Ich habe gelesen, man solle einen Bewußtlosen durch die Nase beatmen. Ich kenne nur die Mund zu Mund Beatmung. Was stimmt denn nun?

Das ist situationsabhängig. Gelehrt wird jetzt - wieder, nach langen Jahren Mund-zu-Nase - die Mund-zu-Mund-Beatmung in den EH-Kursen.
Einen Bewusstlosen legt man übrigens in die stabile Seitenlage, den braucht man (noch) nicht beatmen.

Ich würde das von den anatomischen Bedingungen abhängig machen. Je nachdem was für den Atemspender einfacher ist. Hauptsache ist doch es kommt Luft in den Körper und wieder heraus.
Baiana am 20. April 2008 16:11 Nun, nicht ganz. Die Hauptsache ist, dass die Luft in die Lunge kommt. Im Körper ist sie auch, wenn sie im Bauch landet - aber da hängt sie lustlos rum. Bitte verzeih meine Krümelgackerei.
regideur am 20. April 2008 16:19 So Krümelkackerei ist das gar nicht. Wichtig ist aber eben auch das sie wieder herauskommt und der Körper nicht nur aufgeblasen wird wie ein Luftballon.

Mund-zu-Nase-Beatmung kann vor allem dann wichtig sein, wenn sichtbare und grobe Verletzungen im Mundbereich bzw. Rachenraum zu sehen sind. Nicht dass man das evtl. dort vorhandene Blut noch mit Druck in die Lunge pustet!
Beides ist möglich und Hilfreich. Kommt auf die Situation an.
Das ist sozusagen Jacke wie Hose.
Bei Kleinkindern umschließt man Mund und Nase, weil die Verbindung zwischen beidem (noch) recht kurz ist.
Bei Erwachsenen ist es abhängig von den äußeren Umständen; hier kann die Mund-zu-Mund-Beatmung z.B. auch durch ein Taschentuch hindurch erfolgen.

Patient ansprechbar? Wenn nicht: Atemwege freimachen, Atmung kontrollieren,bei Bewusstlosigkeit fällt die Zunge nach hinten u velegt die Atemwege = Gegengriff: Kopf überstrecken, Mund verschließen ( mit Daumen u Zeigefonger ) u Mund zu Nase beatmen, einmal alle 4 Sekunden, Ausatmung kontrollieren
Baiana am 20. April 2008 16:12 Wie verschließt Du denn den Mund mit Daumen und Zeigefinger? Dazu braucht man doch die ganze Handfläche, oder nicht?
Seelenlos am 20. April 2008 16:20 Den Daumen über die Oberlippe legen und mit dem Zeigefinger unter das Kinn fassen und fest zusammendrücken. Versuch mal bei dir beide Varianten, du wirst merken, dass du so besser zusammendrücken kannst und nicht abrutscht.

Wichtig ist die Beatmung. Ob nun Mund zu Mund oder Mund zu Nase oder bei Säuglingen/Kleinkindern eine Mund zu Mund-nase Beatmung ... das wäre egal... Ich rate zu einem Erste - Hilfe Lehrgang.

Die Wiederbelebung hat sich geändert. 30 mal Herzfruckmassage und 2 mal beatmen ist die Richtlinie.
Mund zu Mund am Besten mit Maske.

Im Prinzip ist das ganz egal, mußt sehen, wie du besser zurecht kommst. Früher hat man nur Mund zu Mund gelehrt, dann hieß es längere Zeit, Mund zu Nase wäre besser. Inzwischen gibt es aber wieder einen stärkeren Trend, zu Mund zu Mund. Wobei die ganz neuste Lehre ist ja, daß das Beatmen nicht so wichtig ist und es auf die Herzdruckmassage viel mehr ankommt.
Hinweis... Die stabile Seitenlage ist nach neuesten Richtlinien der Breitenausbildung in Erster Hilfe überholt. Heute lehrt man nur noch die Seitenlage... Dem unwissenden hilft eine Erste-Hilfe Ausbildung. Dem Erste-Hilfe-Schein-Inhaber ein EH Training.
Also bei uns hats der Ausbilder letzte Jahr im Oktober noch als ''stabile Seitenlage'' bezeichnet (vielleicht alte Gewohnheit?). Und ja, es war schon die ziemlich simple Variante, die von der ehemaligen 'Körperverwurschtelung' noch übrig geblieben ist.
Alles gut. Verkehrt ist sie ja nicht. Sie ist nur vereinfacht worden, was ja auch ausreicht.