Frage von Toeltfee,

Muskelaufbau isländer

hi,

ich habe seit kurzem eine 7 jährige isistute. sie hat sehr schwungvolle gga und einen schönen tölt mit viel raumgriff.

nun ja, das problem ist, dass sie halt noch kaum muskeln hat. sie steht jetzt auch seit einer woche bei mir und ich habe ihr diese woche erstmal als eingewöhnungszeit gelassen (bin mit ihr spazieren gegangen, habe ihr den hof gezeigt, sie geputzt und ein bisschen über stangen freilaufen lassen).

ich möchte jetzt anfangen, sie mit der doppellonge zu arbeiten. das wollte ich erstmal so 2-3 wochen ausschließlich machen, damit sie rückenmuskulatur aufbaut und ich sie DANN anfangen kann, dressurmäßig zu arbeiten. selbstverständlich mit ruhetagen. natürlich würde ich am liebsten jetzt schon anfangen, sie auch zu reiten, aber ich habe angst, dass sie dadurch, dass sie noch keine rückenmuskulatur hat, durch das reiten rückenprobleme bekommt....

tölten wollte ich ERSTMAL komplett weglassen, damit sie sich nicht angewöhnt, den rücken wegzudrücken und nen unterhals zu machen!

was meint ihr, ist das ein guter plan, also ca. 2-3 wochen ausschließlich mit der doppelonge über stangen longieren und dann mit 1-2 mal pro woche dressurmäßiger arbeit, gymnastizierne etc. zu starten?

lg töltfee

Hilfreichste Antwort von Karin1987,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das mit dem nur longieren könnte schnell langweilig werden für dein Stütchen. In der Regel sind Isländer ja recht schlau und wollen auch beschäftigt werden.

Sicherlich ist es wichtig erstmal eine gute Rückenmuskulatur aufzubauen, abwechselung ist aber auch immer wichtig.

Vielleicht kannst du ja nebenbei noch etwas spazieren gehen, die Bodenarbeit nicht nur auf die Longe legen (Mann kan ja noch so viel mehr machen wie Zikuslektionen, arbeit am Langen Zügel....). Kleinere Ausritte oder ein Paar minuten v/a Reiten nach der Longe wären vielleicht auch gar nicht so schlecht.

Kommentar von Toeltfee,

danke für die antwort :)

was meinst du zu dualaktivierung? werde mit meiner süßen im oktober an einem dualaktivierungskurs teilnehmen.

das stimmt, jedenfalls meine stute ist sehr aufmerksam, fein in ihren reaktionen, bei der abeit motiviert und konzentriert und lernt ziemlich schnell. ich glaube zirkuslektionen sind wirklich eine gute idee, das werde ich mal ausprobieren, vielleicht machts ihr ja spaß und wir machen das dann öfter, ist natürlich auch toll um vertrauen aufzubauen....:)

Kommentar von Karin1987,

Ja, zum Vertrauen aufbauen, zur Abwechselung, zur Beschäftigung..... ich mache das mit den Zirkuslektionen hauptsächlich im Winter zum Ausgleich. Bei uns ist Weidegang nur von Mai bis je nach Wetterlage circa Oktober drinn. Wenn kein Weidegang mehr drinn ist geht sie nur auf den Paddock und ist danach nicht so ausgegelichen wie wenn sie auf der Weide wäre. Also machen wir dann an Ihren freien Tagen und vor oder nach dem Reiten oder Longieren noch ein Paar Spielchen in einer andren Kleinen Halle die leider nur 15 X 20 meter klein ist.

Ich muss zugeben das ich nach dualaktivierung erstmal googeln musste. Das war mit vollkommen neu das es ein solches Training gibt. Habe damals mit meiner Stute einfach andere gelassenheits übungen gemacht (mich mit ihr unter einen Regenschirm gestellt, über Planen gelaufen, mit Dosen geklappert und und und.... das ganze hat uns auch sehr zusammengeschweißt, wir hatten einen riesen Spass zusammen und als Dank hatte ich ein Pferd was mit vertraut und was ich besser einschetzen konnte. Wenn sie nun eine Situation oder einen Gegenstand für gefährlich hält achtet sie zuerst auf meine Reaktion. Bleibe ich dann ruhig und bestimmt merkt man das sie sich schnell wieder entspannt und diese Sache ignoriert und auch beim nächsten mal sofort weiß das es nichts schlimmes ist. So kann ich beim ausreiten beruhigt mir langem Zügel spazieren gehen und es ist dann ein entspannter Ausritt für beide. Geht es in der Gruppe raus und andere Pferde erschrecken panisch stockst sie höchstens für eine Sekunde und geht dann einfach weiter als ob nichts war.

