Frage von alexa1909, 54

Musik Intervalle Erklären?

Hey, wir sollen für Musik die Intervalle von jeder Note zur nächsten aufschreiben. Ich verstehe das mit den Intervallen aber nicht. Kann mir jemand das erklären? Ich habe das schon gegoogelt, aber verstehe es immer noch nicht.

Antwort
von Willy1729, 21

Hallo,

unser Tonsystem basiert auf Halb- und Ganztonschritten.

Bei den Intervallen gibt es erst einmal die Grobeinteilung

Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave.

(Darauf folgen None, Dezime, Undezime usw., ist aber hier nicht so wichtig.)

Wichtig ist zunächst, daß der Abstand zwischen zwei Tönen - egal wie viele Halbtöne er umfaßt - immer eine Prime ist, wenn die beiden Töne auf derselben Notenlinie oder im selben Zwischenraum liegen, völlig egal, welche Vorzeichen sie haben. Von Ceses (ein C mit zwei b davor) bis Cisis (C mit Doppelkreuz) sind es zwar zwei Ganztonschritte, weil aber beide im selben Zwischenraum notiert sind, ist der Abstand eine Prime.

Demgegenüber läge zwischen Disis und Fes eine Terz, obwohl beide auf dem Klavier mit derselben Taste angeschlagen werden, weil sie auf dem Notenpapier einen Abstand von drei Noten besitzen: D liegt unter der untersten Linie, dann kommt E auf der untersten Linie, dann F über der untersten Linie (beim Violinschlüssel).

Du siehst also erst einmal nur auf die Anfangsbuchstaben der Töne und zählst einfach die Tonleiter aufwärts.

Gis Des etwa: G A H C D, das sind fünf Töne und fünf Töne bedeuten eine Quinte (von lateinisch quintus=der Fünfte).

Die Frage ist nun: Um was für eine Quinte handelt es sich?

Nun gibt es bei den Intervallen zwei Gruppen: Die einen sind rein, die anderen nicht. Reine Intervalle sind Prime, Quarte, Quinte und Oktave, der Rest ist nicht rein (hat mit Moral oder unsauberen Tönen nichts zu tun).

Eine reine Quinte ist - wenn Du die C-Dur-Tonleiter als Grundlage nimmst - der Abstand C G oder drei Ganztonschritte und ein Halbtonschritt (der von E nach F) 

Ist der Abstand einen halben Tonschritt weiter, umfaßt also vier Ganztonschritte, nennt man das eine übermäßige Quinte, etwa C Gis,
ist der Abstand einen halben Ton enger als bei einer reinen Quinte, nennt man sie vermindert. (In exotischen Fällen könntest Du noch doppelt übermäßig oder doppelt vermindert sagen - kommt aber so gut wie nie vor, jedenfalls nicht im Hausgebrauch).

Eine reine Prim wäre dementsprechend C C, also ein und derselbe Ton, eine reine Quarte C F (zwei Ganztonschritte, ein Halbtonschritt), eine reine Oktave ist C c.

C Fis wäre eine übermäßige Quarte, C Fes wäre eine verminderte Quarte. Die übermäßige Quarte besteht aus drei Ganztonschritten und wird auch Tritonus genannt (war in der alten Musik verpönt).

Noch einmal: Die Benennungen der Intervalle, also ob es sich um eine Terz oder eine Quinte oder sonstwas handelt, ist allein durch den Abstand der Töne in der Notation bestimmt, nicht durch den Abstand der Tasten auf dem Klavier. F Fis ist eine (übermäßige) Prime, F Ges (auf dem Klavier das gleiche Tastenpaar) ist eine kleine Sekunde, weil es von F nach G zwei Töne sind (secundus=der Zweite).

Bei den reinen Intervallen gibt es also die Feinunterteilung in rein, vermindert oder übermäßig, bei den anderen Intervallen sind es vier Unterteilungen: vermindert und übermäßig können sie auch sein, ansonsten aber nicht rein, dafür groß oder klein.

Von vermindert zu klein zu groß zu übermäßig ist es jeweils ein Halbtonschritt mehr.

Wenn Du vom C ausgehst, hast Du folgende Intervalle von der verminderten Prime bis zur übermäßigen Oktave, dabei verwende ich folgende Abkürzungen:

v=vermindert, k=klein, g=groß, ü=übermäßig r=rein

C Ces v. Prime

C C r. Prime

C Cis ü. Prime

C Deses v. Sekunde

C Des k. Sekunde

C D g Sekunde

C Dis ü. Sekunde

C Eses v. Terz

C Es k. Terz

C E g. Terz

C Eis ü. Terz

C Fes v. Quarte

C F r. Quarte

C Fis ü. Quarte

C Ges v. Quinte

C G r. Quinte

C Gis ü. Quinte

C Ases v. Sexte

C As k. Sexte

C A g. Sexte

C Ais ü. Sexte

C Heses v. Septime

C B k. Septime

C H g. Septime

C His ü. Septime

C ces v. Oktave

C c r. Oktave

C cis ü. Oktave

Auf dem Klavier gibt es hier viele Überschneidungen, während die Sache in der Notation eindeutig ist. Die große Terz C E hört sich genauso an wie die verminderte Quarte C Fes, ist aber ein anderes Intervall.

Herzliche Grüße,

Willy

Antwort
von utascheirle69, 23

Wenn die Noten auf der gleichen Linie oder im gleichen Zwischenraum liegen, dann ist das Intervall eine Prime. Wenn die Noten sich durch eine Linie des Notensystems unterscheiden, also zB eine Note liegt auf der untersten Linie und eine im Zwischenraum darüber, dann ist es eine Sekunde. Wenn sich die Noten noch eine Linie entfernen, nennt man das Intervall eine Terz. Dann kommt die Quarte, Quinte, Sexte, Septime und dann die Oktave, je weiter sich die Noten voneinander entfernen. Ich hoffe ich konnte dir helfen.

Antwort
von critter, 19

Dir jetzt zu erklären, welcher Tonsprung welches Intervall ist und warum, wäre ein bisschen zu schwierig, weil du schreibst, dass du keine Ahnung hast. 

In dem Fall ist es besser, du schaust im Internet nach dem Stichwort "Intervalle" und guckst anhand der Erklärungen dort, was in deinen Noten passen könnte.

So könnte man dir nur hinschreiben, wie viele Sekunden, Terzen, Quarten und was auch immer in dem Musikstück enthalten sind, davon lernst du gar nichts.

Antwort
von Plotz, 17

Very simple.

ein Intervall ist der Tonhöhenabstand eines Tones innerhalb einer Tonleiter zum Grundton.

z.B. C-Dur-Tonleiter:

Der Abstand vom zweiten Ton (D) zum ersten oder Grundton (C) ist ne Sekunde.
Der Abstand vom dritten Ton (E) zum ersten oder Grundton (C) ist ne Terz.
Der Abstand vom vierten Ton (F) zum ersten oder Grundton (C) ist ne Quarte.
Der Abstand vom fünften Ton (G) zum ersten oder Grundton (C) ist ne Quint.
etc.pp.

Latein von eins bis zehn zählen können hilft.

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