die unwiderstehlich sind. Würden alle diese Menschen aber unter einem Ganzkörperschleier stecken, könnte man sich überhaupt kein Bild von Ihnen machen, wie soll man da Sympathie oder Antipathie oder überhaupt eine Beziehung entwickeln?

Ausserdem: für Freunde oder Kollegen ist dein Äusseres ohnehin kein wichtiges Kriterium. Ob sie dich mögen oder nicht, hängt eher von deiner Zuverlässigkeit, deiner Loyalität, deiner Kompetenz, deinem Humor ab.  Also keine Angst, dass die dich "nur wegen deines Äusseren" mögen.

Was Liebesbeziehungen betrifft, spielt das Äussere schon auch eine Rolle. Aber eben AUCH, nicht nur, ausser bei sehr oberflächlichen Menschen, die auf eine Affaire aus sind.  Aber in der Liebe entscheidet man eben nicht nur mit dem Kopf, es ist eine mysteriöse Alchimie, aber auch hier kommt es auf die die Gesamtheit der Person an, in die man sich verliebt, und dazu gehört auch das Äussere - aber nicht das schönste Äussere, sondern das Äussere, auf das man anspricht! Oft ist es sogar genau der 'Fehler' oder das 'Gebrechen' beim anderen, das etwas ins uns zum vibrieren bringt. Und warum soll dich jemand nicht wegen deines Intellekts, deiner Warmherzigkeit UND deines Äusseren mögen? Ist doch auch ein Teil von dir.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Schau, liebe Niqabi, genau DAS ist das Problem, das ICH persönlich hätte: Ich würde mich niemals jemandem öffnen, der Sex als Sünde ansieht!

Kommentar von niqabi ,

Was du sagst ergibt für mich wirklich Sinn und ich habe darüber nach gedacht

Ich komme aus einer traditionellen Familie mir wird natürlich also auch vorgelebt was gut ist und was schlecht also kann auch nicht sagen das ich 100% alles was ich sage nicht auch etwas von anderen beeinflusst wird

Für mich stellt es kein Problem da mit männlichen Lehrern zu unterhalten , genau so wird es mir mit Patienten gehen

Ich schwanke zwischen Tradition und moderner Welt , es ist für mich schwierig ich würde gerne einen zwischen weg gehen aber für mich gehört das Kopftuch dazu es zeigt mir meine Verbindung zu Allah

Kommentar von beamer05 ,

Für mich stellt es kein Problem da mit männlichen Lehrern zu unterhalten , genau so wird es mir mit Patienten gehen

... aber dass es den Patienten mit Dir anders gehen könnte, DAS solltest du bedenken!

Kommentar von niqabi ,

Ich habe ehrlich gesagt bis jetzt nicht gedacht das mein Kopftuch meine Arbeit so beeinflussen könnte , das macht mich traurig ,

Kommentar von DottorePsycho ,

Vielleicht findest Du eine andere "Verbindung" zu Allah. Männer tragen doch auch kein Kopftuch. ;-))

Antwort
von Spirit528, 180

Also im Verkauf ist mir nur eines wichtig: dass der Kaufvorgang schnell verläuft und ich mein Wechselgeld bekomme. Es ist mir so scheißegal ob die Person dabei ein Kopftuch trägt oder nicht. Meinetwegen auch Burka - mir egal, nur denke ich dass die Berufsausübung damit unmöglich wäre. Mit den anderen Branchen habe ich nichts zu tun.

Doch an sich sehe ich keinen Sinn in einem Kopftuch. Haare sind doch schön.

Antwort
von SeifenkistenBOB, 169

Im Verkauf würde mich das nicht stören.

Aber bei einer Psychologin, die alles außer das Gesicht bedeckt hält,.. wie soll man sich da als Patient denn dieser Person öffnen. Außerdem gehört die Religion ins Privatleben und nicht in den Beruf.

Kommentar von niqabi ,

Aus Interesse was würde dich den daran stören das du dich dan nicht öffnen kannst ?

Antwort
von earnest, 112

Ich finde es völlig uninteressant, ob es UNS stören würde. 

Wichtig ist, ob es an deinem zukünftigen Arbeitsplatz stören würde.

