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Multiple Sklerose und Häuserkauf - worauf muß ich achten?

gefragt von MissCherry am 23.10.2009 um 9:33 Uhr

Bei mir (29 J.) wurde im Dezember 2008 MS diagnostiziert. Bisher hatte ich glücklicherweise noch keinen Schub, unter den Symptomen leide ich allerdings schon, sprich ordentlich Fatigue und Depressionen, dazu kommen noch eine chronische Augenentzündung und Schuppenflechte - ja ich bin ein wahrer Autoimmunkrankenheiten-Herd O_o Mein Mann und ich denken nun über den Kauf eines Hauses nach und wir sind uns nicht sicher ob es Sinn macht umbedingt ein barrierefreies zu kaufen, denn die sind natürlich rar und leider meist auch nicht günstig (meines Wissens). Natürlich würden wir schon etwas kaufen, was "einfach zu bewältigende Treppen" hat. Mein Neurologe macht mir natürlich Mut und meint, MS müße heutzutage nicht im Rollstuhl enden und ich sei ja auch in einem sehr frühen Stadium zu Ihm gekommen, da könne man noch viel machen, mich vielleicht sogar auf diesem Level halten. Trotzdem interessiert mich einfach mal, wenn wir nun kein barrierefries kaufen: was steht mir zu wenn es doch schlimmer wird? Was kann man beantragen und was wird in der Regel genehmigt? Ich habe z.B. letztens gelesen, das einer dieser "schicken Treppenaufzüge" in so einem Fall bewilligt wurde? Wäre sehr dankbar für jede eigene Erfahrung, jedne Rat, jeden Tipp, jeden Link...

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Multiple Sklerose x 32 barrierefrei x 12 Häuserkauf x 1

mani08
beantwortet von mani08 am 23. Oktober 2009 09:48
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Hallo, ich möchte dir Mut machen , denn bei mir wurde MS im Jahr 1999 festgestellt. Die Symptome hatte ich aber bereits 20 Jahre vorher , ohne dass ich Ärzte konsultiert habe. Erst ein schwerer Schub mit Bewegungsstörungen und Sehstörungen brachte mich in eine neurologische Klinik , wo ich 5 Tage mit 1000 mg. Kortison behandelt wurde, danach war wieder alles o.k.. Inzwischen habe ich kleinere Schübe mit Kortison ( 150 mg und anschliessendem Ausschleichen ) selbst behandelt und habe keinerlei beeinträchtigenden Probleme. Ich selbst habe eine Wohnung über 2 Stockwerke und habe mir über "behindertengerechtes Wohnen" niemals Gedanken gemacht.

In unserer Nachbarschaft wurde bei einer 70 jährigen MS- Patientin jedoch ein Haus "behindertengerecht" umgebaut. (Treppenlift und Bad) Allerdings kann ich nichts über die Kostenübernahme sagen.

Gruß mani

Kommentar von MissCherry am 23. Oktober 2009 09:54

Danke, das ist sehr lieb, finde ich alledings auch etwss leicht blauäugig.. Dir ist schon klar, das auch wenn Du, wie ich, keine Schübe hast, die Krankheit trotzdem weiterarbeitet...?? Ich merke immer mehr, je mehr ich mich darüber schlau mache, das man es leider nicht unterschätzen darf, auch wenn momentan ja alles okay ist..

Kommentar von 09e338d9afb2d6459549ed5720bf262dsmallmani08 am 23. Oktober 2009 10:02

-bitte positiv denken,das hilft wirklich.


anonym
beantwortet von guterwolf am 23. Oktober 2009 09:41
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Würde mich nach einem Haus umsehen, welches alle Räume auf einer Ebene hat, wenig Treppen, wenig Stufen zum Haus. Die Türen sollten eine Breite von mindestens 86 cm haben, damit man auch mit Rolli durchkommt.

Das Bad sollte eine gewisse Grösse haben, so dass man auch mit Rollstuhl überall hinkommt.

Was du - mit Pflegestufe - beantragen kannst: Rampe zur Haustür, Geländer draussen, Badumbau (wird bis 2500 ca. übernommen), Hilfsmittel für Bad wie WC Sitzerhöhung, Halterungen etc.

Treppenaufzüge werden auch genehmigt, da musst du aber darauf achten, dass die Treppenkonstruktion das auch möglich macht, und nicht unbedingt eine Spindeltreppe vorhanden ist.

Waschmaschinenanschluss sollte möglichst nicht im Keller sein, Wege zum Haus und im Garten eben.