Denke das es mit der dualaktivierung mindestens das gleiche Erzielt. Ich kann jedem Reiter nur ein so ausgeglichenes Pferd wünschen. Denke das es aber auch immer von Charakter des Pferdes abhängt. Der eine ist ehr ängstlich und schreckhaft oder wie meine ehr neugierig und verspielt. Schaden kann es auf keinen Fall.

Mit Isländern habe ich zwar kaum erfahrungen, aber Ponys sind generell scheinbar in 2 Gruppen zu unterteilen. Träge, ruhig und desinteressiert oder neugierig, lehrnwillig und voller energie. Klever sind in jedem Fall beide. Nicht umsonst heißt es bei vielen Sachen die zur Beschäftigung dienen "Für ein Pony? Da werden sie nicht lange Spass dran haben, die sind viel zu schlau dafür". Ist mir mal auf ner Messe passiert als ich eine art Snackball für Pferde kaufen wollte. Großpferde könnte man damit einen Guten Monat beschäftigen wenn sie Boxenruhe einhalten müssten. Der Vertreiber sagte nur das die Kunden immer wieder berichtet haben das bei Ponys das Ding nach 2 Tagen Leer sei (War wie ein Baumkuchen gebacken und sollte frei pendelnt aufgehangen werden, die Ponys haben das wer weiß wie in kürze aufgeknabbert).

Ich wünsche dir auf jedenfall sehr viel Freude mit deinem Stütchen (die wirst du auch mit sicherheit haben) und das ihr beide gesund und fit bleibt!

Antwort von dearinsanity,

Klingt erstmal gut. Ich würde zu der Doppellonge noch Spaziergänge dazu nehmen, am besten klettern in hügeligem Gelände. Zu viel longieren geht auf die Knochen, ich würde die Trainingseinheiten auch eher kurz halten und vielleicht schon etwas eher mit leichter dressurmäßiger Arbeit anfangen, flott vorwärts und ein v/a erarbeiten. Dazu vielleicht noch ein bisschen locker ins Gelände, wie gesagt, klettern ist immer super, solange man es langsam angehen lässt. Viel Erfolg!

Kommentar von Toeltfee,

erstmal danke für die antwort :)

hast recht, spazierengehen ist auch ganz gut. das longieren wollte ich so 20 minuten machen. mhh, klettern ist bei uns schwierig, wohne eher im norden von deutschland, wo es schon ziemlich flach ist ;) ein bisschen geht es schon bergauf und bergab, aber klettern kann man das nicht nennen ;) ich habe auch ein bisschen bedenken, dass sie unzufrieden wird, wenn ich sie durchgängig nur longiere...weil- ich bin gestern mal EIN BISSCHEN ! geritten und sie hat geschnaubt und einen sehr zufriedenen eindruck gemacht...nun meint aber mein rl, dass ich sie erstmal ausschließlich longieren soll, damit sie muskeln aufbaut und keine schäden nimmt...ich bin jetzt etwas zwiegespalten...

Danke :)

Kommentar von dearinsanity,

Na ja, RL können sich ja auch viele nennen.. Wenn sie einen zufriedenen Eindruck macht, würde ich sie durchaus ein bisschen reiten. Schön mit Abwechslung, ein paar Tempiunterschiede einbauen, nur longieren auf die Dauer ist ja auch Käse. Hör auf dein Pferd :)

Kommentar von Toeltfee,

werde ich machen, werde jetzt die ersten 2 wochen, sie 5x die woche longieren/bodenarbeit machen, 1x spazieren gehen und ihr 1x einfach einen tag pause gebe. ich würde ja auch reiten, bloß wie gesagt möchte natürlich,dass sie ein zufriedenes gesundes pferd ist und keine rückenprobleme bekommt - schließlich möchte ich ja laaaange was von ihr haben ;)

p.s. ich denke schon, dass meine rl ahnung hat - sie ist ipzv-trainerin B und leitet ja auch den hof! :)

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