Ist es überall üblich, Musikschulbeiträge durchgängig das ganze Jahr zu zahlen, obwohl während der Ferien und an schulfreien Tagen kein Unterricht stattfindet? Das macht 14-15 Wochen im Jahr, die bezahlt werden müssen ohne Gegenleistung. Ich finde das etwas viel, ist das immer so und irgendwo geregelt?
Antworten (4)
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Musikzentrale Hallo Kodiaksa,
ein Einblick in die Kalkulation einer Musikschule macht das vielleicht klarer: Die monatliche Unterrichtsgebühr versteht sich als Monatsrate einer Jahresgebühr, die zur Vereinfachung der Verwaltung jeweils zum Ersten eines Kalendermonats per Lastschrift erhoben wird.
Wir kalkulieren auf der Grundlage von durchschnittlich 38 Terminen pro Jahr:
- 52 Wochen des Jahres abzüglich der 12 Wochen Schulferien, in denen kein Unterricht stattfindet, ergibt 40 Termine pro Kalenderjahr
- hiervon ziehen wir für Feiertage u.ä. noch einmal zwei Termine ab und kommen so auf durchschnittlich 38 Termine im Jahr
- die hierfür fällige Gebühr legen wir auf eine monatliche Rate um, die jeweils zum ersten eines Monats das Jahr hindurch erhoben wird.
Würden die Unterrichtsgebühr bei einigen Hundert Schüler auf der Basis gehaltener Stunden berechnen, würde dies den Verwaltungsaufwand und damit die Gebühren unverhältnismäßig in die Höhe treiben. Daher hat sich die Ratenzahlung in nahezu 100% der Musikschulen (und vieler anderer Dienstleister im Bereich Bildung) etabliert. Die gefühlte Ungererchtigkeit führt häufig zu Diskussionen, aber wie Du siehst, es ist nicht wirklich ungerecht, sondern bislang nur intransparent.
Als Alternative zum wöchentlichen Unterricht mit monatlicher Berechnung bieten Musikschulen mittlerweile Stundenpakete an: Individuelle Terminierung einer fixen Stundenzahl und fester Unterrichtsgebühr.
Hoffe, das erhellt.
Grüße, Sebastian.
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butz1510butz1510
Das ist bei solchen Schulen immer so. Stell Dir mal vor, Du wärst die Musiklehrerin - die wäre ja dann im August quasi pleite. Sie müsste dann die Preise für die restlichen Monate höher machen und das sieht vielleicht nicht so gut aus. Kindergarten bezahlt man übrigens ebenfalls das ganze Jahr, obwohl 1 Monat davon geschlossen ist.
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GrueneFeeGrueneFee
Ich war auch in einer Musikschule und haben das ganze Jahr durch bezahlt. Abgesehen davon bin ich aber auch in den Ferien zur Musikschule gegangen. Übung macht halt den Meister ;-) Sollte man allzu lange also nicht unterbrechen. Ist leider so
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kodiaksakodiaksa Na ja, an uns soll es nicht liegen. Aber die Musikschule macht während der Ferien immer zu, das ist ja das ärgerliche.
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GrueneFeeGrueneFee Dann würde ich für die Ferien auf keinen Fall zahlen..
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whoknowswhoknows
ich musste auch das ganze jahr über meinen Gitarrenunterricht zahlen, das scheint wohl so üblich so sein, leider.
Na ja, ich bin ja bereit, die durchschnittliche Urlaubszeit eines Arbeitnehmers, also ca. 6 Wochen, zu finanzieren. Aber das wir Eltern den hohen Urlaubsanspruch von 3 Monaten und mehr tragen sollen, finde ich schon vermessen. Die brauchen doch nicht so oft zu schließen, die können doch auch in den Ferien Unterricht anbieten.
Oft kommen die Kinder in Ferien eben nicht und da haben sie ihre Konsequenzen gezogen. Ich gebe Nachhilfe und obwohl es manche Kinder, gerade in den Pfingst- und Osterferien bitterst nötig hätten, möchte man das den armen Schülern auf keinen Fall zumuten (mit dem feinen Unterschied, dass mir die Ferien keiner zahlt).
Schick doch Dein Kind zum privaten Unterricht, wenn das geht, dann hättest Du das Problem weg.
Für mich als Mutter ist es immer so, dass wir fast nie verreist sind und wenn mein Sohn spielen will( spielt Schlagzeug), kann er nicht. Hab mal ausgerechnet, dass ich ca. 250 Euro im Jahr zahle für nicht stattfindenden Unterricht. Da könnte man einen Wechsel zum Privatlehrer in Erwägung ziehen, der ins Haus kommt. Leider geht das bei Schlagzeug nicht.
Und einen, wo er hingeht? Guck doch mal in diesen Kleinanzeigenzeitungen, da stehen doch immer mal solche Anzeigen drin.
Danke für das Kompliment :-)