Musik bearbeiten, Mastering lernen?

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2 Antworten

Ich glaube eher, du willst mixen und nicht mastern.

Nochmal zum Verständnis:

Mixen = Alle Einzelspuren zusammenführen, so dass sie untereinander ausgewogen klingen 

Mastern = Der letzte Schliff, bevor es auf die CD geht. Meist geht es hier eher darum, dass der Mix "satter" und insgesamt lauter klingt und auch mit schlechten Lautsprechern nicht so viele Probleme hat.

Damit deine Lieder vernünftig klingen, ist das Mixen viel wichtiger. Hier scheint dein Problem zu liegen, wenn das nicht "professionell" klingt.

Auf das Mastering kannst du erstmal verzichten. Auch ohne dieses kannst du schon sehr gute Ergebnisse erzielen. Mastering ist kein Allheilmittel, das schlechte Mixes glattbügelt.

Durch das fehlende Mastering klingen deine Mixe ein wenig leiser und dünner als gekaufte Alben. Aber daran solltest du dich erstmal nicht stören.

Das Mastering kannst du ja später nochmal nachholen.

Zum Equalizer (Dies ist der wichtigste Effekt von allen):

Schaue dir deine einzelnen Tonspuren an. Mache eine Frequenzanalyse von jeder und schaue, welche Frequenzen am stärksten sind. 

Die musst du mit dem Equalizer betonen. Die übrigen Frequenzen dagegen absenken. 

Außerdem ist der Equalizer dazu da, Rumpeln, Dröhnen, Mumpfen, Zischen und sonstige Müll-Frequenzen aus den Spuren rauszuschmeißen.

Versuche dabei, jedem Instrument einen eigenen Frequenzbereich zuzuteilen, damit sie nicht kollidieren.

Gleichzeitig kannst du auch einzelne Frequenzen bewusst betonen, um zum Beispiel deiner Stimme eine Klangfülle zu geben.

Zum Kompressor (Um den kommst du ebensowenig herum):

Der verringert die Dynamik. Das heißt, die Unterschiede zwischen lauten Tönen und leisen Tönen wird angeglichen.

Wenn du jetzt ein Schlagzeug hast, hat das eine sehr hohe Dynamik. Das siehst du meist schon an der grafischen Darstellung der Tonspur, dass die sehr zackelig ist.

Auch dein Gesang ist eher dynamisch.

Töne, die dagegen z.B. aus einem Synthesizer kommen, sind dagegen eher von geringer Dynamik (weil die Samples im Synthesizer meist schon vorkomprimiert sind :-P).

Jedes Mal, wenn das Schlagzeug "reinhaut", würde es die dynamikärmere Synthesizertöne überlagern. Leisere Trommelschläge dagegen würden im Klangteppich der Synthesizer untergehen.

Du hättest Probleme, die Spuren so einzustellen, dass Schlagzeug und Synthesizer harmonisch und gleichermaßen zu hören sind.

Damit das nicht passiert, wird das Schlagzeug komprimiert (Nicht verwechseln mit dem Komprimieren der Musikdatei in MP3 oder ähnliches!), um die Dynamik anzupassen.

Zum Limiter:

Der sorgt dafür, dass vereinzelnte Übersteuerungen abgedämpft werden.

Darfst mit dem Mix aber nicht zu laut werden. Wenn der Limiter ständig eingreift, musst du mit dem Pegel runtergehen.

Dies ist das absolute Minimum-Spar-Mastering, das nicht schwer ist, aber nicht fehlen sollte. Einfach am Ende der Signalkette einfügen. Reicht für den Anfang.

Die übrigen Effekte, wie Hall, Chorus, Flanger usw. dienen dem kreativen Einsatz. Einfach nach Lust und Laune hier und da einfügen (aber erst nach dem Equalizer!), wie es dir gefällt.

Und ganz wichtig:

Mit den Ohren hinhören und einfach das, was ich geschrieben habe, ausprobieren und üben. Wirklich, üben üben üben... Das kann man nicht an einem Tag oder in einer Woche lernen.

Wenn du fertig bist, lass die Baustelle 1 Woche ruhen. Höre es dir dann wieder an. Oft hörst du dann, was du noch verbessern kannst.

Höre die andere Lieder an, die ähnlich wie deine sind. Versuche, dich denen anzunähern.

Achte außerdem darauf, dass du auf einer 32bit-Ebene arbeitest und auch speicherst. Bei 16Bit summieren sich die Rundungsfehler ganz schnell auf.

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Kommentar von Franky12345678
30.09.2016, 02:51

Eines noch:

Benutze möglichst gute Kopfhörer und stelle alle Klangeffekte, Bassverstärker usw in der Soundkarte aus. Ansonsten klingt dein Mix nur auf deinem Rechner gut! Zwischendurch immer mal "fertige" Musik anhören, damit du dich nicht an irgendwelche Fehlklänge in deinem Mix gewöhnst.

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Die Antwort auf eine so umfassende Frage kann nur lauten:

Mach ein Praktikum in einem Tonstudio!

Deine Grundkenntnisse sind wirklich gleich Null und die vielen Tutorials im Internet sowie Artikel auf Wikipedia scheinen dir ja nicht weiterzuhelfen.

Bei deiner Bewerbung um einen Praktikumsplatz musst du allerdings zumindest motiviert wirken, arbeiten und etwas dazulernen zu wollen. Sonst wird dich kaum jemand nehmen.

Viel Glück

Und hey, nimm dein Leben selbst in die Hand, (bevor es jemand anders tut.)

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Kommentar von blacksmoke90
25.06.2016, 12:01

hm ein praktikum kann ich glaube ich nicht machen da ich arbeite habe ich nicht viel zeit für ein praktikum danke trtzdm:)

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