Frage von Pannowski, 76

Multiple Sklerose - Was soll ich tun?

Hallo,

ich bin 22 Jahre alt und langsam am Verzweifeln. Ich habe seit einigen Monaten Beschwerden die anfingen mit Schwindelattacken. Diese haben sich seit circa einem Monat erledigt allerdings habe ich nun oft Kreislaufprobleme. Neuerdings sind meine Beine extrem schwerfällig und das linke kribbelt leicht. Ich war auch schon in der ich Neurologie stationiert und wurde untersucht: Lumbalpunktion, MRT und elektrophysiologische Untersuchung. MRT des Kopfes und der Halswirbelsäule ohne Befund. Liquor mit normaler Zellzahl und niedrigem Gesamteiweißwert allerdings waren oligoklonale Banden nachweisbar.

Insgesamt wurde ich mit unauffälligem Befund entlassen.

Ich bin derzeit auch in psychologischer Behandlung weil mein Gesundheitszustand so an mir zehrt und ich auch Panikattacken und Depressionen habe.

Ich weiß nicht mehr weiter... Diese oligoklonalen Banden weisen ja schon auf MS hin aber der Befund war doch unauffällig?

Aktuell weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll.

Beste Grüße

Felix

Antwort
von Noeru, 50

Leider kann ich Dir nicht raten, was man da am Besten macht... man sollte meinen, dass einen die Ärzte auf den Kopf stellen, wenn eine Entzündung im Körper bzw. im Gehirn vorliegen könnte.

Ich kann Dir nur raten, weitere Ärzte hinzuzuziehen bzw. in Erfahrung zu bringen, weshalb Du ohne Befund bist, wenn es mehr Banden im Liquor gibt als im Serum. Bzw. weshalb die Ärzte MS ausschließen können, wenn die Banden, die im Liquor zu viel sind, ein Verdacht auf MS sein können.

Ich möchte hier ganz bewusst das sein können emphatisieren, denn auch wenn im Liquor Banden nachweisbar sind, die im Serum fehlen, ist damit nur bewiesen, dass ein chronischer entzündlicher Prozess im Zentralennervensystem vorliegt. Es ist nicht bewiesen, dass es sich dabei um eine MS handeln muss.

Oligoklonale Banden kommen unter anderem bei der Herpesenzephalitis, der Neurosyphilis und der Neuroborreliose vor. Sie sind also nicht spezifisch für eine MS, allerdings hochverdächtig, weil die MS die bei weitem häufigste entzündliche ZNS-Erkrankung.

Werf die Flinte nicht ins Korn und versuche andere Ärzte aufzusuchen, die die Behandlung besser mit Dir durchgehen, als die letzten Ärzte das gemacht zu haben scheinen. Lass Dich vor allem nicht mit irgendwelchen Befunden auf fachchinesisch abstempeln. Lass sie Dir genau erklären, mache Dir Notizen und recherchiere. 

Ich kann mir vorstellen, dass das unmöglich für Dich klingen muss - vor allem, wenn Deine Angst davor, MS zu haben, Dich schon zu Panikattacken treiben... such Dir jemanden, der das mit Dir gemeinsam durchsteht. Alleine ist das schon bei einem mental gesunden Menschen schwer. Such Dir Unterstützung!

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

LG
Noeru

Antwort
von Leon0123, 14

Hallo, 

mach Dir bitte nicht so viele schwerwiegende Gedanken, die mit Panik und sogar Depressionen verbunden sind. Du musst ruhig bleiben und abwarten. Deine Ärzte machen alles, was in ihrer Macht steht. Ich habe schon MS diagnostiziert bekommen und kann Dir vielleicht helfen. Um die Diagnose stellen zu können, reichen die angegebenen Beschwerden noch nicht.

Ich hoffe, dass ich Dir helfen konnte und vielleicht noch helfen kann.

Leon

Antwort
von eulig, 36

um eindeutig mit Ms diagnostiziert werden zu können, müssen die Ergebnisse mit den McDonald-Kriterien abgeglichen werden. erst wenn hier alles erfüllt ist, kann der Arzt die endgültige Diagnose bestätigen.

http://www.neurologienetz.de/front_content.php?idart=290

Antwort
von Mignon4, 41

Ich glaube, du hast zu viel im Internet über Krankheiten wie MS gelesen. Wenn man die Symptome liest, bildet man sich immer ein, die Krankheit zu haben. Das ist normal. Vergiss das und informiere dich über Krankheiten nicht länger im Internet, sondern vertraue deinen Ärzten! :-)

Sei froh und glücklich, dass bei dir bisher keine Krankheit diagnostiziert wurde. Das bedeutet, dass du körperlich gesund bist. Nimm das bitte mal positiv zur Kenntnis! Dann geht es dir nämlich auch körperlich schon viel besser! Denke also nicht an irgendwelche angeblichen Krankheiten, die du gar nicht hast, sondern konzentriere dich auf deine Gesundheit! Viele Menschen beneiden dich um deine Gesundheit!

Möglicherweise hast du hypochondrische Neigungen. Deine Beschwerden können psychosomatischer Natur sein oder eventuell auch in falscher und unzureichender Ernährung begründet sein.

Besprich alles mti deinem Psychotherapeuten. Das sind wichtige Informationen für ihn. Nur wenn er alles weiß, kann er dich richtig therapieren.

Laien im Internet können dir leider nicht helfen. Wenn du hier unterschiedliche Meinungen liest, kannst du sowieso nicht beurteilen, was richtig und was falsch ist.

Antwort
von grubenschmalz, 50

Multiple Sklerose - Wass soll ich tun?

Hast du Medizin studiert und einen Facharzt gemacht, oder wie kommst du auf die Idee, dass du Entgegen der Diagnosen der Ärzte nur mit Google MS diagnostizieren kannst?

Antwort
von howelljenkins, 35

bist du auch auf lyme-borreliose untersucht worden?

MS ist ja nicht die einzige erkrankung mit diesen symptomen

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