Frage von SofiaSch1998, 36

Musik studieren, aber welche Richtung?

Hallo, ich überlege schon seit längerem Musik nach meinem Abi zu studieren und da ich nächstes Jahr fertig bin muss ich mich langsam mal entscheiden. Ich spiele mittlerweile seit 13 Jahren Klavier (zuerst 6 Jahre klassisch und ab dann Richtung Pop und Harmonielehre), seit 5 Jahren Gitarre (nur zum Begleiten) und seit November Saxophon (als 2.-Instrument). Jetzt weiß aber nicht in welche Richtung ich gehen soll. Ich habe zuerst immer überlegt Musik auf Lehramt (zweites Fach: Mathe) zu studieren aber da heißt es immer das sei "verschwendetes Talent". Aber was kann man sonst machen? Ich befürchte, dass ich, um Klavier als Instrument zu studieren, nicht gut genug bin und außerdem wüsste ich nicht, was ich später damit anfangen soll, was mein größeres Problem ist. Das wäre auch der Vorteil beim Lehramt. Da hat man später größere Sicherheiten...

Ich würde mir gerne ein paar Meinungen dazu anhören, vielleicht auch von Leuten, die selber Musik studiert haben.

Liebe Grüße :)

Antwort
von MuseMelpomene, 5

Kannst du dir denn vorstellen, dein Leben lang in der Schule mit Kindern/Jugendlichen zu arbeiten? Kannst du dir wirklich vorstellen, Lehrer zu werden? Du musst dir halt im Klaren sein, dass - auch, wenn das Schulmusikstudium durchaus ein "echtes" Musikstudium ist - du später in erster Linie Lehrer bist!

Deine Voraussetzungen klingen ziemlich gut für ein Schulmusikstudium. Mit Musik und Mathematik hast du eine traumhafte Fächerkombination. Damit bist du auf dem Stellenmarkt der Schulen absolut gesucht.

Dir muss halt nur wirklich klar sein, dass du damit in erster Linie Lehrer - nicht Musiker - wirst. Ich fand es erst mal ziemlich schockierend dann im Referendariat irgendwann festzustellen, dass ich seit über einem Jahr mein Hauptinstrument Querflöte einfach nicht mehr gespielt hatte, dass mein Können auf meinem Instrument plötzlich sehr weit unter dem lag, was ich zur Abschlussprüfung im Studium konnte. Ich versuch momentan, zumindest ein bisschen Zeit zu finden, ein mal die Woche in nem Uniorchester mitzuspielen, um wenigstens wieder ein bisschen selbst Musik zu machen. Aber es ist echt nicht ganz einfach, im Ref noch die Zeit für die Musik zu finden.

Das muss dir halt von vornherein klar sein. Wenn du sagst, dass das für dich o.k. ist und du damit leben kannst und wenn du wirklich Lust hast, Lehrer zu sein... Dann los! Deine Voraussetzungen klingen als könntest du eine Aufnahmeprüfung (natürlich mit gezielter Vorbereitung) bestehen und mit deiner Fächerkombination werden sich die Schulen um dich reißen! ;)

Antwort
von SofiaSch1998, 12

Gute Idee, nur leider nicht meine Richtung. Mir wird oft gesagt ich wäre zu selbstkritisch, deswegen wollte ich bezüglich meines "Levels" mal 'n Profi fragen, ob das auch ausreicht. Schön, dass du für dich deinen Ideal Beruf gefunden hast :) Liebe Grüße :)

Antwort
von Sleepcheap19, 18

Hey, ist nur ein Vorschlag, weil es für mich momentan in Betracht kommt, aber mich interessiert die Musikwissenschaft, mit besondererem Fokus auf Ethnologie. 

Vielleicht in werde ich aber auch ein journalistisches Studium anstreben, denn mein Wunsch wäre es Musikredakteur zu werden.

Ähnlich wie bei dir ist das "Level" auf den Instrumenten, die ich spiele, wohl nicht hoch genug, um sie zu studieren. Und mich fasziniert das Schreiben:

Ich verfasse jetzt schon gerne in der Freizeit Kritiken zu  Alben und versuche immer möglichst informiert über Neuerscheinungen zu sein, habe einige Bücher über verschiedene Subkulturen gelesen usw. (es ist einfach ein sehr hohes Interesse gegeben).

Für mich ist es wohl der ideale Beruf; für dich könnte es ja auch ein Aspekt sein, den du bis jetzt einfach übersehen hast :-)

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen!

LG

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