Frage von SialomAsks, 112

"Musik fühlen" in wenig Worten umschreiben?

Durch gewisse Stimulanzien (Ecstasy, Amphetamine...) ist es ja möglich Musik gewissermaßen zu "fühlen". Eine Art Gefühl im Burstkorb, oder ähnliches. Hat Jemand eine effektive Methode dieses "fühlen" Nicht - Konsumenten einigermaßen begreiflich zu machen?
Bedanke mich im Voraus
LG Sialom

Antwort
von Schwoaze, 23

Musik fühlen... das tu ich in dem Ausmaß, dass es kaum Dinge gibt, die ich machen kann, während ich Musik höre. Musik - die mir gefällt - nimmt mich so gefangen, dass ich nicht nebenbei z.B. lesen kann.

Mir ist es unbegreiflich, wie man Musik hören und dabei z.B. lernen kann. Das geht doch nicht! Mein ganzer Kopf ist voll Musik, da hat sonst kaum mehr etwas Platz. Das hat im täglichen Leben durchaus negative Seiten.

Und das alles ohne Drogen....tststs!

Antwort
von ilknau, 27

Hallo, SialomAsks.

Dazu brauche ich kein Dope sondern geschieht es einfach.

Eigentlich kann es jeder, denn Töne sind Schwingungen, die sich der Umgebung + dem Körper mitteilen und Gefühle hervorrufen, indem sie Gewebe und Nerven stimulieren.

Techno mit seinen harten, schnellen Beats erregt, reizt auf, da er regelrecht auf einen eindrischt während ein leises Flötensolo geradezu streichelt.

Das Prinzip der unterschwelligen Reizung/ Beeinflussung durch Klänge ist seit Jahrhunderten bekannt: in jeder guten Kirchenorgel gibt es eine sogenannte Demutstaste, die eine Schwingung erzeugt, welche einen von sehr feierlich bis demütig stimmt (sei mir bitte erlaubt, das Wortspielchen).

Das hab ich selbst mal erlebt und es ist ein bissl gruselig, wenn es tief im Leib schwirrt, der Solarplexus (grosser Nervenknoten nahe Magen) förmlich vibiriert, und einem die Tränen kommen, ohne es verhindern zu können, lG.

Antwort
von VegasEditing, 27

Es ist relativ schwer das zu beschreiben, da es prinzipiell so ist, als wären deine Sinne verschoben. Beispielsweise kannst du Farben die du sonst nur sehen kannst, plötzlich schmecken oder eben Töne fühlen.

Wie du schon schreibst ist es durch den Einfluss verschiedenster Substanzen möglich Musik zu "fühlen". 
Es ist auch von Person zu Person unterschiedlich und hängt auch mit der Musikrichtung zusammen. Ich kenne z.B. Leute, die im Club bekifft bei Reggae oder Dancehall total abgehen und richtig gefangen in der Musik sind, auf Amphe daran allerdings überhaupt keinen Spaß haben.

Von meinen Erfahrungen her war es bei der Kombination von LSD, MDMA und N2O(Lachgas) am stärksten. 
Laute Musik und die damit verbundenen Schwingung des Basses verstärken dieses Gefühl natürlich nochmals.
Es fühlt sich an als wäre man eins mit der Musik, als wäre die Musik etwas vollkommenes, was den gesamten Körper erfüllt. Die Musik geht einem in die Seele über, man lebt quasi die Musik.
Es kommt einem so vor als ob alles in einem selbst und in der Umgebung sich an die Musik anpasst und im Takt der Musik funktioniert.
Quasi ein perfektes Zusammenspiel der Natur mit dem Taktgeber Musik.

Es ist sehr schwer zu beschreiben, da ein Trip etwas unbeschreibliches mit deinem Körper macht, positiv wie negativ. Ich denke um es selber zu verstehen, wie man sich fühlt, müsste man es schon selbst konsumieren.

Antwort
von LeoMiara, 49

Ich fühle dieses Gefühl ebenfalls immer und ich liebe es. Fühlt sich vom Gefühl her an wie Schmetterlinge im Bauch wenn man verliebt ist.

Antwort
von SunAndMoon3, 52

Ich fühle diesen Zustand immer, ohne Drogen, nennt sich Synaesthesie. Ich sehe und fühle Musik in 3D. Man stellt sich seinen Körper als Raum vor, in dem jeder Sound als Objekt seinen Platz hat. Man hört, sieht und fühlt es zugleich. Ob es bei Drogeneinnahme genauso ist, weis ich nicht - habe noch nie Drogen genommen, und werde ich auch nicht :-) 

Kommentar von SialomAsks ,

Bei dir liegen zuständige Nervenenden übereinander - ähnliches bewirkt zB LSD. Hilft in dem Fall nicht wirklich, aber hätte ne Frage an dich :D
Hab mich seit dem ich mich mit der Thematik befasse öfters mal gefragt ob Menschen wie du das ganze als außergewöhnlich und "cool" empfinden oder es für dich einfach normal ist und nichts wirklich spannendes.
LG Sialom :)

Kommentar von SunAndMoon3 ,

Für mich ist es normal, weil ich es nicht anders kenne. Ich wurde erst vor ein paar Jahren aufgeklärt, was genau ich habe. Bei Musikproduktion und Sound Design ist das Ganze natürlich ein großer Vorteil. Schon seit meiner Kindheit habe ich deswegen einen ganz speziellen Draht zur Musik. Ich weis es sehr zu schätzen, auch wenn die Überreizung leider hin und wieder zur Migräne führen kann. Alle schönen Dinge haben auch Nachteile :-/

Antwort
von Kittylein123, 59

Ich würde es anders formulieren. Es ist im Kopf. Es tut mir gut, beruhigt mich. Bringt positive Gefühle.

Expertenantwort
von TimeosciIlator, Community-Experte für Musik, 31

Dieses "Fühlen" der Töne und Frequenzen basiert nicht auf einem selber. Zumindest nicht dann, wenn es durch Drogen hervorgerufen wird. Das, was man fühlt, ist bloß der Trip selbst - verachtenswerte Chemie, die dem Körper schadet.

Helge Schneider singt beispielsweise in seinem bekannten Möhrchenlied:

"Marihuana, dat is Mist Weil et nitte du selber bist !"

Auch wenn Helge ein Quatschmacher ist - mit diesem Zitat benennt er die Dinge wie sie nunmal sind. Und das rechne ich ihm äußerst hoch an. Er besaß außerdem den Schneid in der Öffentlichkeit zuzugeben, dass er als Jugendlicher einem Elternteil einen großen Geldbetrag stahl um sich davon Drogen zu kaufen. Mit diesem Song rechnet er quasi mit seiner Vergangenheit ab.

Antwort
von greedHQ, 35

Schlag einmal oder 2 mal fest drauf. Wenn der Schmerz nachlässt haben die auch dieses Gefühl der Erlösung und ein leichtes Kribbeln.

Antwort
von GanjaIsTheCure, 20

Ich könnte es nicht beschreiben. Das ist so als wenn du versucht einem blinden zu erklären wie farben aussehen..

Antwort
von lucadavinci, 13

Ich würde behaupten das kann man nicht beschreiben...Wenn ich versuchen würde es zu erklären würdest du als nicht User warscheinlich keine Schimmer haben was ich da schreibe/rede...

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