Umbauen kann man alles - aber es kostet und alles zahlt die PV nicht.


swallowtail
beantwortet von swallowtail am 23. Oktober 2009 09:37
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In deinem Fall würde ich gleich von Anfang an ein barrierefreies Haus bauen oder umbauen.

MS ist unheilbar und es wird sich immer wieder melden und nach jedem Schub wird es dir schlechter gehen.

Meine Freundin hat MS, der letzte Schub war schlimm, jetzt bekommt sie eine Teilerwerbsunfähigkeitsrente.

Sie hat ein altes Haus.

Und eine Flut von Anträge, bzw. auch Ablehnungen hinter sich, um es einigermaßen Rollstuhlgerecht umbauen zu können.

Das Bad (Dusche) mussten sie auf eigene Kosten komplett behindertengerecht umgestalten.

So einfach ist es nicht.

Prinzipiell wird grundsätzlich alles abgelehnt und du musst kämpfen.

Kommentar von guterwolf am 23. Oktober 2009 09:42

das kann ich so nicht bestätigen. Unsere KK/PV hat alles genehmigt, auch den Badumbau mit 2556 € bezuschusst, abgelehnt wurde eigentlich nur ein kleines Teil für 196 €.

Die Anträge werden in der Regel vom Arzt ausgefüllt, da muss man nur noch unterschreiben.

Kommentar von MissCherry am 23. Oktober 2009 09:44

was genau ist "alles" (was sie genehnigt haben)?

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 23. Oktober 2009 09:45

Bitte genauer: Krankenkasse oder Private?

Nicht jeder hat eine private Krankenversicherung!

Kommentar von guterwolf am 23. Oktober 2009 09:57

wir sind gesetzlich versichert - keine Privatkasse.

Kommentar von guterwolf am 23. Oktober 2009 09:46

alles, was wir brauchten: elektrisches Bett, Rollstuhl,Haltestangen Bad, Rampe, Badumbau, diverse Kleinigkeiten und Hilfsmittel.

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 23. Oktober 2009 09:49

Das sind Dinge, die problemlos von der Krankenkasse/Pflegekasse übernommen werden. Krankenbett, Rampen, Rollstühle etc.! Aber wir reden hier von Umbaukosten, barrierefreies Wohnen. Was nützt dir eine Tür, mit der du nicht mit dem Rollstuhl durch kommst? Oder eine Dusche, wenn du nicht reinkommst? Was bringt eine Treppe, wenn du nicht rauf steigen kannst? Das alles wird in der Regel nicht oder nur unzureichend von den Krankenkassen übernommen.

Kommentar von guterwolf am 23. Oktober 2009 09:56

deswegen baut man eine Dusche um... und Umbauten werden immer spezifisch bezuschusst, also das Bad, die Türen etc.

Und wenn man jetzt nach einem Haus Ausschau hält, sollte man natürlich sinnigerweise nicht ein kleines, verschachteltes Hexenhäuschen kaufen, sondern im Vorfeld darauf achten, dass die Voraussetzungen für ein behindertengerechtes Wohnen so gut wie möglich schon vorhanden sind und keine großen Umbauten vorgenommen werden müssen. Also kein Haus mit vielen Treppen, engen Räumen, einem winzigen Bad.

Bei uns ist alles eben (Bungalow) und es musste lediglich das Bad umgebaut werden weil die Dusche zu hoch.

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 23. Oktober 2009 09:58

Ich denke mal, wir haben beide recht. Jedenfalls sollte sich die Fragestellerin nach einem Haus umschauen, in der alles ebenerdig ist oder aber gleich ein behindertengerechtes bauen lassen.

Ich wünsche euch allen Kraft und Mut.

Kommentar von guterwolf am 23. Oktober 2009 10:01

genau deswegen sollte man jetzt nach einem Haus schauen, was die besten Voraussetzungen hat und eben kein kleines Bad, keine engen Türen, verwinkelte Treppen - solche Häuser gibt es zur Genüge, da reichen wenige Umbauarbeiten aus und die Wohnung ist behindertengerecht.

Es geht ja hier darum, dass man sich erst ein Haus kaufen will und nicht in einem kleinen Hexenhäuschen wohnt...

Kommentar von Simple_avatar9smallswallowtail am 23. Oktober 2009 09:43

PS. Beim Neubau, wenn es barrierefrei sein soll, gibt es Fördergelder vom Land. Landratsamt kontaktieren und/auch den KfW.