Aber wenn du schon fragst: Mich würde es bei der Suche z.B. nach einer Therapeutin sehr stören, wenn die Therapeutin Kopftuch trüge - dann würde ich eine konservative Frau erwarten, die ihr Kopftuch wie ein Bekenntnis vor sich herträgt. Wie ein Bekenntnis zu einem althergebrachten, konservativen, männerorientieren Gesellschaftsbild. 

Damit könnte ich nichts anfangen. Und damit wäre DIESE Möglichkeit von vornherein für mich erledigt.

Gruß, earnest

Kommentar von earnest ,

Ich bedanke mich ausdrücklich für die (bisher) 3 anonymen Gesinnungs-Runterpfeile.

Kommentar von earnest ,

... von denen jetzt einer verschwunden ist. Hat da vielleicht der Support einen meiner Mobber-Freunde ...?

Antwort
von reziprok26, 7

Der Islam ist eine Partei im Schafpelz einer Religion, Burka und Kopftuch sind Parteiabzeichen, so wie bei den Nazis das Hakenkreuz und bei Stalin der rote Stern
Wer in christlichen Ländern islamistische Symbole trägst, wirst nicht wie umgekehrt ausgepeitscht oder gesteinigt, aber Klug ist das nicht.

Antwort
von siesgutezmaedl, 145

mich persönlich würde es nicht stören. menschen die damit ein problem haben sind aus meiner sicht betrachtet nicht tolerant.

Kommentar von niqabi ,

Das Freud mich Dankeschön 😊

Kommentar von silentwater79 ,

Gehen wir jetzt mal ganz vom Thema Religion weg und betrachten das Kopftuch einfach mal nur als Kopfbedeckung, also von einer ganz andere Seite.

Wenn ich als Mann einen Hut trage und einen Raum betrete oder mich mit jemand anderem Unterhalte, nehme ich automatisch den Hut ab, da es einfach in unserer Geselschaft als höflich gilt. Auch wird z.B. in einer Schule vom Lehrer in der Regel nicht akzeptiert das jemand in der Klasse mit Basebaal Kappe oder Mütze rumsitz, weil es einfach dem Gegenüber respektlos ist.

Wenn ich jetzt einen Psychologen hätte der in seiner Praxis mir gegenüber sitzen würde und die ganze Zeit einen Hut tragen würde, würde ich mich auch seltsam fühlen, da es einfach nicht unseren Geselschaftlichen gepflogenheiten entspricht.

Auch wenn es nichts am Menschen an sich als Person ändert, so ist es doch auch eine gewisse Art von Repekt die man dem gegenüber entgegenbringt in dem man sich den Gepflogenheiten anpasst.

Genau so ist es wenn z.B. deutsche im Ausland z.B. beim Betreten einer Moschee die Schuhe ausziehen bzw. keine kurzen Hosen tragen, etc. einfach ein Zeichen von Respekt der Geselschaft, der Kultur und seines Gegenübers wenn man sich entspechend anpasst.

Kommentar von Sanja2 ,

trägt deine Frau dann in muslimischen Ländern oder zu Besuch bei Türken auch ein Kopftuch? Ich unterstelle jetzt mal nein. Weil es einen Teil gibt den man aus Höflichkeit macht und einen Teil der so tief an die eigenen Grenzen geht, das man das halt nicht macht. Ich laufe auch nicht bei den Himba (afrikanischer Stamm) oben ohne rum, weil es dort so üblich ist. Auf meinen Reisen durch Indien habe ich durchaus Respekt gezeigt indem ich lange Hosen trug und T-shirts mit Ärmeln, aber eben keinen Sari. Jeder Mensch darf auch etwas von sich selbst behalten und darin auch anders sein. Wie schon viele hier geschrieben haben empfinden wir es in Deutschland als störend wenn man das Gesicht nicht sieht, weil Mimik für uns zur Kommunikation dazu gehört. Aber ein Kopftuch kann man auch einfach als Schmuck sehen. Krebskranke Menschen tragen auch oft Kopftuch und nehmen es auch nicht ab wenn sie in einen Raum kommen. Hier stört doch mehr das was man als Haltung hinter dem Kopftuch vermutet, als das Kopftuch selbst. Aber die Haltung dahinter vermutet man eben auch nur und da lohnt es sich den Menschen kennen zu lernen und zu überprüfen ob man das antrifft was man befürchtet oder vermutet. Du wirst dich wundern wie oft das nicht der Fall ist. Ich kenne einige Kopftuch tragende starke und selbstbewusste Frauen, die weit davon entfernt sich sich unterdrücken zu lassen.