Alles Gute.


schwabinggirl
beantwortet von schwabinggirl am 24. November 2009 10:43
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Hallo, hat sich das schon erledigt? Es wäre klüger, eine neu gebaute Eigentumswohnung zu kaufen. Die Bauvorschriften haben sich in den letzten Jahren geändert: Neue Mehrfamilienhäuser müssen barrierefrei sein. Also zB durchgehender Aufzug von der Tiefgarage bis zur Wohnung. Ein Haus ist eine teure langfristige Investition und ist nie barrierefrei. Es gibt immer Treppen, Stufen usw. Fast alle Leute mit MS können irgendwann nicht mehr gut Treppen gehen, selbst wenn sie noch ohne Rollstuhl klar kommen. Ganz wichtig für dich: Alle Haushaltsgeräte in die Küche (Waschmaschine, Trockner, Eisschrank). Das Motto für euch lautet: keine Stufe, keine Treppe, keine mehreren Stockwerke! Und nein, einen Treppenlifter zahlt dir niemand und einer kostet locker 10.000 Euro, und davon brauchst du dann mehrere, für jede Treppe einen. Und wenn du im Rollstuhl sitzt, hilft dir der Treppenlifter auch nicht mehr. Außerdem willst du sicher so lange wie möglich berufstätig sein, das geht nur, wenn du immer ohne Stufen zu deinem Auto kommst.


anonym
beantwortet von shaker72 am 23. Oktober 2009 11:06
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Auch ich habe MS und nutze in meinem Haus eigentlich nur die untere Etage. Also wäre ein Bungalow nicht schlecht für Dich - Küche und Bad auf einer Wohnebene. Ein niedriger Trittstein und keine Türschwellen. Das paßt dann schon. Zwei Rollstühle verschreiben lassen, einen für drinnen und einen für draußen - noch bezahlen die Kassen diese. Noch... Richte Dir Dein Leben so ausgeglichen wie möglich ein, dann läßt Dich die MS hoffentlich in Ruhe. Mit der extremen Fatigue habe ich zu leben gelernt - es gibt schlimmeres. Und Schübe kann man zeitnah behandeln, die vergehen auch wieder. Also, ruhig Blut bewahren.


anonym
beantwortet von tomsmama am 23. Oktober 2009 09:46
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Am besten ist, sich ein Haus auszusuchen, das alles auf einer Ebene ist.Mit großer Küche und Bad. Wenn ihr Euch eins Bauen wollt, gleich Behindertengerecht bauen lassen. Sorry, aber auf Ärzte würde ich mich nicht so verlassen. Ich hoffe für dich, dass du keine Schübe mehr bekommst und wünsche dir nur das beste und viel Gesundheit.


anonym
beantwortet von Pumuckl70 am 23. Oktober 2009 09:45
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Der Treppenlift dürfte einige Tausender günstiger sein als die Barrierefreiheit. Also selbst wenn Du ihn selbst zahlen müssen solltest (schönes deutsch...), kommst Du unterm Strich günstiger weg. Besuche mal eine Reha-Messe (in Düsseldorf war sie gerade, in Karlsruhe und Leipzig gibt es auch welche - Leipzig ist nächsten Mai), um Dich über das generelle Angebot an Hilfsmitteln zu informieren - man gibt mehr, als die meisten wissen. Nebenbei sind dort etliche Selbsthilfegrupeen vertreten. Es gibt übrigens auch Nahrungsmittel, die die Nervenversorgung deutlich fördern können - Cellagon Vitale wäre so etwas. Google mal danach! Bei Fragen diesbezüglich - über Freundschaft oder Kompliment an mich wenden. Alles Gute!


Elch67
beantwortet von Elch67 am 23. Oktober 2009 09:37
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Das "Es" nicht mehr besser wird ist dir auch klar,oder?...Also das Beste draus machen!..(Sorry,für meine Direktheit)

Kommentar von MissCherry am 23. Oktober 2009 09:41

Das es nicht mehr besser wird merk ich jeden Tag O_o Definiton von "das Beste draus machen" ???

Kommentar von B298d84df485eda385549512538556a9smallElch67 am 23. Oktober 2009 09:47

Jeden Tag leben und erleben als wär's der Letzte!(Hört sich schwer nach Daily Soap an,passt aber meist doch)

Kommentar von MissCherry am 23. Oktober 2009 09:51

Dankschön, aber ne Lebensphilosophie habe ich eigentlich schon.. (entspricht dem auch, keine Sorge).. wollt ja eher mein Wissen erweitern :)

Kommentar von B298d84df485eda385549512538556a9smallElch67 am 23. Oktober 2009 09:57

Wissen erweitern schaffste nur mit Dir selbst.


Pauli1965
beantwortet von Pauli1965 am 23. Oktober 2009 09:36
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Vielleicht kann der medizinische Dienst in eurer Stadt(Gegend( helfen..


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