Antwort
von WasLederstDu, 156

Meinst du so ne Burka oder normal Kopftuch? Bei ner Burka würden die Kinder ja angst bekommen vor so ner schwarzen verhüllten Gestalt...

Kommentar von niqabi ,

Ich meine an ganz normal Kopftuch :) oder Turban

Kommentar von hauseltr ,

Ein Turban hat mit dem Islam nicht zu tun!

Kommentar von WasLederstDu ,

Ja ich glaub dann ist es okay. Bei nem Kopftuch ist das nicht weiter schlimm denke ich..

Antwort
von Wunschlappen, 26

Das Kopftuch ist okay meiner Meinung nach. Es kommt darauf an wie du arbeitest.
Und respektiere andere Religionen so wie man dich auch akzeptiert :-)

Antwort
von hauseltr, 134

Mich stört eigentlich nur, das sie Kopftücher tragen, obwohl sie es nicht müssen! Der Koran gibt das nämlich nicht vor!

Die Gesamtzahl der Verse im Koran beläuft sich auf 6263. In drei Versen
findet sich zwar die Formulierung „den Körper bedecken“ (Sure 24 Vers
31, 60, Sure 33 Vers 59), das Wort „Kopftuch“ wird aber selbst in diesen
drei Versen nicht erwähnt. Anders in der Bibel: Sowohl im Alten als
auch im Neuen Testament wird das Kopftuch nicht nur erwähnt, sondern den
Frauen sogar vorgeschrieben (vgl. Paulus, Korintherbrief).

Kommentar von Panderos ,

Es geht ja auch nicht zwingend um das Müssen, sondern um den eigenen Glauben, um den Stolz. Das ist dann jedem selbst überlassen. Natürlich sollte jedem klar sein, dass dies prinzipiell nicht vorgeschrieben wird, sondern ganz allein die eigene Entscheidung ist.

Kommentar von Capsoni ,

wenn es ja mal die eigene Entscheidung wäre ein Kopftuch zu tragen. In 90% der Fälle ist es keine freie Entscheidung !!

Kommentar von niqabi ,

Also ich trage mein Kopftuch freiwillig ohne Zwang , und ich weis das der islam nicht vorschreibt aber er sagt eine Bedeckung schützt die Frau deswegen habe ich mich beschlossen auch das Kopftuch zu tragen

Kommentar von Andretta ,

Wovor schützt Dich das Kopftuch, Niqabi? 

Kommentar von niqabi ,

Davor sexualisier zu werden , nicht auf aussehen reduziert zu werden , nicht abgemacht zu werden

Kommentar von Andretta ,

Aber sexualisierst Du Dich nicht selbst durch diese Haltung? 

Und unterstellst Du dem Mann dadurch nicht automatisch, dass er eine sexuelle "Bestie" ist, die sich selbst nicht im Griff hat? 

Weißt Du, ich habe mit Männern ganz unabhängig von Her- oder Abkunft absolut überwiegend gute Erfahrungen gemacht.

Klar gibt es auch unrühmliche Ausnahmen. Dagegen sind Frauen mit Kopfbedeckung aber genauso wenig gefeit, wie Frauen mit offenem Haar.

Kommentar von Andretta ,

Hey Niqabi,

ich nochmal. Irgendwie lässt mich das Thema wohl nicht los. 

So kam bei mir gerade die Frage auf, ob Deine Haltung nicht auch uns Frauen zwangsläufig klassifiziert. In Reine und Unreine. 

Wie siehst Du das? 

Gespannte Grüße und gute Wünsche für ein schönes Wochenende! 

Kommentar von KayneAnunk ,

das ist eig. das gleiche wie die idiotische aussage "jaa hätte sie sich nicht so freizügig angezogen, würde man sie auch nicht vergewaltigen." das ist auch gleich eine beleidigung für die männer. bedeutet das also, dass männer ihre grenzen nicht kennen und alle notgeil sind? und warum muss die frau sich verhüllen, nur weil paar männer meinen ihre sexuellen triebe nicht unter kontrolle zu haben? das mit dem kopftuch ist doch das gleiche

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